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Nichts hält mehr: Wenn sich Plastik einfach auflöst

Ich habe das dunkle Gefühl, dass Firmen, die Gebrauchsartikel herstellen, ein sich selbst zerstörendes Plastik erfunden haben. Es wird nach 2-3 Jahren klebrig und beginnt sich aufzulösen. Zuerst bemerkte ich das am Griff meiner Canon 350 D. Sie hat so einen Gummigriff der es einfacher macht, die Kamera fest zu halten. Heute kann ich diesen Teil der Kamera nicht mehr berühren ohne eine klebrige Masse am Finger zu haben. Als nächstes machten meine Birkenstock schlapp: Sie lösten sich einfach auf, die Sohle ging ab und das Leder löste sich vom Rest des Schuhs. Dann kamen meine Urban Ears Kopfhörer dran: Die komplette Beschichtung der Ohrmuscheln hat sich abgelöst, und der Lautstärkeregler ist ebenfalls klebrig geworden. Heute kam dann mein Schaumquirl dran: Auch er aus einem Gummiplastik gemacht, dass sich nun auflöst.

Am Wochenende habe ich neue Trekkingschuhe gekauft, von Fila. Das war mal eine gute Marke. Hier mal Fotos wie so ein Schuh heute verarbeitet ist.

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Ich vermute mal dass bestimmte Sorten Plastik, vor allem solche die Gummi imitieren (oder sogar welches beigemischt haben), Weichmacher beinhalten, die sich irgendwann selbstständig machen. Die Frage ist ob das ab Klima liegt: Ist es hier zu warm? Allerdings haben wir im Haus moderate Temperaturen, es könnte dann eher Luftfeuchtigkeit sein.

Naheliegend wäre in der Tat wenn seitens der Industrie schlicht weniger Qualität produziert wird. Gestern ist meine 13 Jahre alte sauteure WMF Pfeffermühle gebrochen, nach so langer Zeit kann das schon mal sein. Dass sich aber ein 4 Jahre altes Macbook Pro verabschiedet ist eine Sauerei. Ähnliches gilt für Mobiltelefone: Selbst wenn die Hardware halten sollte, machen immer neue Updates mit immer mehr Requirements es irgendwann unmöglich, das Gerät noch zu benutzen.

Damit werden wir weiter zu hilflosen Konsumenten gemacht, die nicht mal mehr Qualität bekommen, um sicherzustellen, dass wir kaufen kaufen kaufen. Natürlich braucht eine gesunde Wirtschaft Konsum, aber sie muss auch sicherstellen, dass die Konsumenten eine Zukunft haben. So wie wir derzeit mit Nullzinsen für Sparguthaben, aggressive Bankwerbung, zunehmend erhöhter Kaufdruck in eine bestimmte Richtung getrieben werden, kann das irgendwann nicht mehr gut gehen. Dann sind wir überschuldet wie die Amis und noch abhängiger.

Hier in Südostasien ist das schon der Fall: Jeder hat hier mehrere Kreditkarten die alle ausgereizt werden. 80 Prozent der Haushalte sind überschuldet, und es ist nicht abzusehen, dass Löhne signifikant steigen werden. Es hat sich zwar eine Mittelklasse herausgebildet, die aber ist schwach und konsumiert eine Menge, produziert aber wenig Einkommen. Länder wie Thailand sind in der Hand von wenigen Familien denen fast alle großen Firmen gehören und die entsprechend politischen Einfluss haben. Sie wollen und brauchen Konsumenten, die jeden verfügbaren Baht in den Konsum stecken oder in überteuerte Bauprojekte (hatten wir in Deutschland auch mal, die Steuersparmodelle mit Häusern in Berlin zu Beispiel).

Irgendwann wird diese schwache Mittelschicht kein Geld mehr haben, und dann werden soziale Unruhen kommen wie wir sie jetzt schon in Amerika sehen. Wie nervös die Mächtigen sind zeigt die Gewalt und Militarisierng der Polizei in den USA: es geht nicht mehr darum Demonstrationen zu begleiten, sie werden zerschlagen und unterdrückt. Die Beteiligung des Bürgers wird so weit zurückgedrängt wie möglich.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich auch die Gummiknüppel anfangen aufzulösen.

Apple, die Zunft der Zeitungen, Kioske und Marktwirtschaft

Das Handelsblatt ist ganz vorne bei der Bewegung der Zeitungsverleger gegen Apple. Man fürchtet um die Marktwirtschaft, weil Apple vorschreibt, was im Appstore verkauft wird und wie. Interessant.
Jene Zeitungsverleger, die seit Jahren kein eigenes digitales Geschäftsmodell auf die Beine bekommen, die statt dessen Staatsknete für Copy-und-Paste-Journalismus via Leistungsschutzrecht wollen, die sich von einem Computerhersteller (!) vorführen lassen müssen, wie man mit digitalen Inhalten Geld verdient, jene Verleger also beschweren sich jetzt.

Nehmen wir an ich habe einen Kiosk. Ich möchte dort Cola, Zigaretten und Zeitungen verkaufen. Die freie Marktwirtschaft würde bedeutet, dass ich die Waren zum Preis A einkaufe und zum Preis B verkaufe. so etwas lernet man in den ersten Stunden im Rechnungswesen. Die Differenz ist der Gewinn den ich mache, richtig? Nein. Die Zeitungen schreiben mir den Preis vor. Sie bestimmen den Gewinn.

Jetzt ist Apple ein wenig mehr als ein Kiosk: Es sorgt sich nicht nur um den Vertrieb an POS, sondern auch praktisch um den Großhandel, indem es die Infrastruktur zur Verfügung stellt.

Nehmen wir an ich bin ein Gemüsegroßhändler. Ich kaufe sehr viele Gemüse in Holland ein, bringe es dank meiner modernen und per Computer optimierten Flotte schnell und günstig zu den Supermärkten. Und dies zu einem Preis A, zu dem ich einkaufe, und B, zu dem ich verkaufe. Wem mein Preis B zu teuer ist, der kann gerne schauen ob er die gleiche Leistung woanders bekommt. Das verstehe ich unter Marktwirtschaft.

Was ich unter Planwirtschaft verstehe, ist, wenn eine Supermarktkette versucht, mir zu sagen wann ich meinen LKW wohin zu fahren haben und zu welchem Preis. Oder gar wenn ein TV-Hersteller kommt, an den ich auch ab und an meine LKW vermiete. Mein Service ist die pünktliche und garantierte Lieferung eines Produktes. Wer morgens Gemüse haben will, kann meinen Service kaufen wie beschrieben. Das dies viele Leute tun, scheint mein Service gut zu sein.

Jetzt kommen die Verleger daher und wollen quasi mein Unternehmen verstaatlichen. Jene unfähigen Geschäftsleute, deren Absatz seit Jahren nach unten geht, wollen einer Firma wie Apple quasi das Geschäftsmodell vorschreiben. Hallo?

Wenn es denn so wichtig ist, warum entwickeln die Verleger nicht a) eine eigene Plattform oder gehen b) auf Android? Letzteres ist zumindest offener als Apple, und die meisten Devices werden eh auf Android laufen am Ende dieses Jahres.

Der Grund ist einfach: Weil niemand ihre Produkte kaufen wird, und es einfacher ist Apple Firmenpolitik dafür verantwortlich zu machen als endlich eine Zeitung zu machen, die wieder mehr Leser findet.

Ankündigungsjournalismus in der IT-Branche

Ich glaube ja dass Apples Produkte auch deshalb vom Start weg gut laufen, weil ein fertiges Produkt vorgestellt wird dass sich die Anwesenden gleich auch anschauen und testen können. Das macht dann auch die Bericherstattung authentischer und glaubwürdiger.
Während PR-Vollversager wie Neofonie auch im zweiten Anlauf nicht in der Lage sind ein fertiges Produkt zu präsentieren (und nicht mal der Name noch hält), stellt sich Steve Jobs auf die Bühne und es läuft.
Eben habe ich bei Basic Thinking über ein weiteres Tablet gelesen. Ich warte ehrlich gesagt sehnlichst auf Androidversionen, aber meine Begeisterung hört schnell auf wenn ich sehe, dass man eine Pressemitteilung mehr oder weniger abgeschrieben hat. Und das noch als Exklusiv-Interview verkauft.

Manche Qualitätsmedien schauen sich ein Produkt schon lange nicht mehr an, sondern schreiben brav was der Hersteller vorgegeben hat. Und so liest es sich meistens auch. Eine Menge “soll” und ansonsten nix.

