Internet Porno wird Usergenerated

Das habe ich eben gefunden, geschrieben von Janko Roettgers, auch in Deutschland kein Unbekannter Autor:

Adult video companies are stepping up the fight against online piracy, but lawsuits against individuals swapping dirty videos via P2P no longer seem to be at the top of their list. Jason Tucker, head of a new anti-piracy company dedicated to adult content called The PAK Group, recently told the industry web site XBIZ (not safe for work) that lawsuits against individuals “require ridiculous amounts of resources” and are unlikely to have a huge impact.

Ich fürchte, die kommen etwas spät. Denn die Branche scheint unter Usergenerated Content zu leiden.

Tatsächlich ist der Anteil an Selbstgemachtem bei Sites wie Youporn.com recht hoch. Die Schmudelecke des Internets ist nicht eben klein: Jedes Video schafft es dort nach Angaben der Webseite locker auf über eine Million Views.

Schaut man sich mal an, was bei MyVideo gut läuft, ist das nicht viel anders.


The internet is for porn
, wie wir schon wissen.

Und nachdem die User schon selbst Nachrichten shreiben, sich selbst in Social Networks organisieren und Rezepte bei Chefkoch.de lesen statt sich ein Kochbuch zu kaufen, ist es nur logisch, dass auch im lukrativsten Internetbusiness jetzt eigene Filmchen kommen. Ob da eine ganze Industrie wie schon die Musikindustrie gefährdet ist?

Leben in Vietnam – wie Preise sich entwickeln

Ich will hier ja auch ein wenig darüber berichten, wie es sich so lebt n Vietnam. Zum Beispiel über Preise für Lebensmittel und so genannte Lebenshaltungskosten. Die sind in Vietnam gestiegen wie in anderen Ländern auch.

Die Saigon Times hatte ein gute Übersicht in einer der letzten Ausgaben. Demnach hat sich der Dollarkurs gegenüber 2006 kaum verändert: 1 Dollar sind zur Zeit 16.840 VND, vor einem Jahr waren es 16.137.

Interessant ist der Preis für ein Kilo Reis: Heute kostet das Kilo 10.500 VND, vor einem Jahr noch die Hälfte. Schweinefleisch ist von 44.000 auf 60.000 VND für ein Kilo gestiegen, Benzin von 11.800 auf 19.000 VND. Milche ebenfalls um ein Dritte von 10.000 auf 15.000 VND, lediglich Zement ist ganz leicht gefallen von 1000 auf 955 pro Kilo.
Beachtenswert ist auch der Preis für Dünger, von 4800 auf 9000 VND gestiegen.
Die Daten sind herausgegeben vom General Statistics Office.

Jetzt sollte man noch wissen, dass das Durchschnittseinkommen in Vietnam bei bei 60 bis 100 Dollar im Monat bei liegt, das sind aber schon Zahlen für Angestellte in der Stadt. Die USA beziffern das Jahreseinkommen auf durchschnittlich 726 USD, in Ho Chi Minh City sind es aber etwa 1800 USD.

Ebenfalls berücksichtigt werden muss zum einen die Inflationsrate, die 2008 etwa 8,3 Prozent betragen soll, die Zahl der Beschäftigten in der Landwirtschaft (55%), die aber nur 20 Prozent des BSP erwirtschaften, das Durchschnittsalter von 26,9 Jahren.

Das bedeutet, dass die hohen Preise vor allem Menschen auf dem Land treffen, die kaum Rücklagen haben und deswegen, so keine Besserung eintritt, Land verkaufen müssen oder aber versuchen müssen, Produkte teurer zu verkaufen (versuchen deswegen, weil es auch staatliche Eingriffe bei Preisen gibt).

Badische Zeitung ruft zum Mitmachen auf – beim Relaunch

Wir über uns: Willkommen in unserer Werkstatt! – Badische-Zeitung.de

Willkommen in unserer Werkstatt!

