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Die Post

“Postkunden können künftig in 16 Einzelhandelsgeschäften in Hessen Briefmarken kaufen und Pakete aufgeben. Die «Postpoint»-Verkaufsstellen seien ein Test bis Mitte 2006, teilte die Deutsche Post am Freitag in Frankfurt mit. 16 Geschäfte wie Schreibwarenläden böten ein abgespecktes Postangebot wie Briefmarken und Packsets an. Einschreiben, Nachnahme, Paketabholung und Postbank-Service sind in den Verkaufsstellen nicht möglich.”

Hmm, das ist doch aber mit einem auch nur annähernd akzeptablen Zeitaufwand in Postfilialen auch nicht möglich, oder? Meine Erfahrung: Gar keine Postfilialen mehr, statt dessen nur noch Kioske und Schreibwarenläden. Die haben länger offen und sind besser. Zumindest in Königstein.

Jonettag II

Neue Wege im Wissenschaftsjournalismus diskutieren Vertreter unter anderem von Bild der Wissenschaft, Spektrum der Wissenschaft und Technology Review. Schreiben Wissenschaftler für Wissenschaftler? Oder auch für andere Leser? Was erwarten die Leser – Forschungsergebnisse oder auch politische Einordnungen?

Eine andere schwierige Frage: Wo ist die Grenze zur Wirtschaft? Wann darf es pharmakologisch werden – oder muss es sogar?

Schade, es geht hier nicht um neue Wege, sondern alte Argumente: Was ist Wissenschaftsjournalismus, wieviel Unterhaltung darf sein, welche Rolle spielt die Relevanz?

Dinosaurier und Urknall sind halt die Auflagenbringer, und warum soll das ein Problem sein?

Ich stelle hier bewusst eine Menge Fragen, weil ich keine Antworten bekommen habe – aber erhofft habe.

Technoratitag: Jonettag

Jonettag I

Elefantenrunde. Johnny Häusler und andere bei der Einführungsrunde.
Nette Namen:
Mathias Müller von Blumencron, Chefredakteur Spiegel Online
Manfred Bissinger, Geschäftsführer „Hoffmann und Campe Corporate Publishing“
Christoph Drösser, Chefredakteur „ZEIT Wissen“
Johnny Haeusler, Leiter des Weblog-Verlags Spreeblick
Klaus Liedtke, Chefredakteur “National Geographic”, Herausgeber “Park Avenue”
Annette Milz, Chefredakteurin “Medium Magazin”
Bernd Kliebhan, Hessischer Rundfunk, Projektbüro Digitalisierung, Projekt “Videojournalisten”

Johnny Häusler muss mal wieder erklären, was ein Weblog ist. Hilfe: Das jonet gibt es seit wieviel Jahren? Das ist ne Mailingliste, hier müsste das auch jeder wissen, oder?

Und Jochen Wegner sagt auch brav, dass man mit Blogs viel erreichen kann und dass es sogar Geschäftsmodelle gibt.

Jonettag

Elefantenrunde. Johnny Häusler und andere bei der Einführungsrunde.
Nette Namen:
Mathias Müller von Blumencron, Chefredakteur Spiegel Online
Manfred Bissinger, Geschäftsführer „Hoffmann und Campe Corporate Publishing“
Christoph Drösser, Chefredakteur „ZEIT Wissen“
Johnny Haeusler, Leiter des Weblog-Verlags Spreeblick
Klaus Liedtke, Chefredakteur “National Geographic”, Herausgeber “Park Avenue”
Annette Milz, Chefredakteurin “Medium Magazin”
Bernd Kliebhan, Hessischer Rundfunk, Projektbüro Digitalisierung, Projekt “Videojournalisten”

Johnny Häusler muss mal wieder erklären, was ein Weblog ist. Hilfe: Das jonet gibt es seit wieviel Jahren? Das ist ne Mailingliste, hier müsste das auch jeder wissen, oder?

Und Jochen Wegner sagt auch brav, dass man mit Blogs viel erreichen kann und dass es sogar Geschäftsmodelle gibt.

Webmontag

Tja, war nichts mit Livebloggen: WLAN war zwar da, aber wenn sich 60 Blogger drauf stürzen wird es eng. Eng war es auf jeden Fall, der Ansturm war groß.

Eindruck: Es gibt einen großen Bedarf an solchen Treffen schien mir. Interessante Leute waren dort, es war mehr ein come-Together denn eine Konferenz. Sollte es wohl auch sein.

