Verlage, heult doch wegen Google

Gerade bei Turi2 gelesen:

Eine spezielle Benutzeroberfläche für Apples iPhone und das Google-Phone G1 verschafft jetzt mobilen Surfern komfortablen Zugang zur vieldiskutierten Buchsuche von Google. Die deutschen Buchverleger sind in Alarmstellung.

Wohlgemerkt, es geht um Suche. Nicht um Downloads. Und schon geht das Geschrei los wie bei Google-News bei den Zeitungsverlagen. Wenn die keinen Suchmaschinen-Traffic mehr hätten, würde ihnen 30-40 Prozent des gesamten Traffics wegbrechen. Deswegen jammern sie laut, machen aber nix.
Frage mich, warum diejenigen die am lautesten schreien noch nicht mal damit anfangen, intern nur in Yahoo zu suchen.

Aber zurück zu den Buchverlagen. Wo ist das Problem? Die Buchverlage selbst haben es nicht geschafft, sich ausserhalb von Amazon auch nur annähernd erfolgreich im Netz zu etablieren. statt Entwickler hat man Anwälte bezahlt – und zahlt jetzt den Preis. Libri.de ist nett gemeint, aber fern von allem, was User wollen.
Die Verlage selbst sind ebenso undiskutabel, wollen dem Handel nicht schaden. Man schaut mehr auf sich als auf den Nutzer.
Statt schnell zu schalten und sich zu überlegen, wie man von dem zu erwartenden Googletraffic profitieren kann, versucht man es erst mal mit Verboten.
Ich bin der festen Überzeugung, dass wenn Buch-Verlage erst ein mal sehen, welche Werbung Google für sie macht, es ein wenig anders aussieht. Zumindest bei denen die begriffen haben, dass das Internet auch eine Chance sein kann.
Bücher werden noch lange auf Papier gelesen, aber man stelle sich vor, Google lonke zu den entsprechenden E-Büchern. Wie schnell und einfach kann man da Geschäfte machen?

Also Buchverlage, seid mal ernst und realistisch und tut nicht so, als sei eben erst die Buchdruckkunst erfunden worden und ihr hättet gerade eine Zunft gegründet. Die Zeiten sind schon etwas länger her.

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