Verschlüsselung von RTL-Programmen

Eigentlich müsste es fast eine gesetzliche Pflicht geben. zumindest den größten Unsinn der auf RTL läuft zu verschlüsseln, schon um das Publikum zu schützen. Jetzt aber hat RTL tatsächlich Angst vor Raubkopierern. Sehr schön, was die Rundschau darüber schreibt:

Warum aber sollte man das RTL-Programm raubkopieren? Schauen wir mal rein. Heute, 14 Uhr: Das Strafgericht; 15 Uhr: Das Familiengericht; 16 Uhr: Das Jugendgericht. Verbrechen, Sex und Laiendarsteller – da schlägt das Herz der Raubkopierer höher?

6 thoughts

  1. Sehr kurzsichtig. Auf RTL laufen Kinofilme, die teuer eingekauft werden. Die möchte man bei RTL natürlich schützen, gerade in Zeiten von Youtube, wo fast jede Fernsehsendung nach der Ausstrahlung dort zum Download bereit steht. Als DVB-T-Gucker bin ich über die Verschlüsselung nicht glücklich, kann das aber nachvollziehen.

  2. Das ist ein Problem von Youtube (mal abgesheen davon, dass es wenig genussvoll ist, einen Kinofilm auf Youtube zu schauen, mit der 10 Minuten Begrenzung dort…). Mal abgesehen davon, dass ich es noch nicht geschafft habe, eine DVB-T-Sendung ohne Störungen zu sehen: Was RTL und Co. machen ist doch der gleiche Unsinn, den auch die die Musikindustrie gemacht hat. Jahrelang haben wir Musik und TV aufgenommen auf Bänder. Jetzt haben wir in der Tat einen etwas einfacheren Distributionsweg, das mag sein. Aber den Zugang zu erschweren, dafür auch noch mehr Geld zu verlangen und immer weniger Qualität zu liefern, wird nicht funktioneren. Genau das ist nämlich das Problem: Man bekommt nicht mehr, sondern weniger fürs Geld. Und welcher Raubkopierer lässt sich von einer Verschlüsselung beeindrucken?

  3. Also mir stellt sich da die Frage, was eigentlich hat vom Fernsehen etwas aufnehmen mit raubkopieren zu tun?
    Erstmal dieses Unwort Raubkopierer an sich und dann noch im Zusammenhang mit dem bis dato legalem Aufnehmen?
    Naja von mir aus können alle privaten verschlüsselt werden, und der Schlüssel wird hinterher weggeschmissen – is doch eh nur noch Volksverdummung.

  4. … im Zusammenhang mit dem bis dato legalem Aufnehmen?

    Da geht wohl einiges durcheinander: Das Programm wird ja entschlüsselt, man kann das, was “hinen” am Reciever rauskommt natürlich aufnehmen. Dagegen sollten auch die Fernsehsender nichts haben.

    RTL und wohl auch ProSiebenSat1 geht es darum ihr Programm räumlich zu beschränken, da es jetzt wohl so ist, dass RTL höhere Gebühren für Spielfilme zahlen muss, da die Filme außer in Deutschland auch in Österreich und in der Schweiz ausgestrahlt werden. RTL erhofft sich eine Kostenreduktion. Das für diese Kostenredukton der Fernsehzuschauer ggf. mehrmals zahlen muss finde ich nicht korrekt.

    Die Gebühren erhebt allerdings Astra, nicht RTL. Die geben die Kosten nur weiter. In Österreich sind ORF usw. übrigens per Satellit auch verschlüsselt, weil die kleinen Sender sich die hohen Filmkosten nicht leisten können.

    Wie das mit der Schlüsselkarte (und deren Kosten) geregelt ist weiß ich allerdings nicht.

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