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Frohes Neues Jahr aus Laos: Es ist nass hier

Ich bin zwar seit 15 Jahren in Asien unterwegs, aber ich habe es noch nie zu Songkran oder Pi Mai geschafft (nur zu Khmer New Year). Was die beiden ersten gemeinsam haben ist, dass man das neue Jahr mit Wasser begrüßt. Das bedeutet, dass man überall mit Wasser begossen wird. Natürlich hat das eine religiöse Bedeutung, und eigentlich hat man zunächst die Älteren mit etwas Wasser über die Schulter begossen. Als wir heute auf dem Markt waren, kam eine ältere Frau und hat uns auch Wasser über die Schulter gegossen. Gleiches geschah gestern, als ich bei einer Neujahrsparty unseres Nachtguards war – in der Schule in der seine Frau arbeitet. Man hat eigens eine Ziege geschlachtet und gegrillt, außerdem gab es Laotische Nudelsuppe mit Fisch. Und die Kinder hatten natürlich ihren Spaß mich nass zu machen.
Firmen und Familien halten auch eine Basi-Zeremonie, die immer am Anfang von etwas gehalten wird. In der Regel kommt der Dorfälteste, aber zum neuen Jahr lädt man Mönche ein. In der Firma meiner Frau gab es eine solche Basizeremonie auch – mit 9 Mönchen.

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Wie alle Traditionen bekomtm auch diese ein modernes Gesicht. Die meisten jungen Leute haben Wasserpistolen oder besser -gewehre, tragen einen Zusatztank auf dem Rücken und wandern wie Eliteeinheite durch die Stadt. Etwas weniger angenehm sind Wasserbomben, zumal wenn sie mit Eisstücken oder Saft gefüllt sind. Auf Facebook gibt es auch eine Kampagne gegen diese Wasserbomben.
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Auf der anderen Seite gibt es auch sehr höfliche Menschen: unsere Nachbarskinder haben mich tatsächlich gefragt, ob ich ein Handy in der Hose habe, bevor sie Wasser gegossen haben. Aber das ist das erste was man macht hier am Morgen: Alles elektronische in Plastiktüten verpacken.

Heute wird traditonell das Haus geputzt, und morgen geht man in den Tempel. Vor allem aber wird gefeiert was das Zeug hält. Am Fluss machen Beer Lao und Namkhong Beer gleich zwei Party, eine davon eine Schaumparty. Wir sind gespannt 🙂 Was übrigens lustig ist, ist der (neue?) Brauch, dass Kinder sich die Haar färben oder besser bleichen, udn dass hier alle plötzlich in Hawaihemden rumlaufen… andere Völker, andere Sitten …

Heizen und Kochen – aber womit?

Hier in Asien wird in der Regel noch über offenem Feuer gekocht. Ein kleiner Griill mit Holzkohle gefüllt ersetzt den Herd. Nur langsam setzen sich moderne Küchen durch. Was ich in Deutschland immer sehr geschätzt habe, war Gas- statt Ölheizung. Heute ist es sehr einfach, günstiges Gas ins eigene Heim zu bekommen. Die Vorteile die ich beim Gas sehe: Ich brauche keinen Öltank im Haus, das Kochen ist viel einfacher und effizienter mit Gas. Und man kann zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Mit Ölheizung kann man jedoch lange noch nicht kochen.
Hier in Asien sind wir von einer zentralen Gasversorgung noch weit entfernt. Lediglich der moderne Stadtteil Phu My Hung in Saigon hatte so etwas. Dennoch habe ich zumindest meine Nachbarin überzeugen können, sich einen Gasherd anzuschaffen und so zumindest weniger Ruß und COs in die Luft zu blasen. Aber Wechsel ist schwierig: Man glaubt Gas sei immer noch teurer als Kohle, weil man für eine Gasflasche 80.000 KIP zahlen muss, während ein Sack Holzkohle nur 5000 KIP kostet. Dass das Gas länger hält verstehen die meisten nicht. Gerechnet wird im Hier und Jetzt.

Klimawandel, Impfungen, Ärzteskepsis: Warum wir so misstrauisch werden

Ich hatte vor wenigen Tagen eine interessante Diskussion mit einem Paar aus Holland, das gerade in Laos ist. Es ging um Klimawandel und Medizin und dass beide sehr skeptisch sind. Er ist Ingenieur, sie ist Biologin. Ihre These: Wir können niecht sicher sein, dass wir alles wissen. Wir können nicht sicher sein dass CO2 schädlich ist und das Klima verändert. Wir können nicht sicher sein dass Impfungen wirklich helfen und nicht eine Erfidung der Pharmaindustrie sind.

Was ich hörte war das typische Anti-Gerede: Es gibt Wissenschaftler, die sagen dass….CO2 keine Rolle spielt, Klimawandel nicht Menschenverursacht sein kann, Impfungen nicht sinnvoll sind. Und so weiter.

