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Das Weblog von Thomas Wanhoff

Deutsche Verlage und das iPad

Filed under: Print, Zeitungen, user generated, web 2.0 — Thomaswanhoff at 9:19 am on Wednesday, May 12, 2010

Es wäre ja fast noch zu verstehen wenn da jetzt eine neue Technologie daherkäme. aber wir hatten das doch alles schon mal mit der Musik: Da mussten erst Heerscharen von Downloadern quasi mit Mausklicks abstimmen, bis die Musikindustrie verstand, dass die Leute sehr wohl Musik kaufen, nur eben so wie sie es wollen und nicht wie die Musikindustrie es gerne hätte.
iBooks shelf
Nun kommen dank iPad, Kindle und Co. also die Inhalte neu in den Fokus der Öffentlichkeit, die eigentlich schon abgeschrieben waren: Bücher, Zeitungen und Magazine. Ich selbst sehe das iPad als hervorragendes Lesegerät. Ich habe schon einige Testberichte vom iPad gelesen und bin beeindruckt von diesem Gerät. Andere schwören auf den Kindle. Andere Pads werden kommen. Kunden wollen Inhalte zu lesen, und was machen deutsche Verlage? Abwarten. Auf DRM (Digital Rights Management, vulgo Kopierschutz) bestehen. Libri hat mir wenigstens mein Geld erstattet, weil deren ePub-Format DRM-geschwängert ist und auf meinem iPad nicht läuft – und damit wahrscheinlich auch auf anderen Geräten.

In der Süddeutschen steht am Ende des Artikels:

Die Buchbranche ist unsicher, welche Bedingungen Apple den Verlagen abpresst, und ob das iPad als Lesegerät für komplette E-Bücher überhaupt einen nennenswerten Marktanteil erlangen wird.

Erinnert mich an

Die BuchMusikbranche ist unsicher, welche Bedingungen Apple den VerlagenPublishern abpresst, und ob das iPadder iPod als LesegerätAbspielgerät für komplette E-Bücherkomplette Alben überhaupt einen nennenswerten Marktanteil erlangen wird.

Ich kann Autoren nur empfehlen genau darüber nachzudenken, ob sie wirklich DRM brauchen. Wie in der Musik wird es nur einigen Großen helfen, die Kleinen haben das Nachsehen. Lulu bietet an, Bücher im Ibookstore zu veröffentlichen. Der Deal ist so schlecht nicht:

On a $9.99 book, for example, you will receive $5.60 .

Ja, das muss dann noch versteuert werden. Aber schon mal keine Printkosten und ein Listing im iBookstore.

Dies nur als Warnung: Mit digitalen Lesegeräten kommt eine erhöhte Nachfrage. Wird die nicht schnellstens von Verlagen befriedigt, werden die Kunden andere Wege suchen – Tauschbörsen. Schon heute gibt es Skripts die das DRM aus den ePub-Formaten rausziehen – soviel also zum Thema Kopierschutz.

Mobiles Intranet vor dem Durchbruch – Wunschdenken bei Aexea

Filed under: user generated — Thomaswanhoff at 11:36 am on Thursday, October 22, 2009

Ich kannte voher Aexea nicht und kenne weder deren Auftraggeber noch Intention. Was ich aber weiss ist dass sie sich offenbar gut in Szene setzen können und wissen wie man Halb- oder besser Viertelwahrheiten verbreitet. Aktuell geht es um eine “Studie” zum mobilen Intranet. Man hat ganze 20 Leute befragt.

Mobile Intranet ist in vielen Unternehmen kurz vor dem Durchbruch. Das zeigt das Ergebnis einer Umfrage von aexea, an der 20 Intranet-Verantwortliche teilgenommen haben. Im Augenblick ist das Mobile Intranet noch die Ausnahme, nur in 3 Unternehmen können die Mitarbeiter per Handy auf das Intranet zugreifen. Doch das kann sich in nächster Zeit schon deutlich ändern, denn fast 60% planen einen Einstieg.

3 Unternehmen haben es von 20, bei denen nicht einmal klar ist, nach welchen Kritierien die ausgewählt wurden und ob die überhaupt wissen, dass Email auf dem Handy noch kein Intranet ist. Im übrigen ist das auch eine Kostenfrage, gerade auch wenn es um Handytarife geht und die Kosten für mobile Datenübertragung.

60 % planen den Einstieg: Auf solchen Aussage ist auch die jüngste Finanzkrise gebaut. In meiner Heimatstadt wurde mal ein Kinderhort gebaut weil eine überwältigende Anzahl der Eltern gesagt hat sie hätten gerne einen. Als der fertig war gab es kaum Anmeldungen, weil der ja auch was kostete.

Ich bin durchaus ein Freund von mobilen Intranets und glaube auch dass da eine Zukunft drin liegt. Die Studie ist übrigens besser als ihr eigener Ruf, wenn man es als eine Analyse bezeichnen würde wäre es gar nicht mal so schlecht.

