define('DISALLOW_FILE_EDIT', true);
define('DISALLOW_FILE_MODS', true);{"id":2196,"date":"2011-01-04T08:46:56","date_gmt":"2011-01-04T07:46:56","guid":{"rendered":"http:\/\/weblog.wanhoff.de\/?p=2196"},"modified":"2011-01-12T02:38:20","modified_gmt":"2011-01-12T01:38:20","slug":"warum-service-so-wichtig-ist-und-bequem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weblog.wanhoff.de\/?p=2196","title":{"rendered":"Warum Service so wichtig ist (und bequem)"},"content":{"rendered":"<p>Fr\u00c3\u00bcher war es eine reine Angelegenheit der Feudalgesellschaft, mit der aufkommenden Industrialisierung auch eine Prestigefrage der neuen Oberklasse: Service konnte sich nur leisten wer das Geld hatte. Gleich, ob einen Kutschenfahrer, eine K\u00c3\u00b6chin oder andere Hausangestellte. Das hat sich ge\u00c3\u00a4ndert: die double-income-no-kids k\u00c3\u00b6nnen sich auch mit Durchschnittseinkommen wenigstens eine Putzfrau leisten. Und selbst Familien k\u00c3\u00b6nnen Serviceleistungen wie ein Taxi in Anspruch nehmen.<\/p>\n<p>Wir leben in einer Servicegesellschaft, und das ist gut so: Zum einen generiert es Arbeitspl\u00c3\u00a4tze, zum anderen erh\u00c3\u00b6ht es den Lebensstandard. Denn das Staatsziel der Wohlfahrt f\u00c3\u00bcr alle wird ja nicht nur monet\u00c3\u00a4r definiert, sondern eben auch im Lebensstandard und der Lebensqualit\u00c3\u00a4t. Das kann man sehr gut hier in Asien sehen, wo der Lebenstandard sich mit dem Kauf der ersten Fernsehers schon erh\u00c3\u00b6ht, aber auch die -qualit\u00c3\u00a4t. Menschen in d\u00c3\u00b6rflichen Regionen empfinden n\u00c3\u00a4mlich einen Fernseher als Teil eines besseren Lebens, und deshalb kaufen sie auch einen sobald es Strom gibt und genug Geld da ist (so wie wir das in Deutschland nach dem Krieg auch gemacht haben).<\/p>\n<p>Sobald aber hier in Asien genug Geld f\u00c3\u00bcr eine Hausangestellte vorhanden ist, wird diese eingestellt, und dann noch eine Nanny, und ein G\u00c3\u00a4rtner, eine K\u00c3\u00b6chin und ein Fahrer. Nicht nur reiche NGO-Mitarbeiter machen das, sondern vor allem die neue asiatische Oberklasse. Die Inanspruchnahme ist nicht nur ein \u00c3\u00a4u\u00c3\u0178eres Zeichen des Wohlstandes, sondern auch eine bequeme Einrichtung: Man hat Zeit f\u00c3\u00bcr anderes.<\/p>\n<p>Wir haben hier aus Sicherheitsgr\u00c3\u00bcnden einen Nachtw\u00c3\u00a4chter, der sich aber als Blumenfreund entpuppte und nun w\u00c3\u00a4hrend seiner Schicht sich auch im das bi\u00c3\u0178chen Garten k\u00c3\u00bcmmert. Weil wir beide nicht gerade einen gr\u00c3\u00bcnen Daumen haben, ist das eine sehr bequeme L\u00c3\u00b6sung. Und weil wir nette Menschen sind (sagt der Nachtw\u00c3\u00a4chter), gibt es immer auch was extra und jeden Abend etwas Konversation auf Englisch und Laoi (w\u00c3\u00a4hrend meine deutschen Nachbarn nicht mal den Namen ihres Guards wussten und er sich sein Trinkwasser f\u00c3\u00bcr 5000 KIP selbst kaufen musste).<\/p>\n<p>Wir schaffen damit einen Arbeitsplatz, und so tun es viele in der Serviceindustrie. Wer das in Anspruch nimmt, kauft war kein Produkt, aber eine Leistung,  und unterst\u00c3\u00bctzt damit sowohl die Wirtschaft insgesamt als auch Arbeitspl\u00c3\u00a4tze. Und f\u00c3\u00b6rdert somit auch den Lebensstandard anderer,<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fr\u00c3\u00bcher war es eine reine Angelegenheit der Feudalgesellschaft, mit der aufkommenden Industrialisierung auch eine Prestigefrage der neuen Oberklasse: Service konnte sich nur leisten wer das Geld hatte. Gleich, ob einen Kutschenfahrer, eine K\u00c3\u00b6chin oder andere Hausangestellte. Das hat sich ge\u00c3\u00a4ndert: die double-income-no-kids k\u00c3\u00b6nnen sich auch mit Durchschnittseinkommen wenigstens eine Putzfrau leisten. 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