define('DISALLOW_FILE_EDIT', true);
define('DISALLOW_FILE_MODS', true);{"id":2140,"date":"2010-11-10T03:56:44","date_gmt":"2010-11-10T02:56:44","guid":{"rendered":"http:\/\/weblog.wanhoff.de\/?p=2140"},"modified":"2010-11-24T04:50:16","modified_gmt":"2010-11-24T03:50:16","slug":"sex-tourismus-sex-mit-kindern-und-asien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weblog.wanhoff.de\/?p=2140","title":{"rendered":"Sex-Tourismus und Kinderprostitution in S\u00c3\u00bcdostasien"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/wanhoff\/494725337\/\" title=\"Bar in Phnom Penh by thomaswanhoff, on Flickr\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm1.static.flickr.com\/206\/494725337_3b3c4a2104.jpg\" width=\"500\" height=\"375\" alt=\"Bar in Phnom Penh\" \/><\/a><br \/>\n<em>Das Foto zeigt eine Bar in Phnom Penh, in der zwar Beergirls versuchen, mehr Getr\u00c3\u00a4nke zu verkaufen und den Besucher zu unterhalten, aber mehr auch nicht.<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Ich wollte diesen Artikel schon lange schreiben. Er passt mal wieder nicht ins Bild, das vor allem in Europa \u00c3\u00bcber <del datetime=\"2010-11-12T00:34:58+00:00\">Asien<\/del>S\u00c3\u00bcdostasien herrscht. Diesmal geht es um Sextourismus und Kindersex. Dar\u00c3\u00bcber haben sich mittlerweile Legenden gebildet, die so falsch sind wie unausl\u00c3\u00b6schbar scheinen.<\/p>\n<p>Zun\u00c3\u00a4chst einmal zum Thema Sextourismus: Nat\u00c3\u00bcrlich gibt es Sextourismus und nat\u00c3\u00bcrlich ist das auch ein Grund f\u00c3\u00bcr manche, nach S\u00c3\u00bcdost-Asien zu reisen. So wie Hotels und Essen billig ist, ist auch der Sex (wobei das Preisniveau durchaus h\u00c3\u00b6her liegt als erwartet, so man nicht die letzte Kaschemme benutzt. Das aber machen die meisten Touristen nicht. Sie gehen in die Hai Ba Trung in Saigon oder in die Soi Cowboy oder Pat Phong in Bangkok oder in die Seitenstra\u00c3\u0178en der Riverside in Phnom Penh. Das alles sind bekannte Rotlichtbezirke. Die meisten Bars hier sind seit langem im Gesch\u00c3\u00a4ft. Sie k\u00c3\u00b6nnen es sich gar nicht erlauben, &#8220;schlechte Qualit\u00c3\u00a4t&#8221; zu bieten. Sex kostet so um die 70 Dollar die Stunde in Vietnam und Bangkok, in Kamboscha ist es billiger. Die meisten M\u00c3\u00a4dchen (in der Regel sind es M\u00c3\u00a4dchen unter 30, aber in der Regel sind sie auch \u00c3\u00bcber 18 Jahre alt) arbeiten sicher nicht, weil es ihr Traumjob ist. Sie wurden meist mit Versprechungen aus den Provinzen in die gro\u00c3\u0178e Stadt gelockt und finden sich dann in einer Bar wieder. Aber, das ist auch eine Realit\u00c3\u00a4t: Die meisten k\u00c3\u00b6nnten durchaus zur\u00c3\u00bcckkehren. Was sie h\u00c3\u00a4lt, ist gutes Geld f\u00c3\u00bcr sie und ihre Familie und der Wunsch, einen Ausl\u00c3\u00a4nder kennzulernen und zu heiraten.  wohlgemerkt, ich rede von den sichtbaren Mainstream Bars. Etwas anderes ist die Situation in den Massage-Salons, Karaoke Bars und anderen Etablissiments abseits der bekannten Viertel. Hier verliert sich kaum ein westlicher Ausl\u00c3\u00a4nder hin. Sie sind meist in der Hand von Asiaten, und zwar gleicherma\u00c3\u0178en was Besitzer und Kunden betrifft. Das sind Orte, in denen ein Westler vielleicht Sex f\u00c3\u00bcr weniger Geld bekommt, aber auch einem h\u00c3\u00b6heren Risiko ausgesetzt ist, beraubt, bet\u00c3\u00a4ubt oder gar umgebracht zu werden (es gab gerade Berichte aus Vietnam, wo im Backpackerviertel drei Ausl\u00c3\u00a4nder an einer \u00c3\u0153berdosis KO-Tropfen gestorben sind). Also: Der gemeine Sextourist geht in die klassischen Rotlichbezirke, wie sie \u00c3\u00bcberall auf der Welt zu finden sind. Auch in New York oder Berlin arbeiten keine Akademiker in Puffs und Bars. Man mag Prostitution m\u00c3\u00b6gen oder nicht, aber ihre Existenz \u00c3\u00bcberalll auf der Welt ist unbestreitbar.<\/p>\n<p>Was nun hat Sextourismus mit Kindersex (oder besser Sex mit Kindern) zu tun? Gar nichts. zumindest nicht wenn wir \u00c3\u00bcber westliche Touristen reden. Ich will das begr\u00c3\u00bcnden: Nat\u00c3\u00bcrlich gibt es P\u00c3\u00a4dophile aus Europa, Australien und Amerika, die nach Asien fahren, um dort Sex zu haben. Auch mit Kindern. Aber es gibt auch Westler, die nach Asien fahren um Drogen zu nehmen (weitaus mehr \u00c3\u00bcbrigens). Oder andere Straftaten zu begehen. Die Frage ist, wieviele sind das?<br \/>\nNehmen wir Kambodscha: Aus deutschsprachigen L\u00c3\u00a4ndern kommen etwa 8000 Touristen im Jahr. Jetzt wei\u00c3\u0178 ich aus Gespr\u00c3\u00a4chen mit den gro\u00c3\u0178en Reiseveranstaltern, dass es etwa 100.000 westliche Touristen insgesamt sind. UPDATE: ICh lese gerade in einem Kommentar im Law Blog (warum kommentieren die Leute dort meinen Artikel???) das es 80.000 Toursiten aus deutschsprachigen L\u00c3\u00a4ndern sind und  aus Europa 500.000 Touristen pro Jahr). Kambodscha verzeichnet aber 2.5 Millionen Touristen pro Jahr. Woher kommen die? Vor allem aus Vietnam. Dann aus Thailand, Korea, Laos, China und Japan. Der Anteil westlicher Touristen ist <del datetime=\"2010-11-12T01:35:28+00:00\">verschwindend<\/del> sehr gering, was die Zahl betrifft (etwas anders sieht es beim Profit aus, nur darum geht es hier nicht.)<br \/>\nGeht man weiter davon aus, dass ein gro\u00c3\u0178er Teil der Touristen entweder organisierte Gruppenreisen macht oder als Backpacker unterwegs ist (nicht gerade das klassische P\u00c3\u00a4dophilenmilieu), dann bleiben ein paar Hundert oder vielleich tausend pro Jahr \u00c3\u00bcber, die individuell reisen. Das sind dann solche die ihre Familie besuchen (wie meine Mutter), Renter die auf eigene Faust und Rechnung Kulturreisen machen, Journalisten die meist kein Businessvisum beantragen etc. Sicher sind auch Businessreisende auf der Suche nach Sex, wahrscheinlich sogar eine Menge, aber das ist eben nicht Sextourismus. Nat\u00c3\u00bcrlich sind darunter auch P\u00c3\u00a4dophile.<\/p>\n<p>Worum es mit geht ist eine Gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178enordnung und der Kampf gegen ein Klischee: Dass in Kambodscha europ\u00c3\u00a4ische M\u00c3\u00a4nner \u00c3\u00bcber 50 nach Sex mit Kindern suchen. Das ging \u00c3\u00bcbrigens so weit, dass M\u00c3\u00a4nner in Phnom Penh von NGOs geradezu gejagt wurden, wenn sie der Altersgruppe entsprachen und abend alleine am Flu\u00c3\u0178 spazieren gingen.<\/p>\n<p>Wer also sind die M\u00c3\u00a4nner, die nach Sex mit Kindern suchen in Asien? Asiaten. In Kambodscha sind es Kambodschaner, in Laos Laoten, in Vietnam Vietnamesen. Dann kommen Chinesen und Koreaner. Die GTZ schreibt:<\/p>\n<blockquote><p>&#8220;\u00c3\u0153berwiegend sind M\u00c3\u00a4dchen betroffen. Sie stammen aus armen l\u00c3\u00a4ndlichen Regionen und urbanen Slums und sind meist zwischen 12 und 17 Jahren alt. Bei sich prostituierenden Jungen handelt es sich oft um Stra\u00c3\u0178enkinder, die selbstorganisiert arbeiten. \u00e2\u20ac\u017eKunden\u00e2\u20ac\u0153 sind Kambodschaner, daneben P\u00c3\u00a4dosexuelle aus Thailand, China, Japan und Europa.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p> Leider gibt die Statistik keine Aussage \u00c3\u00bcber die Zahl der Kunden. In einem Report von World Vision (Traffick report: Cambodia) wird gesagt, dass 38 Prozent der M\u00c3\u00a4dchen und Frauen sagen, sie seien in das Sexbusiness gekommen weil ihre Jungfr\u00c3\u00a4ulichkeit verkauft wurde. 30 Prozent von befragten Prostituierten in Phnom Penh sagten in der Behavioral Surveillance Survey, der erste Sex seit mit einem Kunden gewesen. 66,8 Prozent hatten ihre Jungfr\u00c3\u00a4ulichkeit vorher verloren, mit Ehemann oder Freund.<\/p>\n<p>In Kambodscha gibt es eine kleine NGO, die sich um die Opfer von Menschenhandel k\u00c3\u00bcmmert, namens End Child Prostitution, Abuse and Trafficking in Cambodia. Direktor Chin Chanveasna ist einer der wenigen, der die Wahrheit auszusprechen wagt. &#8220;Die gro\u00c3\u0178e Mehrheit der Kunden sind Kambodschaner&#8221;, sagte er der <a href=\"http:\/\/www.phnompenhpost.com\/index.php\/2010100543848\/National-news\/nat-story-rc1.html\">Phnom Penh Post<\/a>Im Wortlaut sagte er weiter: &#8220;A report detailing the findings of the study states that paedophiles \u00e2\u20ac\u0153tend to be Cambodians, rather than foreigners, contrary to the usually held assumption that paedophilia is a Western problem and that Cambodians are not engaged in such activities.. local demand for commercial sex with children was often overlooked, as NGOs and other stakeholders focused on foreigners.