define('DISALLOW_FILE_EDIT', true);
define('DISALLOW_FILE_MODS', true);{"id":1561,"date":"2008-12-01T04:42:18","date_gmt":"2008-12-01T03:42:18","guid":{"rendered":"http:\/\/weblog.wanhoff.de\/?p=1561"},"modified":"2008-12-01T04:42:18","modified_gmt":"2008-12-01T03:42:18","slug":"ngos-in-kambodscha-ein-trauerspiel-der-mildtatigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weblog.wanhoff.de\/?p=1561","title":{"rendered":"NGOs in Kambodscha: Ein Trauerspiel der Mildt\u00c3\u00a4tigkeit"},"content":{"rendered":"<p>Kaum wieder mal in Kambodscha, h\u00c3\u00b6re ich wieder neue Schauergeschichten \u00c3\u00bcber NGOs. Diese ach so mildt\u00c3\u00a4tigen Organisationen, deren leitende Mitarbeiter in Saus und Braus in Kambodscha leben, machen dieses Land mehr kaputt als dass sie helfen.<br \/>\nEin Beispiel: Eine europ\u00c3\u00a4ische Pharmafirma produziert und verkauft in Kambodscha f\u00c3\u00bcr den heimischen Markt ein bestimmtes Mittel, das bei Computertomographen eingesetzt wird. Diese Mittel wird von den gro\u00c3\u0178en Krankenh\u00c3\u00a4usern hier gekauft. Damit wird &#8211; logischerweise &#8211; die Existenz der Firma und vor allem qualifizierter Arbeitspl\u00c3\u00a4tze gesichert. Dann kommt eine NGO und denkt, sie muss die Krankenh\u00c3\u00a4user unterst\u00c3\u00bctzen &#8211; und schenkt diesen Krankenh\u00c3\u00a4usern dieses Mittel, das sie nat\u00c3\u00bcrlich mitbringt. Die im Land ans\u00c3\u00a4ssige Firma hat dadurch Verluste, vielleicht muss die Arbeitskr\u00c3\u00a4fte entlassen. Die Ironie ist,  der Arzt und das Krankenhaus dieses Mittel den Patienten berechnen (arme Patienten k\u00c3\u00b6nnen das nat\u00c3\u00bcrlich nicht bezahlen), und der Herr Doktor noch wohlhabender wird. <\/p>\n<p>Ein anderes Beispiel, und das ist wirklich stellvertretend daf\u00c3\u00bcr wie Entwicklungshilfe tats\u00c3\u00a4chlich aussieht: Eine Hilfsorganisation sagt eine Medikamentenspende f\u00c3\u00bcr ein Krankenhaus zu. Alle freuen sich. Doch statt die Medikamente im Land selbst (hier Kambodscha) zu kaufen, werden sie nat\u00c3\u00bcrlich im europ\u00c3\u00a4ischen Heimatland gekauft und dann nach Asien verschifft.<\/p>\n<p>Und dann noch der Hinweis, dass wir selbst aus unserem Appartment f\u00c3\u00bcr das wir 800 Dollar gezahlt haben herausgeworfen wurden, weil eine NGO (Oxfam) das komplette Haus gemietet hat (und sicherlich nicht weniger bezahlte als die dort wohnenden Ausl\u00c3\u00a4nder).<\/p>\n<p>Wer jetzt zur Weihnachtszeit spendet, gerade auch bei den gro\u00c3\u0178en Organisationen, sollte mal genau fragen, welches Auto der Landeschef f\u00c3\u00a4hrt, wieviele Hausangestellte er so hat und was sein Monatseinkommen ist. Es geht nicht darum, dass qualifizierte Leute gut bezahlt werden sollen. NGO Direktoren sind in Kambodcha in der Regel REICH.<\/p>\n<p>Und ja, es gibt auch viele meist kleine Projekte die in irgendeiner Form etwas gutes bewirken. Aber ist ist selten nachhaltig und \u00c3\u00a4ndert meistens nichts. <\/p>\n<p>Ein kleines Beispiel: Als in Vietnam die Helmpflicht eingef\u00c3\u00bchrt wurde, gab es von der Regierung und NGOs Kampagnen, aber vor allem auch hatte die Polizei rigoros darauf geachtet, dass Helme getragen werden. In Kambodscha verteilt das Rote Kreuz kostenlos Helme (wieder ein Markt, der dadurch zerst\u00c3\u00b6rt wird bzw. gar nicht erst entstehen kann). Die Polizei interessiert es einen Dreck, ob jeand einen Helm tr\u00c3\u00a4gt oder nicht. Es ist h\u00c3\u00b6chstens ab und an ein Grund, zu kassieren. Aber eben nicht als eine konzertierte Aktion, wie es in Vietnam der Fall war.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kaum wieder mal in Kambodscha, h\u00c3\u00b6re ich wieder neue Schauergeschichten \u00c3\u00bcber NGOs. 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