Nochmal Readers Edition

Der von mir hochverehrte Robert Basic hat sich zum Thema “Readers Edition” und dem Tazbeitrag dazu geäußert. Dieses Stöckchen kann ich natürlich nicht liegen lassen.
Robert schreibt:

Letztlich ist es völlig egal, ob die TAZ der Meinung ist, dass Readers Edition schlechte Qualität abliefert. Das Volk entscheidet über Wohl und Wehe einer Zeitung, ob die Zeitung nun in Schönheit sterben oder in Geld schwimmen will, interessiert den Kunden nicht.

Das Volk will aber Qualität. Es will nicht, dass irgendwer Gerüchte schreibt, sondern will dem Medium vertrauen können. Das bedeutet aber, dass er für diese Qualität bezahlen muss – und will.

Die Blogger, die nun für die Netzeitung schreiben, kann man wohl eher zum Lager der Pro-Blogger Ambitionierten dazuzählen. Und ich nehme mal an, dass einige der RE-Schreiber nicht einmal Blogger sind. Diese Differenzierung geht mir etwas im Text unter, indem alle Blogger pauschaul in einen Topf geschmissen werden oder ich habe es falsch verstanden.

Warum nur nennt man die Nachwuchsredakteure der RE Blogger? Ich denke mal, hier wirds in der Begrifflichkeit doch unscharf. RE ist meinetwegen User Generated Content, aber kein Blog. Auch wenn es eine ähnliche Inhalte und Funktionen hat. Aber Blogs machen vor allem das Persönliche aus, nicht allein die Technik.

Ich würde glatt darauf wetten, dass Readers Edition schneller zum Erfolg wird, weil sie ein Modell verfolgt, dass viel näher am Zeitgeist der Netzbevölkerung liegt und die Faktoren, was Qualität ausmacht, ganz andere sind, als TAZ sie für sich definiert.

Zum einen nimmt die Netzbevölkerung (ich würde es eher einen Stamm nennen) vor allem zahlenmäßig falsch wahr (es gibt viel weinger als manche denken), zum anderen sollte man bedenken, dass kein Blog in diesem Land auch nur annährend so viele Leute erreicht wie schon eine regionale Tageszeitung (die auch noch pro Auslieferung mehr Informationen ausliefert. So schnell und übersichtlich wie eine Zeitungsseite ist kein Blog.) Ich will keineswegs sagen, dass Blogs nichts taugen und die Zeitung ohnehin siegen wird – aber man sollte bei aller Euphorie doch mal mit Menschen reden, die nicht den ganzen Tag im Internet surfen. Das erdet ein wenig.

TAZ ist da kein Player bis dato, sollte denen auch zu denken geben. RE wird aber ein Player sein. Vom Konzept her können die zwar Einiges falsch machen, aber die Chancen, es richtig zu machen, sind höher. Es passt einfach zur heutigen Zeit mE.

Die Taz ist ein Player, ein Meinungsplayer. Das wiederum hängt mit den Inhalten zusammen.

Ich persönlich lese kaum noch irgendwelche Online-Newsportale bekannter Printanbieter. Denn irgendwie kopieren sie alle die Texte voneinander, schmeissen es in ihre eigenen Qualitäsbratpfannen, wärmen es etwas auf und schon sind die Inhalte auf dem Tisch.

Das rührt natürlich an einem Problem, nämlich dem der Agenturhörigkeit. In der Tat passiert in der Zeitung nur, was in der Agentur geschieht. Alles andere findet selten statt. Daran könnten die Zeitungen tatsächlich zugrunde gehen. Wären wir schon wieder bei der Qualität. ABER: Die Blogs (und vor allem die Pro- oder A-Blogger) sind da nicht anders. Sie treiben auch allzugerne die immergleiche Sau durchs Dorf. Technorati listet doch eigentlich nichts anderes auf. Das nennt sich dann “via” und ist cool.

Im Augenblick gibt es wegen der Aufmerksamkeit der klassischen Medien – und nur deswegen – eine gewisse Euphorie, die ich aber für gefährlich halte. In Sachen Podcasting sieht man schon, dass es sich in Richtung Breite entwickelt, aber nicht wirklich weiter. Blogs unterstelle ich das auch schon. Es gibt nicht wirklich viele Blogs, die auch mal nachrichtliche Berichterstattung machen wie eben klassische Medien. Es gibt noch kein bundesweites Korrespondentennetz, wie es dpa hat. RE will vielleicht sogar so etwas aufbauen – nur sind das dann auch wieder Lieferanten für ein “klassisches” Medium. Soll heißen: Zeitung heißt nicht Papier, sondern Informationsvermittlung. Das können die auch wirklich gut, und das müssen Blogger inhaltlich und in der Menge und vor allem auch unternehmerisch beweisen. Vielleicht braucht es einige, die den Mut haben, einen Blogverlag aufzumachen, der sich weniger mit Kultur als harten Nachrichten beschäftigt, der wirklich Journalismus und Web 2.0 zusammenführt. Darin sehe ich die eigentliche Chance für Blogs, Podcasts und Co: Eigene Medienunternehmen zu gründen und den Etablierten die Stirn zu bieten. Burda und den Norwegern hinterherzurennen und alles schön zu reden sehe ich als falschen Weg.

World of Warcraft: Heiraten

Muss sein (ist ne PR, aber das mach ich doch gerne…)

Frankfurt am Main, 09. Juni 2006. Immer mehr Paare in Deutschland trauen sich. Der Hochzeitsboom macht auch vor dem Internet nicht halt. Im beliebten Online-Spiel World of Warcraft können Verliebte den Ernstfall schon einmal proben.

Der schönste Tag im Leben eines Paares muss gut vorbereitet sein: Welches Kleid sieht am bezauberndsten aus? Wer steht auf der Gästeliste? Mit welchem Geschenk kann die Braut beeindruckt werden? Welche Delikatessen werden gereicht? Und wo ist die schönste Location für das rauschende Fest? Fragen über Fragen – nicht selten werden junge Paare von der Übermacht der Organisationaufgaben entmutigt. Kein Problem für die über 6,5 Millionen Spieler von World of Warcraft! In der geselligen Welt von Azeroth kann man den Ernstfall schon einmal bis ins Detail proben.

Eine kleine Anleitung für den „Ernstfall“
Und so funktioniert es: Ein kurzer Ausflug zum Händler Qixdi Goodstitch in Booty Bay und der Bräutigam kann seiner Liebsten einen fehlerlosen Diamantsolitär kaufen, während die Braut bei Alexandra Bolero in Stormwind schon einmal das schönste Hochzeitskleid aussucht. Gemeinsam kann das zukünftige Ehepaar dann in Ironforge beim Gastwirt Firebrew Getränke von Portwein bis Bourbon bestellen und das Essen festlegen. Wie wäre es beispielsweise mit gerösteten Wachteln? Selbst Blumendekoration und ein bombastisches Feuerwerk kann man in der phantasievollen Welt von World of Warcraft für den Tag der Tage bestellen. Die Kathedrale von Stormwind ist für Allianzler der ideale Ort der Eheschließung, während die Hordler lieber im Brachland im Schrein des gefallenen Kriegers ihre ewige Liebe schwören. Am Ende eines rauschenden Tages haben alle Liebespaare die Möglichkeit, am Wellenschreiterstrand einen romantischen Strandspaziergang in mondbeschienener Idylle zu unternehmen. Wenn das keine perfekte Vorbereitung für den realen Hochzeitstag ist!

