Ein paar Worte zum ASEAN Gipfel und Amerikas Rolle in Asien

Filed under: Allgemein,Asien,Kambodscha,Laos,vietnam — Thomaswanhoff at 5:21 am on Tuesday, November 20, 2012

Ich mag es nicht nochmal auf Deutsch schreiben, deswegen die Originalversion hier:

The ASEAN summit in Phnom Penh had two important tasks: Human rights and the situation in the South China Sea. Cambodia as the host failed two times: The human rights declaration is far from what is needed and isn’t helping activists at all. It basically writes down the status quo for most countries in ASEAN, where torture, unjustice and a weak legal system is still the standard. No wonder that Cambodia, having a long rap sheet in human rights, wasn’t pushing for more.

More important for the strategic role of South-East Asia is of course the South China Sea with it’s natural ressources. China basically claims the whole area as it’s own territory, while the Philippines and Vietnam disagree. But China has it’s own way of diplomacy: It won’t talk to all, instead it insists in bilateral talks. It tries to outplay the ASEAN countries, and the the way it does it is with pressure and money. That works very well for Cambodia, the ASEAN chair, whose dictator Hun Sen is after the death of former King Sihanouk even closer with his friends in Bejing.

So the Cambodia government failed also with this issue. Instead of bringing the ASEAN countries closer together and unite them, it’s role was to support the separation managed by China.

But something else happend: Although President Barack Obama came to the summit for the second time, he made a stop in Myanmar before for the first time. Actually he was the first US-President ever to visit the country. Why he came? To set a statement, mainly to China. It says “We are here and we take the competition”.

The US knows that the importance of the middle-east is fading. Recent research showed that the US can be independet from Arab oil in a decade. The Palestin-Israel conflict is annoying and doesn’t come to any solution. The new markets and big players are in Asia. That’s why Obama is looking for allies, trying to strenght assisting ties and reviving old relations.

He can count on the Philippines, a long standing partner. Malaysia, Indonesia and Brunei are muslim countries, but moderate, and they don’t like China at all. For them, it is Asia first, but second maybe America more than China. Vietnam had already issues with China, and the South China Sea conflict doesn’t make it better. They agreed recently to accept military support from the US.

Thailand is trying to be polite and neutral. At least this is what the government does. Laos is already becoming a Chinese puppet, and so is Cambodia. But both are the poorest and least important countries.

Beside the governments, there are the people. Obama mentioned in his speech in Yangon that the most important and difficult job is not being president, but a citizen. Al his remarks about freedom and dignity and respect was targeting the common people.

What America always did very successfully was selling a life style. And it works pretty good. You won’t see people standing on the street with signs “I love Hu Jintao” or “We love Wen Jiabao” (unless they are forced to). You won’t see local activists demanding the Chinese premier to help them in environmental or human rights issues. But they do it when Obama comes. And they do it because he sells hope and the American way of life. This is what the people want.

Of course, reality in term of human rights isn’t anymore what it was in the US. They just renamed “polical prisoners” to “terrorists” and all of a sudden everything is fine. They did not limit the freedom of speeach but instead installed the Patriot Act. The US is becoming more and more repressive, basically for the same reason regimes always become: The ruling relite doesn’t want to share it’s privilegies with too many others.

But still people trust America more than China. And Myanmar plays an important role. It’s government is begging the west for more engagement, because they know if China wins, the old guys will come back and all the efforts for opening and more freedom will be set back.

The common people already made a decision: Their own country first, ASEAN next. But when it comes to a lifestyle, then it is the western way of living. Not just in terms of consumer goods (and safety of products), but also in freedom of speech and human rights.

Again Asia will the stage for the competiton of ideas. Let’s just hope this time it will remain a competition and not becoming a fight again.

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Der neue Nationalismus bremst die aufstrebenden Staaten in Südost-Asien

Filed under: Asien,Kambodscha,Laos,vietnam — Thomaswanhoff at 5:12 pm on Tuesday, June 28, 2011

Da sind sie eigentlich auf dem richtigen Weg, haben die Zeit der inneren Unruhen hinter sich gebracht und bekommen internationale Rankings, weil sie als politisch stabil gelten – und plötzlich lassen Länder wie Vietnam und Kambodscha die Säbel rasseln. Während die einen sich gleich einen richtigen Gegner ausgesucht haben, nämlich China, legen sie die andern – Kambodscha – mit dem Nachbarn Thailand an. Und in Laos wird verzweifelt versucht, der internationalen Öffnung einen traditionellen Anzug zu verpassen.
Die drei Länder haben eines gemeinsam: Sie wissen zur Zeit nicht wirklich wie es weiter geht. In Vietnam ist die Zeit des grössten Booms vorbei, die ersten Firmen gehen wieder pleite, die privatisierten Staatsbetriebe sind durchsetzt von Korruption und werfen kaum Profit ab – der Schiffbauer Vinashin zum Beispiel hochverschuldet. In Kambodscha bewegt sich eine hochkorrupter Regierung zwischen den Forderungen asiatischer Bruderstaaten nach noch mehr Investitionsgenehmigungen, nachdem schon knapp 90 Prozent des Landes verpachtet sind.

