define('DISALLOW_FILE_EDIT', true);
define('DISALLOW_FILE_MODS', true);{"id":320,"date":"2006-06-10T15:14:58","date_gmt":"2006-06-10T14:14:58","guid":{"rendered":"http:\/\/weblog.wanhoff.de\/?p=320"},"modified":"2006-06-10T15:14:58","modified_gmt":"2006-06-10T14:14:58","slug":"nochmal-readers-edition","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weblog.wanhoff.de\/?p=320","title":{"rendered":"Nochmal Readers Edition"},"content":{"rendered":"<p>Der von mir hochverehrte Robert Basic hat sich zum <a href=\"http:\/\/www.basicthinking.de\/blog\/2006\/06\/09\/taz-ueber-buergerjournalismus\/\">Thema <a href=\"http:\/\/www.readers-edition.de\">&#8220;Readers  Edition&#8221;<\/a> und dem Tazbeitrag dazu ge\u00c3\u00a4u\u00c3\u0178ert.<\/a> Dieses St\u00c3\u00b6ckchen kann ich nat\u00c3\u00bcrlich<a href=\"http:\/\/weblog.wanhoff.de\/?p=311\"> nicht liegen lassen.<\/a><br \/>\nRobert schreibt:<\/p>\n<blockquote><p>Letztlich ist es v\u00c3\u00b6llig egal, ob die TAZ der Meinung ist, dass Readers Edition schlechte Qualit\u00c3\u00a4t abliefert. Das Volk entscheidet \u00c3\u00bcber Wohl und Wehe einer Zeitung, ob die Zeitung nun in Sch\u00c3\u00b6nheit sterben oder in Geld schwimmen will, interessiert den Kunden nicht.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das Volk will aber Qualit\u00c3\u00a4t. Es will nicht, dass irgendwer Ger\u00c3\u00bcchte schreibt, sondern will dem Medium vertrauen k\u00c3\u00b6nnen. Das bedeutet aber, dass er f\u00c3\u00bcr diese Qualit\u00c3\u00a4t bezahlen muss &#8211; und will. <\/p>\n<blockquote><p>Die Blogger, die nun f\u00c3\u00bcr die Netzeitung schreiben, kann man wohl eher zum Lager der Pro-Blogger Ambitionierten dazuz\u00c3\u00a4hlen. Und ich nehme mal an, dass einige der RE-Schreiber nicht einmal Blogger sind. Diese Differenzierung geht mir etwas im Text unter, indem alle Blogger pauschaul in einen Topf geschmissen werden oder ich habe es falsch verstanden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Warum nur nennt man die Nachwuchsredakteure der RE Blogger? Ich denke mal, hier wirds in der Begrifflichkeit doch unscharf. RE ist meinetwegen User Generated Content, aber kein Blog. Auch wenn es eine \u00c3\u00a4hnliche Inhalte und Funktionen hat. Aber Blogs machen vor allem das Pers\u00c3\u00b6nliche aus, nicht allein die Technik.<\/p>\n<blockquote><p>\nIch w\u00c3\u00bcrde glatt darauf wetten, dass Readers Edition schneller zum Erfolg wird, weil sie ein Modell verfolgt, dass viel n\u00c3\u00a4her am Zeitgeist der Netzbev\u00c3\u00b6lkerung liegt und die Faktoren, was Qualit\u00c3\u00a4t ausmacht, ganz andere sind, als TAZ sie f\u00c3\u00bcr sich definiert.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Zum einen nimmt die Netzbev\u00c3\u00b6lkerung (ich w\u00c3\u00bcrde es eher einen Stamm nennen) vor allem zahlenm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ig falsch wahr (es gibt viel weinger als manche denken), zum anderen sollte man bedenken, dass kein Blog in diesem Land auch nur ann\u00c3\u00a4hrend so viele Leute erreicht wie schon eine regionale Tageszeitung (die auch noch pro Auslieferung mehr Informationen ausliefert. So schnell und \u00c3\u00bcbersichtlich wie eine Zeitungsseite ist kein Blog.) Ich will keineswegs sagen, dass Blogs nichts taugen und die Zeitung ohnehin siegen wird &#8211; aber man sollte bei aller Euphorie doch mal mit Menschen reden, die nicht den ganzen Tag im Internet surfen. Das erdet ein wenig.<\/p>\n<blockquote><p>TAZ ist da kein Player bis dato, sollte denen auch zu denken geben. RE wird aber ein Player sein. Vom Konzept her k\u00c3\u00b6nnen die zwar Einiges falsch machen, aber die Chancen, es richtig zu machen, sind h\u00c3\u00b6her. Es passt einfach zur heutigen Zeit mE.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Taz ist ein Player, ein Meinungsplayer. Das wiederum h\u00c3\u00a4ngt mit den Inhalten zusammen.<\/p>\n<blockquote><p>Ich pers\u00c3\u00b6nlich lese kaum noch irgendwelche Online-Newsportale bekannter Printanbieter. Denn irgendwie kopieren sie alle die Texte voneinander, schmeissen es in ihre eigenen Qualit\u00c3\u00a4sbratpfannen, w\u00c3\u00a4rmen es etwas auf und schon sind die Inhalte auf dem Tisch.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das r\u00c3\u00bchrt nat\u00c3\u00bcrlich an einem Problem, n\u00c3\u00a4mlich dem der Agenturh\u00c3\u00b6rigkeit. In der Tat passiert in der Zeitung nur, was in der Agentur geschieht. Alles andere findet selten statt. Daran k\u00c3\u00b6nnten die Zeitungen tats\u00c3\u00a4chlich zugrunde gehen. W\u00c3\u00a4ren wir schon wieder bei der Qualit\u00c3\u00a4t. ABER: Die Blogs (und vor allem die Pro- oder A-Blogger) sind da nicht anders. Sie treiben  auch allzugerne die<a href=\"http:\/\/www.technorati.com\/search\/sonnenlischt\"> immergleiche Sau <\/a>durchs Dorf. Technorati listet doch eigentlich nichts anderes auf.  Das nennt sich dann &#8220;via&#8221; und ist cool. <\/p>\n<p>Im Augenblick gibt es wegen der Aufmerksamkeit der klassischen Medien &#8211; und nur deswegen &#8211; eine gewisse Euphorie, die ich aber f\u00c3\u00bcr gef\u00c3\u00a4hrlich halte. In Sachen Podcasting sieht man schon, dass es sich in Richtung Breite entwickelt, aber nicht wirklich weiter. Blogs unterstelle ich das auch schon. Es gibt nicht wirklich viele Blogs, die auch mal nachrichtliche Berichterstattung machen wie eben klassische Medien.  Es gibt noch kein bundesweites Korrespondentennetz, wie es dpa hat. RE will vielleicht sogar so etwas aufbauen &#8211; nur sind das dann auch wieder Lieferanten f\u00c3\u00bcr ein &#8220;klassisches&#8221; Medium. Soll hei\u00c3\u0178en: Zeitung hei\u00c3\u0178t nicht Papier, sondern Informationsvermittlung. Das k\u00c3\u00b6nnen die auch wirklich gut, und das m\u00c3\u00bcssen Blogger inhaltlich und in der Menge und vor allem auch unternehmerisch beweisen. Vielleicht braucht es einige, die den Mut haben, einen Blogverlag aufzumachen, der sich weniger mit Kultur als harten Nachrichten besch\u00c3\u00a4ftigt, der wirklich Journalismus und Web 2.0 zusammenf\u00c3\u00bchrt. Darin sehe ich die eigentliche Chance f\u00c3\u00bcr Blogs, Podcasts und Co: Eigene Medienunternehmen zu gr\u00c3\u00bcnden und den Etablierten die Stirn zu bieten. Burda und den Norwegern hinterherzurennen und alles sch\u00c3\u00b6n zu reden sehe ich als falschen Weg. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der von mir hochverehrte Robert Basic hat sich zum Thema &#8220;Readers Edition&#8221; und dem Tazbeitrag dazu ge\u00c3\u00a4u\u00c3\u0178ert. Dieses St\u00c3\u00b6ckchen kann ich nat\u00c3\u00bcrlich nicht liegen lassen. Robert schreibt: Letztlich ist es v\u00c3\u00b6llig egal, ob die TAZ der Meinung ist, dass Readers Edition schlechte Qualit\u00c3\u00a4t abliefert. 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