Für alle Hordler und Allianzler, die Lust bekommen haben, ebenfalls ein Hochzeitsfest auf die Beine zu stellen, gibt es hier eine kleine Übersicht:

Gegenstände

Allianz

Horde

Fehlerloser Diamantsolitär „Wollt Ihr mich heiraten?“

Händler:
Booty Bay: Qixdi Goodstitch

Händler:
Booty Bay: Qixdi Goodstitch

Smokingjacke
(benötigt: 5 Magiestoffballen, 3 schwerer Seidenfaden)

Weißes Hochzeitskleid
(benötigt: 5 Magiestoffballen, 3 schwerer Seidenfaden, 1 Bleiche)

Ausstatter Eric (Ironforge)
Kosten: 50 Silberlinge

Alexandra Bolero (Stormwind)
Kosten 90 Silberlinge

Millie Gregorian (Undercity)
Kosten: 50 Silberlinge

 

Mahu (Thunder Bluff)
Kosten: 90 Silberlinge

Alkoholische Getränke

Fläschen Portwein, Metkrug,
Henkelkrug voller Bourbon

 

Händler:
Ironforge: Gastwirt Firebrew

 

Händler:
Orgrimmar: Barkeeper Morag

Nokia 6280 Handy TV: Teil 4

Heute ist der große Tag: Wer braucht schon die MainArena,wenn er ein Nokia 6280 hat? Ich werde das Spiel per Handy schauen. Eben lade ich den Akku, damit von dieser Seite aus kein Risiko besteht, da schau ich auch gleich mal im Handy-TV-Menu nach. Wow: Noch sieben Stunden dauert die seit 13 Stunden laufende WM-Spiele-Live-Übertragung. Komisch, denke ich mir, es ist doch noch gar nicht Fußball – und Weihnachten schon gar nicht (aber das sind auch auch die anderen).
Handy-TV
Neugierig wie ich bin wähle ich den Dienst an – der ist nicht verfügbar. Sollte ich doch noch mein neues MacBookmit Eye-TV ausstatten? Nur so zur Sicherheit? Weil, als ich die normale Berichterstattung anwähle, resetet das Gerät.

Disclaimer: Nicht das jemand denk, ich wollte das Gerät oder Handy-TV zerreissen. Das was ich gesehen habe, überzeugt mich. Ich würde es nur gerne öfter sehen. Und das ist halt nicht so einfach, wie es scheint.

Handy-TV mit den Nokia 6280 und T-Mobile: Teil 3

Noch gibt es ja die WM-Spiele nicht, aber trotzdem würde ich gerne ein wenig Handy-TV schauen. Geht aber nicht. Wahlweisebekomme ich eine Meldung “Verbindung abgebrochen” oder “Der TV-Dienst steht nicht zur Verfügung”. Schade auch.
Übrigens hab ich noch nicht rausbekommen, woher ich beim Nokia 67280 weiß, ob es sich per UMTS oder GPRS verbindet.

Focus live – Lizenzkonflikte?

Ich habe mir heute mal Focus live angeschaut. Schade, dass sie immer noch in der MSN-Welt gefangen sind, das ist halt nicht gut fürs Image. Mir ist noch nicht ganz klar, was da beabsichtigt wird. Zum einen ist die Rede von klassischem User Generated Content, dann aber wieder heißt es “die besten veröffentlichen wir auf unserer Homepage”. Interessant ist ein Blick in die Nutzungsbedingungen

Im Bereich von Focus steht dieses:

Sämtliche Bildrechte liegen auch nach dem Hochladen beim Urheber. Sie räumen der TOMORROW FOCUS AG eingeschränkte Rechte zur Publizierung ein, die Sie in den Allgemeinen Geschäftsbestimmungen nachlesen können.
Um Ihre Fotos selbst zu schützen, können Sie digitale Wasserzeichen in das Foto einbetten. Dafür benötigen Sie eines der gängigen Fotobearbeitungsprogramme, wie z.B. Photoshop, Corel Paint, GIMP oder Paint Shop. Digitale Wasserzeichen sind in der Regel im Bild unsichtbar.

