define('DISALLOW_FILE_EDIT', true);
define('DISALLOW_FILE_MODS', true);{"id":135,"date":"2006-02-17T21:39:58","date_gmt":"2006-02-17T20:39:58","guid":{"rendered":"http:\/\/weblog.wanhoff.de\/?p=135"},"modified":"2006-02-17T21:39:58","modified_gmt":"2006-02-17T20:39:58","slug":"trophaenjagd-in-afrika-und-anderswo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weblog.wanhoff.de\/?p=135","title":{"rendered":"Troph\u00c3\u00a4enjagd in Afrika und anderswo"},"content":{"rendered":"<p>Eben schaue ich 3sat und dort einen Bericht \u00c3\u00bcber die so genannte Troph\u00c3\u00a4enjagd. Darunter versteht man das gezielte Abschie\u00c3\u0178en von seltenen Tieren gegen Bezahlung, und zwar in privaten Reservaten. Das ist wohl erlaubt, weil privater Grund. Die Besitzer sagen &#8211; so der Bericht &#8211; man lasse nur so viele Tiere schie\u00c3\u0178en, wie es der Bestand vertr\u00c3\u00a4gt und auch nur alte m\u00c3\u00a4nnliche Tiere. Tiersch\u00c3\u00bctzer sehen das aber anders.  Gezeigt wird Leo S. aus Limburg, der f\u00c3\u00bcr den Abschuss einer seltene Antilope bezahlt hat &#8211; letztlich schafft er es nur mit aufgelegtem Gewehr und aus sicherer Entfernung. Die Reservatbesitzer sagen, nur so k\u00c3\u00b6nnen sie das \u00c3\u0153berleben seltener Arten sichern &#8211; indem sie ein paar Tiere abschie\u00c3\u0178en lassen.<\/p>\n<p>Das Bundesamt f\u00c3\u00bcr Naturschutz sieht das Ganze <a href=\"http:\/\/www.bfn.de\/fileadmin\/MDB\/documents\/troph1.pdf\">zwiesp\u00c3\u00a4ltig.<\/a><\/p>\n<blockquote><p>Die vorliegende Analyse der Troph\u00c3\u00a4enjagd-Praxis verdeutlicht, dass weder eine pauschale  Ablehnung dieser Jagdform aus Naturschutzgr\u00c3\u00bcnden noch deren Verkl\u00c3\u00a4rung als<br \/>\n\u00e2\u20ac\u017eZauberformel\u00e2\u20ac\u0153 f\u00c3\u00bcr die Erhaltung jagdbarer gef\u00c3\u00a4hrdeter Tierarten berechtigt ist. Die  derzeitige Nutzung vieler Troph\u00c3\u00a4en-Arten birgt ein hinsichtlich mehrerer Faktoren  unkalkulierbares Gefahrenpotential f\u00c3\u00bcr die betroffenen Spezies in sich, bietet aber auch  eine Reihe von naturschutzfachlich begr\u00c3\u00bc\u00c3\u0178enswerten M\u00c3\u00b6glichkeiten, Tierarten und ihre  Lebensr\u00c3\u00a4ume zu erhalten.  <\/p><\/blockquote>\n<p>Wie es auch aussehen kann, zeigt die Seite <a href=\"http:\/\/www.tigerfreund.de\/2\/tot_oder_lebend.htm\">Tigerfreund.de<\/a>: In K\u00c3\u00a4figen gehaltene Tiere, die auf den Abschuss warten.<\/p>\n<p>Das Prinzip, nur alte Tiere zu schie\u00c3\u0178en, hat auch seine Kehrseite:<\/p>\n<blockquote><p>Die Troph\u00c3\u00a4enjagd ist aus \u00c3\u00b6kologischer Sicht ohnehin \u00c3\u00a4u\u00c3\u0178erst fragw\u00c3\u00bcrdig: Sie zielt auf die st\u00c3\u00a4rksten, erfahrensten und f\u00c3\u00bcr die Arterhaltung besonders wichtigen Tiere ab und steht damit im krassen Gegensatz zu den Selektionsmechanismen der Natur, die kranke und schwache Tiere t\u00c3\u00b6tet. Diese widernat\u00c3\u00bcrliche Auslese kann zus\u00c3\u00a4tzlich fatale Auswirkungen f\u00c3\u00bcr das \u00c3\u0153berleben einer Art haben.<\/p><\/blockquote>\n<p> schreibt die Seite<a href=\"http:\/\/www.prowildlife.de\/de\/Presse\/Archiv_2001\/PM-Grizzly-Kanada\/pm-grizzly-kanada.html\"> &#8220;Prowildlife&#8221;.<\/a><\/p>\n<p>Wer Tiere schie\u00c3\u0178t, um die Art zu erhalten, kann das gerne tun: In einem Arbeitskamp in Afrika,  wo er ehrenamtlich arbeitet, Z\u00c3\u00a4une repariert, verletzte Tiere pflegt, whatever. So, wie es auch J\u00c3\u00a4ger in Deutschland tun. Diejenigen zumindest, die ihren Job richtig verstehen &#8211; vornehmlich j\u00c3\u00bcngere. Doch gerade \u00c3\u00a4ltere J\u00c3\u00a4ger benutzen ihr Gewehr gerne als Schwanzverl\u00c3\u00a4ngerung. Leo S. aus Limburg hatte im Bericht angegeben, schon 30 Troph\u00c3\u00a4en zu haben &#8211; das hat mit Artenschutz nichts zu tun. Bisweilen muss man im Naturschutz sicher Kompromisse machen, und auch in der Artenerhaltung. Aber mit Sicherheit nicht, indem man schie\u00c3\u0178w\u00c3\u00bctigen Feiglingen 7000 Dollar f\u00c3\u00bcr den Tod einer Antilope abkn\u00c3\u00b6pft. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eben schaue ich 3sat und dort einen Bericht \u00c3\u00bcber die so genannte Troph\u00c3\u00a4enjagd. Darunter versteht man das gezielte Abschie\u00c3\u0178en von seltenen Tieren gegen Bezahlung, und zwar in privaten Reservaten. Das ist wohl erlaubt, weil privater Grund. 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