Ãœber den Android-Tablet-PC, den Adobe auf der Web 2.0 Expo zeigt, gibt es nicht allzu viele Details über die technische Ausstattung. Das Display hat ungefähr die Größe eines DinA4-Blattes. Als Chipsatz soll der “Tegra 2” von Nvidia zum Einsatz kommen, dessen Vorgänger Microsoft bei seinem Multimedia-Player Zune HD einsetzt. Ansonsten liegen bisher keinerlei genauere technischen Details über das Adobe-Gerät vor. Ebenfalls unklar ist, welche Version von Android zum Einsatz kommt.

Ich glaube ja, dass wir Verbraucher das merken und deshalb eher Produkte kaufen, die uns jemand glaubwürdig empfiehlt. Das kann auch ein Journalist sein. Aber eben glaubwürdig und nicht einfahc mal so runtergeschrieben.

iPhone Killer: Handys, Journalisten und die Marktwirtschaft

Wenn ich in Google nach iPhone Killer suche, bekomme ich 28,600,000 Treffer angezeigt. Der Ausdruck wird also gerne verwendet. Man erwartet sehnlichst ein neues Telefon, dass das iPhone endlich verschwinden lässt. Nurn geht es hier nicht um iPhone oder nicht, sondern um Marktwirtschaft. Apple hat in den USA einen sehr hohen Marktanteil bei den Smartphone, das ist richtig. Aber ein Monopol? Nein. Marktbeherrschende Stellung? Nein. Warum also muss es sterben?

Ich habe die Befürchtung dass viele Menschen (und Journalisten) die Marktwirtschaft nicht mehr verstehen und schon gar nicht erklären können. Ein Markt lebt vom Wettbewerb, und dort werden neue Teilnehmer als Konkurrenten oder Mitbewerber bezeichent, aber nicht als Opfer oder Killer. Denn ohne die anderen gibt es keinen Wettbewerb.

Die ersteTrefferseite bei der Google Suche gibt mit fast ausschliesslich Hinweise auf Medien, TV-Sender, Zeitungen. Es sind also sehr wohl Journalisten die den Begriff iPhone-Killer verwenden (wenn nicht geprägt haben.) Google ich Seiten aus Deutschland, sind es 408.000. Ganz vorne die Wiwo, heute.de, Chip und PCWelt. Was besonders albern ist, ist die Tatsache dass das iPhoen in Detschland einen wesentlich geringeren Marktanteil hat als in den USA, es also gar keinen Grund gibt, es verschwinden zu lassen.

Was mögen die Gründe dafür sein?
Ich denke es ist zum einen die Sensationsgier. Eine Geschichte muss heute eine Sensation sein, selbst wenn es um etwas Banales wie ein Telefon geht. “Killer” ist stärker als “Konkurrent”, das macht sich besser in der Headline (siehe oben). Das Problem dabei ist, dass Journalisten auch eine Aufgabe haben, nämlich ein wenig die Welt zu erklären. Mit der Killer-Sprache wird aber suggeriert, dass Märkte so funktionieren, dass einer den anderen killt. Mag vielleicht auch daran liegen, dass kaum einer mehr auf einen Wochenmarkt geht (ich meinen einen richtigen, nicht so eine Pseudo-Öko-Veranstaltung wo man Brot kauft weil es irgendwie authentisch ist). Ein Wochenmarktbetreiber wird natürlich darauf achten, nicht nur einen Anbieter zu haben, sondern mehrere. Und eine große Auswahl. Dafür wird er Regeln aufsetzen über Standgröße und Lebensmittelsicherheit. Den Rest regelt der Markt.
Keiner würde auf die Idee kommen, die Wassermelone als den Apfelkiller zu bezeichnen. Vielleicht kaufen Leute weniger Äpfel seit es Wassermelonen gibt. Aber das ist nur normal, und solange die Apfelbauern gute Äpfel produzieren und gut vermarkten, werden sie einen gewissen Anteil am Markt haben.

Zum anderen scheint der Informationsoverflow auch Journalisten zu verwirren. Wenn Nokia pro Jahr 50 neue Produkte auf den Markt wirft, wird es schwer, über alle zu berichten und die einzuordnen. Man sehnt sich geradezu nach einen One-Phone-Fits-All Modell. Das iPhone scheint bei Journalisten so etwas zu sein. Und getreu dem Satz “Der König ist tot, es lebe der König”, versucht man mittels Medium sooft es geht einen neuen Thronfolger zu präsentieren. Das hat was vom alten Ägypten, aber nichts von einer Marktwirtschaft in einer Demokratie.
Der Trend zu immer stärkeren Ausdrücken, zu Superlativen (Jahrtausendflut) führt irgendwan dazu, dass uns a) die Superlative ausgehen und b)wir nichts mehr einordnen und relativieren können. Genau das aber ist eine Aufgage von Journalisten. Die Chronistenpflicht erfüllten Hofberichterstatter – im alten Ägypten.

Das iPhone bekommt Konkurrenz und der iPhone Killer

Kaum kommt ein neues Smartphone auf den Markt, wird es sogleich von der deutschen Qualitätspresse mit zwei Floskeln beschrieben: iPhone Killer und Konkurrenz für das iPhone.

Soweit ist es also mit dem Sprachverständnis in deutschen Redaktionen gekommen: NATÃœRLICH ist ein neus Smartphone Konkurrenz für ein iPhone, so ist das nunmal in einer Marktwirtschaft. Daran ist nichts besonderes. Wenn dann bitte meinen wie “ernsthafte Konkurrenz” oder “eine Bedrohung für die Marktstellung”.

Aber auch die darf man hinterfragen: Schaut man sich den Mobiltelefonmarkt insgesamt an, dann ist das iPhone ein Staubkorn im Universum. Es liegt je nach Statistiken im (unteren) einstelligen Prozentbereich. Im Bereich der Smartphone hält es – je nach Land – so um die 15 bis 20 Prozent, regional auch mehr. Das ist eine starke Stellung, mit Sicherheit. Was also wenn es jetzt von zum Beispiel einem Palm Pre gekillt wird. Stoppt Apple die Produktion, weil ein besseres Handy auf dem Markt ist?

Nein, denn es ist gut so dass es mehrere Modelle gibt. Konkurrenz BELEBT das Geschäft, und killt keine Produkte. Höchstens in den Hirnen mancher Journalisten, die einfach nicht verstehen wollen, das es eben nur dann eine Nummer 1 geben kann, wenn es auch eine Nummer 2 bis undendlich gibt. Und das es NATÜRLICH ist in einer Marktwirtschaft, dass sich Marktführer und -anteile ändern.

Daraus jedes Mal eine Skandalmeldung zu machen (bisher übrigens war keiner der Killer ein solcher, sondern eher ein Kaninchen), ist nur peinlich und zeigt, wie oberflächlich deutsche Presse geworden ist (und leider wird das dann auch noch in die Blogosphere übernommen)

66 Prozent mehr Tantiemen: US-Musikindustrie dreht durch

The National Music Publishers’ Association Take On iTunes » Late Night Wallflower

The National Music Publishers’ Association is taking on iTunes in a battle to increase royalty rates for artists. The publishers association want the rates hiked up 66%, from 9 cents to 15 cents a track.

Wie dumm muss man eigentlich sein? Eine Erhöhung um 66 Prozent ist eine Unverschämtheit, und ich kann Apple (und andere) nur zu gut verstehen, dass Ihnen das zuviel ist. Auch wenn ich nicht glaube, dass Apple den Shop wirklich schliessen wird, so wird eventuell das Angebot verringert. Allzuviel GEwinn macht apple nämlich nocht nicht mit den 99 Cent Songs, will den Preis aber halten, weil sie glauben für mehr sei der Markt noch nicht reif.

Apple pays an estimated 70 cents of every dollar it collects per song to the record companies responsible for each track. The record companies turn over nine cents to the music publishers who control the copyrights to these tunes.

Die Gegenseite sieht das anders:

(Music Association speaker) Israelite said he opposed any attempt by companies like Apple and its record label allies to do away with the fixed royalty rate. “Apple may want to sell songs cheaply to sell iPods,” he said. “We don’t make a penny on the sale of an iPod.”

Wohlgemerkt, es geht hier um die Tantiemen, nicht um den Gewinn an einer verkauften CD. Ich verstehe ohnehin nicht so wirklich, warum ich einen Künstler wieder und wieder bezahlen muss, aber das ist wohl der einzige Weg damit sie einen fairen Lohn überhaupt bekommen. Dennoch: Sollte die Music Publishers Association damit durchkommen, dann treibt sie die Leute wieder in die Tauschbörsen. Was ich nur zu gut verstehen kann.

