define('DISALLOW_FILE_EDIT', true);
define('DISALLOW_FILE_MODS', true);{"id":2931,"date":"2015-08-07T08:26:36","date_gmt":"2015-08-07T07:26:36","guid":{"rendered":"http:\/\/weblog.wanhoff.de\/?p=2931"},"modified":"2015-08-07T08:26:36","modified_gmt":"2015-08-07T07:26:36","slug":"es-gibt-keinen-grund-weniger-einwanderer-zu-fordern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weblog.wanhoff.de\/?p=2931","title":{"rendered":"Es gibt keinen Grund, weniger Einwanderer zu fordern"},"content":{"rendered":"<p>Da ist man kaum mal acht Jahre weg und schon f\u00c3\u00a4rben sich Teile Deutschlands braun. Dabei war der deutsche Herbst doch eigentlich vom Linksterrorismus gef\u00c3\u00a4rbt, der aber wohl in Rente gegangen ist. Es gibt kaum einen Beitrag zur Einwanderung auf Twitter oder Facebook (zumindest in meiner Timeline), auf den nicht Leute mit sowohl schlecht als auch rechten Argumenten versuchen zu beweisen, warum das Boot voll ist (meistens Leute aus dem Binnenland) oder die Grenzen l\u00c3\u00b6chrig (gerne auch solche, die in Ungarn durch den Zaun geschl\u00c3\u00bcpft sind).<\/p>\n<p>Heute las ich Belehrendes \u00c3\u00bcber Asyl und Migration. Das mag zwar technisch ein Unterschied sein, oder besser juristisch, aber \u00c3\u00a4ndert nichts an der Tatsache, dass es um Menschen geht, die alles, was sie haben, zur\u00c3\u00bccklassen und sich eine neue Heimat suchen. Wir Deutschen sind da eigentlich ganz gut darin, schlie\u00c3\u0178lich haben wir ma\u00c3\u0178geblich zur Besiedelung Amerikas beigetragen. Gut, wir haben keinen Antrag gestellt, sondern das Aufkommen einer Asylantrags-B\u00c3\u00bcrokratie der lokalen Bev\u00c3\u00b6lkerung mit Gewalt unterbinden k\u00c3\u00b6nnen. Das funktionierte f\u00c3\u00bcr eine Weile auch in einigen L\u00c3\u00a4ndern Afrikas, wo wir uns ebenfalls darin auszeichneten, m\u00c3\u00b6glichst wenig Integrationsf\u00c3\u00a4higkeit zu zeigen. <\/p>\n<p>Und dann sind ja auch noch die Ostdeutschen, die wohl nicht wirklich wegen der sch\u00c3\u00b6neren W\u00c3\u00a4lder in den Westen kamen, so nach der Wende. Oder jene wie meine Gro\u00c3\u0178mutter, die in den letzten Kriegstagen aus dem damaligen deutschen Osten es soeben in den Westen geschafft hat. <\/p>\n<p>Ich habe als Jugendlicher mit Asylanten aus Afghanistan gearbeitet, als es die Sowjets waren, die das Land zerbombten. Und mit Menschen aus Ethiopien, die immer noch besser Englisch sprachen als ich und viele meiner Freunde damals. Ich lebe seit 8 Jahren in L\u00c3\u00a4ndern, aus denen Menschen aus politischen und wirtschaftlichen Gr\u00c3\u00bcnden fliehen mussten. Ich kenne viele Geschichten von Kambodschanern, Vietnamesen und Laoten, und weiss wie schwer es war, das Land zu verlassen. <\/p>\n<p>Kein Fl\u00c3\u00bcchtling macht sich das einfach. Der gemeine Deutsche, der im Durchschnitt niemals mehr als 50 Kilometer von dem Ort lebt, in dem er aufgewachsen ist lebt, wird das nicht verstehen wollen. Aber er\/sie soll sich einfach mal vorstellen, von heute auf morgen alle Ersparnisse aufzubrauchen, um auf einem sch\u00c3\u00a4bigen Rostkahn wochenlang auf dem Meer herumzuschippern, nur um dann von Grenzbeamten unfreundlich behandelt zu werden. <\/p>\n<p>Nicht nur, dass Deutschland langsam die Deutschen ausgehen (selbst die Nazis kriegen wohl keinen mehr hoch), offenbar gehen dem Land der Ideen wohl auch die Ideen aus, wie und wo man neue Impulse bekommt. Ich habe in den L\u00c3\u00a4ndern hier mehr gelernt als in den Jahren in Deutschland zuvor. Es gibt nichts was einen Menschen mehr bereichert als der Austausch mit anderen Menschen. Das liegt in unserer Natur. Wir sind historisch gesehen Auswanderer und Migranten. Oder gar biologisch gesehen. Wem das nicht passt, der soll halt zur\u00c3\u00bcckgehen. Nach Afrika, wo wir herkommen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da ist man kaum mal acht Jahre weg und schon f\u00c3\u00a4rben sich Teile Deutschlands braun. Dabei war der deutsche Herbst doch eigentlich vom Linksterrorismus gef\u00c3\u00a4rbt, der aber wohl in Rente gegangen ist. 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