Wie man den deutschen Staat finanziert: 32 Dollar für eine Beglaubigung

Deutsche Botschaften und Konsulate scheinen eines auf jeden Fall gut zu können: Geld kassieren, und nicht wenig. Ich habe eben 32 Dollar für eine Unterschriftbeglaubigung zahlen müssen, die ich brauchte, weil ich – auf Anraten des Vizekonsuls in Vietnam – einen neuen deutschen Führerschein beantragt habe. Das Landratsamt Bad Homburg zeigte sich sehr hilfsbereit, schickte mir alle Unterlagen per Post und bat mich, die Unterschrift beglaubigen zu lassen. Das Ganze kostet übrigen 23 Euro inklusive internationalem Einschreiben, was ich für vertretbar halte.

Die Unterschriftsbegelubigung macht das deutsche Generalkonsulat in Ho Chi Minh City. Die Gebühren werden nach Auskunft des Konsulates vom Finanzminister, dem Innenminister und dem Aussenminister festgelegt. Ich frage mich, welche Leistung die 32 Dollar rechtfertigt, zumal ich ja innerhalb behördlicher oder staatlicher Leistungen bin, also die eine Behörde der anderen was bestätigt. (Ok, wenn drei Ministerien dafür benötigt werden erklärt das schon einiges).

Ich finde es schlicht eine Abzocke staatlicherseits.

(ich habe diese horrenden Gebühren schon kritisiert, als ich ähnliches auf Bali und in Kambodscha zahlen musste.)

One thought

  1. Ich habe ganz andere Erfahrungen gemacht. In Australien kostete die Übersetzung des deutschen Führerscheins samt Beglaubigung um die 30 Dollar. Das fand ich ziemlich preiswert – wie gesagt samt Übersetzung.
    Und die Deutsche Botschaft in London wollte keinen Penny von mir sehen als ich eine Bescheiningung brauchte, dass ich noch lebe.

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