Ankündigungsjournalismus in der IT-Branche

Ich glaube ja dass Apples Produkte auch deshalb vom Start weg gut laufen, weil ein fertiges Produkt vorgestellt wird dass sich die Anwesenden gleich auch anschauen und testen können. Das macht dann auch die Bericherstattung authentischer und glaubwürdiger.
Während PR-Vollversager wie Neofonie auch im zweiten Anlauf nicht in der Lage sind ein fertiges Produkt zu präsentieren (und nicht mal der Name noch hält), stellt sich Steve Jobs auf die Bühne und es läuft.
Eben habe ich bei Basic Thinking über ein weiteres Tablet gelesen. Ich warte ehrlich gesagt sehnlichst auf Androidversionen, aber meine Begeisterung hört schnell auf wenn ich sehe, dass man eine Pressemitteilung mehr oder weniger abgeschrieben hat. Und das noch als Exklusiv-Interview verkauft.

Manche Qualitätsmedien schauen sich ein Produkt schon lange nicht mehr an, sondern schreiben brav was der Hersteller vorgegeben hat. Und so liest es sich meistens auch. Eine Menge “soll” und ansonsten nix.

Über den Android-Tablet-PC, den Adobe auf der Web 2.0 Expo zeigt, gibt es nicht allzu viele Details über die technische Ausstattung. Das Display hat ungefähr die Größe eines DinA4-Blattes. Als Chipsatz soll der “Tegra 2” von Nvidia zum Einsatz kommen, dessen Vorgänger Microsoft bei seinem Multimedia-Player Zune HD einsetzt. Ansonsten liegen bisher keinerlei genauere technischen Details über das Adobe-Gerät vor. Ebenfalls unklar ist, welche Version von Android zum Einsatz kommt.

Ich glaube ja, dass wir Verbraucher das merken und deshalb eher Produkte kaufen, die uns jemand glaubwürdig empfiehlt. Das kann auch ein Journalist sein. Aber eben glaubwürdig und nicht einfahc mal so runtergeschrieben.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *