10 Euro höchstens für ein (elektronisches) Buch

Filed under: Allgemein — Thomaswanhoff at 9:27 am on Monday, March 22, 2010

9,99 Euro für ein Buch, das ist der höchste Preis den man für ein eBook verlangen kann, wenn man langfristig viele Menschen zum Kauf animieren möchte und viele Bücher verkaufen will. Wer das sagt? Ich als Konsument. Ich gebe einfach nicht mehr als 10 Euro (eigentlich nur 10 US-Dollar) für ein Buch aus, weil ich mal pauschal behaupte, dass zumindest die Unterhaltungsliteratur nicht mehr wert ist – pro Buch. Für Verlage fällt der Druck weg und die Logistik, das muss die Kosten senken.
Ich fürchte nur, siehe Amazon, dass die Verkage und Händler mal wieder den Kunden ignorieren werden und die Preise weiterhin hoch halten – wie weiland bei der Musik. Und dann gibt es halt doch wieder nur den Weg in die Tauschbörsen.

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Nestle Protest

Filed under: Allgemein — Thomaswanhoff at 9:28 am on Thursday, March 18, 2010

Nestlé Deutschland hat unterdessen mitgeteilt, dass seit Januar 2010 der gesamte Bedarf an Palmöl für den hiesigen Markt mit so genannten Green Palm Zertifikaten abgedeckt werde. Mit diesen Green Palm Zertifikaten werde der nachhaltige Anbau unterstützt. Die Zentrale im Schweizerischen Vevey erklärt zudem, ab 2015 nur noch zertifiziertes Palmöl einsetzen zu wollen. Auch habe man die Zusammenarbeit mit einem besonders umstrittenen Zulieferer eingestellt.

Verstehe ich richtig, dass man mit dem Kauf von Zertifikaten zwar weiterhin den Orang-Utans den Regenwald abholzen kann, aber gleichzeitig irgendwo anders den nachhaltigen Anbau unterstützt?
Das sagt Nestle dazu

Hätten sie bestimmt auch ohne Greenpeace gemacht.

Greenpeace sagt:

Nestlé ist die größte Lebensmittel- und Getränkefirma der Welt. Täglich verkauft sie mehr als eine Milliarde Produkte. Die Firma ist ein großer Abnehmer von Palmöl mit steigender Tendenz. Laut eigener Aussage hat sich ihr Palmölverbrauch in den letzten Jahren auf 320.000 Tonnen verdoppelt, die für die Herstellung namhafter Produkte verwendet werden, darunter der Schokoriegel KitKat.

Nestle sagt:

Nestlé Deutschland verwendet nur in einem geringen Volumen Palmöl und Palmkernöl bzw. daraus hergestellte Zwischenprodukte. Das Gesamtvolumen liegt in einer Größenordnung um 7.000 Tonnen pro Jahr, dies entspricht nur etwa 0,03 Prozent der weltweiten Produktion.

Wie kommt’s? Nestle DEUTSCHLAND braucht 7000 Tonnen, weltweit sieht das anders aus. Für wie dumm hält die Presseabtelung uns eigentlich?

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Mein Hund Pepe

Filed under: Allgemein — Thomaswanhoff at 12:01 am on Thursday, March 18, 2010



My dog Pepe

Originally uploaded by thomaswanhoff

Muss mal wieder ein Hundebild posten.. :-)

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Google-Streetview und ein Provinzabgeordneter der CSU

Filed under: politik — Thomaswanhoff at 9:30 am on Wednesday, March 17, 2010

Ich weiss ja dass man keine Qualifikation, braucht um Bundestagsabgeordneter zu werden und wenn man für die CSU nach Berlin geht, noch viel weniger. Ich weiss auch dass die meisten Abgeordneten nur dank Sommerloch wahrgenommen werden – wenn sie abwegige Vorschläge machen dürfen. Und HinterbänklerFraktionsvize wie Johannes Singhammer (CSU) wissen das. Nur ist doch noch gar nicht Sommer.
Der Mann hatte gerade, so zu lesen bei ovb-online, gefordert, dass Google für Streetview zahlen soll, weil es für Werbezwekce den öffentlichen Raum nutzt.

