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Das Weblog von Thomas Wanhoff

Berlin: Endlich bald ein Abschied

Filed under: Allgemein, Berlin — Thomaswanhoff at 2:34 pm on Sunday, March 11, 2007

Die Stadt hat es nicht gut gemeint mit mir. Ein Brand am Anfang, und viel Pech in sechs Monaten. Zuviel für mich. Ende des Monats werde ich Berlin wieder verlassen. Warum und wohin kommt später ausführlich. Zunächst aber bin ich froh, den Berlin ist eine fürchterliche Stadt.

Warum? Weil sie zum einen unglaublich dreckig ist. Hier schmeisst offenbar jeder seinen Müll dahin wo er oder sie gerade steht. Polizisten eingeschlossen. Erlebt man täglich. Das ist gelebte Anarchie, und das mögen ein paar verwahrloste Looser in Kreuzberg Lebenseinstellung nennen, ist aber schlichtes Kapitulieren vor sich selbst.

Berlin fehlt es an vor allem Disziplin, diese auch durchzusetzen. 17 Jahre Deutsche Einheit und nix mit auferstanden aus Ruinen.

Es gehört zum Straßenbild, dass zerbrochene Flaschen herumliegen, Hundescheiße sowieso, Müll, Kippen, Plastiktüten. Es gehört wohl auch zur Selbstfindung, ein Haus zu beschmieren. Das muss sein. Keiner fragt sich wieso. Resignation scheint hier mit der Muttermilch aufgesogen zu werden.

Es gibt kaum eine Ecke (einen Kiez), wo man zehn Minuten laufen kann und sagen kann: Ist aber schön hier. Schön im Sinne von ästhetisch, nicht authentisch.

Ich komme aus Frankfurt, habe im Gallus gearbeitet und gewohnt. So verkommen wie Ostberlin war es niemals. Die Menschen passen sich den Ruinen an, verfallen in sich. Die Pseudopunks kommen wie die Ratten zum Müll in diese vergessenen Teile der Stadt, leben eine Lebenskultur die das genaue Gegenteil einer Kultur ist. Den Entwurf einer neuen Gesellschaftsordnung hat man hier längst aufgegeben, vielleicht auch, weil das Wort Ordnung drinnen steckt, und damit hat man hier nicht so.

Nein, Berlin werde ich nicht vermissen, nicht wegen meiner persönlichen Erlebnisse, aber auch nicht wegen des Bildes dieser Stadt. Hier geht nichts, und ich wage zu behaupten, Berlin ist damit die perfekte Bundeshauptstadt: Viel Schein und wenig Sein. Man spielt Regierungssitz und zeigt gleichzeitig, wie wenig tatsächlich regiert wird. Die Polizei verwaltet hier noch, das Gewaltmonopol scheint geteilt wie einst die Stadt. Wenn Punks einen Sparkassenvorraum verwüsten, werden sie von der Polizei freundlichst aufgefordert, bitte weiterzuziehen.

Ich glaube Ernst Reuter war es, der einst sagte “Völker der Erde schaut auf diese Stadt”. Tja, der Satz besteht. Schaut hin und vergesst sie nicht, sie geht sonst wirklich unter.

Nachgereicht: Aquadom Berlin

Filed under: Berlin — Thomaswanhoff at 8:05 am on Monday, January 22, 2007

Der Preis fürs Sealife und den Aquadom ist unverschämt hoch (14 Euro), aber was man sieht und erklärt bekommt, geht in Ordnung: Wasserwelten von der Spree bis in die tropischen Gewässer, für Kinder und Erwachsene gleichermaßen interessant. Am Ende dann eine Fahrt um Aufzug durchs Aquadom-Aquarium.

Link: sevenload.com

Berlin mag mich nicht

Filed under: Berlin — Thomaswanhoff at 7:15 pm on Sunday, January 21, 2007

Wohnung 1 abgebrannt, Wohnung zu unbewohnbar, Kamera geklaut und jetzt auch noch mein Blackberry geklaut – irgendwer mag ich nicht in Berlin haben…

So nicht, Berliner Zeitung!

Filed under: Berlin, Blogger, Blogosphere — Thomaswanhoff at 1:59 pm on Wednesday, January 17, 2007

Liebe Kollegen der Berliner Zeitung, Blogs sind kein Marketing-Instrument und Teaser-Content. Was also sollen solche Beiträge?

Am Donnerstag können Sie das Interview in der Berliner Zeitung lesen – pünktlich zum Besuch von US-Außenministerin Condoleeza Rice. Der solle Angela Merkel übrigens einmal deutlich die Meinung sagen über den Irak-Kurs Washingtons, fordert Holbrooke. Wir sind gespannt.

Podcamp Berlin: das Come-Together

Filed under: Berlin, Podcasting — Thomaswanhoff at 8:06 am on Saturday, January 13, 2007


Link: sevenload.com

Der älteste deutsche Podcaster heißt übrigens Nicholas Österreich (ipodfun) und macht heute keine Podcasts mehr..