Allerdings ist die Seite ja im MSN-Frame gefangen. Und dort liest sich folgendes (kursiv von mir gestellt):

6.1 Microsoft erhebt keinen Anspruch auf das Eigentum an den Materialien, die Sie Microsoft bereitstellen (einschließlich Rückmeldungen und Vorschläge) oder auf MSN-Websites zur Einsicht durch die allgemeine Öffentlichkeit oder durch Mitglieder öffentlicher oder privater Community-Gruppen posten, uploaden, eingeben oder übermitteln (im Folgenden jeweils als “Beitrag” oder insgesamt als “Beiträge” bezeichnet). Duch Posten, Uploaden, Eingeben, Bereitstellen oder Einrichten (“Posten”) Ihrer Beiträge gewähren Sie jedoch die öffentliche Genehmigung zur Nutzung Ihres Beitrags: einschließlich der Lizenzierungsrechte zum: Kopieren, Verteilen, Übertragen, öffentlichen Ausstellen, öffentlichen Aufführen, Reproduzieren, Bearbeiten, Übersetzen und Umformatieren Ihres Beitrags; Veröffentlichen Ihres Namens in Verbindung mit Ihrem Beitrag; und das Recht zur Unterlizenzierung der genannten Rechte. Dieser Abschnitt gilt nur für rechtmäßige Inhalte und insoweit wie die Nutzung und Veröffentlichung solcher rechtmäßigen Inhalte nicht gegen geltendes Recht verstößt.

Genau das wird der interessante Teil werden bei Readers Edition und Co: Wenn es um Kohle geht. Nichts gegen die Einbindung der Leser, aber kein Unternehmen kann solche Angebote nur aus Spaß machen. Die Frage, warum ein Leser mir kostenlos Content zur Verfügung stellen soll,mit dem ich dann Geld verdiene, ist mir noch nicht hinreichend beantwortet.

Ach ja, was soll mir diese Meldung sagen: “IMG_1193.JPG: Dieses Bildformat wird leider nicht unterstützt.”?

Zusammenfassung: Tagcloud und schneller Upload gefallen mir. 100 MB Speicherplatz dürften bei Videos schnell weg sein, und dann?

Interessant wird sein, wie und ob die Bilder in den Focus Content eingebunden werden.

Ach ja: Das “Alpha” finde ich bei Angeboten wie Focus daneben. Das ist ein hochprofessionelles Unternehmen, dass solche Albernheiten lassen sollte.

Brasilien-Stories

Ich habe ja die Ehre, nicht nur für die für die WM was zu machen, sondern auch dafür. Das heißt, täglich nach Stories suchen, die eben nicht in den Agenturen laufen. Wie die aktuellen Preise für Karten fürs Brasilientraining bei eBay. Oder aber so kleine Geschichtchen, wie das von Marijke, die Ronaldinho die Hand geschüttelt hat. Oder aber die Schüler, die einfach nicht in den Unterricht zurückkehrten, weil ihre Schule direkt am Sportplatz liegt, auf dem die Brasilianer trainieren. Oder das Mädchen, das sich in einen der Balljungen verlieben wird, wenn der mal einen Stutzen oder so mopst (was er natürlich nicht machen wird). Kleine, schöne Geschichten eben.

Brasilien kommt….

So, noch eine Stunde, dann landen die Brasilianer auf Frankfurt/Main, uns Roland Koch wird kurz Händeschütteln dürfen und dann zieht die Karawane nach Königstein. Wir diskutieren gerade die Route: Zum Hotel kann man durch die Stadt fahren oder einen kleinen Waldweg entlang. In Absprache mit Kollegen entscheiden wir uns für die Stadtroute.
Brasilien kommt an
UPDATE: Wir lagen richtig. Doof nur, dass die Securityleute es uns schwer machten. Ich stand direkt am Bus, vorne an der Schnauze. Nur leider gingen die meisten Spieler hinten raus. Ein paar Fotos gibts trotzdem.