Dahinter stehen kommerzielle Interessen“, sagt CSU-Bundestagsmitglied Johannes Singhammer. „Das ist so, als würde ich ein Werbeplakat vor die Tür meines Geschäfts stellen.“

Sollte „Street View“ in Deutschland wie geplant Ende 2010 starten, könnte das Unternehmen bald kräftig mit der neuen Werbewelt verdienen. Und Singhammer will ein Stück vom Kuchen: Google soll einen Euro pro Bürger an die jeweilige Kommune zahlen, schlägt er vor. Die Gemeinden sollen freiwillig entscheiden dürfen, ob sie die Gebühr erheben, nachdem sie abgelichtet wurden.

Nur steht das Werbeplakat AUF öffentlichem Raum, nämlich dem Burgersteig. Eine Werbung bei Google steht aber IM Internet, virtuell. Kein Pflasterstein wird angefasst, kein Rinnstein verschmutzt, kein Weg versperrt. Das mal zum einen.

Zum anderen stelle man sich vor, ein Reiseveranstalter dürfe keine Bilder einer Stadt mehr verwenden, ohne dafür zahlen zu müssen. Sie bieten Reisen nach Paris an? Dann zahlen sie entweder für das Foto vom Eifelturm oder bilden Sie halt ein Baguette ab. Und wenn ich ein Fotobuch von meinem Urlaubsort erstellen möchte, um damit dann auf einer Reisemesse Touristen anzulocken?

Es gab mal eine Zeit da haben wir über die ungenügende Ausbildung der Profipolitiker hinweggesehen weil sie eine Vorbildfunktion hatten. Ich habe ernsthafte Zweifel, ob die Bundestagsabgeordneten auch nur ansatzweise diese Funktion noch erfüllen. Herr Singhammer mag diesen Unsinn von sich gegeben haben, um auch mal in die Presse zu kommen. Aber andere in Berlin haben ja schon ähnlichen Unsinn von sich gegeben. Ohne Bing zu erwähnen oder Yahoo oder Web.de oder GMX oder gar T-Online. Die alle haben Mappingangebote und sind kommerziell.

Wie geht dass dann weiter? Keine Postkarten mehr ohne Zahlung an die Stadt? Keine gratis TV-Übertragungungen von der Silvesterfeier am Brandenburger Tor, wenn Werbung eingeblendet wird?

Rettung kommt Gott sei Dank von der eigenen Partei:

Franz Josef Pschierer (CSU) vom bayerischen Finanzministerium. Die Idee seines Parteikollegen hält er für unrealistisch. Solange sich die Google-Autos mit den Kameras auf dem Dach an die Straßenverkehrsordnung hielten, könne man nichts machen – immer vorausgesetzt, dass Personen, Hausnummern und Kfz-Kennzeichen unkenntlich gemacht werden. „Ich kann doch auch keinem Touristen verbieten, Fotos vom Marienplatz zu machen und sie ins Internet zu stellen.“

Für so einen einfachen Denkvorgang braucht ein Bundestagsabgeordneter also die Hilfe einen Staatssekretärs. Ich frage mich ob Herr Singhammer überhaupt in der Lage ist, den Sinn einer Durchführungsverordnung zu verstehen. Geschweige denn einen Gesetzestext.

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Dann mal alle zum Fussballfilmfestival 11mm nach Berlin

Filed under: Allgemein — Thomaswanhoff at 9:26 am on Friday, March 12, 2010

Vom 13. bis 17. März 2010 findet in Berlin 11mm – das 7. Internationale Fussballfilmfestival statt. Im Kino Babylon Mitte werden ueber 40 Spiel-, Kurz- und Dokumentarfilme rund um die schoenste Nebensache der Welt praesentiert.

Im Jahr der Fussball-Weltmeisterschaft in Suedafrika bildet “Fussballkultur in Afrika” den thematischen Schwerpunkt des Festivals und bereits der Eroeffnungsfilm “Togo – Le Film” bietet spannende Eindruecke in den weitgehend unbekannten Fussballkontinent: Die Dokumentation von Pierre Morath & Nicholas Peart nimmt die Fussballbegeisterung im Land des westafrikanischen WM-Teilnehmers von 2006 unter die Lupe. Als Gaeste werden neben den Schweizer Filmemachern auch der ehemalige togolesische Nationaltrainer Otto Pfister erwartet.

Nostalgische Gefuehle loest sicherlich der schwedische Kinderfilmklassiker “Fimpen” aus dem Jahr 1974 bei den Besuchern aus. Zu Gast ist Ronnie Hellstroem, der in den 1970ern Jahren einer der weltbesten Torhueter war, in der schwedischen Nationalmannschaft und beim 1. FC Kaiserslautern spielte und nicht zuletzt Darsteller in dem wunderbaren Film ist.