Kostprobe:

Ein mobiles Intranet muss auf die Voraussetzungen der mobilen Endgeräte, Unternehmen und Zielgruppe zugeschnitten sein – so das übereinstimmende Ergebnis der Diskussion und der qualitativen Auswertung der Befragung. Es hat keinen Sinn, so die Intranet-Verantwortlichen verschiedener Unternehmen, die
Inhalte vom Datenvolumen einzudampfen und jedem Mitarbeiter ein Handy zur Verfügung zu stellen.

Das kann ich durchaus unterstreichen. Wir lernen: Wer gute Inhalte hat muss keine schlechte Verpackung drum machen.

Kann die Frau Goebbels bitte mal die Fresse halten?

Filed under: Allgemein, Pressefreiheit, politik, user generated, web 2.0 — Thomaswanhoff at 10:18 am on Sunday, August 2, 2009

ZensursulaEben lese ich das:

Doch wir werden weiter Diskussionen führen, wie wir Meinungsfreiheit, Demokratie und Menschenwürde im Internet im richtigen Maß erhalten. Sonst droht das großartige Internet ein rechtsfreier Chaosraum zu werden, in dem man hemmungslos mobben, beleidigen und betrügen kann.“

Gesagt hat das die schlimmste Politikerin, die Deutschland je gesehen hat. Ursula von der Leyen. Schlimm ist sie, weil sie ganz offen die Verfassung untergraben will und mit billigster Demagogie versucht Wählerstimmen zu fangen. Billig und gefährlich, wie es das Land seit den 30er Jahren nicht mehr gesehen hat.
Ich scheisse im Übrigen gleich auf das Geschrei der politisch Korrekten, die sich solche Vergleiche verbitten. Sollen die sich doch von der Zensumisterin kontrollieren lassen, ich kann das nicht ertragen. Aus der Geschichte lernen heißt auch, das sich vergegenwärtigen dürfen und es zu verhindern. Das geht aber nur in dem ich vergleiche.

Was diese Frau da macht, geht an die Substanz. Ich dachte Schäuble sei für die Freiheit gefährlich, aber der wahre Feind ist von der Leyen.

Frau von der Leyen, können sie bitte an den Herd zurückkehren, da gehören sie nämlich hin. Nicht weil sie eine Frau sind. Sondern weil sie eine Beleidigung für alle die Frauen sind, die am Herd stehen müssen, weil sie, obwohl sie qualifiziert sind, keine Chance im Job bekommen und statt dessen ansehen müssen, wie eine Mutterkreuzanwarterin dieses Land gerade in den Überwachungsstaat überführt.

Ich weiss, das ist radikal. Aber lieber radikal in Worten als in Taten. Und mit moderaten Tönen bewirkt man nichts. Wehret den Anfängen!

UPDATE: Timo hat herausgefunden, wie alles anfing (Nein, wir lassen uns trotz allem den Spaß am Leben nicht nehmen)

Foto: http://www.flickr.com/photos/jabb/3447925093/sizes/s/
Creative Commons BY-SA

Warum Podcasts bei Netzwelt schwer vermarktbar sind

Filed under: podcast, user generated — Thomaswanhoff at 4:58 am on Thursday, July 17, 2008

Über Turi 2 gelesen:

Horizont meldet: Netzwelt ersetzt Podcasts durch Video.

Auch das redaktionelle Angebot wird justiert: Zurückgefahren wird der Audio-Podcast, der seit über drei Jahren ein Element der Webseite war, sich aber nur schwer vermarkten ließ.

Große Frage: Heißt schwer vermarktbar, dass es keine Hörer gab oder heißt es, dass es keine Werber gab? Ich warte auf eine Hier die Stellungname von Sascha Hottes, Managing Director, netzwelt.de

Auf netzwelt hatten wir festgestellt, dass Nutzer lieber Videos
konsumieren als Audio-Beiträge. Das dürfte auch der allgemeine
Trend sein, schaut man sich die Erfolge von YouTube und Co an.

- Ein Video lässt sich für uns leichter für eine Botschaft nutzen.
Versuchen Sie im Audio-Medium ein Produkt zu beschreiben,
dafür reicht beim Video ein Kameraschwenk.

- Werber wollen immer eine bestimmte Reichweite und auch
eine genaue Zielgruppe treffen. Etwa “reiselustige junge Menschen
von 18 bis 30″. Für solche Targetings fehlt es an Volumen im
Netz.

- Im Videobereich gibt es bereits äußerst erfolgreiche Video-
AD-Vermarkter und vor allen Dingen genügend Interesse von
Seiten der Agenturen, was wohl auch damit zusammenhängt,
dass hier TV-Budgets umbudgetiert werden.

Weniger illegale Downloads?

Filed under: podsafe, user generated — Thomaswanhoff at 9:53 am on Monday, March 10, 2008

Ja, auch die Musikindustrie hat wahrgenommen, dass ich nicht mehr in Deutschland ins Internet gehe..

Die Zahl der illegalen Musikdownloads aus dem Internet ist in Deutschland im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen. Die Nutzer luden 2007 rund 312 Millionen Songs unrechtmäßig aus dem Netz herunter – im Jahr 2006 waren es noch 374 Titel. Dies geht nach Angaben des Bundesverbandes Musikindustrie vom Sonntag aus einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hervor.