Blog-Kommentierer mit kleinen Eiern (war: Blogger mit…)

Das ist mal als Bild zu verstehen: Das Problem der Blogosphere ist weniger ihre Relevanz oder Nicht-Relevanz, sind nicht die hundertausenden Teenie-Blogs, sondern sind Leute wie diese (gemeint sind die kommentierenden names Tim und Besucher), die Blogs und deren Kommentare nutzen, feige und aus dem Hinterhalt Leute zu verunglimpfen. DAS sind diejenigen, warum wir uns Sorgen machen müssen, ob Blogs ernst genommen werden.

Solche Leute haben früher wahrscheinlich aufmerksamkeitsheischend – je nachdem in welcher Zeit sie lebten und in welchem Teil Deutschlands – den Nachbarn verraten. Nur, weil ihnen dann jemand zuhörte.

Es gibt sowas wie Respekt vor dem anderen, und es gibt Grenzen: Diese werden immer wieder überschritten von einigen, die offensichtlich im Kindergarten nicht aufgepasst haben (und wahrscheinlich dort schon Petzen waren).

Ja, ich emotionalisiere jetzt auch, aber Empörung ist für mich ein probates Mittel gegen Unrecht, und das Unrecht darf nicht über die Empörung siegen, sondern das Unrecht muss aufhören, weil es die Ursache der Empörung ist und es hier ums Unrecht geht und nicht um die Empörung.

Ich finde, man sollte nicht nur bei Bloggern solidarisch sein, die gerade Abmahnbriefe von Firmen erhalten haben, sondern auch bei solchen, die dermaßen verunglimpft werden. Ich zumindest bin es mit Nicole, unabhängig im übrigen davon, dass es eine gemeinsame Veranstaltung ist und wir uns kennen.

Mir stellt sich ehrlich die Frage, diese Postingds zu entfernen.

P.S.: Liege ich richtig, dass solche Posting wie oben beschrieben meist oder gar ausschließlich von Männern kommen?

50 Cent mag nicht fotografiert werden

Wegen eines Fotografierverbots des Veranstalters berichtet die Deutsche Presse-Agentur nicht über das Konzert des US-Rappers 50 Cent an diesem Sonntag (4.6./20.00 Uhr) in Frankfurt/Main.

Selbst Bundesklinsi hat neulich schon mit solchen Marrotten angefangen. Das ist ein freies Land, liebe Künstler, Sportler und Politiker, also hört auf mit so einem Schwachsinn.

Upps. Hätte fast die FIFA vergessen: Für die gilt das natürlich auch!

Fernsehen mit dem Nokia 6280 Teil 2

Fernsehen ist zuhause am Schönsten, und deshalb muss ich natürlich gleich im Wohnzimmer sitzen und nachschauen, wass es bei Taff neues gibt.

Zuvor eine kurze Beschreibung der Location: Königstein im Taunus, laut Statistik eine der städte mit dem höchsten Pro-Kopfeinkommen (=hohe Reichendichte), gelegen am Rande des Rhein-Main-Gebietes, eine der wirtschaftsstärksten Regionen Europas, noch vor dem Taunusbergen. Außerdem Gastgeber für die brasilianische Nationalmannschaft und etwa 800 Journalisten aus aller Welt. Kommunikationsmäßig also DIE Zielgruppe.
Hier die T-Mobile-Karte der UMTS-Abdeckung:
UMTS Königstein

Upps. Was dort dunkelgrau ist, ist UMTS, der Rest ist GPRS. Wenn man ein wenig Ortskenntnis hat und die Karte einigermaßen maßstabsgerecht ist, dann ist dort UMTS, wo Wiese und Wald ist. Wo Häuser sind, ist kein UMTS. Und leider kann ich das zunächst auch bestätigen. Wo ich wohne – im Villenviertel, aber zur Miete – ist Essig mit UMTS. Deswegen ist es wohl auch Mobile TV, weil man sich bewegen muss, bis es Empfang gibt.