Auf werkstatt.badische-zeitung.de entsteht in diesen Tagen der neue Online-Auftritt der Badischen Zeitung . Während unsere Programmierer weiter an der Seite arbeiten, öffnen wir die Tür und bitten Sie herein. Seien Sie neugierig und schauen Sie sich um

Sehr gute und schöne Idee, einen work in progress zu zeigen. Im Redaktionsblog gibt es dann etwas mehr zu lesen, 41 Beiträge als Kommentare, und das ganze sehr offen. Denn eigentlich gibt es auch nichts zu verheimlichen. Manche machen ein Reisengeschiss um den Relaunch statt gleich diejenigen zu fragen, die die Seite nachher auch nuzten sollen.

Großes Lob für den Mut der Badischen Zeitung!

(via Robert Basic)

MobileMe: Sorry, wir haben ihren Kalender gelöscht

Apple – MobileMe – Status

Yesterday (Monday) morning a syncing bug was discovered which caused contact and calendar data to not sync properly over-the-air with iPhones and iPod touch. For some users this caused their contact and calendar data to disappear from their devices, but not from their computers or the MobileMe cloud. When we fixed the bug in the late afternoon, the problem resolved itself for most users: their data simply reappeared on their iPhone or iPod Touch.

Lesetipp: draussen-blog

Christian Kreutz, den ich in Kambodscha getroffen habe, hat ein Blog ins Leben gerufen, dessen Beschreibung ich hier mal zitiere:

Außerhalb des Westens bewegt sich was. Die Welt wächst, und sie wächst zusammen. Wir verstehen das als Chance. Menschen in aller Welt profitieren von stärkerer politischer, wirtschaftlicher, sozialer Vernetzung. Das Internet ist ein vielschichtiges Medium der transnationalen sozialen Vernetzung geworden. Wir sind Bridge-Blogger: wir übersetzen und diskutieren die Debatten der internationalen Blogosphäre.

Also, alle mal rüber zum draussen-blog.net

Erfolgreiche Medien 2.0

Man sehe sich das an:
http://turi-2.blog.de/2008/04/07/interview-robert-bosch-welt-online-4008618
(Welt-Online-General Manager Robert Bosch)
merke sich Zitate wie “unsere Reichweitenziele erreichen aufgrund der Onlineoffensive”, “ordentliche Inhalte”, “Spitzenposition unter den Qualitätswebseites”…

lese dann dieses Zitat bei Turi2:

“Die Unterstellung, wir würden den Wettbewerb verzerren, entbehrt jeglicher Grundlage.”
Robert Bosch hält die Kritik an der Suchmaschinenoptimierung von Welt Online für übertrieben. Treffende Überschriften zu finden, sei eine journalistische Tugend, so der General Manager von Welt

und dann das:
http://www.stefan-niggemeier.de/blog/journalismus-von-welt/

Disclaimer: Ich habe einst bei Welt Online sehr gerne gearbeitet, was mich aber nicht kritiklos werden lässt, zumal ich eben weiß welche gute Journalisten dort arbeiten. Gerade das macht mich so ärgerlich, wenn es dann in Klickorgien endet….

Ach so, das Interview ist auch was für Bullshit-Bingo-Spieler, falls man mal einen neuen Level braucht 🙂

Berichterstattung über Obama: N24

Obama und das deutsche Fernsehen: Der Pfeifton, der muss weg! – Medien – Feuilleton – FAZ.NET

Obama und das deutsche Fernsehen
Der Pfeifton, der muss weg!

Der FAZ ist es aufgefallen, dass N24 Schrott sendet. Sehr oft schauen die den Sender aber nicht, oder?

Dass auch die anderen sich Pannen lieferten, ist ebenso wenig überraschend. Schaut man sich die Entwicklung der Liveberichterstattung an, so haben N24 und Co mittlerweile schreckliche Standards gesetzt, und die ÖR folgen als brave dumme Schafe: Lieber noch einen Gullideckel filmen als Zuschauer verlieren.
Solche Berichterstattung erinnert an die PI-Hörigkeit bei Webseiten: Nicht der Inhalt zählt, sondern der Klick.

Im übrigen ist es doch bezeichnend, dass, wenn es um Höhepunkte der Liveberichterstattung geht, nur zwei genannt werden: Peter Kloeppel am 11. September und jene Fußballreporter, deren Namen mir nicht einfallen, die aber wohl recht lange über ein umgefallenes Tor berichteten (Korrekturen erwünscht, ich bin kein Fußballfreund).

Ich kann nur empfehlen, sich mal eine Abschrift von einem N24-Live-Schalte anzufertigen, oder – gibt es ihn eigentlich noch – von meinem Lieblingsstammler Alexander Privitera. Der Man hat das “Äh” erst sendefähig gemacht.

Wie man den deutschen Staat finanziert: 32 Dollar für eine Beglaubigung

Deutsche Botschaften und Konsulate scheinen eines auf jeden Fall gut zu können: Geld kassieren, und nicht wenig. Ich habe eben 32 Dollar für eine Unterschriftbeglaubigung zahlen müssen, die ich brauchte, weil ich – auf Anraten des Vizekonsuls in Vietnam – einen neuen deutschen Führerschein beantragt habe. Das Landratsamt Bad Homburg zeigte sich sehr hilfsbereit, schickte mir alle Unterlagen per Post und bat mich, die Unterschrift beglaubigen zu lassen. Das Ganze kostet übrigen 23 Euro inklusive internationalem Einschreiben, was ich für vertretbar halte.

Die Unterschriftsbegelubigung macht das deutsche Generalkonsulat in Ho Chi Minh City. Die Gebühren werden nach Auskunft des Konsulates vom Finanzminister, dem Innenminister und dem Aussenminister festgelegt. Ich frage mich, welche Leistung die 32 Dollar rechtfertigt, zumal ich ja innerhalb behördlicher oder staatlicher Leistungen bin, also die eine Behörde der anderen was bestätigt. (Ok, wenn drei Ministerien dafür benötigt werden erklärt das schon einiges).

Ich finde es schlicht eine Abzocke staatlicherseits.

(ich habe diese horrenden Gebühren schon kritisiert, als ich ähnliches auf Bali und in Kambodscha zahlen musste.)

Blog-Oper und Blog-Wettbewerb in Vietnam

Weil man ja in Kleinbloggersdorf gerade übers Bloggen an sich spricht, hier zwei Impressionen aus Vietnam und wie man dort mit dem Bloggen lebt.
Zum einen hat gerade die Zeitung The Thao Van Hoa zu einem Wettbewerb aufgerufen. Dabei geht es unter dem Titel “Your Entry – The Life Around Us” darum, dass vietnamesische Blogger ihre Schreibkunst zeigen und sich einem Wettbewerb stellen. Aber es geht auch ums Austauschen von Inhalten, in Asien traditionell eher Gedanken zum Leben, der Liebe und Gefühlen.

This is seen as an acknowledgement of the role of blogging as a means of expression despite the many controversies surrounding its validity, accuracy, legal status and inability to be controlled.

schreibt die Vietnam News dazu, nennt Blogs ein “powerful medium” und verbindet den Wettbewerb mit der Hoffnung, dass er Ansporn zum besseren Schreiben ist.

Auch wenn die Everymans Newspaper mit den literarischen Blogs noch nicht wirklich Realität geworden ist, gibt es auch Blogs, die über das persöhnliche hinausgehen, wie jenes von Joseph Ruelle, einen Kanada-Vietnamesen, der im Blog humoristisch seine asiatischen Landsleute beobachtet.

Das Ministerium für Information und Kommunikation spricht von 3 Millionen Bloggern im Land, mit den üblichen Unschärfen wie mehrere Blogs pro Blogger und stillgelegte Blogs.

Ein Gossipblog ist unlängst stillgelegt worden, weil – so offizielle Stellen – zuviel Sex und Falschinformationen verbreitet wurden. Blogger OnlyU bestreitet die Vorwürfe. Ein anderer Blogger wurde verhaftet, weil er während des Fackellaufs für die Olympischen Spiele bloggen wollte.

Jüngstes Beispiel, wie Blogs Kreativität fördern können, ist ein Projekt einer Blog-Oper, die im nächsten Jahr in Hanoi aufgeführt werden soll.Zwar wird auch hier gesungen und getanzt, aber dei Inhalte sollen von Bloggern kommen. Das Viet Nam Orchestra und Ballet und die Sweden Norrlands Opera wagen sich an die neue Kunstform.
Nach einem Aufruf, sich Gedanken über Inhalte zu machen, schreiben Blogger ihre Geschichten nieder und schickten sie an die Oper. In Schweden hat man mit diesem Verfahren angeblich bereits Erfahrungen gemacht.
Das Thema der Oper ist Dream and Reality, über 200 Artikel wurden eingereicht und die drei besten werden nun ausgewählt. Im Mai soll die Oper aufgeführt werden.

