define('DISALLOW_FILE_EDIT', true);
define('DISALLOW_FILE_MODS', true);{"id":2054,"date":"2010-07-26T13:00:25","date_gmt":"2010-07-26T12:00:25","guid":{"rendered":"http:\/\/weblog.wanhoff.de\/?p=2054"},"modified":"2010-07-26T12:02:25","modified_gmt":"2010-07-26T11:02:25","slug":"das-leidige-thema-backpacker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weblog.wanhoff.de\/?p=2054","title":{"rendered":"Das leidige Thema Backpacker"},"content":{"rendered":"<p>Ich poste hier mal was ich drueben bei Wanhoffs Reisen schon geschrieben habe. <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/wanhoff\/1773211944\/\" title=\"Monks in a pagoda by thomaswanhoff, on Flickr\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm3.static.flickr.com\/2081\/1773211944_34d5bdc9be.jpg\" width=\"375\" height=\"500\" alt=\"Monks in a pagoda\" \/><\/a><\/p>\n<p>Sie sind \u00c3\u00bcberall und denken, sie sind unglaublich cool: Backpacker. Was fr\u00c3\u00bcher noch \u00c3\u00bcber 30j\u00c3\u00a4hrige auf der Suche nach dem Sinn des Lebens waren, sind heute 20somethings auf der Suche nach Spa\u00c3\u0178. Und der soll bitte wenig kosten. Deshalb l\u00c3\u00a4\u00c3\u0178t man sich gerne in Drittweltl\u00c3\u00a4ndern nieder, wo Bier und Drogen g\u00c3\u00bcnstig sind. Kambodscha, Vietnam und Laos sind da nur einige L\u00c3\u00a4nder, die unter Backpackern zu leiden haben.<br \/>\nLeiden? Ja. Denn der Backpacker l\u00c3\u00a4sst nicht wirklich viel Geld im Land. 10 Dollar pro \u00c3\u0153bernachtung, billiges Essen am Stra\u00c3\u0178enrand (mit den bekannten Nebenwirkungen), billiges Bier am Abend.<br \/>\nIch erinnere mich, wie es in Kambodscha fast jeden Tag zu Diskussionen mit Tuktukfahrern kam, weil Backpacker zu wenig bezahlen wollten (und zu bl\u00c3\u00b6d waren ihren ach so heiligen Lonely Plant zu lesen, in dem steht, dass man vorher einen Preis ausmachen soll).<\/p>\n<p>Was aber gerade in Thailand, Laos und Kambodscha wirklich zu weit geht, ist das Benehmen der Backpacker. Nat\u00c3\u00bcrlich sind damit nicht alle gemeint, aber aus eigener Erfahrung w\u00c3\u00bcrde ich sagen es ist fast 50\/50.<\/p>\n<p>Die oben genannten L\u00c3\u00a4ndern sind buddhistische L\u00c3\u00a4nder, in denen Kultur und Tradition noch gelebt werden. Es bedarf eigentlich nicht viel, das zu respektieren. In Deutschland laufe ich nicht mit einer Bierflasche durchs Kloster oder h\u00c3\u00a4nge meine Baseballkappe ans Kruzifik. In Asien habe ich das gesehen. In Luangprabang scheinen Backpacker alle Manieren aufzugeben: Dort werden M\u00c3\u00b6nche angefasst, festgehalten, vor die Kamera gezerrt, als ob das hier Disneyland w\u00c3\u00a4re. <\/p>\n<p>Liebe Backpacker, es ist sch\u00c3\u00b6n das ihr reist, aber bitte befolgt eine paar simple Regeln:<\/p>\n<p>Asiaten ist es peinlich <strong>nackte Haut <\/strong>zu zeigen UND zu sehen. Bitte bedeckt Oberk\u00c3\u00b6rper,( Schultern, R\u00c3\u00bccken, Brust und Bauch) und Oberschenkel mit Kleidung. (In Laos hei\u00c3\u0178en Backpacker auch Monkeytails, weil die M\u00c3\u00a4nner ihr T-Shirt hinten in die Hose stecken und das wie ein Schwany herumbaumelt). Wer zuhause mit einer <a href=\"http:\/\/www.guna.de\/\">Jeans<\/a> zufrieden ist, sollte die doch bitte auch in Asien tragen. Jeans sind robuts, lassen sich schnell waschen und trocken hier und sch\u00c3\u00bctzen auch vor der Sonne.<\/p>\n<p>Auch wenn die Asiaten gerne mal ein Bierchen trinken, muss man NICHT am helllichten Tag mit einer Bierflasche in der Hand auf der Stra\u00c3\u0178e herumlaufen.