Sowohl Kambodscha als auch Vietnam haben es nicht wirklich erreicht, den Lebensstandard der Gesamtbevölkerung nachhaltig und wesentlich zu verbessern. In Vietnam sieht die Regierung selbst mit Sorge, wie die Schere zwischen Mittelstand und Arbeiterklasse immer weiter aufgeht und die steigende Zahl der Superreichen die Lage nicht wirklich verbessert. In Laos ist man sich der Situation wohl bewusst, und in der vergangenen Nationalversammlung gab es vermehrt kritische Töne an der stragischen Ausrichtung. So mahnte ein Parlamentsmitglied öffentlich an, nicht nur das Budget für die Erziehung zu erhöhen, sondern auch inhatlich endlich Reformen zu starten. Auch hier weiss man das die jungen Leute im Land schon gerne den Lebensstandard der thailändischen Nachbarn hätten.

Wenn es also im Inneren zu rumoren beginnt, dann ist es immer eine gute Idee, andere verantwortlich zu machen, denken sich die Machthaber. also lassen die Vietnamesen ihre Landsleute vor der chinesischen Botschaft demonstrieren und die Kambodschaner schießen ab und an Salven nach Thailand. Das eint das Volk und lenkt ab. In Laos höre ich immer häufer den Ruf nach eine laotischen Lösung der Probleme, als ob es keinen Welt- und Regionalmarkt gäbe.

Es scheint so, dass die politschen Rahmenbedigungen nicht mit der wirtschaftlichen Entwicklung Schritte gehalten haben. Die Machthabenden sind schlicht ratlos, wie es weitergehen soll. Nur eines ist gewiss: Sie wollen weiter am Ruder bleiben. Deshalb wird in Vietnam mal eben Facebook blockiert und in Kambodscha ein Gesetz verabschiedet dass die bisweilen kritischen NGOs an die kurze Leine nimmt.

Es bleibt spannend zu sehen, wohin die Reise geht. Die Geschichte lehrt, dass eine arbeitslose junge männliche Bevölkerung nicht gerade zum sozialen Frieden beiträgt. Mit einem schlechten Investionsklima, wie es diese Länder aber mit viel zu hohen Steuern und der Korruption haben, wird eine weitere wirtschaftliche Entwicklung kaum möglich sein. Und das kann in einer Spirale der sozialen Unzufriedenheit enden, wie wir sie gerade in Nordafrika sehen.

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Warum vietnamesische Firmen es so schwer haben

Filed under: Asien,vietnam — Thomaswanhoff at 4:48 am on Wednesday, February 9, 2011

Der Titel ist etwas ironisch gemeint. Tatsächlich machen sie es sich schwer, oder sie verdienen es, Hürden zu haben. In Vietnam selbst habe ich immer wieder festgestellt, dass Wettbewerb schlicht nicht akzeptiert wird. Eine Firma wird alles versuchen, um einen Wettbewerber gar nicht erst in einem Markt kommen zulassen. Und zwar meist mit äußerst unfreundlichen Methoden.

Als andere Airlines den Eintritt in den domestic market in Vietnam versuchten, rief die staatseigene Airline sofort nach der Regierung. Das dürfe man nicht zulassen. Solche Rufe kommen in Vietnam immer häufiger.

Jetzt kommen sie auch im benachbarten Laos. Eine vietnamesische Kaffeefirma, die bereits das Monopol hat beim Kaffeeanbau, will nun von der Regierung “Hilfe”, um die Produkte, vor allem Instant Coffee, auch auf dem laotischen Markt besser zu verkaufen. Das Problem. Nestle gilt als mehr modern und wird deshalb – zum gleichen Preis ürbigens – häufiger gekauft. Die Kaffeecompany verweist auf ihre Investionen ins Land, aber auch die Promotion von laotischem Kaffee. Was ironisch ist, denn diese Firma produziert – auch typisch vietnamesisch – die schlechteste Qualität.

In Asien ist es absolut üblich, sich Märkte so zu sichern, in allem Branchen. Eine Telefongesellschaft hat sich für den Verkauf fit gemacht, bekommt aber Signale, dass man das in der Regierung nicht so gerne sähe.

Wer mit westlichen Methoden in Asien Geschäfte machen möchte, muss höllisch aufpassen, wenn er gegen einen lokalen Anbieter an

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Das Spiel Eintracht Frankfurt gegen Đồng Tâm Long An

Filed under: Asien,Mein Leben,vietnam — Thomaswanhoff at 5:42 pm on Friday, May 14, 2010

