Podcasting und Kommerz

So eigene Weblogs haben ja durchaus den Vorteil, dass man eine inoffizielle Position beziehen kann. Hier kann und will ich keine Verbandsmeinung schreiben, sondern meine eigene – was bitte nicht zu deuten ist als eine kontraere Meinung zum Verband.

Es geistert immer wieder der Kommerzvorwurf durch die Podosphere, wie Alex Wunschel so gerne sagt. Nun, ich habe nichts gegen kommerzielle Interessen, das habe ich immer gesagt und werde es auch weiterhin tun. Nur muessen eben Ross und Reiter genannt werden. Die Podcastschau ist zunaechst alles andere als kommerziell – sie kostet Geld. Aber wir hoffen, mit dem Podestrian-Konzept eben wenigstens mal ein paar Kosten reinzubekommen. Mit der Podcastschau oder jedem anderen privaten Podcast wird zunaechst nichts zu verdienen sein. Podestrian verfolgt eine uebergeordnete Strategie – und darin sehe ich die einzige Chance. Ob privater Club oder Netzwerk, entscheidend ist es, eine kritische Hoererzahl zu gewinnen. Das kann man auf vielerlei Weise tun, und ich weiss sehr gut, wer da alles in den Startloechern sitzt.

Wunschel hat in einem voellig recht: Es werden sich einige Sendungen absetzen und professionell werden. Dazu kann auch gehoeren, dass Geld fliesst. Was aber soll daran schlecht sein, dass einer mit seinem Hobby und seiner Leidenschaft Geld verdient? Wenn es einen schlechten Einfluss auf seine Show hat, wird man das merken – dann fliehen die Hoerer und dann auch wieder die Kunden.

Wer es ehrlich meint und wer offen ist, wird Erfolg haben. Mit der Podcastschau haben wir eine Menge fuer die Szene getan und fuer das Podcasting. Wir erschliessen neue Hoererschaften, heben einige raus aus der Szene hin zu einem grosseren Publikum. Das ist Sinn und Zweck der Podcastschau. Dass wir Neider haben – so what?

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