(die fehlenden Millionen im Text sind so uebernommen)

Faszinierend wie man die Zahl der illegalen Downloads beziffern kann. Wie wohl so eine Studie entsteht? Ganz einfach: Leute werden gefragt. Ich bin dafuer, so auch die Zahl der Steuervergehen, der Tempoueberschreitungen und der Falschparker zu ermitteln. Ach, Ehebrecher auch noch.

Die Probleme der Videohoster

Filed under: user generated, video — Thomaswanhoff at 4:03 am on Friday, November 16, 2007

Das machte meinen Tag, auch wenn der Eintrag selbst schon ein paar Tage alt ist. Letztlich haben die Videoportale hier zu Lande nicht begriffen, das Abrufe alleine nichts zaehlen. Man luegt sich und neuerdings auch die Werbekunden schlicht an mit di9esen Zahlen.

Man lesen also die sehr ausfuehrliche Analyse zu Videoportalen in Deutschland bei gugelproductions

Video rockt – und hoffentlich zieht die Werbung nach

Filed under: bewegtbild, user generated, video — Thomaswanhoff at 4:22 am on Saturday, May 12, 2007

Gleich ein paar Meldungen zum Thema “Videoboom” im INternet:

WEB TV STARTUP JOOST HAS received another vote of confidence in the form of $45 million in investment from five prominent media and venture capital companies.
Joost, founded by the same entrepreneurs–Niklas Zennstrom and Janus Friis–who brought the world Skype and Kazaa, last week announced a lineup of 32 major brand advertisers to support its content.

Wohlgemerkt, hier geht es nicht um Youtube-Schnipsel, sondern hochwertigen Content, den Joost verbreiten will.

Dazu passt (via MediaPost):

ACCORDING TO AN ANALYSIS BY ADTECH AG, video ads generate the highest click-through rates in Europe, amidst declining click-through rates overall.
The Frankfurt, Germany-based ad distributor said the current click-through rate of 0.18% is the lowest in the three years it has been analyzing the banner ads it’s served.
Down from 0.22% this past December, and 0.27% in June 2005, the decreasing numbers show that consumers “have increasingly gotten used to online advertising,” said Dirk Freytag, CEO, ADTECH. “You have to be interesting and reach them with new formats, such as video ads.”
On average, video ads received a relatively high percentage of clicks–almost 5%–while new large-format ad spaces such as Skyscrapers and Leaderboards came in at 0.11% and 0.12%, respectively.

Mir schrieb unlängst der Mitarbeiter eines Mediavermarkters:

Diese ersten Gehversuche sind ein exzellenter Indikator, wie gut Werbung in IPTV / VOD Formaten funktionieren kann. Denn die Spots bei den Videonews haben selbst in der kleinen und schlechten Auflösung soviel Response Potential, dass (nach unserer Erfahrung) gut 6% der User auf den Spot klicken und den eigentlich gewollten Content vernachlässigen.

Jetzt wird es nur spannend was den Content angeht. Wo kommt der her? Schaffen es die TV-Anstalten, ihre Hoheit übers Bewegtbild auch im Internet zu halten? Oder generieren Burda und Co. genügend Inhalte? Oder ist wirklich Platz für neue Produktionsfirmen, die keinen Konzern mehr im Hintergrund brauchen?

Ich träume immer noch vom Produzenten, der alles in einer Hand hat: Das Portal, die Produktion, die Werbeeinnahmen. sicher, nicht als alleinig seligmachendes Modell. Aber ich denke, dass gute Inhalte verkauft werden können, und zwar über mehrere Kanäle. Eigene Plattform, fremde Plattform, Aggregatoren welcher Art auch immer, Medienwebsites, auch als White-Label.

iCommunity: Könnte was werden

Filed under: user generated, video — Thomaswanhoff at 10:31 pm on Wednesday, February 14, 2007

Vor allem der lokale Charakter dürfte das interessante an iCommunity sein. Yet another video plattform? Ja, aber der lokale Focus ist interessant. Das sind nämlich Inhalte, die manchmal im TV zu kurz kommen – selbst in den dritten Programmen. Kann aber auch nur Bürgerfernsehen sein. Schaun mer mal.

Im übrigen ist es keine Hochlade-Plattform, sondern ein Linkportal sozusagen.

via HEM

BBC-Sendung mit User Generated Content

Filed under: BBC, user generated, web 2.0 — Thomaswanhoff at 3:53 pm on Monday, November 27, 2006

Cool das…:

BBC News 24 has launched a news programme based entirely on user-generated material.
Your News, which began a pilot run on Saturday, will feature stories, features and video proving most popular with viewers on TV and the internet.

Clipfishwettbewerb: Gar nicht mal so schlecht

Filed under: user generated, video — Thomaswanhoff at 8:08 am on Sunday, November 19, 2006

Man mag ja vom User Generated Content halten was man will, aber beim Talentwettbewerb bei Clipfish gibt es richtig gute Sachen. Diese Dame zum Beispiel: Respekt, das Lied hat was, die Stimme auch (ok, nach oben hin wird es dünn, aber das kann man lernen…)

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