define('DISALLOW_FILE_EDIT', true);
define('DISALLOW_FILE_MODS', true);{"id":2225,"date":"2011-02-08T08:11:33","date_gmt":"2011-02-08T07:11:33","guid":{"rendered":"http:\/\/weblog.wanhoff.de\/?p=2225"},"modified":"2011-02-23T03:04:13","modified_gmt":"2011-02-23T02:04:13","slug":"apple-die-zunft-der-zeitungen-kioske-und-marktwirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weblog.wanhoff.de\/?p=2225","title":{"rendered":"Apple, die Zunft der Zeitungen, Kioske und Marktwirtschaft"},"content":{"rendered":"<p>Das Handelsblatt ist ganz vorne bei der Bewegung der Zeitungsverleger gegen Apple. Man f\u00c3\u00bcrchtet um die Marktwirtschaft, weil Apple vorschreibt, was im Appstore verkauft wird und wie. Interessant.<br \/>\nJene Zeitungsverleger, die seit Jahren kein eigenes digitales Gesch\u00c3\u00a4ftsmodell auf die Beine bekommen, die statt dessen Staatsknete f\u00c3\u00bcr Copy-und-Paste-Journalismus via Leistungsschutzrecht wollen, die sich von einem Computerhersteller (!) vorf\u00c3\u00bchren lassen m\u00c3\u00bcssen, wie man mit digitalen Inhalten Geld verdient, jene Verleger also beschweren sich jetzt.<\/p>\n<p>Nehmen wir an ich habe einen Kiosk. Ich m\u00c3\u00b6chte dort Cola, Zigaretten und Zeitungen verkaufen. Die freie Marktwirtschaft w\u00c3\u00bcrde bedeutet, dass ich die Waren zum Preis A einkaufe und zum Preis B verkaufe. so etwas lernet man in den ersten Stunden im  Rechnungswesen. Die Differenz ist der Gewinn den ich mache, richtig? Nein. Die Zeitungen schreiben mir den Preis vor. Sie bestimmen den Gewinn. <\/p>\n<p>Jetzt ist Apple ein wenig mehr als ein Kiosk: Es sorgt sich nicht nur um den Vertrieb an POS, sondern auch praktisch um den Gro\u00c3\u0178handel, indem es die Infrastruktur zur Verf\u00c3\u00bcgung stellt.<\/p>\n<p>Nehmen wir an ich bin ein Gem\u00c3\u00bcsegro\u00c3\u0178h\u00c3\u00a4ndler. Ich kaufe sehr viele Gem\u00c3\u00bcse in Holland ein, bringe es dank meiner modernen und per Computer optimierten Flotte schnell und g\u00c3\u00bcnstig zu den Superm\u00c3\u00a4rkten. Und dies zu einem Preis A, zu dem ich einkaufe, und B, zu dem ich verkaufe. Wem mein Preis B zu teuer ist, der kann gerne schauen ob er die gleiche Leistung woanders bekommt. Das verstehe ich unter Marktwirtschaft. <\/p>\n<p>Was ich unter Planwirtschaft verstehe, ist, wenn eine Supermarktkette versucht, mir zu sagen wann ich meinen LKW wohin zu fahren haben und zu welchem Preis. Oder gar wenn ein TV-Hersteller kommt, an den ich auch ab und an meine LKW vermiete. Mein Service ist die p\u00c3\u00bcnktliche und garantierte Lieferung eines Produktes. Wer morgens Gem\u00c3\u00bcse haben will, kann meinen Service kaufen wie beschrieben. Das dies viele Leute tun, scheint mein Service gut zu sein. <\/p>\n<p>Jetzt kommen die Verleger daher und wollen quasi mein Unternehmen verstaatlichen. Jene unf\u00c3\u00a4higen Gesch\u00c3\u00a4ftsleute, deren Absatz seit Jahren nach unten geht, wollen einer Firma wie Apple quasi das Gesch\u00c3\u00a4ftsmodell vorschreiben. Hallo?<\/p>\n<p>Wenn es denn so wichtig ist, warum entwickeln die Verleger nicht a) eine eigene Plattform oder gehen b) auf Android? Letzteres ist zumindest offener als Apple, und die meisten Devices werden eh auf Android laufen am Ende dieses Jahres.<\/p>\n<p>Der Grund ist einfach: Weil niemand ihre Produkte kaufen wird, und es einfacher ist Apple Firmenpolitik daf\u00c3\u00bcr verantwortlich zu machen als endlich eine Zeitung zu machen, die wieder mehr Leser findet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Handelsblatt ist ganz vorne bei der Bewegung der Zeitungsverleger gegen Apple. Man f\u00c3\u00bcrchtet um die Marktwirtschaft, weil Apple vorschreibt, was im Appstore verkauft wird und wie. Interessant. 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