define('DISALLOW_FILE_EDIT', true);
define('DISALLOW_FILE_MODS', true);{"id":1916,"date":"2010-01-19T02:24:23","date_gmt":"2010-01-19T01:24:23","guid":{"rendered":"http:\/\/weblog.wanhoff.de\/?p=1916"},"modified":"2010-01-19T02:24:23","modified_gmt":"2010-01-19T01:24:23","slug":"angst-vor-google-verschworung-bei-zeit-online-gedanken-zu-einer-debatte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weblog.wanhoff.de\/?p=1916","title":{"rendered":"Angst vor Google &#8211; Verschw\u00c3\u00b6rung bei ZEIT ONLINE &#8211; Gedanken zu einer Debatte"},"content":{"rendered":"<p>Und wieder hat wer zugeschlagen, diesmal Susanne Gaschke von der Zeit. Google muss demokratisiert werden, fordert sie.<br \/>\nSchauen wir uns mal <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2010\/03\/01-Google\">ihren Artikel bei Zeit Online an:<br \/>\n<\/a><\/p>\n<blockquote><p>Nun kommt das internetf\u00c3\u00a4hige Google-Handy Nexus One auf den Markt. Wie mit nahezu jedem modernen Handy kann man auch mit diesem Fotos machen \u00e2\u20ac\u201c nur hat das Nexus ein Programm, das diese Fotos per Internet gleich zu identifizieren vermag. <\/p><\/blockquote>\n<p>Das geht auch schon mit anderen Android Handys. Apples iphoto zum Beispiel erkennt Gesichter, und die Software der Polizeibeh\u00c3\u00b6rden ebenfalls. Mitnichten ist das ein Googleproblem. Mal abgesehen davon, dass es eine Rechtslage gibt, die es schlicht verbietet (zumindest in Deutschland), unerlaubt Bilder zu ver\u00c3\u00b6ffentlichen. Statt aber Recht durchzusetzen (der B\u00c3\u00b6se ist immer noch der der das Foto ver\u00c3\u00b6ffentlicht) wird einfach mal der \u00c3\u0153berbringer der schlechten Nachricht verantwortlich gemacht.<\/p>\n<p>Und was alles die Autorin auf uns zukommen sieht:<\/p>\n<blockquote><p>Es geht um Monopolanspr\u00c3\u00bcche auf die Ressourcen der Wissensgesellschaft. Es geht um \u00c3\u0153berwachung \u00e2\u20ac\u201c durch Privatunternehmen und Mitb\u00c3\u00bcrger. Es geht um personalisierte Werbung, die den Kunden umzingelt.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Naja, Wikipedia hat diesen Monopolanspruch auch irgendwie, wenn es um Wissen geht. Und der Begriff der \u00c3\u0153berwachung ist mal wieder so eine Unterstellung, wie sie Journalisten eigentlich unterlassen sollten. Tats\u00c3\u00a4chlich ist es der Staat der \u00c3\u00bcberwacht, und zwar nicht zu knapp. Und personalisierte Werbung, die den Kunden umzingelt??? Mich st\u00c3\u00b6rt ehrlich der Werbem\u00c3\u00bcll im Briefkasten mehr. Mal abgesehen davon das Werbung dezenter als bei Google kaum geht. Aber aus irgendeinem Grund ist Werbung ja jetzt auch b\u00c3\u00b6se. (Gerade von Printjournalisten ist das geradezu l\u00c3\u00a4cherlich, als ob die Zeit keine Werbung h\u00c3\u00a4tte. Und nat\u00c3\u00bcrlich ist die auch personalisiert, wenn auch gr\u00c3\u00b6ber).<\/p>\n<p>Leider muss man bei Journalisten wie Frau Gaschke immer ein paar Abs\u00c3\u00a4tze lesen, bis man sieht, dass manches vom Anfang relativiert wird. So r\u00c3\u00a4umt sie ein, dass man mit der Bilderkennung auch Bauwerke erkennen kann und so Informationen zum Beispiel zum K\u00c3\u00b6lner Dom bekommt. Und das Google die Gesichtserkennung noch gar nicht freigeschaltet hat, eben WEIL es Bedenken gibt.<\/p>\n<p>Weiteres Beispiel Street View, eine der verlogensten Debatten die ich je geh\u00c3\u00b6rt habe. Mal abgesehen davon dass ich kein Recht am Bild einer Gemeinde oder gar eines Hauses erkennen kann: Solche Ideen gab es schon Jahre zuvor (ich selbst habe vor Jahren schon unter Cityimages.de alle Stra\u00c3\u0178en meines Heimatortes fotografiert, mit GPS-Daten versehen und in eine Datenbank eingegeben, um diese Daten dann f\u00c3\u00bcr Touristen mit Infos zu Sehensw\u00c3\u00bcrdigkeiten zu verkn\u00c3\u00bcpfen). Google halt lediglich den Vorteil, die Ressourcen zu haben und das Geld, um Autos mit Kameras durch die Welt zu schicken.<\/p>\n<blockquote><p>Bevor Google jemanden fotografieren l\u00c3\u00a4sst, muss die Firma den Betroffenen um Erlaubnis bitten.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Und so was von Journalisten: Liebe Frau Gaschke, einfach mal zur\u00c3\u00bcck ins Seminar f\u00c3\u00bcr Journalisten gehen und ein bisserl Rechtslage lernen: Erstens muss man nicht um Erlaubnis fragen, ob man jemanden fotografieren darf (zumindest rechtlich nicht, gleichwohl geh\u00c3\u00b6rt es zum guten Ton), sondern ob man es <strong>ver\u00c3\u00b6ffentlichen<\/strong> darf, zum anderen aber, und das werden Ihnen die Kollegen Fotografen sicher auch sagen k\u00c3\u00b6nnen, geht es um bildbestimmend. Sonst w\u00c3\u00bcrden Sie niemals eine Fu\u00c3\u0178g\u00c3\u00a4ngerzone fotografieren d\u00c3\u00bcrfen. Schauen Sie mal in die Zeit und geben Sie mit bei jedem Foto bitte die schriftliche Best\u00c3\u00a4tigung, dass diese Menschen mit einer Ver\u00c3\u00b6ffentlichung einverstanden waren. <a href=\"http:\/\/images.zeit.de\/wirtschaft\/2010-01\/haiti\/haiti-540x304.jpg\">Die hier zum Beispiel<\/a>. <a href=\"http:\/\/images.zeit.de\/reisen\/2010-01\/tourismus-rueckgang\/tourismus-rueckgang-540x304.jpg\">Oder die hier am Strand.<\/a><a href=\"http:\/\/images.zeit.de\/reisen\/2009-12\/kirrwiller\/kirrwiller-540x304.jpg\">Oder die hier<\/a><br \/>\nGoogle macht &#8211; im Gegensatz zur Zeit &#8211; alle Gesichter unkenntlich. Die ZEIT nicht. Im \u00c3\u00bcbrigen finde ich die manuelle Facebook-Version des Bildertaggens viel unertr\u00c3\u00a4glicher.<\/p>\n<p>Sp\u00c3\u00a4testens bei folgendem Absatz frage ich mich aber welche Kompetenz Frau Gaschke eigentlich hat:<\/p>\n<blockquote><p>Der Vorstandsvorsitzende Schmidt hat darauf eine einfache Antwort: \u00c2\u00bbWenn es etwas gibt, von dem Sie nicht wollen, dass es irgendjemand erf\u00c3\u00a4hrt, sollten Sie es vielleicht gar nicht erst tun.\u00c2\u00ab..Das aber ist totalit\u00c3\u00a4res Denken. Eine demokratische Gesellschaft muss sich politisch dagegen wehren. Mit Gesetzen. Mit Demonstrationen oder Flashmobs vor Googles geheimen Serverzentren.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Nat\u00c3\u00bcrlich ist das was Schmidt sagt Unsinn. Man kann alles tun, aber man sollte es vielleicht nicht ver\u00c3\u00b6ffentlichen. Google selbst ver\u00c3\u00b6ffentlicht nichts, <strong>Google listet nur was schon \u00c3\u00b6ffentlich IST!!<\/strong><\/p>\n<p>Es ist nicht Google, das \u00c3\u00bcberwacht. Erstens gibt man selbst das meiste von sich preis. Ich weiss, dass Susanne Gaschke eine Journalisten ist, 1967 geboren, sich f\u00c3\u00bcr Kinder einsetzt, mit dem SPD-Politiker Hans-Peter Bartels verheiratet ist und sogar einen Wikipedia-Eintrag hat. Diese Informationen habe ich von ihrem Arbeitgeber ZEIT und eben aus der Wikipedia. Google hat sie nur gelistet.<br \/>\nFrau Gaschke geh\u00c3\u00b6rt zu den Journalisten, die trotz akademischem Hintergrund das Internet nicht verstanden haben. Es ist so wie wenn man unliebsame B\u00c3\u00bccher aus der Bibliothek entfernen will und daf\u00c3\u00bcr die Karteik\u00c3\u00a4sten entfernt, die B\u00c3\u00bccher aber bel\u00c3\u00a4sst. Frau Gaschke, glauben Sie denn das Bing und Yahoo nicht an \u00c3\u00a4hnlichen Techniken arbeiten bzw. diese schon haben?<\/p>\n<p>Ich finde es beeindruckend, dass jemand nach Demokratie ruft, um ein Unternehmen zu bek\u00c3\u00a4mpfen. Freies Unternehmertum ist einer der Grundpfeiler der Demokratie, und Firmen m\u00c3\u00bcssen sich an bestehende Gesetze halten. Und falls nicht, wird das von Gerichten gekl\u00c3\u00a4rt und nicht von Politikern. Eine Lex Google allerdings w\u00c3\u00a4re die eigentliche Bedrohung der Demokratie. Wie auch Journalisten, die Artikel zu Themen schreiben, zu denen sie auch ein Buch geschrieben haben, und man sich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass der Artikel vielleicht nur eine PR-Ma\u00c3\u0178nahme ist.<\/p>\n<blockquote><p>Susanne Gaschke ist Redakteurin der Zeit und Autorin des Buches &#8220;Klick: Strategien gegen die digitale Verdummung&#8221;.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>DAS nenne ich von Werbung umzingelt sein.<\/p>\n<p>Google macht \u00c3\u00b6ffentlich, was es sammelt. Der Staat macht das nicht, Es gibt keine Kontrolle. Politiker nicken Gesetze ab, die Deutschland zu einem der restriktivsten L\u00c3\u00a4nder machen, kaum woanders gibt es solche technischen \u00c3\u0153berwachungsm\u00c3\u00b6glichkeiten seitens des Staates, ohne politische Kontrolle. Wo war die Demokratie bei Zensursula? Es bedurfte der FDP, nicht der SPD, um diese Frau wieder zur\u00c3\u00bcckzupfeifen. Demos sind vor dem BKA angebracht, und vor der SPD-Parteizentrale, aber bitte nicht vor Googles geheimen Serverzentren (ein geradezu kindischer Ausdruck im \u00c3\u00bcbrigen).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und wieder hat wer zugeschlagen, diesmal Susanne Gaschke von der Zeit. Google muss demokratisiert werden, fordert sie. Schauen wir uns mal ihren Artikel bei Zeit Online an: Nun kommt das internetf\u00c3\u00a4hige Google-Handy Nexus One auf den Markt. 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