Mannschaftsbild
Heute habe ich zum dritten Mal ein Spiel der Eintracht gesehen. Das erste war in Königstein, das zweite in Frankfurt und heute in Saigon. Ich bin nun wahrlich kein Fußballexperte, aber in der ersten Halbzeit ließen sich die Frankfurterganz schön hängen, was mit einem Führungstor bestraft wurde. Verdient gingen die Vietnamesen (derzeit eher im unteren Feld der Liga) in die Halbzeitpause. In der zweite Halbzeit drehte die Eintracht dann auf während Long An gleichzeitig nachließ. Insofern ein gerechtes 3:1 am Ende.
Das 2:1 für die Eintracht
Nette Geschichten am Rande: Unser Freund Santos, eigentlich Torhüter bei Long an, durfte nicht spielen weil er nichts ans Telefon ging als in der Teamchef anrief. Santos war im Auto, und rief gleich zurück – zu spät. Dieser Teamchef ist wohl der Grund dass der Verein sportlich schlecht dasteht und viele Spieler gehen (wollen).
Die EIntracht spielte in Rot, aber nicht in roten Trikots. Die hatten sie beim Spiel in Hanoi getauscht und deshlab angekündigt, ein Weiss spielen zu wollen. Das wollten die Vietnamesen aber auch und deshalb trat Frankfurt in T-Shirts auf – ohne Spielernamen und Nummern.
Einige Hardcorefans der Eintracht wurden in einen eigenen Block untergebracht. Und verwirrten die EInheimischen erst einmal mit den Fangesängen. Am Anfang war das noch ganz lustig, als die Fans aber auch während der Eröffnung weitersangen war das eher peinlich. Eher zurückhaltend waren aber die Vietnamesen: Zum einen war das Stadion nicht wirklich voll, und zum anderen wird meist nur gejubelt wenn ein Tor fällt (übrigens auch beim Gegner). Ich war übrigens nicht der einzige Königsteiner im Stadion: Sebastian Jung ist Spieler der EIntracht und ein Königsteiner Bub. Statt Bier gab es grünen Tee und Wasser, statt Currywurst Banh Mi (Baguette mit Fleischstreifen und Chilli). Nur einige Deutsche hatten Bier mitgebracht. Bitburger machte zwar Werbung, verkaufte aber nichts.
Über die sportlichen Ereignisse, Namen der Spieler und der Torschützen informiert im Detail Klaus Veit von der Frankfurter Neue Presse zeitnah: Denn nach dem Spiel mussten Reporter und Spieler schnell zum Flughafen, noch am gleichen Abend ging es nach Hause.
Endstand

So und nochmal was zum Hören aus dem Stadion:
Listen!

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Das Projekt der GTZ in Bac Lieu

Filed under: Asien,vietnam — Thomaswanhoff at 5:21 am on Wednesday, April 14, 2010

Hier in Bac Lieu bin ich auch gerade und arbeite an einem Teil dieses Projekts mit.

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LKW-Fahrer überrollen Opfer in Vietnam zweimal – zur Sicherheit

Filed under: Asien,Kambodscha,vietnam — Thomaswanhoff at 5:35 am on Friday, April 9, 2010

Der Film und das Buch “Same Same but different” zeigen ja gerade ein mehr oder weniger authentisches Bild Kambodschas im Kino, aber auch für alle, die als Download sich gerne Hörbücher anhören.

Ich möchte das mal um eine weitere Sicht der Dinge in Südostasien ergänzen.
Es klingt nicht nur gruselig, es ist es auch: In Vietnam (aber auch in Kambodscha) passiert es immer wieder, dass ein LKW-Fahrer statt einem Unfallopfer zu helfen es noch einmal überfährt, um sicher zu sein, dass es tot ist.
Unfall in Hoi An by Marika
Der Grund: Für einen Verletzten muss der Fahrer ein Leben lang zahlen, und zwar an die Familie, für einen Toten gibt es eine einmalige Zahlung. Auch die Gefängnisstrafen fallen geringer aus, schlicht weil der Tote nichts mehr Belastendes sagen kann. Zeugen finden sich ohnehin kaum welche, und oft genug kann auch die Firma des LKW-Fahrers einen gewissen Einfluss auf einen Urteilsspruch nehmen.
So nachzulesen in einem Bericht der Thanh Nienh News am vergangenen Wochenende

Truck drivers often say it’s better to kill someone in an accident than injure them. The logic, half urban legend, half real, is that those responsible for injuries have to pay compensation for the rest of a victim’s life, while those who kill someone in a traffic accident only make a one-off payment and possibly a short jail sentence.

Ein Verkehrsunfall in Vietnam (und auch Kambodscha) kann mehrere Szenarien haben: Tötet ein Fahrer einen Menschen in einem Dorf auf der Durchfahrt, so wird er Gas geben und so schnell wie möglich fliehen – zumindest bis zur nächsten Stadt. Der Grund: Verärgerte Dorfbewohner könnten in lynchen. In Vietnam ist diese Gefahr geringer als in Kambodscha, wo solche Fälle oft genug passieren. Wird ein Mopedfahrer verletzt und der Unfall beobachtet, kommen viele Menschen zum Unfallort – und entledigen ihn erstmal seines Telefons und Geldes. In Kambodscha werden dann Fotos gemacht, die später in aller Brutalität in lokalen Zeitungen erscheinen.

In Vietnam ist in der Regel die Polizei vor Ort (nicht immer sofort) und wird bei tödlichen Unfällen oder solchen mit Schwerverletzten auch einen Verfahren eröffnen. Das ist aber oft genug nur ein formaler Akt, der aber mit bestimmten Gebühren verbunden ist.

Je schneller ein Fahrer eine Kompensation zahlt, umso besser, gleich, ob das für die (oft aufwändige) Beerdigung reicht.

“We had to place her coffin on the sidewalk during the funeral because the house and the alley were too small,” Mai said, adding that they had to borrow illegal high-interest loans of VND60 million from shady loan sharks for the funeral.
The family still owed VND40 million in loans after using Tuan’s VND20 million in compensation.

Der Grund warum Fahrer oft genug ohne eine Strafe wegkommen, liegt im System:

“In reality, finding witnesses and corroboration that the driver deliberately murdered a road accident victim is extremely tough,” said Nong.

Es finden sich vor allem nicht wirklich glaubwürdige Zeugen, weil die meisten Partei ergreifen – manchmal auch gegen Gebühr. Und da gilt dann in der Tat im Zweifel für den Angeklagten.

Mir wurde im übrigen auch berichtet, dass es bei LKW-Fahrern das 3-Strikes-Prinzip gibt. 3 Tote bezahlt die Firma.

Foto von Marika

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Video: Das Wildlife rescue center von Wildlife at risk in Cu Chi

Filed under: Asien,vietnam — Thomaswanhoff at 4:45 pm on Thursday, February 18, 2010

Wir waren heute im Wildlife Rescue Center in Cu Chi, etwa 1.5 Autostunden von Ho Chi Minh City entfernt und haben usn erklären lassen, wie dort gearbeitet wird. Das Center nimmt vor allem Bären auf, die entweder von Bärenfarmen oder ais Privathand konfisziert werden. Das Problem ist dass in Vietnam reiche Familien meinen, einen Bären in einem Käfig zu halten sei Ausdruck von Macht und Stärke (gleichwohl es Ausdruck von Dummheit ist). Mehr im Video.

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Tet Blumenfest in Phu My Hung

Filed under: Asien,vietnam — Thomaswanhoff at 3:26 pm on Tuesday, February 9, 2010

tiger year

Bei uns im Viertel, und zwar drüben wo gerade das Crescent Shopping Centre entsteht, findet dieser Tage das Tet Blumenfest statt. Anlässluch des bevorstehenden Neujahrfestes am 19.2. (wir kommen dann ins Jahr des Tigers) gibt es überall kleine Volksfeste, auf denen vor allem Blumen verkauft werden.
Aber hört und seht selbst:

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flowers for tet

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Häuser-Domino: 10 Gebäude nacheinander eingestürzt

Filed under: Asien,vietnam — Thomaswanhoff at 2:06 am on Thursday, February 4, 2010

Das Stadtarchiv in Köln war ja “nur” ein Gebäude, das eingestürzt ist, hier ein Saigon haben wir gleich 10.

In a chilling domino effect, the collapse of a house in the heart of Ho Chi Minh City Sunday caused nine others in a row to collapse as well, but no casualties have been reported so far.
The incident happed at around 10.15 p.m. when some workers at the construction site of Saigon M&C building on Ton Duc Thang Street, District 1, were working on its third underground floor, witnesses said.
The workers then found artesian waters coming out from a small hole and very soon the water made it into a very big hole despite their efforts to fix it.
At the same time other workers found houses on Ham Nghi Street running across Ton Duc Thang starting to crack and subside, so they ran outside to wake up people in the houses for emergency evacuation.
Very soon after the people ran out of their houses, the house at No.3 Ham Nghi Street sank by several dozen meters, causing the one next to it (No.5) to cave in as well, witnesses said.

Das ist übrigens nicht der erste Fall. In der Dong Khoi ruhen die Bauarbeiten am Times Square, nachdem bei den Bauarbeiten Risse in den umliegenden Gebäuden auftraten. In der Nguyen Hue kam neulich das Dach herunter, und in der alten Stadt Hoi An stürzen Häuser ein weil sie nicht in Stand gehalten werden. Jede Woche lesen wir von Einstürzen.

Grund sind zum einen die schlechte Qualität der Häuser. Nicht weil sie alt sind (das auch), sondern weil man hier extrem billig baut. Das ist mehr Sand als Mörtel was da zwischen den Steinen sitzt. Und beim Stahl wird gerne auch mal die billigste Variante genommen, dei eigentlich nicht für den Hausbau geeignet ist.

Ausserdem kommt hinzu, dass bei Neubauten die Umgebung nur teilweise erforscht und gesichert werden kann. Im obigen Falle hatte man einen natürlichen Brunnen nicht erkannt (oder erkennen können), und der sprudelte plötzlich los. Gut, dass nieman verletzt wurde.

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Das Leben mit der Zensur in Vietnam

Filed under: Asien,Journalismus,vietnam — Thomas at 11:15 am on Wednesday, December 23, 2009

Ich habe drüben bei KoopTech einen Beitrag geschrieben, der es immerhin ins 6vor9 bei Bildblog und zu Netzpolitik.org geschafft hat.

Wie lebt es sich in einem Land mit Zensur? Ein Bericht aus Vietnam.