TV-Serien auch bei Apple Deutschland

Apple hat heute bekannt gegeben, dass ab sofort eine Vielzahl beliebter deutscher Fernsehserien von ProSieben, Sat.1, ZDF Enterprises und Brainpool sowie den US-Sendern ABC Studios und MTV Networks im deutschen iTunes Store (www.itunes.de) verfügbar sind. Deutsche iTunes-Kunden haben die Auswahl aus Serienhits wie “Stromberg”, “Tramitz and Friends”, “Switch!” über “Shaolin Wuzang” oder “Kaya Yanar – Made In Germany” bis hin zu den mehrfach ausgezeichneten US-Serien “Lost”, “Desperate Housewives”, “Grey’s Anatomy” oder “South Park.”

Ja, ueber die Auswahl kann man streiten, ich nehme an das sind auch Rechteprobleme, weil gerade in Deutschland Autoren lieber gar nicht verkaufen als einen Download zuzulassen (immer wieder schoen beim Quarks unc Co. Poscast zu sehen).
Aber der Anfang ist gemacht fuers Unterwegs-Fernsehen, und ich bin sicher dass sich damit Geld verdienen laesst.

Ob Apple auch einen iTunes-Store in Kambodscha aufmachen wird?

David Pogue zerreisst iMovie 08 – zu recht

Der Autor der New York Times findet iMovie 08 einen schlechten Wurf – ich stimme dem zu. Es hat weniger Funktionen als vorher, ist eine deutliche Verschlechterung. Gerade der Bereich Audio hat nachgelassen, von Bearbeitung keine Rede mehr.

Meanwhile, iMovie ’08 is incapable of the more sophisticated editing that the old iMovie made so enjoyable.

Genau. Jetzt ist das Spielerei, was man mit Clips machen kann, aber mehr nicht. Einen Hand voll Effekte, das war es dann auch.

The old iMovie offered the essential tools of professional programs like Final Cut Pro without the cost or complexity.

Ich kenne Leute, die haben fast auf Profi-Niveau bis zu 180 Einzelclips in iMovie zusammengeklebt, weil es ging. Man hätte dem iMovie 06 eine weitere Filmspur geben sollen und ein wenig mehr Flexibilität bei der Texteinblendung. Das hätte fast schon gereicht. Statt dessen ist wem bei Apple der Gaul durchgegangen. Schade. Das treibt die Videofilmer, die wegen Firewire sich einen Apple gekauft haben, zu Vista. Das macht auch nicht glücklich, aber selbst einfache Schnittprogramm sind da besser.

The new iMovie, for example, is probably the only video-editing program on the market with no timeline-no horizontal, scrolling strip that displays your clips laid end to end, with their lengths representing their durations.

Das ist besonders nervig.

On top of all that, this more limited iMovie has steep horsepower requirements that rule out most computers older than about two years old.

Genau: Mein MacBook klingt wie ein startenden Düsenjet, trotz 2 GB Arbeitsspeicher. iMovie ist lahm geworden.

Zum Schluss aber der Todesstoß für Apple:

I’ve used the real iMovie to edit my Times videos for three years now. The results are perfectly convincing as professional video blog work. But the new version is totally unusable for that purpose. It’s unusable, in fact, for anyone doing professional work that requires any degree of precision.

Apple startet jetzt DRM-freie Angebote

Jobs hat es angekündigt, nun also startet Apple mit einem DRM-freien Angebot. So, wie ich ein gekauftes Fahrrad verschenken darf, wie ich Mohnbrötchen nachbacken darf, darf ich nun auch ein heruntergeladenes Lied meinen Freunden kopieren. Darf ich eigentlich eh, aber bislang wars eher schwierig. Leider kostet das auch mehr:

Apple hat heute iTunes Plus auf den Markt gebracht. iTunes Plus bietet DRM-freie Musik (ohne digitale Rechteverwaltung) zu einem Preis von 1,29 Euro pro Lied, die mit einer Bitrate von 256 kbps in AAC enkodiert ist und somit eine Audioqualität bietet, die von der Originalaufnahme nicht mehr zu unterscheiden ist. iTunes Plus startet mit dem digitalen Musikkatalog von EMI Music, der Singles und Alben weltberühmter Künstler wie beispielsweise Coldplay, The Rolling Stones, Norah Jones, Frank Sinatra, Joss Stone, Pink Floyd oder John Coltrane umfasst. Erstmals werden in iTunes auch mehr als ein Dutzend Alben von Paul McCartney erhältlich sein.

schreibt Apple. Ach so, mann muss iTunes neu installieren, um Itunes Plus nutzen zu können.

Videopodcast: Spezifikationen von iTunes für Bewegtbild

Je mehr es wissen umso weniger Feher werden gemacht. Hier die iTunes-Specs für Videopodcasts. Wer sie befolgt ist auf der sicheren Seite.

1. If you’re encoding your video podcast at 320×240, please increase the resolution to either 640×480 or 640×360 (depending on the aspect ratio of your source files). Why? Because video podcasts at this resolution look great on Apple TV and still port to video iPods. Lower resolution podcasts might also work on both platforms, but they don’t look nearly as good on a widescreen TV. As always, make sure to test any encoding changes you make to ensure device compatibility. QuickTime 7.1’s “Export to iPod” function will ensure that a video file is encoded at a width of 640 and is iPod-compatible.

2. It’s best not to create two different podcast feeds for different resolutions. By doing so, you dilute the popularity of your podcast and reduce exposure in our charts. It’s better to have one feed high in the charts than two that are lower.

3. If your source files are 16:9, stick with that aspect ratio. Don’t add letterboxing to make them 4:3. By doing so, you prevent the video from expanding to fill a 16:9 widescreen TV and instead end up with black space on all four sides. Also, your original source files should be at least 640 pixels wide

Apple haut jede Menge Musik von EMI ohne Kopierschutz raus

Per Pressemitteilung:

Apple hat heute angekündigt, dass der gesamte digitale Musikkatalog von EMI Music ab Mai im iTunes Store DRM-frei (ohne Kopierschutz) zur Verfügung stehen wird. Jeder Song wird für 1,29 Euro, in einer höheren Audioqualität mit 256 kbps im AAC-Format kodiert, angeboten und damit von der Originalaufnahme nicht mehr zu unterscheiden. Zusätzlich haben iTunes Kunden die Möglichkeit, ihre komplette Sammlung an bisher erworbener EMI Musik für 30 Cent pro Song in eine qualitativ höherwertige, DRM-freie Version umzuwandeln. iTunes wird weiterhin seinen kompletten Katalog, derzeit über fünf Millionen Songs, im AAC-Format mit 128 kbps und DRM, zum bisherigen Preis von 0,99 Euro pro Song anbieten. Daneben wird es, je nach Verfügbarkeit, kopierschutzfreie Versionen in höherer Audioqualität geben.

Hm, im Store sehe ich noch nichts davon oder finde es nicht. Woher weiß ich eigentlich dass das nun ein Emi-Künstler ist? Schwierig schwierig, aber immerhin macht Jobs ernst. Wird spannend sein zu sehen ob der Rest nachzieht. Das Argument des höheren Preises ist denke ich eine Art versteckte Preiserhöhung – da hatten in USA ja die Plattenfirmen schon länger Druck gemacht. Würde mich nicht wundern, wenn die 99 Cent bald der Vergangenheit angehören werden.

iPhone: Weitere Anmerkungen und Fragen

UPDATE: Zum Schmunzeln listet Steffen die 10 sinnlosesten iPhone-Features auf.

Apple schreibt:

Mit dem bahnbrechenden Visual Voicemail von iPhone behält man alle eingegangenen Anrufe im Blick und kann entscheiden, welche Nachrichten man abhören möchte, ohne vorhergehende Nachrichten abrufen zu müssen. Ähnlich wie bei E-Mail ermöglicht Visual Voicemail von iPhone den sofortigen Zugriff auf die interessantesten Nachrichten.

Ich hoffe dass das auch mit unseren Providern geht. Woher nämlich soll das Telefon wissen, wer auf die Box gesprochen hat.

iPhone verfügt über einen vollwertigen HTML-E-Mail-Client, der die Mails von den meisten POP3- oder IMAP-Maildiensten im Hintergrund abruft und neben Text auch Fotos und Grafiken anzeigt. iPhone ist Multitasking-fähig, sodass sich eine Webseite lesen lässt während gleichzeitig die E-Mails im Hintergrund abgerufen werden.

Ob IMAP reicht, meinen Bklackberry-Dienst (also Push-Mail) zu nutzen? Es würde mir schon reichen, meien Googlemail gepusht zu bekommen.

iPhone enthält Google Maps, den bekannten Online-Kartendienst von Google. Zusammen mit der integrierten Karten-Anwendung verfügt das iPhone über das beste Karten-Feature eines Mobilgeräts. Über die berührungssensitive Benutzeroberfläche lassen sich u.a. Karten, Satellitenaufnahmen, Verkehrs- und Routeninformationen abrufen

Wer Googlemaps hierzulande nutzt, geht pleite ob das Datentraffics. Da auf dem iPhone kaum alle Maps drauf sind, bin ich gespannt, wie das mit GPRS/EDGE funktionieren soll.

Das iPhone wird in den USA durch die Apple Retail und Online Stores sowie über die Retail und Online Stores von Cingular verkauft.

Wird es möglich sein, das Gerät eben auch ohne Vertrag zu kaufen (um es dann schon im Juni hier zu nutzen)? Oder will man auch in Europa einen Provider (Vodafone?) haben?

Apple will Pod, nicht Podcast

Apple hat der Firma von Podcast Ready Post geschickt, weil sie nicht möchte, dass die ihren Markennamen “Pod” benutzen. Das haben einige falsch verstanden und denken nun, Apple wolle auch die Nutzung von “Podcast” verbieten.

So steht es bei Yahoo:

Podcast Ready, based in Houston, offers at no charge software called MyPodder that a person can use to manage and update podcasts on a portable player. The current version of the software works on devices running Microsoft’s Windows Media Player software, but on Thursday the company plans to launch a version of its product for the iPod. The launch is scheduled for the Podcast and Portable Media Expo in Ontario, Calif.
Podcast Ready’s device partners often ship the software preloaded on digital players, and stamp the “Podcast Ready” brand on the packaging. Apple’s objections relate to the startup’s use of the term pod in relation to mobile devices and software, Russell Holliman, chief executive and founder of Podcast Ready, said Monday.
“They don’t object to Podcast Ready, only to its use in the context of a portable device,” Holliman said. “But that’s kind of what podcasts are all about.”

Es geht letztlich darum, dass Podcast Ready seine Software auf iPods spielt. Das aber ist lizenzpflichtig, sagt Apple. apple hat verständlicherweise etwas gegen MP3-Player die irgendwie mit Pod benannt werden. Und auch genau darum geht es, um die Player. Nicht um den Gebrauch des Wortes Podcast.

Dass Apple auch versucht, die Rechte auf “Pod” zu bekommen, ist natürlich ein Witz. Ãœbrigens zu bekommen, sie haben sie nicht, auch nicht für Podcast oder Podcasting.

Es lohnt sich den Text mal genau zu lesen, er ist bei Podcast Ready (noch) lesbar.

Habe sicherheitshalber mal bei Apple angefragt: Kein offizieller kommentar, leider.

iTunes 7 Bugs mit Front Row Update fixen

Tja, diesmal hat es wohl mich erwischt. Waren in der Vergangenheit bei Itunes-Updates immer mal Probleme mit den Playlists aufgetaucht, so zickt meine Version besonders rum:

Ich kann zwar alle Songs abspielen und auch Videopodcasts ansehen, wenn ich sie über die Itunes-Liste öffne. Mache ich das aber über Frontrow, so bekomme ich Fehlermeldungen. Bei Musik sagt mit das Programm, ich dürfte den itel auf diesem Computer nicht wiedergeben, und soll in in Itunes öffnen und den Username und das Passwort eingeben, mit dem ich ihn gekauft habe.

Zunächst: wo soll ich bei einem Titel ein Passwort eingeben? Hä?

Bei Filmen sagt der, er könne sie nicht abspielen, ich solle die Playtaste drücken.

Das alles aber nur bei Front Row Verwendung.

Jemand eine Idee?

Ja, ich selbst: Quciktime Update fahre, Front Row Update fahren. Dann gehts.

Apple: In Europa heiße Luft

Die Apple-Ankündigung fürs Presseevent in München und Hamburg:

Ein neuer iPod, komplett neue iPod nanos, ein neuer iPod shuffle und dann ab sofort auch noch Spielfilme zum Download im iTunes Store… So lauten die Ankündigungen von Apple heute Abend!


Die Realität:

Der iTunes Store bietet nun in den USA über 75 Spielfilme von Walt Disney Pictures, