Leben als Hausmann

Ich hatte heute wieder so ein Erlebnis. Ich saß in einem Cafe und suchte nach Rezeptideen was ich heute Abend kochen soll. Pinterest ist mir da ein guter Helfer geworden. Ich fand eine lecker Linsensuppe, und während ich mir das Bild aufm iPad anschaue, kommt die Besitzerin des Cafes und fragt, ob ich das kochen will. Ich sage ja, ich möchte was frisches heute abend. Sie weiß, dass ich zu Hause koche für mich und meine Frau, weil letztere eben das Einkommen bestreitet als Chef einer Firma. Ich kümmere mich um das private.

Die Cafebesitzerin sagt dann, das es meine Frau echt gut hat, ich als Mann zu haben, der für sie kocht. Ich fühlte mich geehrt und geschmeichelt. Aber eines geht mir nicht aus dem Sinn: Wenn der Mann den Hauptjob hat und die Frau im Cafe sitzt und überlegt was sie kocht, wird dann irgendwer sie loben dafür und sagen “Was hat ihr Mann für ein Glück?”.

Wer das nächste Mal einer Hausfrau begegnet, kann sich ja an diese kleine Geschichte erinnern und sie loben.

Ach so: Die meisten Hausmänner hier die ich kenne kochen nicht, sie haben eine Nanny und eine Maid und einen Gärtner und so. Fast alle sagen, sie suchen noch einen Job, als ob es ein Makel wäre, Hausmann zu sein.

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