Ausgegruschelt: StudiVZ feuert CEO Riecke

Ja sowas aber auch> Da wird der StudiVZ CEO gefeuert weil die Vermarktung schleppend sei, ist bei Turi zu lesen.
Was ist nochmal das Geschäftsmodell eines StudiVZ? Richtig: Eine Community schaffen, viele User bekommen, an Holtzbrinck verkaufen und Kohle machen. So ist das auch passiert. Und das ist auch die einzige Kohle die mit diesen Communitys gemacht wird. Wer etwas anderes glaubt lebt wohl auf dem Mond.
Kein User würde für irgendeinen Service bei StudiVZ bezahlen (wie zum Beispiel bei Xing). Und die Werbewirtschaft hält sich in Deutschland noch sehr zurück, da helfen keine Vermarktungsapelle: Werber verstehen das Internet schlicht nicht. Die machen das nur wenn Sie müssen. Und dann in Masse. Deswegen finden die PIs auch noch immer gut. Nur halt leider nicht gut genug. Und deswegen werden weitere Communitys platzen.
Man sage mir mal welche 10 großen Communityseiten in Deutschland Profit machen. Und zwar unternehmerisch gesehen.

Grünes Hotel in Kambodscha – was Der SPIEGEL nicht sat

“The Quay” in Phnom Penh: Grünes Hotel in Weiß – SPIEGEL ONLINE – Nachrichten – Reise

So so, da wird also das erste grüne Hotel hochgelobt. Natürlich muss man den Angaben der Hotelbetreiber glauben, nachgerechnet hat das keiner.

Was der Spiegel nicht schreibt: Nur die Suiten haben Fenster, die anderen nach hinten gelegenen Zimemr sind stockdunkel und haben nur eine Art Lichtschacht. Das Restaurant unten hat den Charme einer Empfangshalle, was es im übrigen auch ist. The Quay steht für zuviel Design und zu wenig Hotel.

Und hey, ich liebe Designhotels!

Zu dumm zum Reisen II

Da soll ein Trainer eine Gruppe Sportler auf einer Auslandsreise nach Vietnam begleiten, und einige minderjährig sind, ist er auch Aufsichtsperson. Am Flughafen checken alle ein, sie haben ein Gruppenvisum fürs Zielland, und während alle ihre Reisepässe auf den Schaltertisch legen, zückt der gute Mann seinen Personalausweis.

Er wusste, man braucht ein Visum, er wusste wohin es geht, er wurde nach seiner REISEPASS-Nummer gefragt.

(Die Gruppe ist ohne ihn geflogen, die Aufsichtpflicht ist durch weitere mitreisende Eltern gewährleitet, und der Trainer soll wohl jetzt den nächsten Flug nehmen).

Bräunlingen verbietet Solaranlagen auf Dächern – dümmer gehts immer

Bräunlingen verbietet Solaranlagen im Stadtkern | Frischer Wind | ScienceBlogs.de – Wissenschaft, Kultur, Politik

Ein trauriges Schauspiel ereignet sich zur Zeit in Bräunlingen im Schwarzwald. Dort hat der Stadtrat die Betreiber privater Solaranlagen im Stadtkern aufgefordert, diese wieder von den Dächern zu entfernen. Die Begründung: Solaranlagen stören das Stadtbild.

Geht’s noch?

Was ist schrecklicher an der Eisvogelnachricht?

Frankfurter Neue Presse – Frankfurt – Lokales: Eisvogel am Ufer des Woogtal-Weihers

Königstein. Das Phantom vom Woogtal ist entlarvt. Wochenlang hatten Spaziergänger immer wieder und unabhängig voneinander von einem komischen Vogel berichtet, den sie am Woogtal-Weiher gesichtet hätten. Von einem Eisvogel war mehrfach die Rede. Allein vorstellen konnte sich das niemand so recht und an Beweisen mangelte es auch – bis vor wenigen Tagen. Da nämlich hat der Königsteiner Bernhard Bender das Tier vor die Kamera bekommen und abgelichtet. Und jetzt steht auch fest: Ja, es ist ein Eisvogel.

Was ist schrecklicher: Dass die Luete nicht mal mehr einen Eisvogel erkennen? Oder dass ein Eisvogel in diesem noch recht naturbelassen und eigentlich für ihn gar nicht so schlechten Wohn-Gebiet eine Sensation ist?

Populistischer geht es gar nicht: Hängt die Bankvorstände?