Filme (aka Garage Flick) machen mit Apple Garage Studio

Filed under: Berlin, berlinale, video — Thomaswanhoff at 2:51 pm on Wednesday, January 3, 2007

Kann mir das einer erklären, wie das geht?

Die Berlinale öffnet sich dem Internet-Film: Mit dem Apple Garage Studio beim Berlinale Talent Campus soll die kommende Generation von Filmemachern auch auf dem Festival filmisches Neuland betreten. Täglich produzieren sie während der Internationalen Filmfestspiele (8. bis 18. Februar) unter dem Motto „One Day – One Movie“ einen „Garage Flick“, einen digitalen Kurzfilm, angelegt auf eine unmittelbare Präsentation ausschließlich im Internet, wie die Berlinale am Mittwoch mitteilte. (dpa)

What the hell is Garage Studio und wie macht man damit einen “Garage Flick”????

Nachmieter gesucht

Filed under: Berlin — Thomaswanhoff at 10:47 am on Thursday, December 14, 2006

Suche einen Nachmieter!

Live in Berlin: Mopedstern und Inselteam Stereo

Filed under: Berlin, podsafe — Thomaswanhoff at 9:19 am on Thursday, December 14, 2006

Gestern im Lido: emergenza-Festival, Runde 2. Mit dabei zwei Bands, die hier mal Erwähnung finden sollen. Zum einen Inselteam Stereo, für die ich Fotos gemacht habe (mehr kann man bei Flickr sehen) und Mopedstern.
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Während Inselteam Stereo sich noch entwickelt, scheinen mir Mopedstern schon fertig zu sein. Und was die da so auf die Bühne bringen, gefällt. Deutscher Pop, witzig gemacht (”Ich kann Kurt Cobain verstehen”). Groovig, partytauglich: Man sollte versuchen, sie vor der Gema zu schützen und podsafe zu fördern. Ich werde schon mal nachfragen…

Liebe Oberschichtler,

Filed under: Berlin, Mein Leben — Thomaswanhoff at 6:51 am on Monday, December 4, 2006

ihr habt es wirklich schwer: Wo kann man heute noch seinen Heli landen, ohne dass nervige Anwohner nach einer Bürgerinitiave schreien (und die dann auch bald gründen)? Wie soll man im Berliner Hauptbahnhof eine Auster schlürfen, wenn draußen so ein verwarloster Unterschichtler vorbeischlurft?

Aber das Oberschichtendasein hat (Gottlob noch) Vorteile. Man kann sich einen Restaurantbesuch leisten und muss die Flasche Wein nicht in der S-Bahn trinken. Man lässt seinen Hund ausführen und kümmert sich wenig um Haufen, Bisse und was weiß ich. Und man riecht nach Parfüm und nicht nach gestern Abend.

Nun scheinen sich aber Ober- und Unterschichtler nicht wirklich zu vertragen. Es sind halt doch unterschiedliche Lebensauffassungen. Lebensstile. Punk vs. Boheme. Asozial statt Kapital. Bierflasche statt Cocktailglas. Currywurst statt Starbucks.

Berlin befriedigt beide. Der Hauptbahnhof samt Regierungsviertel ist nichts für Unterschichtler. Die belästigen nur den Touristen mit ihren ewigen Fragen nach nem Fahrschein. Genauso gehört der Oberschichtler nicht in die authentischen Gegenden Berlins. Kaschmir am Ostkreuz wird nicht gern gesehen. Anzüge eigentlich gar nicht.

Und das mit den Ghettos, für Arme wie Reiche, ist auch gut so. Was bleibt dem Ghettobewohner denn noch, wenn er selbst das nicht mehr hat? Wie soll sich der Reiche denn definieren, wenn er aus Charlotteburg in den Osten wandern würde? Oder der Arme, der plötzlich eine Wohnung in Potsdam bekommt? Ghettos und Klischees, die sind schon gut so.

Noch ein Wort an meine geschätzten Kommentierer: Es hat wenig mit Kulturschock zu tun, wenn man dafür plädiert, dass Menschen ihre Würde behalten sollen. Das ist Ausdruck von Kultur, das Würdevolle, das sich-nicht-gehen-lassen. Wer die (kulturlosen) Trends predigt, wird nichts ändern. Er wird an seiner Realität scheitern. Denn eine Gesellschaft ohne Kultur muss scheitern. Und das ist keineswegs ein Plädoyer für die Neo-Liberalen, sondern das ganze Gegenteil.

Aiportcast: Podcasting bei Spiegel und FAZ

Filed under: Berlin, Podcasting, video — Thomaswanhoff at 7:51 pm on Friday, October 20, 2006

War nicht ganz angeta davon was die lieben Kollegen bei Spiegel und FAZ.NET da so machen in Sachen Podcasting. Keine ehten Feed und keine echten Sendungen, statten dessen ein paar MP3s auf der Seite.

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