Was die Vorträge angeht: Plazes hat sich mir noch nie erschlossen, die Alpenvereine mit ihrer Felswandgeokarte waren dagegen interessant, mehrere Maschinen zu simulieren brauche ich nicht. Ich bin kein großer Freund von Frontalvoträgen, deswegen mein Vorschlag, das nächste Mal mit Postern zu arbeiten. Dann kommt mehr Diskussion auf.

Weitere Vorschlag: Den Webmontag immer durch die Republik rotieren zu lassen. Das spart Fahrtkosten, macht aber mehr Leuten die Teilnahme möglich – und über Wiki etc. können trotzdem alle informiert bleiben.

Fazit: Interessante Gespräche gehabt, ein vielversprechender Anfang.

Agent 25

Möge er doch endlich aufhören, der Agent 25 aus Schweden, solchen Unsinn zu verzapfen und auch solchen.

Und mögen die durchaus intelligenten Menschen des Medienhandbuchs aufhören, diesen Unsinn zu verbreiten. Denn wer Onlinemedien nach Weblogs durchsucht und behauptet Plastic-Thinking sei nicht erwähnt, und beim Thema Podcasting mich nicht findet, hat schlicht geschludert. Es ist falsch, was Agent25 verbreitet, schlicht falsch.

Wer sich beschweren will, hat in Deutschland übrigens nur eine Vertriebsfuzzeline (das ist eine grundätzliche Polemik, keine Kritik an Ihnen, Frau Prof. Andrea Kimpflinger) und einen Kundendienstleiter Dr.-Ing. Thomas M. Fleissner. Die GF sitzt in Schweden.

Writeboard

Es muss nicht immer gleich ein Wiki sein – und auch nicht Windows Live. Writeboard ist ein schönes Online-Tool aus dem Web 2.0-Universum, das praktisch ist und einfach zu bedienen.

Im wesentlichen ist es eine einzige Wikiseite, die man erstellt. Per Passwort ist sie geschützt, Link zur Seite und Passwort kann man aber perMail anderen mitteilen. Änderngen werden in der rechten Spalte angezeigt und lassen sich auch per RSS-Feed verfolgen. Einziger Nachteil: Die URL ist verschlüsselt, wer also die Mail mit der Bestätigung gelöscht hat, dürfte Probleme haben, sie wiederzufinden.

Lufthansa Entertainment IV

Vorsicht Satire!
Folgende Konsequenzen sehe ich für die Zukunft:
1. Filme grundsätzlich mit Untertitel ausstatten – dann haben wir wenigstens etwas davon.
2. Wie bei jeder Nachtwanderung im Ferienlager benötigen Teilnehmer des Abenteuers Lufthansa eigene Taschenlampen – die Sicherheitsbehörden haben sicherzustellen, dass diese vom Passagier mitgeführt werden.
3. Um diese neuen Kosten zu decken, führt die Lufthansa eine neue Gebühr ein – und macht die Ticktes noch teuerer.
4. Dabei kann das Unternehmen noch ein Plus machen weil es keine Kopfhörer mehr zu verteilen braucht.
5. Die Business Class wird ausgeweitet, die Passagiere dort bekommen mehr Platz: Dieser wird duch weiteres Zusammenschieben der Holzklasse erreicht. Passagiere gleiten dann in ihre Sitzschale und können diesen nur durch Entsperren des Schlosses durchs Flugpersonal verlassen.
6. Essen muss grundsätzlich mitgebracht werden.

Lufthansa III

“Disclaimer: Das sind persönliche Erfahrungen und sind meine persönliche Meinung”

Ich versuche eine Costumer-Relationsship-Brücke zu bauen, nachdem jetzt doch wieder alles dunkel ist: Im Flightshop hätten sie doch diese Stirnlampen, und da könnten sie doch für jene, die lesen wollen….
Wie konnte ich nur so naiv sein zu glauben,sie würde diese Plastikbilligdinger verschenken. Immerhin kosten diese Lampen 22 Euro!
Entsprechend entrüstet schaut mich die Stewardess an: Das kann ich nicht, und wir haben auch nicht soviele, eine habe ich verkauft, nicht jedem eine geben, ich kann ihnen nur die Taschenlampe für Notfälle geben. Ich gebe mich damit zufrieden, wundere mich nur, dass die gute Frau zwar damit die zweite wichtige Taschenlampe für Notfälle aus der Hand gibt. Hätte es einen solchen Notfall gegeben, so hätten wegen 22 Euro, die man sparen wollte, Passagiere eventuell den Notausgang nicht gefunden. Langsam nimmt die Sache bedrohliche Formen an, meine ich.
Meinem Vordermann nahm man die Taschenlampe kurzeitig wieder ab – nachdem er protestierte bekam er sie aber wieder.

Jetzt gibt es Essen: Warmes Frühstück, und es sieht so aus wie es klingt und riecht so. Wie es schmeckt wage ich nicht wissen zu wollen.

Lufthansa Entertainment II

“Disclaimer: Das hier is meien persnliche erfarung und meine persöhnliche Meinung:”
Es gibt einen Kompromiss: Wir bekommen das fahle Licht der Seitenbeleuchtung. Das wird normalerweise jetzt ausgeschaltet, weil einige schlafen wollen. Nur haben diejenigen, die wach bleiben, ja das Leselicht. Weil aber Madame Regret ihr Wissen nicht mit ihren Mitarbeitern teilt, haben die uns jetzt erstmal komplett abgedunkelt. Zähe Verhandlungen haben den Kompromiss möglich gemacht: Ein wenig Licht. Ich sitze am Gang und habe Pech: Die einzige Emergency-Taschenlampe hat der Mann vor mir bekommen.

Die Flugbegleiterin (wieso eigentlich Flug-? die sollen doch uns Passagiere begleiten) sagt, jetzt müssen wir uns aber zufrieden geben. Das sei alles was sie machen kann.

Wie wäre es mit einem “Darf ich Ihnen vielleicht einen Sekt bringen?” oder einem Parfum aus dem Dutyfreeshop oder was auch immer? Müssen wir eigentlich erst die Business stürmen? Revolution?

Ich überlege gerade, meinen Laptop als Complainig-Computer den anderen zur Verfügung zu stellen. Dann können sich gleich alle beschweren.

Angemerkt sei, dass nicht das ganze Flugzeug betroffen ist, sondern nur fünf Reihen. Ein kleines Goodie würde den Aktienkurs der Lufthansa nicht gleich abstürzen lassen.

Interessant: Wenn ich bei Neckermann oder Tui solch einen schlechten Service bekommen, geben die mir gleich freiwillig einen Scheck.

Lufthansa Erlebnis

“Disclaimer: Das hier stellt meine persöhnliche Meinung dar und sind meine persöhnlichen Erlebnisse.”

Das nenne ich mobiles Bloggen: Ich sitze tatsächlich im Flug von Los Angeles nach Frankfurt und surfe im Internet (und schreibe diesen Eintrag). Das Bild zeigt die Startseite der FNP, aufgenommen am Sonntag gegen 16 Uhr Ortszeit Los Angeles. 29 Euro kostet die Flat für den 10-Stunden-Flug – ok, nicht billig aber akzeptabel. Strom gibt es nur in der Business- und Firstclass, man muss also versuchen, einen Deal mit einem dort zu machen…

Das war es dann aber auch mit den guten Nachrichten von Lufthansa.

Auf dem Hinflug war der Service ausgefallen, wie auch mein Audiokanal im Sitz Diese Fluggesellschaft braucht wahrscheinlich mal ein feindliches Übernahmeangebot, bis sie mal verstehen, dass sie was ändern sollen. Allein die Inder hier im Flieger sind es wohl gewohnt, auf so engem Raum zu reisen. Entweder der Vordermann macht seinen Sitz zurück ODER ich benutze meinen Laptop. Das ist nicht mehr dem Trend der Zeit gemäß, alleine in meiner Sitzumgebung benutzen vier Menschen einen Computer und ziehen sich Verspannungen übelster Art zu.

Man müsste mal einen der Lufthansa-Menschen zwingen, in einem Economysitz zu arbeiten, drei Tage lang….

Seit zwei Stunden ist das komplette Eintertainmentsystem ausgefallen und die Purserin versucht es zu reseten. Die Leselampe meiner Nachbarin ist wohl irreparabel – und deshalb teilen wir uns das Licht. Wenn sie schlafen will, mache ich dann das Licht aus. Korrektur: Eben geht bei allen das Licht aus. Dafür hatte der Mann vor mir doch noch was zu essen bekommen – leider nicht das von ihm vorbrstellte lactosefreie Essen. “Nehmen sie das vegetarische”, sagte die Stewardess.