Warum Podcasts bei Netzwelt schwer vermarktbar sind

Über Turi 2 gelesen:

Horizont meldet: Netzwelt ersetzt Podcasts durch Video.

Auch das redaktionelle Angebot wird justiert: Zurückgefahren wird der Audio-Podcast, der seit über drei Jahren ein Element der Webseite war, sich aber nur schwer vermarkten ließ.

Große Frage: Heißt schwer vermarktbar, dass es keine Hörer gab oder heißt es, dass es keine Werber gab? Ich warte auf eine Hier die Stellungname von Sascha Hottes, Managing Director, netzwelt.de

Auf netzwelt hatten wir festgestellt, dass Nutzer lieber Videos
konsumieren als Audio-Beiträge. Das dürfte auch der allgemeine
Trend sein, schaut man sich die Erfolge von YouTube und Co an.

– Ein Video lässt sich für uns leichter für eine Botschaft nutzen.
Versuchen Sie im Audio-Medium ein Produkt zu beschreiben,
dafür reicht beim Video ein Kameraschwenk.

– Werber wollen immer eine bestimmte Reichweite und auch
eine genaue Zielgruppe treffen. Etwa “reiselustige junge Menschen
von 18 bis 30”. Für solche Targetings fehlt es an Volumen im
Netz.

– Im Videobereich gibt es bereits äußerst erfolgreiche Video-
AD-Vermarkter und vor allen Dingen genügend Interesse von
Seiten der Agenturen, was wohl auch damit zusammenhängt,
dass hier TV-Budgets umbudgetiert werden.

Google Streetview und der angebliche Datenschutz

tagesschau.de:

Der schleswig-holsteinische Datenschutzbeauftragte Weichert spricht von einer “Auskunftsdatei über Wohnverhältnisse”, sein Berliner Kollege Dix befürchtet, dass etwa Banken vor einer Kreditentscheidung bei Streetview nachschauen, in welchem Zustand die Fassaden im Viertel sind.

Was ein Unsinn. 1. kann der Bankmensch selbst hinfahren, 2. sollte er das auch wenn er einen Kredit vergibt und 3. sind die Daten so alt, dass sich das keiner antun wird. Google bildet eine oeffentliche Realitaet ab, wo ist das Problem? BTW: Welche Daten sind in dem Zusammenhang bitte schuetzenswert?

Bayern kontrolliert das Internet-TV

Eben bei Turi 2 gefunden:

Internet-Fernsehen darf in Bayern ab 1. August nur noch mit einer Lizenz gesendet werden. Das gilt für alle Live-Stream-Angebote, die mehr als 500 Zuschauer gleichzeitig zulassen.
“Süddeutsche Zeitung”, Seite 13

Dem ist tatsächlich so, wie die Bayerische Landesmedienanstalt in ihrer Sitzung vom 10.7. beschlossen hat:

Hinsichtlich der Genehmigung von Internet-Fernseh-Angeboten sieht die geänderte Satzung eine zweistufige Unterscheidung dieser Angebote vor, wenn sie im Streaming-Verfahren verbreitet werden:

– Von 500 bis 10.000 gleichzeitigen Zugriffsmöglichkeiten: genehmigungspflichtig und – soweit programminhaltlich keine Bedenken bestehen – genehmigungs­fähig ohne weitere Voraussetzungen,

– über 10.000 gleichzeitige Zugriffsmöglichkeiten: Organisationsverfahren wie bei einem normalen Kabelprogramm unter den Voraussetzungen des § 10 Abs. 2 und 3 FSS.

Jetzt bleibt mir nur die Hoffnung, dass man beim Fernsehen im Sinne eines organisierten Vollprogramms denkt. Das geht nur so klar aus dem Text nicht hervor. Geändert wurde diese Absätze (hier Altversion zitiert)

Weitere lokale/regionale Fernsehprogramme in einem Versorgungsgebiet können in Einzelfällen organisiert werden, wenn zusätzliche drahtlose Fernsehkanäle oder Kabelfernsehkanäle verfügbar sind und dadurch ein besonderer Beitrag zur Meinungsvielfalt erzielt wird sowie die wirtschaftliche Tragfähigkeit der lokalen/regionalen Fernsehprogramme in ihrer Gesamtheit nicht beeinträchtigt wird.