<\/p>\n<p>Ein Wasserfall, ein Strand, ein kleiner Teich laden zum Schwimmen ein. Zum Schwimmen. NICHT zum FKK, Oben-Ohne-Baden. Auch nicht zum Bierflaschen-Weitwurf. Man wirft den M\u00c3\u00bcll in M\u00c3\u00bclleimer oder nimmt ihn wieder mit.<\/p>\n<p>M\u00c3\u00b6nchen werden in Asien besonders respektiert. Nur weil ihr in Euren Heimatl\u00c3\u00a4ndern vielleicht noch keinen M\u00c3\u00b6nch gesehen habt, m\u00c3\u00bcsst ihr hier die M\u00c3\u00b6nche nicht wie Freiwild behandeln. Man MACHT NICHT ungefragt ein Foto von einem M\u00c3\u00b6nch. Frauen fassen M\u00c3\u00b6nche NIEMALS an. Westler m\u00c3\u00bcssen M\u00c3\u00b6nchen auch nichts opfern, schon gar nicht schlechten Reis, den sie von einem windigen H\u00c3\u00a4ndler am Morgen gekauft haben. Das Wesen der Opfergabe liegt unter anderem darin, dass man die Speisen selbst zubereitet hat.<\/p>\n<p>Ein Kloster und ein Tempel sind heilige Orte und keine Yogaschule. Menschen beten dort. Man fasst KEINE Buddhastatuen an (und schon gar nicht am Kopf), man macht KEINE lustigen Fotos mit einer Buddhastatue (oder gar einem M\u00c3\u00b6nch). Man zieht die Schuhe aus, wo es verlangt wird. Man bedeckt Schultern und Brust wenigstens mit einem Schal, wenn man schon meint im Tank-Top herumlaufen zu m\u00c3\u00bcssen.<\/p>\n<p>Arme Menschen, vor allem alte arme Menschen, haben keine Rente und m\u00c3\u00bcssen deshalb oft bis ins hohe Alter arbeiten. Ihre Geld verdienen sie oft mit dem Verkauf von Losen oder Fr\u00c3\u00bcchten oder was immer sich verkaufen l\u00c3\u00a4\u00c3\u0178t. Sie sind KEINE Fotomodels. Wer sie fotografiert, sollte wenigstens um Erlaubnis bitten und auch etwas kaufen von ihnen.<\/p>\n<p>Kinder werden NIEMALS am Kopf angefasst.<\/p>\n<p>Besucher und Expats aus dem Westen haben immer noch in Asien ein hohes Ansehen. Es w\u00c3\u00a4re sch\u00c3\u00b6n wenn es so bleibt.<\/p>\n<p>Fuer diejenigen die es nicht glauben wollen: eben habe ich einen Bericht aus Vang Vieng bekommen, wo die Backpacker sich as Laos angeht besonders schrecklich benehmen; Die Folgen:<\/p>\n<blockquote><p>In the wake of increased rubbish dumping, local fishermen in Vangvieng district are being forced to fish with torches by night, so as to avoid stepping on broken glass. This makes their task very difficult as light can frighten fish, sending them darting every which way.<\/p><\/blockquote>\n<p>und weiter:<\/p>\n<blockquote><p>In an attempt to minimise damage to the surrounds, authorities have encouraged shop and bar owners to sell cans of beer instead of bottles, as they have a smaller impact on the environment. Many businesses along the river are abiding by the rules yet some still sell bottles to visitors because they can earn more profit doing so.<br \/>\n\u00e2\u20ac\u0153The authorities have already put measures in place to ban shops and bars from selling bottled beer for visitors to take to the river, as the bottles which are often left in the water are damaging the environment. However, some shops have ignored the ban and we are looking for ways to reprimand them,\u00e2\u20ac\u009d said Vangvieng district Deputy Governor, Mr Phonekeo Khounphon.:\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Nachzulesen bei <a href=\"http:\/\/Laovoices.com\">Laovoices.com<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich poste hier mal was ich drueben bei Wanhoffs Reisen schon geschrieben habe. Sie sind \u00c3\u00bcberall und denken, sie sind unglaublich cool: Backpacker. Was fr\u00c3\u00bcher noch \u00c3\u00bcber 30j\u00c3\u00a4hrige auf der Suche nach dem Sinn des Lebens waren, sind heute 20somethings auf der Suche nach Spa\u00c3\u0178. Und der soll bitte wenig kosten. 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