Ich versuchte mit einem Beispiel, dass ich neulich aufschnappte, deutlich zu machen wie die Situation ist: Wenn ich mit einem kranken Kind zu mehreren, vielen Ärzten gehe, und die alle sagen es ist krank, und dann einer sagt, das Kind ist nicht krank, werde ich es behandeln oder nicht? Natürlich gibt es eine Chance das der eine Arzt richtig liegt, aber die ist sehr gering. Je mehr andere Ärzte ich konsultiere, umso besser wird das Meinungsbild. 100 Prozent werde ich nie erreichen.

Wir treffen täglich Entscheidungen nach diesem Wahrscheinlichkeitsmuster. Wir nennen es den gesunden Menschenverstand, gepaart mit tradiertem Wissen.Weichen wir davon ab (was bisweilen durch aus sinnvoll sein kann), wissen wir in der Regel auch, welches Risko wir eingehen, wenn wir Neuland betreten.

Nun bin ich jemand, der gerne Neuland betritt und gerne Dinge hinterfragt. Aber ich verneine sie nicht. Das ist das was Klimawandelskeptiker und Impfgegner machen. Wie Florian Freistetter bei den Scienceblogs so schön schrieb:

Das “Standardmodell der Kosmologie”, dass den Urknall und die darauf folgenden Entwicklungen bestreibt ist hervorragend durch Beobachtungen bestätigt – trotzdem herrscht in der Öffentlichkeit manchmal der Eindruck vor, die Wissenschaft hätte sich den Urknall einfach so “ausgedacht” (so ähnlich wie bei dunkler Materie und dunkler Energie wo oft die selben falschen Behauptungen aufgestellt werden). Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Urknallkosmologie, genauso wie beispielsweise die Relativitätstheorie, erstens eine allumfassende Theorie ist die alle Aspekte unserer Umwelt berührt. Zweitens lassen sich die grundlegenden Aussagen die den Urknall betreffen in wenigen einfachen Worten zusammenfassen (was nicht heisst, dass man deswegen schon die ganze Theorie verstanden hätte 😉 ). Insofern ist es nicht verwunderlich, dass sich das öffentliche Interesse und auch das Interesse der Pseudowissenschaftler und Esoteriker auf wissenschaftliche Themen dieser Art konzentriert. Es gibt haufenweise Leute, die Urknall oder Relativitätstheorie für großen Unsinn halten (die Kritiker und Leugner der Strömungslehre oder Stereochemie sind dagegen beispielsweise deutlich in der Minderheit).

So ist es auch bei Kimawandelleugnern und Impf- und Arztgegnern: Man such sich etwas Populäres, Generelles aus, dann muss man nicht spezifisch werden.

Doch warum ist das Misstrauen gegenüber der Wissenschaft größer werdend (gefühlt)? In der Regel wird die Kritik an Wissenschaft damit begründet, dass Wissenschaftler nur Marionetten mulitinationaler Konzerne sind. Reine Forsciung gibt es nicht, weil irgendwer das bezahlen muss, und der hat Eigeninteressen. Oder wie es meine Gesprächspartnerin formulierte:

“Scientists are looking for proof of a hypothesis, not if it is wrong”.

Das mag zu einem bestimmten Grad so sein, wobei es nunmal in der Natur der Sache liegt, dass man schaut ob eine Hypothese stimmt – und wenn sie nicht stimmt, man eben bewiesen hat das sie falsch ist.

Das allein kann nicht der Grund für ein grundsätzliches Misstrauen sein.

Es liegt an der Religion. Ja. Sie lesen richtig. Ich glaube das es einen Verlust an Werten gibt, und damit Verbunden einen Verlaust an Bindung und Selbstreflektion. Religion, welche auch immer, gibt uns einen Rahmen in dem wir uns bewegen können. Den können wir eng oder weiter auslegen, aber wir haben etwas zum Festhalten. Die säkulare Gesellschaft gibt uns das nicht. Und deshalb wird “das System” permanent in Frage gestellt. Wir glauben nicht mehr an Gott, sondern nur an uns – und unsere Gebote und Weltvorstellung. Weil uns das aber nicht reicht, suchen wir nach anderen, die dasselbe glauben – und finden sie beispielsweise bei Klimawandelleugnern und Arztgegnern. Weil wir dort eben nichts beweisen müssen, sondern glauben können, macht es das so einfach. Weil wir am Ende das Metaphysische bemühen, das Irgendwas, dass uns niemals eine wissenschaftliche Sicherheit geben kann, bauen wir uns eine Art Ersatz-Glauben.

Viele der Menschen, die so so glauben, scheinen eine tiefe Unzufriedenheit in sich zu tragen – und machen dies “am System” fest. Der Job macht keine Freude, die Politik frustriert, die Lebensbedingungen sind anders. Meine These: Die Religion hat, wenn Kritik am System/Göttlichen aufkam, uns aufgefordert, in uns zu gehen und uns zu fragen, warum wir Gott in Frage stellen. Diese Selbstbesinnung fehlt, weil es eine moralischen Autorität fehlt, die uns dazu auffordert.

Nicht, das ich den Gottesstaat will. Aber ich glaube (!) fest daran, dass wir einen Rahmen brauchen, in dem wir uns innerhalb eines System definieren können. Und der uns deutlich macht, dass nicht “das System” für unsere Unzufriedenheit verantwortlich ist, sonder wir und wie wir innerhalb dessen agieren.

Ich bin nicht der Mann von Michaela Schaffrath – nur der Schwager

Weil ich hier mittlerweile eine Menge Treffer bekomme, sei nur klargestellt, das mein Bruder Michael der Ehemann von Michaela Schaffrath ist (passt doch auch namentlich besser), gleichwohl ich stolz bin eine so nette und liebe Schwägerin zu haben. Die Familienbande bedeute aber nicht, dass ich hier irgendwelche Kontakte zu ihr, oder gar Emails oder Telefonnummern vermittele. Unter Creative Commons Licence sind aber die Hochzeitsbilder: http://www.flickr.com/photos/wanhoff/3640053503
Danke für Euer Verständnis!

Michaela Schaffrath

Elektro-Bike, Strom aus Wasserkraft, Bus statt Flugzeug

Mit ist gestern aufgefallen, dass ich hier in Laos wirklich umweltfreundlich lebe. Zum einen benutze ich einen Elektro-Roller. Da hier mindestens 80 Prozent des Stroms aus Wasserkraft kommen, kann ich den Roller mit ruhigem Gewissen auch was meinen CO2-Abdruck angeht benutzen.
Schon in Vietnam habe ich begonnen nicht mehr warm zu duschen. Das spart auch Energie. Wir hatten bislang eine Kaltwasser-Waschmaschine, haben aber wegen schlechten Waschergebnis jetzt auf eine umgestellt, die warmes Wasser macht. In der Regel benutzen wir 40 Grad, selten 60 Grad.
Längere Autofahrten machen wir nicht, vor allem weil es schlicht zu gefährlich ist, außerhalb der Stadt zu fahren. Noch gefährlicher ist es natürlich mit Roller, da fühle ich mich selbst mit der besten Motorradbekleidung nicht geschützt genug. Wenn wir nach Udon fahren, die nächst größere Stadt in Thailand, nehmen wir den Bus. auch wenn ich nach Bangkok reise, nehme ich den Bus (dauert 8 Stunden über Nacht).
Eingekauft wird auf dem lokalen Markt, es sei denn wir brauchen Dinge die es dort nicht gibt: Cola und Milch zum Beispiel. Die werden aber in Laos produziert, es gibt keine langen Transportwege. Meine Bananen wachsen bei mir im Garten. Anderes Obst kommt aus den benachbarten Provinzen in Laos.

Gibt es wegen dieser Lebensweise Einschränkungen? Nein, ich habe es nicht einmal bemerkt.

Die Deutsche (Reichs) Bahn und die Konkurrenz

Hier in Asien reist man vor allem mit dem Bus. Bahnverbindungen gibt es wenige und die dauern meist Ewigkeiten. Zum Vergleich: Komfortabler Liege-Bus von Bangkok an die Grenze zu Laos 8 Stunden und 800 Baht, Zug 14 Stunden, Grossabteil, Kakerlaken, 800 Baht. Busreisen sind also aus vielerlei Gründen angesagt.
Nicht so in Deutschland. Ein Gesetz der Nazis (von 1934) gibt der Bahn ein Monopol. Es gibt KEINEN Grund mehr für dieses Monopol, außer den volkseigenen Betrieb zu schützen. Jetzt haben ein paar pfiffige Unternehmsngründer versucht, eine Alternative zu gründen und werden von der Bahn verklagt. Weil man sich eben auf das Nazi-Monopol beruft.

Ich kenne solches Geschäftsgebahren eigentlich nur aus Ländern wie Vietnam, wo man Konkurrenz noch nicht gewohnt ist und die Beziehungen zu Machthabern entscheiden, ob man ein Geschäft machen darf oder nicht. Es scheint aber auch in Deutschland noch gang und gäbe zu sein, Staatsbetriebe zu schützen. Man nehme die Gefälligkeiten für die Post oder eben die Deutsche Bahn.

Dass man bei der Bahn jegliche Skrupel verloren hat, erfährt man schon wenn man Kunde ist oder gar ins Bordbistro geht. Der Hauch von Mitropa ist einem Sturm an schlechtem Service gewichen. Die Stuttgart 21-Diskussion hat gezeigt, dass die Bahn sich immer noch als Staatsbetrieb versteht und mit genau den gleichen Mitteln gegen andere vorgeht, mit denen man in sozialistischen Ländern unliebsame Geschäftspartner aus dem Weg räumt.

Wer jetzt argumentiert, die Bahn nutze nur geltendes Recht, hat den Sinn des Artikels nicht verstanden. Ich kenne moralisch ein Gesetz aus dem Jahr 1934 nicht als geltendes Gesetz an, auch wenn das 1945juristisch ein netter Trick war, nicht noch mehr Entschädigung zu zahlen.

So werde jetzt mal auf Facebook schimpfen gehen, bei der Bahn natürlich.

