Auch 1und1 mag Kunden wohl nicht wirklich

Zumindest haben wir hier den Eindruck: alleine die Computer-Abfragen wenn man dort anruft sind nicht gerade deeskalierend. Seit über einer Woche gibt es permanente DSL- und Telefonstörungen, eine Kommunikation per Mail geht gar nicht, wir bekommen jeden Tag eine SMS, man könne DSL nicht reparieren weil die Telekom streikt (was längst nicht mehr der Fall ist).

Ich habe begrenztes Verständnis für ein paar Stunden Ausfall, aber keines für tagelange Störungen und vor allem, wenn man mit dem Kunden nicht kommuniziert.

So, wie Rene Oberman schon rumheult (Keiner mag mich) werden wohl bald auch die 1und1-Jungs rumrennen, sollte nicht doch mal eine Firma in Deuschland als Unternehmensziel nicht allein Neuverträge angeben, sondern zufriedene Kunden.

Im übrigen halte ich Verträge über 24 Monate, sei es Mobilfunk oder DSL, für schlichtweg verboten. Es sind de facto Knebelverträge. Wäre auch mal dringend ein Thema für die EU.

Erneut denke ich, die T-Com als Grund allen Übels muss zerschlagen werden, wir brauchen Wettbewerbsrichtlinien für den Kommunikationsmarkt. Nur dieser schwachsinnige “Wer ist am billigsten”-Wettbewerb ist letztlich Schuld am schlechten Service. Und Leute wie Rene Obermann haben die Traute nicht, diese Spirale zu verlassen, weil sie dann langfristig denken müssten, was sie aber nicht tun, weil sie nur Quartalszahlen und Neuverträge im Auge haben.

UPDATE: Heute kam eine Mail in der unter anderen das stand:

Alternativ erreichen Sie die Mitarbeiter des technischen Supportes unter
der Rufnummer 0900/1000415 (99Cent/Min. aus dem dt. Festnetz).Wir danken
Ihnen für Ihr Verständnis und bitten Sie um ein wenig Geduld.

Mal abgesehen davon, dass wir sagten, unser Festnetz ginge nicht: 99 Cent? Hallo?

4 thoughts

  1. “und im übrigen bin ich der meinung, dass die telekom zerstört werden muss…”

    recht so.

  2. Deutsche Aktiengesellschaften verspielen auf Dauer ihr Potenzial. Habe jüngst in der Brand eins gelesen, wie kurz die durchschnittliche Verweildauer von Managern in Unternehmen ist. Wenn die auf kurzfristige Zahlen getrimmt werden und schnell wieder verschwinden, wie soll denn da eine vernünftige Firmenausrichtung entstehen können. Die Telekom ist doch ein pseudomarktwirtschaftlicher Witz, aber der Unternehmer Dommermuth wird wohl daran interessiert sein, dass sein Laden auch weiterhin floriert. Auf Dauer wird das so nicht laufen. Es hängt vom Zufall ab, ob ich bei der Telekom oder bei 1&1 einen guten Support erhalte. Habe beides schon erlebt, aber auch schon das Gegenteil. Ich persönlich häufiger bei der Telekom. Doe Projektsteuerung scheint ein Witz, die Kompetenz der Mitarbeiter ein Zufallsfaktor. Dazu kommt noch diese leidige Callcenterunwesen. Eine Zeitbombe.

  3. Wer soll denn deiner Meinung nach der Eigentümer der Netze sein, wenn T-Com zerschlagen wird? Glaubst du ernsthaft, irgendeiner dieser Wiederverkäufer würde nur einen Cent in Infrastruktur investieren, die er dann dem Wettbewerb öffnen müßte?

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