define('DISALLOW_FILE_EDIT', true);
define('DISALLOW_FILE_MODS', true);{"id":770,"date":"2007-01-25T21:09:27","date_gmt":"2007-01-25T20:09:27","guid":{"rendered":"http:\/\/weblog.wanhoff.de\/?p=770"},"modified":"2007-01-26T06:56:02","modified_gmt":"2007-01-26T05:56:02","slug":"dld07-das-grose-summary","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/weblog.wanhoff.de\/?p=770","title":{"rendered":"DLD07: Das gro\u00c3\u0178e Summary"},"content":{"rendered":"<p>Auf vielfachen Wunsch und weil versprochen, meine gro\u00c3\u0178e Zusammenfassung zum DLD07:<\/p>\n<p>Ich denke es hat wenig Sinn, die Panels abzufeiern, ich m\u00c3\u00b6chte das anhand einiger Zitate und Gedanken machen, die mir aufgefallen sind (und den Weg in mein schickes Gmund-B\u00c3\u00bcchlein gefunden haben)<\/p>\n<p>Zum Beispiel der oft geh\u00c3\u00b6rte Satz: &#8220;<strong>All companies become Internet companies&#8221;.<\/strong><\/p>\n<p>Ganz von der Hand zu weisen ist das nicht: Selbst das kleinste Restaurant kann per Qype ins Internet gelangen, ohne selbst etwas zu machen und ist damit zumindest auch im Internet vertreten. Ich mahne nur an daran zu denken, das man im Internet weder Brot backen kann noch ein Auto bauen. Es ist eine technische Plattform f\u00c3\u00bcr den Austausch von Informationen, mehr nicht. Diese mag Pflichtprogramm sein f\u00c3\u00bcr jede Firma, aber sie ist nicht alles.<br \/>\nDas kam in einem kleinen Scherz zutage, der auf dem Panel gemacht wurde, auf dem ein Lufthansa-Vertreter sa\u00c3\u0178 und der gegen die ganze Web-2.0-Posse ank\u00c3\u00a4mpfen musste:<\/p>\n<p><strong>&#8220;You dont really want beta-airplanes&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>Dazu passte auch Luc Besson: &#8220;No one will ever watch a movie for its technology&#8221;. Soll hei\u00c3\u0178en: Die Story ist wichtig. Gilt im \u00c3\u00bcbrigen auch f\u00c3\u00bcr Webseiten von Verlagen: Die Inhalte sind es, die den Erfolg ausmachen, sei es Sex oder Politik. Schicke Tools alleine bringen nichts.<\/p>\n<p>Ein anderer Satz von Nichola Negroponte:<strong> &#8220;There are no boders anymore&#8221;<\/strong><br \/>\nDas ist wichtiger als es klingen mag: Es gibt keine M\u00c3\u00b6glichkeit einer Kontrolle mehr, man kann Zensur versuchen, wird es aber langfristig nicht durchsetzen. Das betrifft auch staatlichen Einflu\u00c3\u0178 auf anderen Ebenen, siehe die Frage, ob eine Zeitung eine TV-Lizenz braucht wenn sie im Internet sendet. Oder andere Gesetze, die auf einer weltweiten Handelsplattform einfach keine Anwendung mehr finden k\u00c3\u00b6nnen. Die Juristerei der Staaten ist eben nur f\u00c3\u00bcr Staaten gemacht, f\u00c3\u00bcr die Juristen ist das Internet eine Horrorvorstellung. Ich kenne das Problem vom Podcasting: Was in den USA erlaubt ist, kann hier verboten sein, weil bornierte Menschen bei der Gema nicht verstehen, das K\u00c3\u00bcnstler weltweit t\u00c3\u00a4tig sind.<\/p>\n<p>Im \u00c3\u00bcbrigen nannte er <strong>Nationalism a desease<\/strong>, was ich nur unterschreiben kann.<\/p>\n<p>Katharina Fake von Flickr sprach vom &#8220;<strong>Sunset of the Web&#8221;,<\/strong> weil man vielleicht bald keine Bowser mehr braucht, sondern Endger\u00c3\u00a4te hat, die Webinformationen zum Beispiel mobil verarbeiten. Mag sein, aber ich bin nichts der Freund einer Einzell\u00c3\u00b6sung. Eigentlich m\u00c3\u00bcsste ja auch Email schon tot sein (in USA kann man das \u00c3\u00bcbrigens fast schon sagen angesichts der Verbreitung von IM-Diensten).<\/p>\n<p>Zum Thema Marken und Brands gab es auf dem Panel &#8220;Where is the audience?&#8221; interessante Gedanken. Einer &#8220;Google gives no emotion and no brand&#8221;. Die gro\u00c3\u0178e Chance f\u00c3\u00bcr kleine Leute ist, bei Google nach oben zu kommen. Die gro\u00c3\u0178e Chance der Marken ist, das mit Image zu kompensieren. Das bedeutet aber eine starke Marke zu sein und vor allem Vertrauen zu schaffen, gerade auch weil der Kunde kritischer wird und h\u00c3\u00b6here Anspr\u00c3\u00bcche stellt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.dld-conference.com\/2007\/01\/dave_morgan.html\">Dave Morgan<\/a> beschrieb das Problem so: Er hatte einen billigen Flug gebucht aber wohl seinen Ausdruck verloren und wusste pl\u00c3\u00b6tzlich gar nicht mehr bei wem er gebucht hatte, weil er nur auf den Preis schaute. Es gibt keine Bindung f\u00c3\u00bcr ihn zu der Firma. <\/p>\n<p>Andere beklagten ein <strong>&#8220;terrific lack of leadership&#8221;,<\/strong> das Kr\u00c3\u00a4ften Auftrieb g\u00c3\u00a4be, die eine &#8220;Bottom-up-leadership&#8221; pr\u00c3\u00a4ferieren. Das mag nach Sozialismus klingen, ich nenne es echte demokratische Teilhabe. Kritischen vielschichtigen Journalismus dank Blogger, gro\u00c3\u0178e M\u00c3\u00a4rkte dank Ebay, Kulturaustausch durchs Blogs und &#8211; ja, das meine ich ernst &#8211; Tauschb\u00c3\u00b6rsen.<\/p>\n<p>So und quasi als Fazit ein paar Thesen:<br \/>\nSocial media und User generated content sind keine Inhalte von Verlagen und gro\u00c3\u0178en Firmen, sondern schlicht Inhalte von jedermann. Das hei\u00c3\u0178t: eigentlich brauchen wir keine Verlage mehr, wir k\u00c3\u00b6nnen das selbst machen.<\/p>\n<p>Computer und Web sind nur Hilfsmittel und kein Selbstzweck, auch wenn einige von dieser Scheinwelt gut leben k\u00c3\u00b6nnen.<\/p>\n<p>Video im Web ist nicht die Zukunft, sondern eine M\u00c3\u00b6glichkeit zur Unterhaltung\/zur Bildung. <a href=\"http:\/\/www.konjovic.de\/2007\/01\/23\/bewegtbildzukunft\/\">Kein next big thing<\/a>, sondern eher die M\u00c3\u00b6glichkeit einer Marktverbreiterung<\/p>\n<p>Audio<del datetime=\"2007-01-26T05:54:07+00:00\"> kommt aus der<\/del> ist in einer Nische und bleibt dort auch , aber durchaus erfolgreich.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm1.static.flickr.com\/2\/1567537_d2f40347cb.jpg?v=0\" alt=\"Fischschwarm\" \/><\/p>\n<p>Meine Vorstellung einer Macht von unten ist, dass sich Menschen per Internet zu Clustern (auch Schw\u00c3\u00a4rmen) zusammenfinden k\u00c3\u00b6nnen, schnell und ohne gro\u00c3\u0178en Aufwand, und als solche etwas bewegen, um sich dann wieder anderen Dingen zuwenden zu k\u00c3\u00b6nnen. Wie Fischschw\u00c3\u00a4rme, die mal gro\u00c3\u0178 sein m\u00c3\u00bcssen, um R\u00c3\u00a4uber abzuwehren und dann wieder klein, um sich hinter einem Blatt verstecken zu k\u00c3\u00b6nnen. Die Flexibilit\u00c3\u00a4t der Individuen, gepaart mit einer nicht berechenbaren Geschwindigkeit und der M\u00c3\u00b6glichkeit, gro\u00c3\u0178e Netze zu bilden, sollte den Gro\u00c3\u0178en der Branche zu denken geben.<\/p>\n<p>Der Satz der alles zusammenfasst kam von <a href=\"http:\/\/www.dld-conference.com\/2007\/01\/john_naisbitt_1.html\">John Naisbitt:<\/a> <strong>Whatever the future holds its nothing if there is no joy.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf vielfachen Wunsch und weil versprochen, meine gro\u00c3\u0178e Zusammenfassung zum DLD07: Ich denke es hat wenig Sinn, die Panels abzufeiern, ich m\u00c3\u00b6chte das anhand einiger Zitate und Gedanken machen, die mir aufgefallen sind (und den Weg in mein schickes Gmund-B\u00c3\u00bcchlein gefunden haben) Zum Beispiel der oft geh\u00c3\u00b6rte Satz: &#8220;All companies become Internet companies&#8221;. 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