Früher musste man immer zur Sicherheit was zu essen mit in den Flieger bringen, heute rate ich auch zu Unterhaltungselektronik.

Tja, Holzklasse ist schon der richtige Begriff: Die Sitze sind schlecht, abgewetzt, mein Tablett auf dem Hinflug war kaputt – ich meine man könnte eigentlich jetzt ein Lufthansa-Watchblog ins Leben rufen. Da werden dann alle Beschwerden gesammelt.

Dummerweise habe ich vergessen, meine Miles-and-more-Karte beim Einchecken vozulegen. Jetzt will ich doch mal sehen, ob die Lufthansa am Flughafen Frankfurt dieses “Problem” lösen kann.

Eben kommt wieder die Purserin, “Madame Reset” nenne ich sie nur noch. Denn diesen wird sie wohl noch öfter machen auf dem Flug. Eben hat sie einen Lichtreset gemacht.

Bei Lufthansa.com eine Beschwerde per Internet einzureichen habe ich leider nicht geschafft – zumindest nicht in einem deutschen Formular. Der Link bei Miles-and-more, mit dem ich eine neue PIN anfordern möchte, führt in eine Endlosschleife.

Die Madame Reset heißt jetzt – da Resets nichts bringen – Madame Regret. Entweder haben jetzt alle hier Licht oder keiner. Schade für die die schlafen wollen. Die Leser haben sich durchgesetzt. Mir egal, ich habe ja eh kein Licht.

Was sieht der Customer Servicce – unterstellt, Lufthansa hat einen – eigentlich für solche Fälle vor? Offensichtlich nicht mehr als die Anweisung, die Stewardess solle unaufhörlich den Satz “Schreiben Sie an Lufthansa, schreiben sie, sie tun mir einen Gefallen ” sagen .

Eben ist die komplette Beleuchtung ausgefallen. Die Kabine ist dunkel und nur mein Laptop schafft noch Licht.

Langsam beginne ich mir Sorgen um meine Sicherheit zu machen. Was, wenn dieser Elektrikvirus auch die Steuerung des Flugzeuges befallen hat?

Auch in der Businessclass sind die TV-Bildschirme ausgegangen.

Der Eintrag wird zu lang, ich werde die weitere Entwicklung in neuen Posts beschreiben.

From Anaheim, California

Man muss ja auch mal raus aus der realen Welt, und der beste Ort, sich in eine virtuelle zu fluechten, ist Azeroth – die Welt von World of Warcraft. Beides zu verbinden ist nun die hohe Kunst, und mir natuerlich gelungen. Auf der Blizzcon in Anaheim treffen sich naemlich derzeit die weltbesten WoW-Spieler und jede Menge Fans. Hier laufen Orcs rum und Magier, Nachtelfen und Tauren und viele Menschen, die sie bewundern. Ziemlich abgefahren, und dem Laien erschliesst sich diese Welt kaum – oder nur sehr langsam. Huete war nur gucken, morgen ist lernen dran: Was gibt es Neues in der WoW-Welt. Eins habe ich schon: Neben zwei Hunden und zwei Garnelen auch ein virtuelles Haustier fuer meinen WoW-Charakter.
Fotos kommen spaeter auf der Flickr-Seite… www.flickr.com/photos/wanhoff

Medientage München

Die erste Diskussionsrunde ist vorbei, Panel heißt das ja heute. “Podcasting: Boom der Privatradios” die Überrschrift, Thomas Aigner moderierte, mit dabei Abordnungen von Yahoo, Apple, Ö3, Motor FM und Wolfgang Tischer vom Literturcafe.
Kurze Zusammenfassung: Für Ö3 ist das Podcasting ein ernst genommen Spielfeld, Beiträge werden eigens fürs Podcast aufbereitet, es gibt mit den Verwertungsgesellschaften ein “Stillhalteabkommen” was die Gebühren bei Musik angeht.
Yahoo: Hat ein Portal.
Apple: Hat ein Portal und will Podcasting damit einfach machen.
Motor FM: Findet Podcasting gut, will das Radio damit bewerben und letztlich Platten verkaufen
Wolfgang Tischer hielt die Fahne der privaten Podcaster hoch (weswegen er eingeladen wurde) und das mit Bravour.

Fazit: Auch Mainstreamradio denkt intensiv nach, versucht aber definitiv, das Podcasting “besser” zu machen als die Szene, “professioneller” und damit wohl auch langweiliger.