Ich lebe jetzt seit eineinhalb Jahren in Vietnam. Als ich hierher kam, wusste ich, welche Beschränkungen es für Journalisten gab. Ich wusste nicht, wie wenig man das merkt. Und genau das ist das Problem.

Es gibt Zeitungen, Fernsehsender, Blogs und Social Networks. Darin mitnichten nur Propaganda, sondern auch kritische Artikel über die Umweltverschmutzung, einen Korruptionsskandal, die schlechten Jahresergebnisse der staatseigenen Betriebe. Menschen diskutieren in Blogs die wirtschaftliche Entwicklung des Landes, oder beschweren sich auf Twitter über den Verkehr. Man könnte meinen, die Medienlandschaft ist nicht anders als in Deutschland zum Beispiel.

Mehr drüben bei Christiane.

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Ich werde ein Investor

Filed under: Allgemein,Asien,Mein Leben,vietnam — Thomaswanhoff at 9:50 am on Thursday, November 26, 2009

Nicht nur die verschärften Einwanderungsregeln in Vietnam, sondern auch eine etwas besseres Arbeitsbasis lassen mich jetzt einen Investor werden. Konkret geht es um eine Firma, die Programm für Handys entwickelt und SMS-Lösungen. Und so die vietnamesischen Behörden mitspielen werde ich da auch arbeiten. Gewohnt flexibel natürlich, das heisst und werde wenig an EINEM Schreibtisch sitzen, sondern nach wie vor zuhause oder in Cafes mit Wifi oder eben bei (potentiellen) Kunden.
Und natürlich weiter Barcamps organisieren und besuchen (das nächste ist hier in Saigon am 13. Dezember).
Ja, wir wollen hier noch länger in Vietnam bleiben. Das Leben ist schön, das ist das wichtigste. Aber auch die beruflichen Aussichten oder wie man sagt Herausforderungen sind besser und spannender als in Good Old Germany. Naja, das Wetter ist eh besser. Land und Leute gefallen uns, das Essen auch, die internationale Community (aka Expats), in die wir aber nicht zu sehr eintauchen.
Wenn also alles so klappt, bekomme ich in 4 Wochen mein Investorzertifikat und dann auch eine Residentcard. Und dann wird mal kräftig der Mobilmarkt aufgeräumt. (Wir machen keine iPhone-Apps, sondern vornehmlich Symbian). Im B2B Bereich hat Nokia hier die Nase vorn.

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Abends in Saigon Süd

Filed under: Asien,vietnam — Thomaswanhoff at 11:51 am on Monday, November 16, 2009

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Reisen in einem Land ohne Straßen

Filed under: Asien,Bhutan,burma,Kambodscha,Mein Leben,Reisen,vietnam — Thomaswanhoff at 11:55 am on Saturday, August 8, 2009

Ich reise seit über zehn Jahren durch Asien, und habe bisher jede dieser Reisen genossen. Eines aber nervt mich noch immer: Endlose Überlandfahrten. Ob Thailand oder Sri Lanka, Buthan oder eben Vietnam: für 100 Kilometer braucht man bis zu 3, manchmal sogar vier Stunden. Natürlich liegt das schlicht daran, dass man hier zu Lande kein so ausgebautes Autobahnnetz hat wie in den meisten westlichen Ländern. Ich denke, das ist nicht nur in Asien so. Von Nordafrika höre ich ähnliche Erlebnisse. Wer in seinem schicken Hotel in Tunesien sitzt, wird auch mal rauswollen und die Umgebung erkunden. Und dann ist guter Rat teuer: Wie soll ich in einem Land reisen?

In Vietnam gibt es zwar so genannte Highways, das bedeutet aber lediglich, dass eine halbwegs asphaltierte Straße von A nach B führt. In der Regel gibt es eine Spur in jede Richtung, die Breite dieser Spur ist Auslegungssache und wird je nach Bedarf angepasst. Manchmal gibt es einen Betonabsperrung in der Mitte, aber eher selten. Die Sträßen führen direkt durch die Dörfer, das bedeutet, das ständig Hühner, Hunde, Menschen, Motorräder, Kühe oder autos kreuzen.

Wer durch Vietnam reist, sollte, so meine Empfehlung, über Land zunächst versuchen einen Flug zu nehmen. Das ist immer noch die sicherste Art zu reisen. Wo keine Flughäfen, sind eventuell Bahnhöfe vorhanden. Bahnfahrten sind meines Erachtens wesentlich sicherer als Autofahrten, wenn auch nicht schneller und wahrscheinlich auch nicht konfortabler. Von Saigon nach Phan Thiet oder von Hue nach Hoi An sollte das aber locker zu machen sein.

Wen schon auf nur vier Rädern durch Vietnam, dann bitte in einem Mietwagen mit Fahrer oder einem Bus, der über einen Reiseveranstalter gebucht wurde. Öffentliche Busse sind etwas für Abenteuerer, und selbst ein Auto fahren ist ebenfalls eher nervenaufreibend.

Ähnliches gilt aber auch für andere Länder und Kontinente. Reisen per Auto oder gar Motorrad ist wirklich nur was für Kenner. Am besten ist es, sich vorher Hotels in verschiedenen Städten zu buchen und dann zu schauen, wie man am besten von A nach B kommt. Ich weiß dass Fliegen ncht gerade die umweltfreundlichste Form ist, deswegen empfehle ich auch Züge. Oder eben Busse, die dürften wohl der beste Kompromiss sein.

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Ausflug nach Vung Tau, ein Strand in Vietnam

Filed under: Asien,vietnam — Thomaswanhoff at 8:21 am on Monday, June 29, 2009

Wir waren am Wochenende in Vung Tau, schließlich ist das nur eine Stunde von Saigon entfernt, und das wollten wir uns einmal genau anschauen.

Hier zunächst mal die Beschreibung aus Wikipedia:
Vung Tau

Vũng Tàu ist eine Stadt in der Provinz Bà Rịa-Vũng Tàu im Südosten von Vietnam mit etwa 240.000 Einwohnern (2005). Der Stadtbereich ist 140 Quadratkilometer groß und umfasst 13 Stadtteile und ein Dorf. Die Stadt ist ein Zentrum für Touristen sowie für die Erdölverarbeitung. Sie befindet sich ca. 120 km im Nordosten von Hồ-Chí-Minh-Stadt an der Spitze einer Halbinsel.

Vũng Tàu war immer ein wichtiger Hafen, besonders während der französischen Kolonialzeit. Heute wird er vor allem zum Verladen von Erdöl der Offshore Bohrinseln vor der Küste benutzt und bildet so die Grundlage für die Petrochemie in der Provinz.

Neben der Industrie ist die Stadt aber auch ein Touristenzentrum. An den langen, ganzjährig nutzbaren, Stränden machen vor allem Vietnamesen Urlaub, viele aus Hồ-Chí-Minh-Stadt. In den letzten Jahren hat sich aber auch die Zahl ausländischer Besucher erhöht.

Das Wahrzeichen der Stadt ist eine Jesus Statue auf einem Hügel am Stadtrand. Sie wurde in den 1970er Jahren von der christlichen Minderheit erbaut. Die Thich Ca Phat Dai Pagode und der Niet Ban Tinh Xa Tempel ziehen zahlreiche buddhistische Pilger an.

Während des Vietnamkrieges war Vũng Tàu Stützpunkt der australischen Armee und amerikanischer Versorgungseinheiten.

Von Saigon aus (oder auch Ho Chi Minh City) kommt man am besten mit dem Speed Boat (oder Hydrofoil) nach Vu Tau. Die Boote fahren alle halbe Stunde, gerade am Wochenende sollte man sich aber Tickets sichern. Die gibt es direkt am Anlegesteg an der Ton Duc Thang. Es gibt Petro Express, Vina Express und Greenline, die sind alle ähnlich, haben die gleichen Boote und arbeiten auch zusammen wenn man umbuchen will. Die Boote sind nicht die neuesten, aber ok, und wer Angst hat soll halt einen platz am Ausgang buchen :-)
Vung Tau
Nach eineinhalb Stunden kommen wir in Vung Tau an. Der Ort lebt vom Tourismus und der nahen Ölförderung. Das heisst viele Arbeiter der Ölplattformen haben auch ein Haus oder Appartment in Vung Tau. Unter Vietnamesen gilt der Ort als perfekter Platz um mit der Freundin mal ein paar Tage allein zu sein. Wer also hier Filmfestspiele und Kunstausstellungen erwartet, ist fehl am Platz. Der Strand ist eher zweckmäßig, aber recht sauber, es gibt Liegestühle zu mieten und eine Menge Restaurants, die direkt an den Liebestuhl liefern. Die meisten Hotels liegen auf der anderen Seite der Straße, die am Strand vorbeiführt. 30 bis 50 Kilometer ausserhalb liegen die vornehmen Ressorts.
Vung Tau

Das Entertainmentprogramm ist bescheiden, gleichwohl gibt es Bars und Discos und sogar ein recht modernes Shopping Center. Ohne Taxi geht nichts weil sich die Strand reicht weit an der Bucht entlang streckt. Moped mieten geht auch, allerdings gibt es auch in Vung Tau Polizei, die schaut, ob man einen vietnamesischen Führerschein hat. Dann doch auf die günstigeren Xe Oms ausweichen.

Da am Meer gelegen gibt es natürlich jede Menge Fisch, vor allem gegrillten Tintenfisch. Man kann mit einer Sesselbahn hoch auf den kleinen Hügel und kann auch eine riesengroße Jesusstatue besuchen. Viel mehr haben wir nicht ausfindig machen können. Bei Skandinaviern sind Vung Tau und Umgebung recht beliebt, weil günstig.

Wer also in Saigon lebt, sollte auf jeden Fall mal einen Trip raus nach Vung Tau machen, und wer als Tourist kommt und eine günstigere Alternative zu Phan Thiet sucht, ist hier auch bedient.

Ist auch so unter reisen.wanhoff.de erschienen

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Katholiken und Vietnam: Centerum censeo….

Filed under: Asien,vietnam — Thomaswanhoff at 5:09 am on Thursday, May 28, 2009

So kommt das bei mir im Google Alert an:

Vietnam: Regierung gibt nichts zurück
Radio Vatikan – The Vatican
Vietnam hat Forderungen der katholischen Kirche nach Rückgabe enteigneter Grundstücke und Häuser eine klare Absage erteilt. Die Regierung habe nicht die …
Alle Beiträge zu diesem Thema anzeigen

Vietnam: Kommunisten versuchen, auf hart zu spielen
Kathweb – Wien,Wien,Austria
Hanoi, 27.05.2009 (KAP) Die kommunistische Regierung in Hanoi hat Forderungen der katholischen Kirche in Vietnam nach Rückgabe enteigneter Grundstücke und …

Ich bin mal gespannt wie es dann in den deutschen Qualitätsmedien steht..

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Bürgerwehr auf vietnamesisch

Filed under: Asien,vietnam — Thomaswanhoff at 6:01 am on Monday, March 9, 2009

Ich poste gleich mal den ganzen Artikel aus Chao Vietnam hier auf englisch, weil ich etwas faul bin und er ja nicht so lang ist….

Nguyen Van Minh Tien, 35, who has caught hundreds of robbers and is called “Street Knight” has set up a team of robber hunters. This team will patrol HCM City’s streets 24/7.

At the beginning, Tien’s team included only four members. The number of members is presently at 18, and is mainly made up of young people. Tien and his teammates patrol HCM City’s streets everyday. The team’s members are trained with martial arts and necessary skills, under a curriculum written based on Tien’s experience.

Since 2005, Tien has dealt with 25-35 robbery cases on the street. In the last two months, his team seized 11 robbers. In late-2008, Tien was in an accident while chasing a robber. His motorbike was destroyed in the accident. Vice Chairman of HCM City, Nguyen Thanh Tai, visited him at the hospital and presented him a new motorbike.

As Tien’s group is working at their own funding, Tien wishes to have assistance to buy two high-speed motorbikes to serve their work.

Tien said a company announced to give a bonus of VND5 million for each case, but Tien refused. “We don’t exchange our lives for bonus,” Tien said.

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Katholische Kirche in Vietnam

Filed under: Asien,vietnam — Thomaswanhoff at 6:33 am on Tuesday, February 24, 2009

Habe gerade einen Artikel gefunden über den verstorbenen Erzbischof von Hanoi, Paul Joseph Kardinal Pham Dinh Tung.

Interessant in dieser Passage sind die Hervorgebungen von mir:

Anlässlich des 89. Geburtstags von Paul Joseph Kardinal Pham Dinh Tung, dem emeritierten Erzbischof von Hanoi, waren im vergangenen Juni 1.000 Katholiken nach einer Heiligen Messe betend durch Hanoi gezogen. Ziel war das Gebäude, in dem vor der kommunistischen Machtübernahme die diplomatische Vertretung des Heiligen Stuhls untergebracht gewesen war. Die Katholiken forderten die Rückerstattung des Gebäudes und damit die Wiederherstellung rechtsstaatlicher Verhältnisse. Hinter dem unmittelbaren Anlaß verbirgt sich ein erstarktes Selbstbewußtsein der jahrzehntelang unterdrückten Kirche, die vom Staat die freie Ausübung der Religion einfordert.

Genau das ist der Grund, warum der Staat in Vietnam ein Problem mit der Kirche hat: Es geht um Land und Gebäude. Dass Katholiken an der Ausübung ihrer Religion gehindert werden stimmt nicht. Sie werden an der Ausübung von Politik gehindert. Das mag man kritisieren, sollte es aber auch benennen und sicht nicht hinter der Religion verstecken.

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Vietnam und das Bloggen: Neues Gesetz regelt Blogs

Filed under: Asien,vietnam — Thomaswanhoff at 9:08 am on Friday, December 26, 2008

Keine Ahnung ob es schon nach Deutschland geschwappt ist, aber erste Zeichen der Empörung sind hier in Vietnam schon zu sehen, wenn es um das so genannte Blogger-Gesetz geht..Was ist das?

Bis vor kurzem gab es in Vietnam keine gesetzliche Regelung über Blogs, auch, weil man erst nach Definitionen suchte und auch, weil die Mühlen langsam mahlen. Jetzt aber ist eine Richtlinie erlassen, die Gesetzescharakter hat.

Blogger will be held responsible for providing, disseminating, and creating direct links that are in direct violation of the decree issued last August that “…forbids the circulation of information which undermines Vietnam’s national security and social order, revealing classified information, or instigating war and violence.”

So, auf dem Papier könnte man das wahrscheinlich sogar unterschreiben. Wer in Deutschland will schon die staaatlichen Sicherheit gefährden?

Gemäß der Thanh Nien News. ist auch “Pornography, superstitious content such as astrology, and defamatory content are also banned.”

Bloggers cannot create blogs assuming other identities.

Furthermore, bloggers cannot post copyrighted material and they will also be held responsible for ALL the content of their blogs. Service providers (those that host blogs) “…must detect, prevent and get rid of banned information when asked by governmental blog management agencies, it notes” according to Thanh Nien News.