Ankündigung: Sex mit Kindern in Asien – ein Report

Ich sitze gerade an einem längeren Artikel über Sex mit Kindern in Asien. Es geht mir um die Frage, wer die Kunden sind. Als kleines Beispiel schon mal diese Geschichte:

Bis vor kurzem lebte bei mir gegenüber eine Familie, zu der zwei Mädchen gehörten, Mi und Joy (letztere wird so ausgesprochen, hat aber nichts mit dem englischen Wort zu tun). Beide sind 14 Jahre alt. Mi ist schüchtern, aber freundlich, lernt viel, hilft der Großmutter. Joy ist ihre Cousine und geht gerne aus, hat einen Boyfriend und einen Verehrer. Letzterer ist weit in den 50er und Lao. Er kommt ab und an vorbei, setzt sich zur Familie und läßt sich von Joy Bier einschenken. Ab und an muss sie mit ihm trinken. Und manchmal setzt er sich mit ihr bei den Nachbarn auf die Treppe und redet. Mehr nicht, zumindest nicht in meiner Sichtweite.Er gibt der Familie dafür Geld.
Eigentlich gibt es eine Rufnummer, die solche Fälle aufnimmt. Wie effektiv das ist, ist eine andere Frage. Denn eine Tages kam der Mann in Dienstkleidung – einer Uniform. Er arbeitet für die Regierung.

Ich weiß nicht ob er Sex hatte mit dem Mädchen. Ich weiß dass sie keine Jungfrau mehr ist mit 14 Jahren, wohl wegen ihres Freundes, ein Laote, der wohl in den 20ern ist.

Mehr in meinem Artikel..

Ausländern im Ausland: Adaptieren oder Ignorieren?

Ich bin ein Spätzünder was das Leben im Ausland angeht, aber dachte mir, wenn dann richtig: Statt Schüleraustausch in die USA oder nach dem Abi mal 4 Wochen Gutes tun in Indien, habe ich den radikalen Schritt gemacht und einfach Deutschland verlassen, um in Asien zu leben. Ein Jahr Kambodscha, 2 Jahre Vietnam, jetzt Laos. In allen Ländern trifft man natürlich andere westliche Ausländer (Ex-Pats), und es scheint so, als ob es da drei Arten gibt:

Jene, die für eine kurze Zeit im Land sind und versuchen, ihren bisherigen Lebensstil so weit wie möglich beizubehalten. Das ist auch möglich, dank Globalisierung gibt es selbst in Laos Nutella.

Dann gibt es solche, die sich sofort in den nächsten Sprachkurs begeben und so schnell wie möglich adaptieren wollen. Sie essen nur noch in billigen lokalen Restaurants, versuchen Kontakt mit Ausländern zu vermeiden.

Ich habe einen dritten Weg gewählt: Ich werde kein Laote werden, esse aber auch nicht jeden Tag Sauerkraut (eigentlich gar nicht, vom Reubensandwhich mal angesehen). Ich versuche die Sprache zu lernen, weil ich schon glaube, dass man sich in dem Land in dem man lebt zurechtfinden sollte. Außerdem erweitert die die Sprache den Erkenntnishorizont ungemein. Schon jetzt reichen meine Sprachfetzen, um mich mit den Nachbarn zu unterhalten. Dennoch schätze ich eine Pizza oder einen Rotwein. Ich mag auch saubere Restaurants und Klimaanlagen. Ich mag den Mittelweg. Es gibt nicht Schlimmeres als eine Kneipe voller Expats, aber auch nichts Schlimmeres als ein lokales Restaurant mit Karaoke.
Vietnamese Farmer
Die Welt ist nicht mehr Schwarz oder Weiß. Wer dem Laos von vor zehn Jahren nachtrauert, wo alles noch so ursprünglich war, verweigert einem Land nicht nur das Recht zum Fortschritt, sondern liegt auch falsch: Für die Menschen war es nicht schöner, sondern härter. Man sollte das immer bedenken, wenn man mit einem gewissen Zeitabstand ein Land erneut bereist. Es hat mit Respekt zu tun, dass man einem Land und seinen Bewohnern Entwicklung zugesteht. Lehmhütten im Reisfeld mögen sich auf einem Foto schön machen, aber warum dürfen die Bauern nicht in einem gemauerten Haus wohnen (das nach unserem Geschmack vielleicht kitschig aussieht, gerade in Vietnam). Aber so ist das nunmal. Es kann uns gefallen oder nicht, aber wir können nicht andere Länder verurteilen für den Weg den sie gehen. Mal abgesehen davon dass Glasbausteine auch in Deutschland mal ganz modern waren und Eternitplatten an den Häusern. Und der Haustyp Bungalow auch immer noch verwendet wird, obgleich schon sprachlich gar nichtt traditionell Deutsch.

Gärtnerarbeit in Laos

Ich habe eigentlich so gar keinen grünen Daumen und in Deutschland überlebten bei mir die Pflanzen die am wenigsten Wasser brauchten. Hier in Laos haben wir jetzt einen Garten, und prompt sehe ich mich gewissen Herausforderungen gegenüber, die auch nach drei Jahren Asien ein wenig merkwürdig sind. Zum Beispiel wuchern bei uns die Bananen wie blöd, und jetzt muss ich erstmal einiges an Bananenstauden zurückschneiden. Aber auch nicht zuviel, weil die großen Blätter guten Schattenspenden.

Ich wollte mir Cargohosen für die Gartenarbeit kaufen, aber Jeans in großen Größen sind hier Mangelware. Mal eben liefern lassen ist hier noch nicht möglich. Gartengeräte hingegen gibt es zwar, aber meistens ist es chinesische Billigware der man beim Rosten zusehen kann.

Dann hat unser Mangobaum ein Problem mit Feuerameisen (das sind die Jungs auf dem Foto).
Ants
Sie haben grundsätzlich ein Bleiberecht, aber heute haben wir gesehen dass sie auch eine junge Bananenstaude in Besitz nehmen (sie rollen und kleben die Blätter zusammen und bauen in dem Hohlraum ihr Nest), und da musste ich leider die angekündigte Räumung auch durchsetzen. Nun schwärmen bei einer solchen Aktion doch ein paar mehr Besetzer aus als bei ähnlichen Ereignissen in Berlin, und wir mussten schnell handeln. Gut dass es – anders als in Berlin – hier noch eine Mauer gibt, über die konnten wir den Ast mit den Nestern auf das nebenliegende Brachgrundstück befördern.

Transition: Warten auf den Container aus Vietnam

Es ist schon komisch: Da haben wir ein Haus gefunden in Vientiane, Laos, und nichts ist drin. Naja, wir haben einen Esstisch, eine Rattansitzgruppe und 2 Betten übernommen. Und es gibt, anders als in Deutschland, Einbauschränke. Aber da ist nichts drinnen, weil unsere 34 Kisten in einem Container stecken, der irgendwie zwischen Saigon und hier ist.
Das Merkwürdige: Es geht auch so. Wir haben 2 Gabeln, 2 Messer, 2 Löffel, 2 Becher und 2 Tassen mitgenommen und hier 2 billige Teller und Suppentassen gekauft sowie 2 chinesische Töpfe und eine Pfanne, die sich nach einem Monat garantiert auflösen. Klar wir könnten mal eben ins Möbelhaus gehen und eine Notausstattung kaufen. Das habe ich oft genug gemacht. Nur haben wir dann bald alles doppelt.

Gut, es sitzt sich etwas unbequem auf Kissen auf einem Holzboden, aber wir haben gleiche Höhe zum Fernseher (gehört auch zum Haus) oder zum Laptop, wenn wir Filme schauen. Unsere Klamotten haben wir im Koffer mitgebracht, limitierte Auswahl also auch da (wenigstens habe ich eine zweite Tasche dabei).
Bücher lese ich digital auf dem iPad, das sparte schon mal Gewicht, Videos sind auch auf der Festplatte, Fotos ebenfalls (das iPad ist auch ein schöner Bilderrahmen).

Vielleicht liegt es daran, dass wir immer schon gewohnt waren, auch mal mit wenig zu leben (ich denke da nur an mein Loch in Berlin), oder eben auf unsere Sachen zu warten wie in Kambodscha (6 Wochen!). Aber es geht, und ich merke, dass vieles was man hat, schlicht Luxus ist. 4 Hosen oder 10 Hemden oder so. Krempel vor allem. Ja ich vermisse meine Senseo, aber Pulverkaffee geht schon mal.
Ist nur eine Frage der Zeit und dann haben wir unseren Kram hier. Wobei wir schon reduziert haben: Was ein Jahr lang nicht angefasst wird, wird verkauft oder weggegeben. 10 Kubikmeter ist unser Haustand derzeit, scheint mir nicht viel (inklusive Sofa und Kommode). Aber immer noch ein Vielfaches von dem was die meisten Menschen hier in den Ländern haben, in denen ich wohne. Die Bauarbeiterfamilien ziehen mit 2 Koffern um – für eine 4köpfige Familie.

Das Spiel Eintracht Frankfurt gegen Đồng Tâm Long An

Mannschaftsbild
Heute habe ich zum dritten Mal ein Spiel der Eintracht gesehen. Das erste war in Königstein, das zweite in Frankfurt und heute in Saigon. Ich bin nun wahrlich kein Fußballexperte, aber in der ersten Halbzeit ließen sich die Frankfurterganz schön hängen, was mit einem Führungstor bestraft wurde. Verdient gingen die Vietnamesen (derzeit eher im unteren Feld der Liga) in die Halbzeitpause. In der zweite Halbzeit drehte die Eintracht dann auf während Long An gleichzeitig nachließ. Insofern ein gerechtes 3:1 am Ende.
Das 2:1 für die Eintracht
Nette Geschichten am Rande: Unser Freund Santos, eigentlich Torhüter bei Long an, durfte nicht spielen weil er nichts ans Telefon ging als in der Teamchef anrief. Santos war im Auto, und rief gleich zurück – zu spät. Dieser Teamchef ist wohl der Grund dass der Verein sportlich schlecht dasteht und viele Spieler gehen (wollen).
Die EIntracht spielte in Rot, aber nicht in roten Trikots. Die hatten sie beim Spiel in Hanoi getauscht und deshlab angekündigt, ein Weiss spielen zu wollen. Das wollten die Vietnamesen aber auch und deshalb trat Frankfurt in T-Shirts auf – ohne Spielernamen und Nummern.
Einige Hardcorefans der Eintracht wurden in einen eigenen Block untergebracht. Und verwirrten die EInheimischen erst einmal mit den Fangesängen. Am Anfang war das noch ganz lustig, als die Fans aber auch während der Eröffnung weitersangen war das eher peinlich. Eher zurückhaltend waren aber die Vietnamesen: Zum einen war das Stadion nicht wirklich voll, und zum anderen wird meist nur gejubelt wenn ein Tor fällt (übrigens auch beim Gegner). Ich war übrigens nicht der einzige Königsteiner im Stadion: Sebastian Jung ist Spieler der EIntracht und ein Königsteiner Bub. Statt Bier gab es grünen Tee und Wasser, statt Currywurst Banh Mi (Baguette mit Fleischstreifen und Chilli). Nur einige Deutsche hatten Bier mitgebracht. Bitburger machte zwar Werbung, verkaufte aber nichts.
Über die sportlichen Ereignisse, Namen der Spieler und der Torschützen informiert im Detail Klaus Veit von der Frankfurter Neue Presse zeitnah: Denn nach dem Spiel mussten Reporter und Spieler schnell zum Flughafen, noch am gleichen Abend ging es nach Hause.
Endstand

So und nochmal was zum Hören aus dem Stadion:
Listen!

Ich ziehe mal wieder um – nach Laos

Man muss ja flexibel heute sein wenn es um Jobs geht, wird einem immer gesagt. Mangelnde Flexibilität was die Arbeitsstätte angeht wird man uns nicht vorwerfen können. Von Frankfurt aus nach Berlin war eher schlimm, von dort nach Kambodscha noch aufregend, von Kambodscha nach Vietnam fast schon eine Erleichterung und nun also Laos. Nach bisheriger Planung werde ich am 28. Mai laotischen Boden betreten. Nicht zum ersten Mal, ich war vor 7 Jahren schon mal da im Urlaub.
Das als kleiner Einschub: Auch wenn Auswandern nicht jedermanns Sache ist, so hat das Reisen mir schon in vielen Situationen geholfen. Mit 12 Jahren war ich das erste Mal ein Teilnehmer von Jugendreisen, damals ging es nach Jugoslawien, und – Ironie der Geschichte – mit auf der Reise waren damals vietnamesische Bootsflüchtlinge. Reisen bildet, und ich sage hier jungen Vietnamesen auch immer, reist, reist, reist, spart Euer Geld lieber für eine Reise als für ein iPhone.

Warum nun Laos? Meine Frau Nataly hat dort einen neuen Job bekommen, ich bekanntlich folge ich ihr.
Hier mal die Google Map:

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Was ich da machen werde? Zum einen habe ich ja noch eine Firma in Vietnam, für die ich auch weiterhin in Vietam Projekte betreuen werde. Zum anderen blogge ich ja und podcaste. Und dann werde ich einfach mal schauen was es so gibt in Laos. Vielleicht kann ich für NGOs arbeiten, oder für laotische IT-Firmen oder ich mach was ganz anderes. Ich bin halt flexibel 🙂

Laos ist wesentlich ruhiger als Vietnam, hier kommen vor allem Touristen hin, die sich fürs Land interessieren und die Natur sowie viele Backpacker und junge Leute die durch Asien reisen.

Junge Menschen in Vietnam

Ein paar Gedanken, warum es mir in Vietnam so gut gefällt. Es sind vor allem die vielen jungen Menschen, die sehr lernbegierig sind. Wenige Minuten nachdem ich den Audioboo aufgenommen hatte, sprachen mich fünf Mädels um die 20 an, ob sie mit mir Englisch sprechen können. Sie studieren Business Englisch und müssen eine Präsentation machen über das Viertel, in dem ich lebe (und das nahe zu ihrer Schule ist).

Listen!

Effizienter arbeiten und das Leben genießen

Ich habe drüben in meinem Vietnam Blog mal aufgeschrieben, wie ich recht effizient arbeite. Mein Ziel dabei ist so viel Freizeit wie möglich zu haben. Das bedeutet, die Dinge die erledigt werden müssen, auch zu erledigen, und auch die die vielleicht nicht ganz so wichtig sind. Ich denke unsere Arbeitsweise mit Büros, in denen man von 8 bis 18 Uhr arbeitet, passt nicht mehr zu dem, was wir arbeiten. Man musste früher vor allem auch deshalb ins Büro, weil dort die Post lag. Und weil man mit Kollegen sprechen musste (was per Telefon zu teuer war). Und wer keine Tageszeitung abonniert hatte, las sie im Büro. Heute ist das anders: Ich lese meine Emails morgens, als eine Art Multitasking, während ich das Frühstück mache. Ich muss die nicht im Detail lesen, aber ich mache eine erste Sortierung und sehe die Prioritäten. Gerade in einer globalen Welt bekommen wir Anfragen eben auch nachts, wenn in anderen Ländern gearbeitet wird.
Wer mit dem Bus oder Bahn zur Arbeit fährt, kann dort schon Emails beantworten – das Handy machts möglich. Lange Businesstrips können heute per Skypekonferenz vermieden werden (auch wenn ich es natürlich gerne sehe, Manschen auch mal persönlich zu begegnen). Aber man kann viel Zeit sparen, die man dann anders nutzen kann. Nachdenken üm Beispiel, oder eben Freizeit. Um es mal übertrieben aber wahr auf den Punkt zu bekommen: Ich habe festgestellt, das 16 Uhr die beste Zeit für mich ist, eine Runde zu schwimmen. Also organisiere ich meine Arbeit so, dass ich um 16 Uhr schwimmen kann. Das ist dank Home Office möglich. Und weil ich keinen Boss habe dem ich das jetzt erklären muss. Die 30 Minuten Schwimmen hole ich locker rein, indem ich nicht pendel, indem ich nicht um 18 Uhr den Griffel fallen lasse, in dem ich nicht viel Zeit mit Schwätzen verbringe (ich schalte Skype zum Beispiel nur noch selten an, weil es ein Zeitkiller ist).

Daniel Wyss hat sich auch seine Gedanken darüber gemacht.

Ich selber prüfe meine Emails grundsätzlich nur zweimal täglich: Vor dem Mittagessen und vor dem Heimweg abends. Dazwischen ist mein Outlook zwar offen, aber ich schalte die Verbindung in den “Offline-Modus” um. Es ist mir nämlich aufgefallen, dass gerade das Emailprüfen am morgen immer länger dauert als es eigentlich dauern müsst – und eine Ablenkung von den eigentlichen Arbeiten ist.

Das halte ich zwar für etwas sehr restriktiv, aber der Ansatz ist gut: Es geht darum, die Kontrolle über seine Arbeit und vor allem seine Zeit zu haben.

Das hier halte ich für unglaublich wichtig und Arbeitgeber sollten das wirklich beherzigen:

Ich selber würde noch ergänzen: Schreibe Konzepte in Ruhe und durchaus auch mal zuhause, wenn der Arbeitgeber dir das erlaubt. Denn gerade in Grossraumbüros sind schlicht zu viele Störfaktoren, die dich von einem konzentrierten Arbeiten abhalten.

So, und wie arbeitet Ihr?

P.S.: Weil mir morgens die besten Ideen kommen und ich am kreativsten bin, habe ich diesen Beitrag kurz nach dem Frühstück um 8.15 Uhr geschrieben. Jetzt 30 Minuten Emails beantworten und dann zu einem Meeting.

Das schwarze Gift: Der Kaffee in Hotels

Morgenlatte
So soll ein guter Kafee aussehen

Ich habe im eHotelier die Kolumne von Bert “Bow-Thai” van Walbeek gelesen, der sich darüber beklagt, dass Hotel gewisse schlechte Angewohnheiten nicht ablegen wollen. Eine davon ist schlechten Kaffee zu servieren. Wer heute ein Hotel bucht, hat meist die Option “inklusive Frühstück” zur Wahl.

In der Tat habe ich selbst äußerst selten einen auch nur annährend trinkbaren Kaffee in einem Hotel bekommen – vor allem beim Frühstück wird meist Black Poison serviert. Der Grund? Man kocht Kaffee einmal um 6 Uhr morgens, am besten für 300 Personen, und läßt den dann auf der Wärme platte sich aller Aromen entledigen.
Da lob ich mir Vietnam: Da wird der Kaffee auch gekocht, aber man läßt ihn schlicht kalt werden, weil er hier meist mit Eis und Milch getrunken wird (Ca Phe Sua Da). Und kalter Kaffee hält sdin Aroma.
Es kann nicht wirklich ein Kostenpunkt sein, guten Kaffee zum Frühstück zu servieren. Zumal ich selbst kaum noch Breakfast included buche, sondern meist irgendwo anders Frühstücken gehe – Geld, dass das Hotel dann verloren hat.