Wenn einem die Wut bis zum Hals steht, dann muss man auch mal populistischer werden. Es ist nicht so, dass die Bankenkrise plötzlich und überraschend kam. Kein Krieg hat sie ausgelöst oder der Tod einen wichtigen Staatsmannes. Nein, sie war sogar vorhergesagt. Nur will halt keiner schlechte Nachrichten hören. Alles wird gut, das ist doch besser als die Miesmacherei.

Und letztlich stimmt es auch. Bankvorstände werden nämlich nur in Verantwortung genommen, wenn es um Profite geht. Dann bekommen sie mehr Geld. Wenn es aber schief geht, bekommen sie keineswegs weniger Geld. Nein, die Lehmann-Gauner habe sich den Abgang noch richtig angenehm gestaltet

Ich frage mich, welche Gesetze in Deutschland da greifen (es würde mich wundern wenn die Hypo-Fratzen auch nur einen Euro aus ihrer Privatschatulle zahlen müssen). Die haben halt falsche Entscheidungen getroffen. Kann ja mal passieren. Ist ja nicht ihre Firma, sie sind ja nur kleine Angestellte.

Hier in Asien müssen kleine Angestelle teilweise wirklich bezahlen, wenn sie einen Fehler machen. In dem Laden in dem ich arbeitete hatte der Besitzer ihnen 10 Prozent vom Lohn abgezogen wenn was geklaut wurde. Reiseagenturen bitten ihre Mitarebiter zur Kasse, wenn die eine Buchung falsch eingeben.

Es mag vielleicht daran liegen, dass ich in einem sozialistischen Land lebe, vielleicht auch daran, dass mir die Banker schon immer suspekt waren, aber ich denke, wenn es nicht bald Gesetze gibt, die diese Menschen und ihr Verhalten bestrafen, dann darf man sich nicht wundern, wenn mal einer durchdreht und das Gesetz in die eigene Hand nimmt.

Aber solange Bundestagsabgeordnete sich gerne im Schein der Ach so erfolgreichen Wirtschaftsführer sonnen haben sie natürlich kein Interesse, solche Gesetz zu erlassen.

Und dann wundern sie sich, dass plötzlich alle Die Linke wählen.

Borat nicht mal als Kopie gern gesehen

Sacha Baron Cohen’s Borat became notorious in his so-called “mankini”

Two students who dressed up as the TV character Borat are at the centre of a row in Vietnam.

The pair performed a dance act at a company party dressed as the spoof Kazakh journalist in his notoriously skimpy “mankini” swimming costume.

They have now found themselves suspended from college for 12 months.

The incident, dubbed the “nude dance of FPT Arena students”, has stirred up a storm on internet forums and also in the domestic media.

Buchempfehlung: Verschleierte Gemeinsamkeiten: Muslime sprechen über Geschlechterrollen

Ich poste einfach mal den Beschreibungstext des Buches, das eine liebe Freundin, Annika Natus, geschrieben hat. Sie ist gerade im Rahmen des Weltwärts-Programms in Kandapur, Indien.

Die Angst vor der Ausbreitung des Islam in Deutschland wächst. Es ist die Angst vor Parallelgesellschaften, in denen das deutsche Recht durch Scharia-Gesetze unterwandert wird. Die Angst vor einer Religion, die auf einem anderen Wertesystem fußt, und deren Anhänger deshalb automatisch im Verdacht stehen, Staatsfeinde zu sein. Die meisten Muslime gehören keinem religiösen Verband oder Verein an und werden in keiner Islamkonferenz vertreten. Niemand fragt nach ihrer Meinung zur deutschen Gesellschaft und ihren Grundwerten oder ihren Vorstellungen von Beziehungen zwischen Mann und Frau.

Der öffentliche Diskurs beruht meist auf Stereotypen, und selbst die Wissenschaft ist hier noch erschreckend blind. Viele Publikationen stellen „die” Muslime als homogene Gruppe dar, die – auch in der Emigration – unverändert den Bräuchen ihrer Vorfahren folge. Es ist Zeit für einen Paradigmenwechsel, glaubt Annika Natus. Ihre Interviews mit jungen deutschen Muslimen entlarven die Vorstellung vom Zusammenprall islamischer und „westlicher“ Werte als plumpes Vorurteil, das durch ständige Wiederholung nicht an Wahrhaftigkeit gewinnt. Die Religion dient den Befragten vielmehr als Instrument, um Werte der Herkunftskultur mit jenen der Aufnahmegesellschaft zu verbinden. Das geschieht oft durch fantasievolle Neuinterpretationen religiöser Dogmen. Deutlich zeichnet sich ab, was Moscheevereine und islamische Theologen, aber auch der deutsche Staat tun können, damit Muslimen dieser Brückenschlag erleichtert wird.

