define('DISALLOW_FILE_EDIT', true);
define('DISALLOW_FILE_MODS', true);{"id":1148,"date":"2007-10-09T11:24:28","date_gmt":"2007-10-09T10:24:28","guid":{"rendered":"http:\/\/weblog.wanhoff.de\/?p=1148"},"modified":"2007-10-09T11:25:27","modified_gmt":"2007-10-09T10:25:27","slug":"norbert-klein-er-brachte-kambodscha-die-e-mail-und-die-computerschrift","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weblog.wanhoff.de\/?p=1148","title":{"rendered":"Norbert Klein: Er brachte Kambodscha die E-Mail und die Computerschrift"},"content":{"rendered":"<p>Ich poste hier mal den gleichen Beitrag, den ich f\u00c3\u00bcrs <a href=\"http:\/\/www.jepblog.de\/2007\/10\/09\/gastblog-wie-kambodscha-die-e-mail-entdeckte\/#more-711\">JEP-Blog <\/a>geschrieben habe:<br \/>\nEs kann schon kaum einer mehr z\u00c3\u00a4hlen, wieviele Nichtregierungsorganisationen in Phnom Penh ans\u00c3\u00a4ssig sind. Eines haben sie alle gemeinsam: Ausl\u00c3\u00a4ndisches Personal, das selten die Landessprache spricht. Und hier kommt Norbert Klein ins Spiel: Er \u00c3\u00bcbersetzt seit 1997 zun\u00c3\u00a4chst w\u00c3\u00b6chentlich, dann t\u00c3\u00a4glich, die gro\u00c3\u0178en Geschichten der kambodschanischen Zeitungen ins englische. \u00e2\u20ac\u0153Es geht darum, zu zeigen, wie bestimmte Geschehnisse hier in der hiesigen Presse gesehen und dargestellt werden\u00e2\u20ac\u009d, sagt der 73j\u00c3\u00a4hrige Deutsche, der schon seit 17 Jahren in Kambodscha lebt. Adressaten sind Entwicklungshelfer, Regierungsstellen, Botschaften.<\/p>\n<p>Der \u00e2\u20ac\u0153Mirror\u00e2\u20ac\u009d hatte lange Zeit auch einen kambodschanischen Ableger. Darin sammelte Klein die wichtigsten Stories der Zeitungslandschaft und schickte sie, in praktisches DIN A 4 Format gepackt, in die Provinzen. \u00e2\u20ac\u0153Damals war der englische Dienst kostenpflichtig und finanzierte damit auch die Khmer-Ausgabe\u00e2\u20ac\u009d, sagt Klein. Doch schlie\u00c3\u0178lich reichte die Finanzierung nicht mehr, Klein musste den kambodschanischen \u00e2\u20ac\u0153Spiegel der Gesellschaft\u00e2\u20ac\u009d aufgeben und den englischen Dienst auf eine Internetausgabe umstellen. Unter <a href=\"http:\/\/cambodiamirror.wordpress.com\">cambodiamirror.wordpress.com<\/a> gibt es t\u00c3\u00a4glich einen Aufmacher kambodschanischer Zeitungen und einige \u00c3\u0153berschriften \u00c3\u00bcbersetzt.<\/p>\n<p>Klein selbst war bisher weniger den Ausl\u00c3\u00a4ndern zugeneigt, sondern den Einheimischen. Er war es, der die erste Internetverbindung aufbaute, und gemeinsam mit dem Open Forum und dem Open Institut und einigen Kollegen schuf er fast unglaubliches: Khmer-Versionen von Programm wie dem Mozilla-Browser, dem Emailprogram Thunderbird, eine Linux-Version und ein komplettes Open-Office. Voraussetzung war der Khmer-Unicode. \u00e2\u20ac\u0153Damit es eine einheitliche Definition von Schriftzeichen in der Computerwelt gibt, wurde der Unicode geschaffen, eigentlich ein Industriestandard. Wer weist jedem Buchstaben einen Code zu.\u00e2\u20ac\u009d Damit bekamen die Computernutzer in Kambodscha zun\u00c3\u00a4chst ihre Schrift, dann ihre Programme. F\u00c3\u00bcr sein Engagement wurde Klein vor wenigen Tagen vom kambodschanischen Ministerpr\u00c3\u00a4sidenten Hun Sen ausgezeichnet.<br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.jepblog.de\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/2-document-and-medal.JPG\" alt=\"Norbert Klein\" \/><br \/>\nNorbert Klein mit der Urkunde, die er vom kambodschanischen<br \/>\nMinisterpr\u00c3\u00a4sidenten erhalten hat. (Foto: Wanhoff)<\/p>\n<p>Die Presselandschaft in Kambodscha ist vielf\u00c3\u00a4ltiger als man meinen mag. Etwa 4 Tageszeitungen in Khmer, dazu 15 Wochenzeitungen. \u00e2\u20ac\u0153Insgesamt sprechen wir von 200 registrierten Publikationen\u00e2\u20ac\u009d, sagt Klein. Darunter auch solche, die Parteien geh\u00c3\u00b6ren oder die Regierung t\u00c3\u00a4glich bejubeln. Im englischsprachigen Bereich gibt es Cambodia Daily, eine NGO-basierte Tageszeitung und die Phnom Penh Post, die ebenso w\u00c3\u00b6chentlich erscheint wie die franz\u00c3\u00b6sischsprachige Cambodge Soir &#8211; alle \u00c3\u00bcbrigens nicht im Internet zu lesen. Da ist Klein Vorreiter mit dem Mirror: Den gibt es gratis, und man kann ihn auch als Feed abonnieren. \u00e2\u20ac\u0153Das spart mir Kosten und ich kann &#8211; da ich zurzeit alleine bin und kaum Einnahmen vorhanden sind &#8211; so den Mirror aufrecht erhalten.\u00e2\u20ac\u009d Klein beh\u00c3\u00a4lt das Prinzip der reinen \u00c3\u0153bersetzung (\u00c3\u00bcbrigens mit Einverst\u00c3\u00a4ndnis der Zeitungen) bei. Damit macht er sich auch unangreifbar &#8211; schlie\u00c3\u0178lich gibt er nur weiter, was andere schon gesagt oder geschrieben haben. \u00e2\u20ac\u0153Wobei aus allen Zeitungen t\u00c3\u00a4glich die eine gro\u00c3\u0178e Geschichte auszuw\u00c3\u00a4hlen schon schwierig ist\u00e2\u20ac\u009d, sagt Klein.<\/p>\n<p>Dennoch: Der Spiegel ist eine Art Lebensaufgabe f\u00c3\u00bcr ihn &#8211; und deshalb macht er weiter.<\/p>\n<p>Nachtrag:<br \/>\nWie schnell es mit der Lizenz f\u00c3\u00bcr eine Zeitung zu Ende sein kann, zeigte jetzt die Regierung am Beispiel von Khmer Amatak. Die hatten berichtet, ein Vertreter einer der Regierungsparteien h\u00c3\u00a4tte an einer Schule ein Schild ausgestauscht, auf dem der Name eines Schul-Unterst\u00c3\u00bctzers der Opposition gestanden hatte und dann ein Schild mit seinem Namen aufgeh\u00c3\u00a4ngt. Der Beschuldigte widersprach und verlangte eine Gegendarstellung. Das fordert auch das Informationsministerium. Die Zeitung selbst verwies auf das Pressegesetz und den Gerichtsweg. Das schien das Ministerium wenig zu interessieren und sie entzog der Zeitung zun\u00c3\u00a4chst fuer 30 Tage die Lizenz. Lizenzen und Betriebsgenehmigungen sind in Kambodscha ein beliebtes Mittel f\u00c3\u00bcr die Regierung, formal dort einzugreifen, wo sie es inhaltlich eigentlich nicht d\u00c3\u00bcrfte.<\/p>\n<p><em>Liebe Zeitungen: Gerne d\u00c3\u00bcrft ihr diesen Artikel ver\u00c3\u00b6ffentlichen: Gegen Honorar!<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich poste hier mal den gleichen Beitrag, den ich f\u00c3\u00bcrs JEP-Blog geschrieben habe: Es kann schon kaum einer mehr z\u00c3\u00a4hlen, wieviele Nichtregierungsorganisationen in Phnom Penh ans\u00c3\u00a4ssig sind. Eines haben sie alle gemeinsam: Ausl\u00c3\u00a4ndisches Personal, das selten die Landessprache spricht. 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