Ausserdem erwarten wir den frisch gebackenen Grimme-Preis-Gewinner Aljoscha Pause am Dienstag, 16. Maerz 2010 – 19.00 Uhr, zum Filmgespraech: Der neue Weg von Homosexualitaet im Fussball. Im Fruehsommer 2008 stellte die preisgekroente Dokumentation „Das große Tabu – Homosexualitaet & Fussball“ die Frage nach dem Status Quo von gleichgeschlechtlicher Liebe im deutschen Volkssport Nummer 1. Die Resonanz war erstaunlich. Waehrend sowohl beim DFB als auch beim verschiedenen Protagonisten der deutschen Fußballszene eine durchaus fortschrittliche und offenen Haltung erkennbar war, brachten anderen Aussagen die Erkenntnis, dass es noch ein langer Weg sein wuerde, bis zu einem unaufgeregten, weltoffenen Umgang mit Homosexualitaet – in einem der letzten Reservate archaischer Maennlichkeit. Filmautor Aljoscha Pause hat die brisante Thematik weitere zwoelf Monate beobachtet und bringt seine ebenso informative wie unaufgeregt gehaltene Reportage „Tabubruch“ mit nach Berlin.

Weitere Highlights:

“The Damned United” mit Martin Sheen
Sonntag, 14. März 2010 – 19.45 Uhr
Montag, 15. März 2010 – 21.30 Uhr

“Fifteen Minutes That Shook The World” mit Didi Hamann (The Untold Story of Istanbul)
Sonntag, 14. März 2010 – 19.00 Uhr

“Looking for Eric” von Ken Loach mit Eric Cantona
Samstag, 13. März 2010 – 22.00 Uhr
Dienstag, 16. März 2010 – 20.30 Uhr

More than just a Game“, ein Doku-Drama über den organisierten Fußball auf der südafrikanischen Gefängnisinsel Robben Island
Sonntag, 14. März 2010 – 14.00 Uhr

Kicking It!“ über die Obdachlosen-WM 2006 in Südafrika.
Sonntag, 14. März 2010 – 19.45 Uhr

Das Festival beendet traditionell die Shortkicks Gala am letzten Festivaltag. Am Mittwoch, den 17. Maerz, wird in deren Rahmen der Kurzfilmpreis 11mm shortkicks vergeben, um den eingereichte Kurzfilme aus Argentinien, Deutschland, Israel, Italien, Spanien und den USA konkurrieren. Am Abend wird auch der 11mm-Hauptpreis, die „Goldene 11“, an den Film vergeben, der in der Gunst des Festival-Publikums am hoechsten stand.

Weitere Gäste (Auswahl) neben zahlreichen Regisseuren und Produzenten: Der erste FIFA-Schiedsrichter Israels, Abraham Klein, mit Uwe Klimaschefski, Ex-Spieler und -Trainer von Hertha BSC Berlin, Pablo Thiam, Thomas Thieme und der heute als Schauspieler tätige Ex-Nationalspieler Jimmy Hartwig.

Disclosure: Ich kenne einen der Organisatoren und vertraue ihm. Deswege gebe ich die PM im Wortlaut wider.

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iPhone Killer: Handys, Journalisten und die Marktwirtschaft

Filed under: apple,Journalismus — Thomaswanhoff at 2:09 am on Friday, March 12, 2010

Wenn ich in Google nach iPhone Killer suche, bekomme ich 28,600,000 Treffer angezeigt. Der Ausdruck wird also gerne verwendet. Man erwartet sehnlichst ein neues Telefon, dass das iPhone endlich verschwinden lässt. Nurn geht es hier nicht um iPhone oder nicht, sondern um Marktwirtschaft. Apple hat in den USA einen sehr hohen Marktanteil bei den Smartphone, das ist richtig. Aber ein Monopol? Nein. Marktbeherrschende Stellung? Nein. Warum also muss es sterben?

Ich habe die Befürchtung dass viele Menschen (und Journalisten) die Marktwirtschaft nicht mehr verstehen und schon gar nicht erklären können. Ein Markt lebt vom Wettbewerb, und dort werden neue Teilnehmer als Konkurrenten oder Mitbewerber bezeichent, aber nicht als Opfer oder Killer. Denn ohne die anderen gibt es keinen Wettbewerb.