Ich werde ein Investor

Nicht nur die verschärften Einwanderungsregeln in Vietnam, sondern auch eine etwas besseres Arbeitsbasis lassen mich jetzt einen Investor werden. Konkret geht es um eine Firma, die Programm für Handys entwickelt und SMS-Lösungen. Und so die vietnamesischen Behörden mitspielen werde ich da auch arbeiten. Gewohnt flexibel natürlich, das heisst und werde wenig an EINEM Schreibtisch sitzen, sondern nach wie vor zuhause oder in Cafes mit Wifi oder eben bei (potentiellen) Kunden.
Und natürlich weiter Barcamps organisieren und besuchen (das nächste ist hier in Saigon am 13. Dezember).
Ja, wir wollen hier noch länger in Vietnam bleiben. Das Leben ist schön, das ist das wichtigste. Aber auch die beruflichen Aussichten oder wie man sagt Herausforderungen sind besser und spannender als in Good Old Germany. Naja, das Wetter ist eh besser. Land und Leute gefallen uns, das Essen auch, die internationale Community (aka Expats), in die wir aber nicht zu sehr eintauchen.
Wenn also alles so klappt, bekomme ich in 4 Wochen mein Investorzertifikat und dann auch eine Residentcard. Und dann wird mal kräftig der Mobilmarkt aufgeräumt. (Wir machen keine iPhone-Apps, sondern vornehmlich Symbian). Im B2B Bereich hat Nokia hier die Nase vorn.

Boxenstopp: Dienstleistungen um die Ecke

Was ich besonders an Asien mag, ist die Verfügbarkeit kleiner Dienstleistungen in direkter Umgebung. Das ist besonders angenehm wenn man einen Platten hat und dringend eine Werkstatt braucht. In Deutschland kann das schon mal dauern, meist ruft man dann den ADAC an (auch, weil manche Autos gar keine, oder nur ein einzelnes Komplettrad als Ersatzreifen haben). Im Falle eines Mopeds gibt es den ja gar nicht. Hier aber muss ich gerade mal 50 Meter das Moped schieben und dort wartet ein Reifenreparierer.
boxenstopp
An fast jeder Straßenecke gibt es jemanden, der Reifen flickt, immer einen Liter Benzin hat, eine Lampe ersetzt oder was sonst so an einem Motorrad kaputt gehen kann. Meinen Hinterreifen zu flicken dauerte gerade mal 10 Minuten und kostete 20.000 Dong, etwas über einem Dollar und unter einem Euro (und ich habe schon mehr bezahlt, weil ich Ausländer bin).

Einen Safe zum Einzug

Neulich haben ein paar Freunde ein interessantes Geschenk zum Einzug bekommen: Einen Safe! Der Schenkende hatte sie gefragt was sie noch brauchen und als sie sagten sie hätten schon alles, auch weil das Haus möbliert vermietet wird, fragte er, ob auch ein Tresor für die Wertgegenstände im Haus sei. Dem war nicht so, und nun haben sie einen Safe mit Zahlenschloss und Schlüssel.

Das ist gar nicht mal ungewöhnlich, denn eigentlich ist es hier recht einfach in ein Haus einzubrechen (und ganz eigentlich ist es das in Deutschland auch). Aber hier kennt man keine abschliessbaren Fenster oder gar Alarmanlagen, und deshalb ist es durchaus ratsam, Wertvolles sicher wegzuschließen. Auf Reisen ist ein Safe für mich ein Kriterium ein Hotel auszuwählen (nach dem Wifi natürlich).

Picture by jed eye roam http://www.flickr.com/photos/56961858@N00/
Sollte hier eingebrochen werden, gehört der Fernseher ohnehin dem Vermieter, und wenn dann ipod, Laptop, Kamera und Pässe im Safe liegen, kann man sich später eine Menge Rennerei sparen (auch wenn man auch so schon Trouble genug hat). Ok, die Frage ist ob ich jedes Mal wenn ich die Wohnung verlasse wirklich alles in den Safe packe.

Ich habe keine Ahnung wie sicher die Dinger hier sind, zumal es Dutzende Läden gibt, und mir natülrich keiner hier sagen kann, ob die feuerfest sind. Und schließlich muss so ein Tresor ja auch noch gut befestigt sein, sonst wird er einfach weggetragen (was in den hiesigen Mauern sicher auch eine Herausforderung sein dürfte.) Aber eine Überlegung ist so ein Ding schon wert. Hat wer so ein Ding zuhause? In Deutschland, meine ich? Eingemauert hinterm Großvaterbikd?

Die Sache mit der Sonnenbrille

Ich lebe ja nun schon geraume Zeit in südlichen Gefilden, und wenn wir etwas haben, dann ist es Sonne. Weil die einen beim Mopedfahren und auch anderweitig stört, haben die Menschen Sonnenbrillen erfunden. Eine gute Erfindung.

Einziges Problem: Ich brauche mittlerweile auch eine Lesebrille. Das heisst, ich schleppe nun eine Sonnenbrille, meine normale Brille und die Lesebrille mit mir rum. Hab mal was von Transition Lenses gelesen, habe aber keine Ahnung, ob ich die hier bekomme und ob die wirklich was taugen? Hat jemand Erfahrung damit?

Kontaktlinsen hatte ich eine Zeitlang, nur hier ist es mir zu staubig, und dann juckt es im Auge.

Das Sehproblem ist noch nicht schlimm, zumal ich die Schwäche nur auf einem Auge habe. Aber mit meiner normalen Brille lesen ist mittlerweile komisch. Und gefühlt sehe ich eh besser mit der Sonnenbrille, irgendwie schärfer, obwohl beide Brillen vom gleichen Optiker sind. Merkwürdig.