define('DISALLOW_FILE_EDIT', true);
define('DISALLOW_FILE_MODS', true);{"id":105,"date":"2006-01-30T10:08:31","date_gmt":"2006-01-30T09:08:31","guid":{"rendered":"http:\/\/weblog.wanhoff.de\/?p=105"},"modified":"2006-01-30T11:48:06","modified_gmt":"2006-01-30T10:48:06","slug":"ausge-chefredakteurt-neuer-journalismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weblog.wanhoff.de\/?p=105","title":{"rendered":"Ausge-Chefredakteurt &#8211; Neuer Journalismus"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.stefan-niggemeier.de\/index.php?id=22\">Stefan Niggemeier <\/a>ist einer derer, die verdienstvoll zuammengetragen haben, was manche Journalisten noch immer nicht verstehen: Wie Journalismus in den n\u00c3\u00a4chsten Jahren sich ver\u00c3\u00a4ndern wird. <\/p>\n<blockquote><p>Die Zeiten, in denen Medieninhalte von einer kleinen, relativ homogenen Gruppe von Leuten produziert wurden und dem gro\u00c3\u0178en Rest nur das Rezipieren blieb, diese Zeiten sind bald endg\u00c3\u00bcltig vorbei. Das Publikum wird in Zukunft bestimmen, wann und in welcher Form es Medieninhalte konsumiert, es wird in einen viel st\u00c3\u00a4rkeren und \u00c3\u00b6ffentlicheren Dialog \u00c3\u00bcber diese Inhalte eintreten, und es wird selbst zum Produzenten von Inhalten.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ob Citizen Journalism oder Leser-Selbstbestimmung: Auf jeden Fall werden sich Medien mehr einfallen lassen m\u00c3\u00bcssen, wollen sie ihre Kunden halten.<\/p>\n<p>Ich hoffe mal, dass dann auch die Tage der Agenturh\u00c3\u00b6rigkeit gez\u00c3\u00a4hlt sind, eine Angewohnheit, die vor allem auch aus Bequemlichkeit herr\u00c3\u00bchrt &#8211; und in einigen Chefredaktionen schon deshalb gef\u00c3\u00b6rdert wird, weil man dann kein eigenes Profil entwickeln muss. Das trifft dann \u00c3\u00bcberregionale Zeitungen mehr als regionale, die ihre Leser ohnehin des Lokalbuchs wegen haben (und damit eigentlich schon weiter sind in Richtung Zeitung 2.0)<\/p>\n<p>Besonders gut gef\u00c3\u00a4llt mir in dem in der Sonntagszeitung erschienenen Artikel dieser Absatz:<\/p>\n<blockquote><p>&#8230;Das kann man schon wieder als eine alarmierende Aussage und das Ende aller professionellen Standards sehen. Doch im deutschen Fernsehen sind professionelle Standards l\u00c3\u00a4ngst gleichbedeutend mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner, unbedingter Massentauglichkeit und Innovationsfeindlichkeit. Je mehr das Fernsehen dadurch zu einem durchformatierten Medium wie dem Radio wird, das eigentlich nur nebenbei zu konsumieren ist, um so gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178er ist der Bedarf an aufregenden Alternativen. Das Internet wird sie bieten&#8230;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Meine These: Standards in kreativen Berufen sind der Tod aller Kreativit\u00c3\u00a4t. Bestimmte Dinge muss man auch in Frage stellen &#8211; zum Beispiel, wie ein Wissenschaftsbeitrag im Radio gemacht wird.  Muss das wirklich die immer gleich klingende tiefe  M\u00c3\u00a4nnerstimme sein, die in immergleich betonender Stimmlage den Text vorliest? Nein.  Da geht mehr. <\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang sei auf in <a href=\"http:\/\/netzjournalist.twoday.net\/stories\/1480026\/\">Interview<\/a> mit Klaus Meier verwiesen, der in Darmstadt Onlinejournalismus lehrt. Der sagt dann Sachen wie <\/p>\n<blockquote><p>In der Tat gelten Online-Medien oft noch als zweitklassig, denn das crossmediale Denken ist in Deutschland noch sehr unterentwickelt. Der Journalist sollte aber nicht mehr monomedial denken, sondern muss immer st\u00c3\u00a4rker \u00c3\u00bcberlegen, f\u00c3\u00bcr welches Medium, f\u00c3\u00bcr welchen Ausspielkanal er eine Geschichte am besten nutzen kann. Man w\u00c3\u00a4re schlecht beraten, Online-Medien da nur als Zweitverwerter zu sehen. Im Gegenteil, ihre Inhalte erreichen das Publikum ja vor der Fernsehsendung oder der Tageszeitung.<\/p><\/blockquote>\n<p>Was zweifelsohne richtig ist, gleichwohl aber nicht in die Gehirne der Leiter der Redaktionsstuben Einzug gehalten hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stefan Niggemeier ist einer derer, die verdienstvoll zuammengetragen haben, was manche Journalisten noch immer nicht verstehen: Wie Journalismus in den n\u00c3\u00a4chsten Jahren sich ver\u00c3\u00a4ndern wird. Die Zeiten, in denen Medieninhalte von einer kleinen, relativ homogenen Gruppe von Leuten produziert wurden und dem gro\u00c3\u0178en Rest nur das Rezipieren blieb, diese Zeiten sind bald endg\u00c3\u00bcltig vorbei. 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