More coming soon. < %image(/20051027-IMG_0002.JPG|640|420|Georg Albrecht, Apple)%>

PM der Medientage

Thomas Wanhoff, Journalist und Podcaster der ersten Stunde, freut sich über die zunehmende Aufmerksamkeit der Unternehmen. „Jetzt hat die Technik den Weg geebnet und ist für die Masse verfügbar – endlich kann über die Inhalte geredet werden“, formulierte er in der Diskussionsrunde der Deutschen Welle im Rahmen der MEDIENTAGEN MÜNCHEN.

Und natürlich stand der „Content“ im Mittelpunkt, wenn es um den Markt des „digital lifestyle“ geht, nämlich um Podcasting, Internetdownloads und mobile Dienste. Moderator Guido Baumhauer, Chefredakteur der DW-World.de, umriss damit das Thema der Runde und konstatierte den neuen Trend der Mediennutzung: Zeitsouveränität. Der Hörer bzw. Nutzer wolle selbst bestimmen, wann
er welche Inhalte höre oder sehe, unabhängig vom Ausstrahlungszeitpunkt. Mit dem Hörer oder Zuschauer als Programmdirektor müssten in Zukunft auch die professionellen Stationen rechnen.

Ein (immer noch) fester Bestandteil der Tages-TV-Nutzung ist die Tageschau um 20 Uhr – auch hier gibt es für den mobilen Nutzer das Download-Angebot aufs Handy oder den mp3-Player. Zwar kein klassischer Podcast, da der Inhalt nur auf einem neuen Verbreitungsweg zum User kommt,
steht tageschau.de trotzdem auf Platz 1 bei dem Podcast-Ranking von I-Tunes. „Damit haben wir es geschafft, auch junge Menschen für ein klassisches Fernsehformat zu begeistern“, betonte Jörg Sadrozinski, Redaktionsleiter von tagesschau.de aus Hamburg.

Das Handy werde als neues Leitmedium der Zukunft im Zentrum aller Innovationen stehen, meinte Ralf Klanke, Senior Manager von Vodafone. Es werde unverzichtbar werden, um mobil Inhalte abrufen zu können – egal ob Text, Radio oder Fernsehen. Natürlich sei das Nutzungsszenario ein anderes als beim Fernsehen zu Hause. Auch hier müsse wegen der nur kurzen Verweildauer der Inhalt entsprechend ausgewählt werden: News, Sportergebnisse und andere Informationen kämen deswegen bei Vodafone auch gratis aufs Handy. Da Videocastings und andere TV Angebote kostenpflichtig zum Download bereit stehen, werde sich der Trend zur Flatrate bei UMTS-Handys durchsetzen.

Seit im November 2004 die Podcastwelle auch nach Deutschland geschwappt ist, scheinen sich auch die Erwartungen der Radiohörer an ihr Medium verändert zu haben. Der Wunsch nach mehr Wortinhalten ist stärker geworden, so Kathrin Rütig von Audible, der Internetplattform für Hörbücher. Nicht nur Hörbücher boomten, sondern auch Magazine oder Special-Interest- Sendungen aus den Radioarchiven wären beim Download gefragt. Die bei Audible erhältlichen Podcasts sind dabei ideale Teaser für neue Produkte, z.B. Autorenlesungen.

Dass professionelle Sender gezielt von den Podcastern lernen könnten, sei inzwischen bewiesen, betonte Thomas Wanhoff. Die Zahl der Podcasts steige, da die niedrige Produktionsschwelle quasi jedermann einen leichten Einstieg ermögliche. Der Trend gehe eindeutig zum Wort, das Interesse
an Informationen steige auch beim Radiohörer wieder. Hier würden sich neue Chancen für die Stationen ergeben, so Wanhoff, denn durch die Zusatzangebote im Internet könnten die Stationen die Nachfrage ihrer Hörer nach Hintergrundwissen oder Zusatzinformationen befriedigen.

Und die Zukunft? Alle Diskussionsteilnehmer waren sich einig: Podcasting bzw. Videocasting bereicherten die Medienlandschaft, denn die Angebote würden zunehmend professioneller und die Nutzung selbstverständlicher. Die neue, aktive Mediennutzung der Konsumenten über Podcasting, Radio-On-Demand und mobile Dienste zwinge die klassischen Medien zur Weiterentwicklung – und eröffne ihnen damit die zusätzliche Erlösquelle des Mehrwerts.