Die ersteTrefferseite bei der Google Suche gibt mit fast ausschliesslich Hinweise auf Medien, TV-Sender, Zeitungen. Es sind also sehr wohl Journalisten die den Begriff iPhone-Killer verwenden (wenn nicht geprägt haben.) Google ich Seiten aus Deutschland, sind es 408.000. Ganz vorne die Wiwo, heute.de, Chip und PCWelt. Was besonders albern ist, ist die Tatsache dass das iPhoen in Detschland einen wesentlich geringeren Marktanteil hat als in den USA, es also gar keinen Grund gibt, es verschwinden zu lassen.

Was mögen die Gründe dafür sein?
Ich denke es ist zum einen die Sensationsgier. Eine Geschichte muss heute eine Sensation sein, selbst wenn es um etwas Banales wie ein Telefon geht. “Killer” ist stärker als “Konkurrent”, das macht sich besser in der Headline (siehe oben). Das Problem dabei ist, dass Journalisten auch eine Aufgabe haben, nämlich ein wenig die Welt zu erklären. Mit der Killer-Sprache wird aber suggeriert, dass Märkte so funktionieren, dass einer den anderen killt. Mag vielleicht auch daran liegen, dass kaum einer mehr auf einen Wochenmarkt geht (ich meinen einen richtigen, nicht so eine Pseudo-Öko-Veranstaltung wo man Brot kauft weil es irgendwie authentisch ist). Ein Wochenmarktbetreiber wird natürlich darauf achten, nicht nur einen Anbieter zu haben, sondern mehrere. Und eine große Auswahl. Dafür wird er Regeln aufsetzen über Standgröße und Lebensmittelsicherheit. Den Rest regelt der Markt.
Keiner würde auf die Idee kommen, die Wassermelone als den Apfelkiller zu bezeichnen. Vielleicht kaufen Leute weniger Äpfel seit es Wassermelonen gibt. Aber das ist nur normal, und solange die Apfelbauern gute Äpfel produzieren und gut vermarkten, werden sie einen gewissen Anteil am Markt haben.

Zum anderen scheint der Informationsoverflow auch Journalisten zu verwirren. Wenn Nokia pro Jahr 50 neue Produkte auf den Markt wirft, wird es schwer, über alle zu berichten und die einzuordnen. Man sehnt sich geradezu nach einen One-Phone-Fits-All Modell. Das iPhone scheint bei Journalisten so etwas zu sein. Und getreu dem Satz “Der König ist tot, es lebe der König”, versucht man mittels Medium sooft es geht einen neuen Thronfolger zu präsentieren. Das hat was vom alten Ägypten, aber nichts von einer Marktwirtschaft in einer Demokratie.
Der Trend zu immer stärkeren Ausdrücken, zu Superlativen (Jahrtausendflut) führt irgendwan dazu, dass uns a) die Superlative ausgehen und b)wir nichts mehr einordnen und relativieren können. Genau das aber ist eine Aufgage von Journalisten. Die Chronistenpflicht erfüllten Hofberichterstatter – im alten Ägypten.

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Nur ein Kilo Tomaten

Filed under: Allgemein — Thomaswanhoff at 1:04 pm on Sunday, March 7, 2010



tomato shortage in saigon

Originally uploaded by thomaswanhoff

Gruss aus Saigon. Ich weiss nicht warum, aber im Coop Supermarkt sind die Tomaten rationiert. Pro person und Tag darf man nur ein Kilo kaufen. Auch in den Restaurants sieht es ein wenig mau aus mit Tomaten. Man hat den Eindruck dass die Versorgung nach den Tet-Feiertagen hier noch nicht so wirklich auf vollen Touren läuft.
Aber das ist eher anekdotenhaft, eigentlich haben wir hier alles was wir brauchen, inklusive deutsches Brot (deutscher Bäcker!) und Hofbräuhausbier (auch wenn ich Beer Lao und vietnamesisches Hoa Viet Bier bevorzuge auch des Preises wegen)

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Junge Menschen in Vietnam

Filed under: Mein Leben,video — Thomaswanhoff at 11:52 am on Friday, March 5, 2010

Ein paar Gedanken, warum es mir in Vietnam so gut gefällt. Es sind vor allem die vielen jungen Menschen, die sehr lernbegierig sind. Wenige Minuten nachdem ich den Audioboo aufgenommen hatte, sprachen mich fünf Mädels um die 20 an, ob sie mit mir Englisch sprechen können. Sie studieren Business Englisch und müssen eine Präsentation machen über das Viertel, in dem ich lebe (und das nahe zu ihrer Schule ist).

Listen!

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