Cotti Coffee Hong Kong

Es muss nicht immer Starbucks sein: Habe hier in Hong Kong Cotti Coffee entdeckt, und zwar im New Mandarin Plaza in der Nähe der Museum Road. Es gibt dort Free WIFI und leckeren Cafe zu normalen Preisen. Bagels auch und Sandwichs sowie Fruchtsäfte. Hat mir als Alternative gefallen. Ach übrigens schaut man direkt auf einen Starbucks gegenüber.

In Hong Kong

Weile derzeit in Hong Kong um die Gifts and Premium Fair zu besuchen. Hier ist alles im Olympia Fieber, morgen kommt die olympische Flamme an (dann bin ich aber schon wieder weg).
In den chinesischen Zeitungen (zumindest den englischsprachigen) wird durchaus über Proteste berichtet, aber das dürfte an der Sonderstellung Hong Kongs liegen (im übrigen sind die Proteste nicht Anti-chinesisch, sondern ein Protest gegen die Politik der Regierung).
Seit ich das letzte Mal in Hong Kong war hat sich was geändert. Die Stadt wird immer chinesischer. Gutes Recht, möchte man meinen, ist ja jetzt auch China. Ja und Nein. Es ist eine internationale Stadt, zumindest gewesen und ich bin mir nicht sicher, ob das so bleiben wird. Oder ob man sich ins chinesische einigelt. Ein Beispiel: Habe gestern ein Kino gesucht dass englischsprachige Filme zeigt. Es gab 2 Kinos in Kowloon, die 2 Filme in englisch hatten, einen habe ich schon gesehen, den anderen wollte ich nicht sehen. Da haben Bangkok und Singapore erheblich mehr Auswahl.
Noch ein Wort zur Messe, die angeblich größte für Gifts. Ich habe nach Spielzeug gesucht, weil einige Produzenten dort waren, die ich brauche. Vor allem Arts and Crafts Toys gibt es Unmengen. Das interessante: Im wesentlichen gleichen sie sich, wenig innovatives. Dafür aber versuchen alle, wie verrückt europäischen und us-amerikanischen Standards zu genügen (und schaffen das in der Regel auch).
Soll heißen: Es ist fazinierend zu sehen, dass China zwar nicht wirklich innovativ ist, aber wnen es darum geht, sich einem Markt und seinen Bedürfnissen anzupassen, dann sind sie unglaublich schnell und präzise. Ich habe selten soviele TÜV-Zertifikate gesehen (ja, die waren echt). China hat gemerkt, dass es sich die Auslandsmärkte selbst weg nimmt, wenn sie schlechte Ware produzieren.
Interessant übrigens, dass der asiatische Markt das völlig anders sieht. Gerade Kambodscha ist ein Beispiel dafür, dass es wichtiger ist, wie teuer das Spielzeug war und wie groß es ist denn wie gut. Qualität spielt kaum eine Rolle, wichtiger ist, ob man es als eine Art Luxusgut zur Schau tragen kann – vulgo protzen.

Mit Twitter kommst Du aus dem Gefängnis frei

sagt zumindest diese Story bei CNN.

James Karl Buck helped free himself from an Egyptian jail with a one-word blog post from his cell phone.

Buck, a graduate student from the University of California-Berkeley, was in Mahalla, Egypt, covering an anti-government protest when he and his translator, Mohammed Maree, were arrested April 10.

On his way to the police station, Buck took out his cell phone and sent a message to his friends and contacts using the micro-blogging site Twitter.

The message only had one word. “Arrested.”

Ok, die einzige Merkwürdigkeit ist, dass er sein Telefon behalten durfte.

Wer kennt wen

Ich suche gerade ein wenig in Wer kennt wen rum und habe das Gefühl, das sich hier zwar eine Menge Menschen tummeln, aber keine web 2.0 Leute. Dafür aber fast jeder Einwohner meine Heimatstadt. Sollte es so sein, dass Web 2.0 Menschen zwar über Communitys schreiben, aber eher selten in den wirklich großen anzutreffen sind? 1,5 Millionen sind so schlecht nicht, oder? Und mir gefallen einige Features, wie die Suche nach Städten. Warum mein Blog nicht öffentlich ist verstehe ich nicht und warum Kambodscha in der Länderliste fehlt auch nicht. Hab ich halt Thailand genommen.

Jaques Verges: Frecher geht’s nimmer

Man muss schon eine Mange Arroganz in sich tragen, wenn man nur die schlimmsten der Schlimmen verteidigt und sich dabei auch gerne als des Teufels Advokat bezeichnen laesst. Aber Jaques Verges, bislang Anwalt eines der Angeklagten vor dem Khmer Rouge Tribunal, scheint irgendwie in der Vergangenheit seiner bisherigen Klienten (Klaus Barbie, Milosevic) stehengeblieben zu sein. Er machte ein Riesenfass auf gestern vor dem Gericht, weil nicht alle Dokumente ins Franzoesische uebersetzt worden seien. Nicht nur, dass er einen Mitarbeiter hat, der genau dafuer eingestellt wurde, ihm bei Aktenstudium mit Uebersetzen zu helfen, Nein, er ist auch durchaus der englischen Sprache maechtig.
Es ist genau jene Arroganz einiger Franzosen hier, die sie bei den Khmer so unbeliebt macht (und bei mir auch). Was fuer ein Arschloch muss man eigentlich sein, sich in Kambodscha hinzustellen und zu verlangen, dass Dokumente in der persoenlichen Landessprache verfasst sind.
Nicht nur, dass das ECCC Millionen Dollar verschwendet fuer voellig ueberhoehte Gehaelter und einen Riesen Verwaltungswasserkopf, Herr Verges beschwerte sich auch noch ueber die Kleidung der Verteidiger, die er zu tragen hat. Ich trage die Robe die schon von den Verteidigern getragen wurde, die einst Napoelon verteidigten”, sagte er gestern. Er nannte es “disrespectful both to him and the french language.”
Tja, lieber Anwalt, jetzt hast Du wieder genug Zeit das Franzoesische zu sprechen, denn das Gericht hat Dich kurzerhand rausgeschmissen als Verteidiger von Khieu Sampam. Und tschuess, Paco!

Festnahme in Kambodscha

Die Polizei stuermte am vergangenen Dienstag hier in Phnom Penh ein Haus, um einen mutmasslichen Drogendealer festzunehmen. Die trafen den Mann auch an, legten ihm erst Handschellen an und ihn dann auf den Boden.
Dann durchsuchten sie das Haus. Leider durchsuchten sie nicht den Mann. Der hatte naemlich eine Pistole und benutzte sie auch. Das Ergebnis: ein toter Polizist, vier verwundete Beamte.

Merke: Erstend den Verdaechtigen durchsuchen und zweitens die Haende auf dem Ruecken fesseln.

Alltag in Kambodscha

Meine Frau wollte gerade aus dem Büro, als sie sah, dass ein alter Mann gleich neben der Tür draußen lag. Sie fragte einen ihrer Angestellten, was mit dem Mann los sei, er sehe so schwach aus. “Er kam rein und fragte, ob er sich hier kurz vor der Tür hinlegen kann, er sei so müde.”

Alltag in Kambodscha.

Toilettenpapier in Kambodscha

Manche Dinge verwundern einen auch nach sieben Monaten noch. Zum Beispiel, wie man in Kambodscha mit Klopapier umgeht. Zunaechst dachte ich, man benutzt keins. Bei den Maennern scheint das auch wirklich so zu sein, man hat dafuer einen Wasserschlauch (ich schaetze das eher weniger).
Dann aber fand ich heraus, dass die Frauen sehr wohl welches benutzen, denn sie werfen es nicht ins Klo, sondern in einen meist offenen Eimer. Nur woher kommt es dann? Sie habe es bei sich. Offensichtlich wird in Klos das Papier entweder geklaut im Klo oder exzessiv benutzt oder was auch immer. Deshlab haben die Frauen hier eine Klorolle im schreibtisch und wenn sie aufs Klo gehen, nehmen sie sich ein paar Blatt mit. Sehr merkwuerdig, finde ich.

Live-Radio fuer jedermann

Spon schreibt gerade ueber 100mikes.com., eine Webseite, die eine Art Streaming Radio fuer jedermann ist. Mann kann sich dort einloggen und live senden. Keine schlecht Idee, zumal die Videoblogger ja uch versuchen, hier und da live zu senden.

Während einer Live-Sendung klinkt man sich per Website ein, vergangene Sendungen lädt man als MP3 herunter oder lässt sie sich per RSS-Abo zuschicken. Das alles ist nicht nur billig, sondern vor allem auch viel einfacher, als einen Podcast einzurichten.

Aaalso, zum einen muessen die Server erst mal zeigen, wie viele Streams sie schaffen. Daran scheitern naemlich die Video-Streaming-Dienste. Dann gibt es natuerlich schon sowas, man kann auch Podcasts quasi per Telefon einsprechen.

Aber eigentlich werden Aepfel mit Birnen verglichen. Denn Podcasts sind eben NICHT live, sie sind quasi die Erweiterung von live. Denn ich muss nicht irgendwann an einem Rechner sitzen, sondern kann es mir aussuchen, wann ich das hoere. Es hat schon einen Grund das aeltere Sendungen per Feed als MP3 geladen werden koennen (was man uebrigens technisch dann als Podcast bezeichnet).

Und noch etwas: einen Podcast einzurichten ist keineswegs schieriger, ich behaupte es sind weniger Schritte, z.B. bei Podhost.de. Anmelden, Felder ausfuellen, Datei hochladen – fertig. Wo ist das Problem?

Was die Qualitaet angeht, glaube ich auch hier an gute Inhalte. Ja, gerade abends mag es schoen sein, wenn da einer mal per Web plaudert. Zusammen mit einem Twitterstrom, Chat oder was auch immer kann sich da eine nette Community ausbilden. Talkradio per 100mikes.com ist eine gute Idee, die wunderbar zu Podcasts, Weblogs, Vlogs etc passt. Das ist eine Erweiterung, aber kein anstatt. Aber auch der Spiegel tut sich mit einer vielfaeltigen Welt halt schwer.

Waldemar Hartmann bei Welt Online

Man mag es mit bekannten Namen bei Welt.de, gleich, ob die laengst abgeschrieben sind oder nicht. Deshalb wohl konnte man sich auch Waldemar Hartmann holen, der Dinosaurier unter den Fussballmoderatoren und eigentlich ausgestorben. Ok, das mag Geschmackssache sein. Was mich entsetzt ist die Machart. Es ist etwas anderes, ob ich als Videoblogger mal eben aus einem Museum berichte oder ob man einen TV-Star nimmt. Den dann vor eine Wackel-Cam zu setzen, ist albern. Eigentlich dachte ich, dass man darueber hinweg sei – weiland schlug Christoph Keese mal intern vor, einfach Leuten ne Cam in die Hand zu geben und dann wuerden die schon machen. Aber wenn man bei Welt.de nicht alles Equipment verkauft hat, dann ist man durchaus in der Lage, ein wenig Licht zu geben.
Die Kunst des Authentischen beim Videobloggen ist, dass es authentisch aussieht, aber gleichwohl nicht heisst, dass man alles an Regeln vergisst. Mehr Licht, wuerde Goethe sagen. Das mal als Minumum. Dann bitte die Kamera hoeher halten, dann gehen auch die Augenringe weg und Waldi sieht weniger aus wie aus dem Bett gefallen. Auch am Hintergrund kann man arbeiten, der sieht aus wie Backstage bei einem Sporthauseroeffnung.
Der Ton ist ok, das leichte Rauschen schlage ich jetzt mal meinen Boxen zu.
Aber das waere nicht das erste Mal, dass der Koeder eher dem Angler gefaellt als den Fischen.
Und noch eine Anmerkung. Natuelrich zieht der Name Waldi, und deswegen werden schon qua Reichweite von Welt.de einige Dopanloads zusammenkommen. Aber das hat nichts damit zu tun, dass man an der Machart noch arbeiten kann.

(Disclaimer: Ich habe 2006/2007 bei Welt.de den Bereich Audio und Video aufgebaut).

Unfall in Kambodscha

Nein, die Zahl ist kein Fehler:

Singer Sok Pisey was hurt when her car overturned at 3:30 PM on 14 April 2008, along National Road No. 4, when she was traveling to a concert in Sihanoukville. The report indicated that Sok Pisey was driving a black Lexus car filled with 10 people, including her mother and niece

Reiche Menschen glauben sie könnten alles hier. Wie man sieht können sie nicht mal Auto fahren (sorry, aber für das Mädel habe ich kein Mitleid).

In Kambodscha ist manches anders

Eine Firma vermietet Autos bisweilen an Kunden. Mit Fahrer. Die Autos sind etwa 20 Jahre alt – und deshalb manchmal kaputt. Jetzt hat man herausgefunden, dass in manchen Monaten die Reparaturkosten das uebersteigen, was reinkommt. Loesung in Kambodscha: Man repariert die Autos nicht mehr, und schon stimmt die Rechnung wieder.

Internet in Singapore

Eigentlich ist das toll: Man meldet sich bei dem SG Wireless Service an und hat kostenloses Internet über Wlan in der Stadt. Das ist aber nur ein Basisservice, der einen auch gerne mal wieder rauswirft und natürlich nicht der Schnellste ist. Was aber, wenn man wie meinereiner sein WordPress updaten will? Ich bin eigens nach Singapore geflogen in der Hoffnung auf eine echte Breitbandverbindung. Nur gibt es die hier nicht so einfach. Wir suchen uns schon einen Wolf nach einem Ort, an dem ich mal eben 5 MB auf meinen Server laden kann. Fast unmöglich. Unser Hotel hat einen klapprigen PC, ist also keine Möglichkeit. Derzeit versuche ich es in einem McDonalds-Hotspot, aber ich fürchte, mein Akku macht das nicht bis zum Ende. Merde. Hilfe.
UPDATE: Finally I got it.. puh.. wwww ist jetzt hoffentlich spamfrei

Wie China im Westen agiert

Manchmal dauert es wohl lange, bis sich Leute fragen stellen. Der Spiegel hat jetzt wenigstens mal eine Antwort gefunden (beim Mirror) auf die Frage, warum eigentlich während des Fackellaufs in Europa wesentliche Bestandteile von Verfassungen mal eben ausser Kraft gesetzte sind;

Sie tragen legere Trainingsanzüge, haben gestählte Körper und sind angeblich trainiert, um im Notfall zu töten. Die Flammenschützer des olympischen Fackellaufs sind chinesische Militärpolizisten – an ihrem Einsatz mitten in westlichen Demokratien entzündet sich jetzt Protest.

Soviel zum Thema “Ist alles eine Sportveranstaltung”.