Gesprochene Zeitungsartikel – welcher Nutzen?

Keiner. Das meint auch das Blog der Hochschule Darmstadt und zerreisst das Angebot vom Echo. Ich habe das an anderen Stellen schon gesagt: Zeitungsartikel von einem Computer vorlesen zu lassen, um dann eine Audiodatei zu verteilen, ist unsinnig. Die Texte sind nicht dafür geschrieben, die Stimmen klingen immer noch nach Computer, die Aussprache ist bisweilen unverständlich, vor allem bei Abkürzungen oder englischen Wörtern. Einige Zeitungen machen da mit, weil sie es billig und nicht gut haben wollen. Und weil sie immer noch glauben, das Internet ist dafür da, den Printcontent zu verteilen. Das ist leider falsch.

6 thoughts

  1. Die werden aber jetzt schon versorgt: Tageszeitungen schicken in der Regel ihre XML-Files an die Blindenanstalt, die Audiodatei draus macht (so war es bei der Frankfurter Neuen Presse). Und sind eben nicht Sehbehinderte, für die Angebot eigentlich gemacht wurde, auch wenn sie sicherlich profitieren.

  2. Noch funktioniert das Thema P2O und O2P in Deutschland nicht. Es steckt quasi im Schlamm – seit 1999 geht da nicht viel. P&O oder O&P würde es da einfacher machen – denn dann wird auch anders gedacht, gehandelt und letztendlich konsumiert. Blind sind in Wirklichkeit die Macher. Taub auch. Ja.

  3. He, es gibt ja noch mehr Blogs! 🙂

    Ich denke, Gehörtes gehört immer mehr dazu, und davon profitieren glaube ich nicht nur Blinde und Sehbehinderte. Zugegebenermaßen ist die Qualität nicht sehr gut, aber hey, wie war denn das Bild von den ersten Digitalkameras??
    Und außerdem – ich höre lieber aktuelle Meldungen in einer schlechteren Qualität als alte Meldungen in einer guten! :)))
    In einer Welt, die eh von visuellen und bidlichen geprägt ist empfinde ich das Gehörte zumindest als ein bisschen Abwechslung – und zugegebenermaßen, ich höre lieber Podcasts oder ähnliches beim Autofahren als dass ich dabei Zeitunglese!! 😀
    In diesem Sinne… Ein Prost auf die Ohren!
    LG
    Monica

  4. Wer meint dass das Vorlesen auch eine sehbehindertenfreundliche Lösung ist weiss nicht Bescheid: Das Vorlesen lassen wie bei Echo-Online ist für Blinde und Sehbehinderte auf deren eigenen Browsern längst besser gelöst.

    Die eigene Lösung hat einen unschlagbaren Vorteil: Der Sehbehinderte kann seine Vorlieben umsetzen, und die eigenen Hörgewohnheiten an Lesetempo, Stimme und Navigation mit vor/zurück besser realisieren.

    Mit solch billig synthetischen, nicht anpassbaren Lösungen wie bei Echo-Online muss heute kein Sehbehinderter mehr leben.

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