In der Innenstadt, in meinem Stammcafé, geht es dann. Wunderbar, zuhause habe ich ja auch einen Fernseher.

Fernsehen mit dem Nokia 6280

Nokia 6280In den nächsten vier Wochen werde ich hier – dank T-Mobile – das neue Nokia 6280 und vor allem das T-Mobile Handy-TV via UMTS testen. Heute war zunächst Auspacken angesagt:
Der Slider beim Nokia 6280 ist schick, aber leider klappert er im geschlossenen Zustand. Außerdem denkt man zunächst, er geht weiter hoch als tatsächlich möglich. Macht aber nix.

Nach recht kurzer Ladezeit gehts los – ab in die T-Zones rein ins Handy-TV. Ganz so schnell dann doch nicht. Vor dem Vergnügen hat der Provider die Einwilligung gesetzt. Ich teste das, also drücke ich mal schnell “Ja” bei den 7,50 Euro im Monat. Dafür kann ich dann alle Kanäle sehen, also Sat.1 “Edel und Starck” (will ich aber gar nicht) oder Verliebt in Berlin (will ich überhaupt nicht), sogar DSF-Sport-News oder MTV.

Zu den Kosten:

Für die Nutzung vom MobileTV Dienst werden für einen Tageszugang (24 Stunden) zu allen Basiskanälen 2,00 €, für einen Monatszugang 7,50 € berechnet. Für Relax XL-Kunden ist die Nutzung vom MobileTV Dienst bis zum 31.08. kostenlos, danach entstehen oben genannte Kosten. Es entstehen keine zusätzlichen Kosten für den Datentransport, es fallen lediglich Kosten gemäß des von Ihnen gebuchten Tarifs für das Browsen zu den Kanälen und im MobileTV-Portal an. T-Mobile behält sich vor, die im Rahmen vom MobileTV Dienst angebotenen Programme zu verändern und zu beschränken bzw. Premium-Kanäle gesondert zu bepreisen. Voraussetzung für die Nutzung vom MobileTV Dienst ist UMTS-Netzversorgung und ein UMTS-Handy, das diesen Dienst unterstützt. Die Nutzung vom MobileTV Dienst ist nur im Netz von T-Mobile Deutschland möglich. Die Pilotphase für den MobileTV Dienst mit den genannten Konditionen endet am 31.12.2006.

Na, dann wähle ich mal den WM-Kanal. Das Gerät verbindet mich, und kurze Zeit später sehe ich tatächlich ein Bild.

Ich war bislang ablehnend bis skeptisch, und umso überraschter bin ich, als ich wirklich einen Ball erkennen kann. Nicht wirklich in der Totalen, aber da mittlerweile die Kameraperspektiven so oft wechseln, sehe ich tatsächlich was von den Ausschnitten, die der Premieremensch da für T-Mobile produziert hat. Respekt.

Nun aber mal beim Kollegen prahlen. Der ist Musikredakteur und soll MTV schauen. Ich wechsel zu MTV, erfahre, dass der Beitrag schon seit 20 Minuten läuft und dies noch weitere 20 Minuten tun wird. “Jetzt anschauen” drücke ich – und das Handy stürzt ab. Komisch, ich hatte gar kein Windows-Logo gesehen.

Ein nächster Versuch führt mich dann zu n-tv, ich vergleiche mit dem echten TV-Bild, es ist natürlich zeitversetzt, aber für den News-Junkie vollkommen ausreichend. Leider kommt es bei dem Sportbericht im Handy zum Standbild: Das hat rechtliche Gründe, T-Mobile darf nicht alles von n-tv senden.

Erster Eindruck: Es funktioniert, auch ohne Headphones hört sich der Ton gut an.

Kijiji kommt (und wer geht?)

