Gerd Rubenbauer und der schwarze Mann

Da schaue ich gerade die Abschlussfeier von Olympia und ahne schon, dass wieder ein Kommentator dazwischen reden wird. Aber was Rubi bisweilen absondert, ist schon hartes Brot

“Am Anfang dachten die Zuschauer, hier kommt einer vom anderen Stern.”, sagte Gerd Rubenbauer und meinte damit einen äthiopischen Langläufer. Nun Gerd, es mag ja bei euch in Bayern etwas rückständig zugehen, aber wir hier in Hessen (und wahrscheinlich überall) finden dunkelhäutige Menschen keineswegs “vom anderen Stern”, auch wenn sie bei den Winterspielen mitmachen.

Das ist nämlich der Gedanke der olympischen Spiele, dass jeder mitmachen kann und Hautfabre keine Rolle spielt. Deshalb nennen wir dunkelhäutige Teilnehmer auch nicht “unser Freund” aus Äthiopien, weil wir ihn gar nicht kennen und er deshalb kaum unser Freund sein kann, es sein denn, es ist aus dieser herablassenden Perspektive gemeint.

Und Gerd, kauf Dir mal den Fischer Weltalmanach, der erklärt Dir die Welt. “Japaner und Amerikaner Arm und Arm, Schulter an Schulter” wäre zu den Spielen in den 60ern vielleicht noch passend gewesen. 2006 eher nicht. Die mögen sich nämlich lange schon.

Und Gerd, wenn die brasilianischen Bobfahrer wirklich unverletzt sind, warum klärst Du uns nicht auf, warum einer den Arm in der Schlinge hat?

Schön auch das: “Eines muss man ihnen lassen, das können die Italiener, solche Schlussfeiern organisieren”. Aha. Ansonsten liegen sie faul am Strand oder was? Apropos lassen: warum kannst Du, lieber Gerd, das Reden nicht einfach lassen, wenn Du nichts zu sagen hast (und sag nicht der Poschmann hat auch so oft geschwätzt – das macht es nur schlimmer…)

“Sie ließen sogar Good Old Satchmo wieder aufleben – italienisch gefärbt selbstverständlich” – Damit er nicht so schwarz aussieht oder wie von einem andern Stern?

Und mit der Vespa, Gerd, kommt man bei Schnee nirgendwo schneller hin als mit dem Auto – lass Dir das gesagt sein von jemandem, der bei Schnee mal Roller fahren wollte.

Wind ist eine meterologische Unart dieser Winterspiele, lernen wir von Dir, Gerd, und so ein Propeller kann 200 Stundenkilometer schnellen Wind erzeugen, “hab sie uns stolz erzählt”. Waren SIE wirklich stolz Gerd, oder sagst Du das nur so? Meinst du Italiener sollten stolz sein, wenn sie einen Propeller auf den Boden legen?

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