ICE düsen

ICE-Reisen sind ja innerdeutsch mir so vertraut wie Langstrecke im Flieger. Und ich mag sie: auch wenn der Kaffee unverschämt teuer und schlecht ist – im ersten Wagen zu sitzen und zu schauen, wie der Zug durch Tunnel und Landschaften braust, hat schon was. Ich wollte nicht wirklich Lokomotiovführer werden, wenn schon dann Pilot (in dem Zusammenhang sei auf das Angebot der Vietnam Airlines verwiesen, Start und Landung auf dem TV-Schirm zu zeigen. Irgendwie ist das wie Kino, dem ICE-Lokführer (der bestimmt anders heißt) über die Schulter zu schauen – nachts am Fernseher ist das eher einschläfernd, live ist einfach besser.
Und dass ich wieder in Deutschland bin, zeigt mir gleich ein Ehepaar: ich stelle meine Koffer in dem kleinen Abteil neben ihre, Platz ist genug, aber das Papatier muss natürlich sofort überprüfen, ob dieser Fremde seinen kleinen Koffer berührt oder gar beschädigt hat, tut also so als ob er was sucht, um dann seiner Frau mit einem äußerst souveränen Nicken (so eins wie aus den amerikanischen TV-Serien, wenn der Bombenentschärfer gerade den Zünder ausgebaut hat und dann den Jungs vom NYPD sagt, dass nun alles gut ist) deutlich zu machen, dass keine Gefahr mehr besteht und er die Sitiation vollkommen unter Kontrolle hat.
Apropos Kontrolle. Die fehlt im Straßenverkehr in Vietnam völlig und das ist gut so. an jeder Kreuzung darf jeder fahren, solange er keinen umfährt. Das bedeutet, dass man schaut, wer einem entgegenkommt und weicht aus. Das geht natürlich nicht bei Tempo 50, aber es geht. Mit Motorräder auj jeden Fall, nur die Autos werden langsam ein Problem.

One thought

  1. Vielleicht hat der Mann ja nur nach dem roten oder grünen Kabel gesucht, die da irgendwo raushingen. 😀

    Gunnar

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