Ich finde ja, das man es bisweilen bei der Suche nach hippen Namen übertreibt, aber die Macher von Kijiji werden wohl gemeint haben, Suaheli sei toll. Kijiji ist eine Onlinekleinanzeigenseite, yet another, möchte man meinen, aber mancher Medienmensch schaut ganz aufgeregt, was da so passiert. Denn gerade mit Googlebase kommt und dem immer wieder gern benutzten Diensten Qype und Craigslist wird natürlich eifrig diskutiert, was denn für Print noch übrig bleibt.

Matthias Kretschmer glaubt Google Base noch im Wartemodus zu sehen, auch, weil es in USA eher daherdümpelt als wirklich rockt. Abe Google schon immer Angebote frühzeitig ins Netz gestellt, bis sie dann wirklich abgegangen sind (ich erinnere mich noch als ich hier in der Redaktion darauf hinwies, dass Fireball Konkurrenz bekommt…)

Hugo E. Martin, unser aller Verlagsguru, glaubt, dass auch die wachsenden Internet-Umsätze der Verlage nicht ausreichen werden.

Die prognostizierte Steigerung bei Umsätzen aus dem Internet und im Mobilbereich dürfte im Schnitt wohl nicht ausreichen, um die Veränderungen in der Mediennutzung und Medienbudget der Kunden ‚Leser / Nutzer’ und ‚werbetreibende Wirtschaft’ auszugleichen. Trotzdem bin ich zuversichtlich: Wenn Verlage und Kunden erst einmal zutrauen zu anderen Plattformen und (dann auch wieder) zueinander gefunden haben, dann werden Mediendienstleister auch ‚ihren Anteil’ am steigenen Medienbudget der Kundschaft verdienen und kassieren können.

Schlimmer als die Frage, wann Base durchstartet, dürfte sein, dass das Thema an vielen Redaktionen und Anzeigenabteilungen eher vorbei geht. In meinen Gesprächen habeich oft den Eindruck, dass eine gewisse Lethargie herrscht, getreu dem Motto “Wir werden untergehen, aber bis dahin lassen wir uns die Simmung nicht vermiesen.”

Dabei wären die Verkage hervorragend aufgestellt, weil sie den Content haben, ohne den nichts geht im Internet. Nur entwickeln sie zu komplizierte Konzepte, statt einfach Märkte zu besetzen. Wer ein Jahr lang braucht, um Kooperationen aufzubauen, dann noch ein Jahr, um das Payment festzulegen und dann noch sechs Monate für die Webseite, ist raus aus dem Geschäft. Das mag nicht für die großen Verlage gelten, für die kleineren aber auf jeden Fall. Und die lebten nicht schlecht vom Kleinanzeigengeschäft.

Im übrigen dürfte diese Entwicklung auch die Anzeigenblätter gefährden, die im Schatten der Großen sich prächtig entwickelt haben und ordentliche Profite einfuhren.

Brasilien kommt!

BrasilbegrüßungAm kommenden Wochenende fallen die Brasilianer über meine Heimatstadt ein, und deshalb werde ich auch vesuchen, soviel wie möglich zu bloggen zu podcasten. Dabei wird es aber weniger um Fußball gehen als um die internationalen Gäste, die wir haben werden. Also eher um das Geschehen rund um Ereignis. Gehostet wird der Content hier, dort wird auch der RSS-Feed eingerichtet eigens für die WM. Der Flickr-Tag wird “WMKoenigstein” heißen.

iBook abzugeben

Ich möchte mich dann doch auch “verbessern” und mir ein MacBook zulegen. Dafür muss ich mich von meinem iBook trennen. Hier das unglaubliche Angebot:

iBook G4 768 MB
1,33 GHz Power PC
60 GB Festplatte
Bluetooth-Adapter
CD/DVD-Laufwek
Mac OS 10.4. mit allen Updates bis heute
zusätzlicher Akku
iLife 06
Networx Schutzhülle
zweites Netzkabel

für unglaubliche 550 Euro zggl. Versandkosten

Zustand:Leichte Gesprauchsspuren am Bildschirm