Das Buch beim Verlag direkt bestellen

Amazon und die Buchhandlung um die Ecke

Ich habe neulich einer guten Freundin, die auch über Bücher bloggt, den Rat gegeben, dann doch am Amazon Partnerprogramm teilzunehmen, dann können die Leser gleich das Buch bestellen. Sie sagte sinngemäß, sie wolle lieber die Buchhandlung um die Ecke unterstützen.

Ich höre das öfter, dass man Amazon nicht nutzen mag weil doch der Buchladen gefördert werden muss. Dagegen habe ich nichts, ich verstehe nur nicht, warum man nicht die Erfahrung des einen nutzen kann um dem anderen zu helfen.

Dank Libri sind Buchhändler wie meine Heimatbuchhandlung Millenium in der Lage, einen umfangreichen Online-Shop vorzuhalten.

Im Prinzip wir der Librishop nur lokalisiert, der Buchhändler hat mit Technik und so nichts zu tun, muss nur die Bestellungen zur Abholung bereit legen, wenn keine Postzustellung gewählt wird.

Trotz aller Innovationskraft hinkt aber die Buchbranche mit diesem Angebot noch in einem Punkt hinterher. Es fehlt die Möglichkeit eines Partnerprogrammes. Das sollte technisch nicht so schwierig sein, es wird einfach ein Code übergeben bei einer Bestellung.

Ansonsten abr kann ich nur empfehlen: Wer Amazon nicht mag sollte einfach mal schauen ob sein Buchhändler nicht auch eine Libri-Seite hat.

Investieren in Kambodscha

Ich habe gerade hier in Vietnam wieder Leute getroffen, die davon gehört haben, dass Kambodscha ein guter Standort sei um zu investieren. Schließlich habe das Land eines der höchsten Wirtschaftswachstümer. Hier einmal eine Story in der Phnom Penh Post wie das in der Realität aussieht, wenn man investieren will. Es geht um ein Hotel, dass der Regierungspartei gehört und an der besten Stelle der Stadt steht – gegenüber dem Königspalast. Zahlreiche große Hoteketten haben vorgesprochen, immer wieder schwieterten Verhandlungen, weil plötzlich Preise mal eben verzehnfacht wurden oder die Gegenseite einfach mal keine Lust hatte.

KEM CHANTHA, manager of the Renakse Hotel, will continue to defy a government request to vacate the historic property by the end of September, she told the Post on Tuesday.
“I am staying here to see what they will do because they are not respecting the law,” she said. “I want the government to recognize my right to stay.”
Kem Chantha has operated the hotel for more than two decades, and her lease is valid until April 2050, she said.

So, die Frau sagt also, sie hat einen gültigen Pachtvertrag. Das scheint die CPP nur nicht zu interessieren.

But a notice posted last week on the hotel’s front gate said the property, owned by the Cambodian People’s Party, had been sold to Alexan Inc and will be developed to provide housing for government officials.

Die beste Hotellocation in einer Stadt, der es an guten Hotels mangelt, wird also für Regierungsmitglieder benutzt.

Nun hatte die Frau übrigens auch schon mit Investoren verhandelt, ohne eigentlich die Rechte zu haben.
Wer in Kambodscha investiert, kann sich nicht sicher sein, ob die Verträge wirlich eingehalten werden, ob das Land nicht am nächsten Tag jemand anderm gehört.

So ähnlich sieht es auch am Boeng Kak Lake aus. Der wird gerade zugeschüttet, viele Familien haben Land, Arbeit und Haus verloren, aber wen schert das schon. Da kommt jetzt ein schönes neues Wohnviertel hin.

Vielleicht.

As creeping waters start to force the first Boeung Kak residents from their lakeside properties, housing rights advocates maintain the planned development of a large-scale commercial and housing project in the area is illegal under the Kingdom’s 2001 Land Law.

Tja, das liebe Recht in Kambodscha. Natürlich gibt es Gesetze, nur schwert sich kaum einer darum.

Phnom Penh deputy governor Pa Socheatvong told the Post in August that “[the residents] must understand that the lake belongs to the state. It will be easy if they understand this, but it is a difficulty if they do not understand it.”

But David Pred, country director of international grassroots human rights organisation Bridges Across Borders, said the Law also imposes restrictions on the use of such land, meaning that the February 2007 lease agreement between the government and little-known developer Shukaku Inc is essentially illegal. “[The law says] you can’t lease state public property for more than 15 years and you cannot destroy or fundamentally change state public property,” Pred said. “By filling in the lake, you are fundamentally changing public property.”

66 Prozent mehr Tantiemen: US-Musikindustrie dreht durch

The National Music Publishers’ Association Take On iTunes » Late Night Wallflower

The National Music Publishers’ Association is taking on iTunes in a battle to increase royalty rates for artists. The publishers association want the rates hiked up 66%, from 9 cents to 15 cents a track.

Wie dumm muss man eigentlich sein? Eine Erhöhung um 66 Prozent ist eine Unverschämtheit, und ich kann Apple (und andere) nur zu gut verstehen, dass Ihnen das zuviel ist. Auch wenn ich nicht glaube, dass Apple den Shop wirklich schliessen wird, so wird eventuell das Angebot verringert. Allzuviel GEwinn macht apple nämlich nocht nicht mit den 99 Cent Songs, will den Preis aber halten, weil sie glauben für mehr sei der Markt noch nicht reif.

Apple pays an estimated 70 cents of every dollar it collects per song to the record companies responsible for each track. The record companies turn over nine cents to the music publishers who control the copyrights to these tunes.

Die Gegenseite sieht das anders:

(Music Association speaker) Israelite said he opposed any attempt by companies like Apple and its record label allies to do away with the fixed royalty rate. “Apple may want to sell songs cheaply to sell iPods,” he said. “We don’t make a penny on the sale of an iPod.”

Wohlgemerkt, es geht hier um die Tantiemen, nicht um den Gewinn an einer verkauften CD. Ich verstehe ohnehin nicht so wirklich, warum ich einen Künstler wieder und wieder bezahlen muss, aber das ist wohl der einzige Weg damit sie einen fairen Lohn überhaupt bekommen. Dennoch: Sollte die Music Publishers Association damit durchkommen, dann treibt sie die Leute wieder in die Tauschbörsen. Was ich nur zu gut verstehen kann.

Zeitungen wollen Videos mit Brightcove und OMS vermarkten

Wie Brightcove und die deutsche OMS (OMS Online Marketing Service GmbH & Co. KG) in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilten, hat der US-Video-Hosting-Service mit der deutschen OMS eine strategische Partnerschaft geschlossen. Die OMS vertritt 37 deutsche Tageszeitungsverlage mit über 90 Online-Diensten. Dazu gehören unter anderem die Rheinische Post (RP-Online) und die Hamburger Morgenpost.

via Analythis

Dazu passt dann auch noch diese MEldung:
More than 500 newspapers have now signed up for AP Member Marketplace, the Web-based service that allows AP Members to exchange stories, photos and graphics, The Associated Press announced today.
Launched April 10, the Marketplace is built into AP’s innovative AP Exchange browser. It allows editors to search for AP stories, syndicated content and, now, content contributed by members. (ap)

Gelangweilte Nachbarn

Aufregung unnötig: Denunziations-Seiten wie rottenneighbor.com oder dontdatehimgirl.com sind schon wieder auf dem absteigenden Ast. Deutlich weniger Menschen besuchten zuletzt die Frust-Abladestationen,

schreibt Patrick Beuth bei der FR und Peter Turi meldet es im Newsletter.

Vor allem besuchen immer weniger Journalisten die Seiten und schreiben immer weniger darüber, sondern warten am Ortseingang des Gobal Village auf die nächste Sau, die sie empört durchs Dorf treiben können.

Wie Microsoft Produktpiraterie unterstützt

Ich dachte ja ich seh” nicht recht. Da überreicht mir die aus Australien eingeflogene Corporate Communications Asia Frau von Microsoft beim Barcamp in Phnom Penh ein T-Shirt mit dem Logo ihrer Firma, und dann ist es ein gefaktes Lacoste-T-Shirt. Wahrscheinlich hat es das lokale Microsoft-Office herstellen lassen, es sieht nämlich nach typisch kambodschanischer Arbeit aus.
Ich kann natülich nicht per Rechnung beweisen, dass es ein Fake ist, sehr wohl aber an der lausigen Stoffqualität und dem schlampig eingenähten Logo.
IMG_2871

Es ist schon interessant, wenn Microsoft in Asien verstärkt gegen Produktpiraterie vorgeht und Firmen vor Gericht bringt wenn sie keine Lizenzen haben, dann aber bei Merchandising mal nicht so genau hinschaut.