Keine nackten Frauen und Brüste im Kreishaus in Offenbach

In Offenbach, so möchte man meinen, geht es eher rüde zu. Da wird schon mal einer auf offener Straße erschossen, fast sprichwörtlich ist die Unfähigkeit des Offenbachers per se am Steuer eines Kraftfahrzeuges. Neu ist, dass nackte Frauen ein Problem sind. Das zumindest berichtet Astrid Walter in der Neu-Isenburger Neuen Presse.

Zumindest für die Kreisverwaltung, bei der die Freiheit der Kunst am Nippel der Brust aufhört. Solche (Nippel und Brüste) wollte man nicht sehen bei einer Ausstellung von Künstlern. Ein Bild musste ganz abgeheängt werden, andere wurden kurzzeitig überklebt.

„So etwas könne im Kreishaus nicht ausgestellt werden, wurde uns gesagt“, erzählt Karl Pohl, Sprecher des Kunstkreises aus dem Rodgau.

Problematisch dabei ist leider auch, dass sich der Protest der Künstler in Grenzen hielt. “Meine anderen Fotos sind ja zu sehen, so schlimm ist das alles nicht”, zeugt von einem etwas merkwürdigen Selbstverständnis.
Ausschnitt Kreishaus Offenbach Artikel
Der Landrat selbst hat ein Problem mit Brüsten, die dreijährige Kinder zu sehen bekommen. Das ginge einfach nicht. Seltsam, hatten sie einst Augenklappen als sie gestillt wurden? Das ist provinzielle Prüderei, wie sie im Buche steht, zeigt, dass Offenbach eben doch nur ein kleines Anhängsel einer kleinen Großstadt (nämlich Frankfurt) ist und bestätigt leider auch den jüngsten Spiegel-Aufmacher, weil man eben in vorauseilendem Gehorsam vermeintlich politisch korrekt einem noch gar nicht geäußerten Protest aus der islamischen Gemeinde nachgibt.

4 thoughts

  1. In Frankfurt gibt es tatsächlich reichlich und schlimmere Perversitäten, auf die hier alle stolz sind: Großbanken zum Beispiele. Investmentbänker. Ordnungsamtsmitarbeiter mit Waffe und Kampfanzug. In diesem Fall wäre Abkleben und Weghängen ein Segen für die Menschheit. Dann lieber hübsche nackerte Mädels.

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