Waldemar Hartmann bei Welt Online

Man mag es mit bekannten Namen bei Welt.de, gleich, ob die laengst abgeschrieben sind oder nicht. Deshalb wohl konnte man sich auch Waldemar Hartmann holen, der Dinosaurier unter den Fussballmoderatoren und eigentlich ausgestorben. Ok, das mag Geschmackssache sein. Was mich entsetzt ist die Machart. Es ist etwas anderes, ob ich als Videoblogger mal eben aus einem Museum berichte oder ob man einen TV-Star nimmt. Den dann vor eine Wackel-Cam zu setzen, ist albern. Eigentlich dachte ich, dass man darueber hinweg sei – weiland schlug Christoph Keese mal intern vor, einfach Leuten ne Cam in die Hand zu geben und dann wuerden die schon machen. Aber wenn man bei Welt.de nicht alles Equipment verkauft hat, dann ist man durchaus in der Lage, ein wenig Licht zu geben.
Die Kunst des Authentischen beim Videobloggen ist, dass es authentisch aussieht, aber gleichwohl nicht heisst, dass man alles an Regeln vergisst. Mehr Licht, wuerde Goethe sagen. Das mal als Minumum. Dann bitte die Kamera hoeher halten, dann gehen auch die Augenringe weg und Waldi sieht weniger aus wie aus dem Bett gefallen. Auch am Hintergrund kann man arbeiten, der sieht aus wie Backstage bei einem Sporthauseroeffnung.
Der Ton ist ok, das leichte Rauschen schlage ich jetzt mal meinen Boxen zu.
Aber das waere nicht das erste Mal, dass der Koeder eher dem Angler gefaellt als den Fischen.
Und noch eine Anmerkung. Natuelrich zieht der Name Waldi, und deswegen werden schon qua Reichweite von Welt.de einige Dopanloads zusammenkommen. Aber das hat nichts damit zu tun, dass man an der Machart noch arbeiten kann.

(Disclaimer: Ich habe 2006/2007 bei Welt.de den Bereich Audio und Video aufgebaut).

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