\u00e2\u20ac\u009d<\/p>\n<p>Und genau das ist das Problem: NGOs k\u00c3\u00bcmmern sich einen Schei\u00c3\u0178dreck um die L\u00c3\u00b6sung des Problems. Das n\u00c3\u00a4mlich liegt in der Nachfrageseite, nicht in der Angebotsseite. So l\u00c3\u00b6blich alle Bem\u00c3\u00bchungen gegen Menschenhandel sind, solange Millionen Asiaten nach Sex mit Kindern nachfragen, wird dieser Markt bestehen bleiben. Ich habe KEINE Kampagnen auf Koreanisch gesehen, die vor Kindersex warnen, und habe nie gelesen, dass ein Chinese verhaftet wurde (Japaner dagegen schon). Wobei 750 Verhaftungen wegen Kindersex in Kambodscha l\u00c3\u00a4cherlich sind.<\/p>\n<p>Wer wirklich etwas tun will gegen Sex mit Kindern in Kambodscha, muss die dortige Regierung zwingen, aktiv zu werden. Es gibt gen\u00c3\u00bcgend Reports \u00c3\u00bcber Menschenhandel, es braucht nicht noch eine NGO die 30.000 Dollar f\u00c3\u00bcr eine neue Studie ausgibt. Mittlerweile fragen Prostituierte schon nach Geld, wenn sie an einer Studie teilnehmen sollen, so oft werden sie gefragt. Dumm nur, dass sie trotzdem Prostituierte bleiben. Die Lage ist in allen s\u00c3\u00bcdostasiatischen L\u00c3\u00a4ndern gleich, die Nachfrage nach Kindern f\u00c3\u00bcr Sex ist zum gro\u00c3\u0178en Teil aus dem eigenen Land oder Nachbarl\u00c3\u00a4ndern. Wer demn\u00c3\u00a4chst UNICEF oder World Vision oder Care spenden will, sollte vorher mal fragen, wieviele Propekte in Landessprache oder auf Koranisch verteilt werden, und wieviel Geld man der Regierung schon gegeben hat, damit man in dem Land arbeiten darf. Das Vertrackte ist n\u00c3\u00a4mlich, dass NGOs Beamte bestechen m\u00c3\u00bcssen, um \u00c3\u00bcberhaupt Informationen zu bekommen. Und genau diese Beamten sind es, die kr\u00c3\u00a4ftig mitmischen im gesch\u00c3\u00a4ft von Sex und Kindern.<\/p>\n<p>UPDATE:<br \/>\nHier noch ein BBC Video \u00c3\u00bcber Prostitution in Sihanoukville. Es zeigt genau das Problem westlicher Sichtweise: Die gute Frau ist ersch\u00c3\u00bcttert \u00c3\u00bcber Prostitution an sich. Sie ist in einer Gegend unterwegs, in der in der Tat die meisten Frauen gegen ihren Willen arbeiten, aber eine Asiatin f\u00c3\u00bcr minderj\u00c3\u00a4hrig zu halten, weil sie keine entwickleten Br\u00c3\u00bcste hat, ist doch etwas naiv. Naja, und der rest.. man sehe selber&#8230;..<\/p>\n<p><object width=\"480\" height=\"385\"><param name=\"movie\" value=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/NALIgVlhaTE?fs=1&amp;hl=en_US\"><\/param><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\"><\/param><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\"><\/param><embed src=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/NALIgVlhaTE?fs=1&amp;hl=en_US\" type=\"application\/x-shockwave-flash\" allowscriptaccess=\"always\" allowfullscreen=\"true\" width=\"480\" height=\"385\"><\/embed><\/object><\/p>\n<p>Und hier ein weiteres beeindruckendes Video zur Problematik des Menschenhandels und Kinderprostitution<br \/>\n<object width=\"640\" height=\"385\"><param name=\"movie\" value=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/vyIpOCeYSIw?fs=1&amp;hl=en_US\"><\/param><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\"><\/param><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\"><\/param><embed src=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/vyIpOCeYSIw?fs=1&amp;hl=en_US\" type=\"application\/x-shockwave-flash\" allowscriptaccess=\"always\" allowfullscreen=\"true\" width=\"640\" height=\"385\"><\/embed><\/object><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Foto zeigt eine Bar in Phnom Penh, in der zwar Beergirls versuchen, mehr Getr\u00c3\u00a4nke zu verkaufen und den Besucher zu unterhalten, aber mehr auch nicht. 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