Daneben sind in den festgelegten Versorgungsgebieten zulässig

1. lokale Kabelfernsehprogramme privater Kabelanlagenbetreiber mit einem Programmangebot von bis zu zwei Stunden originärem Bewegtbild pro Woche oder im Wesentlichen mit Serviceangeboten oder einem mindestens hälftigen Textbildangebot für Kabelanlagen mit bis zu 5000 ange-
schlossenen Wohneinheiten,
2. Fernsehprogramme nach Art. 26 Abs. 6 BayMG.

Praktisch nicht kontrollierbar
Schauen wir uns das Ganze mal praktisch an: Wenn ich bei UStream einen Livestream vom Oktoberfest anbiete, ist die BLM dann überhaupt zuständig? Wenn mein Wohnsitz in Hessen ist, ich aber vom Christkindlmarkt in Nürnberg einen Livestream ins Netz stelle, ist die BLM dann zuständig?
Und wie bitte werden die Zuschauer gemessen? Gleichzeitige Zugriffsmöglichkeiten? Was bitte soll das denn?

Keine Ahnung welche Performance Ustream derzeit hat, aber es entbehrt nicht einer gewissen Ironie was ich weiland 2006 beim Medienforum NRW erlebte: Da wollten wir nämlich per UStream senden, und die damalige Pressefrau untersagte uns die Nutzung des Presse-Wifi: Das sei für sowas nicht gedacht.

Und das ausgerechnet im Hoheitsgebiet von Norbert Schneider von der Landesmedienanstalt NRW. Der hatte ja damals schon eine staatliche Kontrolle des Internet gefordert (das ist der Mann, der irgendwie nicht mitbekommen hat, dass er im freien Deutschland ist und nicht in der DDR).

Interessant kann das auch für die Pornoindustrie werden, die ja Livecams im Internet anbietet. Kann man ja auch als Fernsehen werten.

Radiostreaming ist schon länger reguliert
2007 hat die BLM schon einmal zugeschlagen, damals regulierte man das Internetradio.

Erfasst wird Internetradio, das im sog. Streaming-Verfahren verbreitet wird. Audio-Dateien bzw. -files, die (einzeln) von einem Server im Abrufverfahren geladen werden können, werden als Telemedium betrachtet, das genehmigungsfrei angeboten werden kann.

Wird ein Audioangebot im Streaming-Verfahren gleichzeitig mindestens 500 parallelen Nutzern (mind. 500 Ports) angeboten, gehen die Landesmedienanstalten grundsätzlich von einer Darbietung an die Allgemeinheit, also von genehmigungspflichtigem Hörfunk aus.

Dahinter steckt die recht dämliche Ansicht, dass Streaming für alle ist und einzelne Dateien nicht. Was bitte macht ein Flashplayer auf meiner Podcastseite? Er streamt eine einzene Datei.

Geht es vielleicht um die Marktkontrolle. Schließlich wächst der Markt für Internetradios.Man kann sie per Iphone hören und auf der Arbeit. Interessant dabei ist, dass man noch vom Live-Stream spricht. Was aber, wenn es einen on-demand-stream gibt. Sind das dann Dateien?

Das Konzept der Rundfunkgesetze ist längst überholt, zeigt sich mal wieder. Die Regelungen sind nicht auf das Medium Internet übertragbar. Sie hatten vor allem einen technischen Hintergrund (begrenzte Anzahl Frequenzen), und der hat sich mal eben erledigt. Deshalb brauchen wir keine Regulierung. Wir brauchen ein paar Gesetze was man darf und was nicht und gut ist. Für die Überwachung gibt es dann Strafverfolgungsbehören. Alles andere ist der Versuch staatlicher Einflussnahme auf das Recht zur freien Meinungsäußerung und der freien Presse.

Apple, das war mal nix

Nein Apple, damit hast Du Dir keine Freunde gemacht. die .mac-Nutzer mal eben fast 2 Tage offline zu schalten ist das eine (der Dienst taugt eh nix), aber die Kunden Programme runterladen zu lassen und dann aber beim Software-Update so in die Knie zu gehen, dass ich bis heute (Samstag, 12.7., 11 Uhr Saigon-Zeit), nicht in der Lage bin, das Software-Update für meinen iPod-Touch zu kaufen, erinnert doch sehr an Twitter. Auch wenn mancher sagt, Apple könne nicht wegen ein paar Updates im Jahr Riesenserverfarmen aufstellen, dem sei gesagt, dann sollen sich sich halt die 9 Euro schenken und gleich die Updates in die Torrents geben. Denn dort kann man die neue Software runterladen.
Mein Befürchtung ist, dass Apple jetzt mit dem neuen iPhone noch mehr in den Massenmarkt geht und dann aber die Qualität nicht mehr halten kann. Ich kaufe Apple, weil es funktioniert, und nicht weil alle es haben (wollen).
Aber weil die Marke so stark ist, campieren Leute vor dem Apple store und auch ich werde nachsichtig stirnrunzelnd vergeben und hoffen, dass es bem nächsten Mal alles besser wird.

Phu My Hung – wie Saigon sich verändert




Phu My Hung

Originally uploaded by thomaswanhoff

So sieht das aus bei uns um die Ecke. Ist nicht wirklich unser Haus, wir wohnen ein paar Minuten weiter. Aber es soll mal zeigen, dass Saigon echt moderne Ecken hat (was einige jetzt wieder bedauern werden, von wegen alte Stadtviertel gehen kaputt und so. Aber Phu My Hung ist auf Sumpf gebaut, da wurde zumindest kein Viertel zerstört. Und was die Natur angeht: Ich fürchte alles in der Nähe des Flusses hat mehr Schwermetalle als fruchtbare Eizellen im Körper)

Zum Thema alte Stadtviertel sei gesagt, dass es nicht so einfacht ist: Zum einen hat eine Stadt Recht auf Entwicklung und Veränderung. Außerdem haben Hausbesizter auch das Recht ein Haus zu verkaufen (Wenn es denn verkauft werden kann und nicht enteignet wird).
Zum andern sind natürlich Menschen betroffen, die sich das Leben in der Innenstadt nicht mehr leisten können. Sie werden an den Rand gedrängt oder in bestimmte Bezirke. Aber ich fürchte, das ist nicht ein Problem Saigons, sondern jeder größeren Stadt. Und letztlich bleibt die Hoffnung, dass mit einer Stadtentwicklung auch eine wirtschaftliche einhergeht und damit mehr Einkommen. Ich weiß. dass das in Asien noch nicht der Fall ist, vor allem aber auf dem Land nicht.
Dennoch: Selbst in einem sozialistischen Land scheint es nur diesen Weg zu geben.

Radioprofis und das Urheberrecht und wie ein neuer Podcast-Award das sieht

Es kommt eher selten vor, dass ich im Podster-Forum stöbere, aber heute bin ich dort auf einen Beitrag zu einem neuen Podcastaward gestoßen. Da ich eine Allergie gegen solche habe, musste ich mir das mal genauer anschauen.
Es handelt sich um eine Olympus-Veranstaltung names http://www.european-podcast-award.eu/

Mitmachen darf

Jeder Audio – Podcast, der über einen funktionierenden RSS-Feed verfügt und keine Urheberrechte Dritter verletzt oder missachtet, kann für den Award vorgeschlagen werden.

Jetzt fragte im Forum eine Podcasterin:: “Mal so ganz am Rande…. Darf ein Podcast einfach auf einer fremden Seite eingebunden werden? Also direkt von dort aus angehört werden?”

Antwort der Awardmacher: “Zum Einbinden: Wer es nicht möchte, dass seine Inhalte (nicht kommerziell) verbreitet werden, sollte wohl auch besser nichts in`s Netz stellen – oder habe hier was falsch verstanden?”

Liebe Award-Menschen, das Internet ist nicht frei von allen Rechten, sondern es gilt auch hier das Urheberrecht, auf das ihr in Euren FAQs verweist. Alles klar?