Ja, Blogs unterliegen der staatlichen Kontrolle in Vietnam, wie auch die Presse. Und ja, vieles ist Auslegungs- und Ermessensache. Und nein, viel machen kann man dagegen nicht, schon gar nicht eine Gerichtsbarkeit erwarten wie in Deutschland (ok, Hamburg mal ausgenommen).

Die Meinungsfreiheit liest sich dann so:

Nobody is banned from freedom of speech and giving information but freedom of speech and information must not harm the public interest, the personal freedom of others and the interests of the country and society in general.

Aber die Tatsache, dass es überhaupt erlaubt ist zu bloggen ist ein wichtiger Schritt.

Im übrigen gab es einige der Regelungen schon vorher, sie sind nur jetzt zusammengefasst worden oder auch auf Blogger übertragen worden.

Die Regierung hat angekündigt, mit Google und Yahoo sprechen zu wollen, wie man zum Beispiel Identitäten klären kann. Wir spannend zu sehen wie die sich verhalten. Verglichen mit China ist Vietnam etwas relaxter. Vor allem das Bann von Internetseiten ist hier weniger verbreitet. Ob und was hier mitgelesen wird, ist eine andere Frage. Aber das ist ja auch in Deutschland Behörden erlaubt.

Liebe Gutmenschen in Deutschland, ich weiß wie empört Ihr jetzt seid, aber dann kommt doch einfach her und macht es besser. Ach, und ist nicht das bekannteste deutsche politische Blog ausgerechnet das von Rechtsradikalen (Politically incorrect?) Ich kann verstehen wenn Ihr lauthals politische Freiheit fordert und hier vielleicht auch entsprechende Kommentare hinterlassen wollt. Aber bitte bei aller Kritik, denkt daran, dass ihr auch einem Auge blind seid: Wirtschaftlich findet Ihr Vietnam nämlich toll, sofern Ihr Schuhe tragt, T-Shirts habt oder Kaffee trinkt.

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Tanzen in Vietnam

Filed under: Asien,Mein Leben,vietnam — Thomaswanhoff at 4:41 am on Sunday, November 2, 2008



Oriental Dance The Cage

Originally uploaded by thomaswanhoff

Hier in Saigon wird seit geraumer Zeit getanzt, und zwar nicht nur in Expat-Kreisen, sondern auch Vietnamesen. Gerade Salsa scheint sehr beliebt, was an sich einer Überraschung ist, weil es kaum gegensätzlichers gibt als die ausdrucksstarke Lateinamerikanische Kultur und das zurückhaltende Wesen der Asiaten. Umso mehr war es erstaunlich zu sehen, mit welchem Ausdruck hier Salsa getanzt wird. Zum einen wird den Asiaten gerecht, dass sie gut lernen können – die Tanzschritte haben sie recht schnell intus, gleiches gilt für Figuren. Aber der Spass und das Gefühl für die Musik muss man eben haben, und die tänzer, die am Wochenende im The Cage aufgetreten sind, haben es. Ich habe selten Salsa so schön und erotisch getanzt gesehen. Von einer Lateinamerikanerin erwartet man das vielleicht, aber wenn das Asiaten so rüberbringen, dann ist das nochmal eine große Portion Leidenschaft mehr…ich überlege ernsthaft mal in dieser Tanzschule vorbeizuschauen…

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Präzision in Vietnam

Filed under: Asien,Mein Leben,vietnam — Thomaswanhoff at 10:49 am on Wednesday, August 20, 2008

Wer sich in Vietnam (und in Asien überhaupt) verabredet, sollte nicht etwa deutsche Pünktlichkeit erwarten. Zeit ist dehnbar, das wusste man hier schon vor Einstein. Umso mehr haben mich zwei Ereignisse überrascht, bei der man es mit der Richtigkeit von Zahlen sehr genau nahm.

Das eine war ein Besuch im Pizza Hut. Ich bestellte eine kleine Pizza und die Bedienung sagte, das dauert 17 Minuten. Nicht etwa eine Viertelstunde oder etwa zehn Minuten, nein, 17 Minuten. Ich machte mir einen Spass und startete den Timer auf meinem iPod. Nach exakt 17 Minuten stand die Bedienung mit der Pizza vor mir. Natürlich mag das an der intenationalen Zubereitungsanweisung liegen, aber die Pizza in time gebacken heisst hier noch lange nicht, dass sie auch gleich ausgeliefert wird. Bravo, Pizza Hut.

Als ich heute zur Post musste, um mein Qype-Paket abzuholen, stand ich vor dem Problem, die Post zu finden. Die Hausnummer war 81C, aber die Strasse fängt bereits bei 200 an. Also fragte nach einigem Hin- und Herfahren meine Bekannte, die mir in solchen Situationen übersetzt, einen herumstehenden Mototaxifahrer. Der sagte, wir müssten 4 Kilometer die Strasse weiterfahren. Ich schaute auf den Tachometer, und exakt 4 Kilometer später, rief meine Bekannte, dass wir an der Post seien (ich hätte das Gebäude als solches nicht erkannt).

Ich bin immer wieder begeistert von der Hilfsbereitschaft in Vietnam. Gerade Ausländern gegenüber.

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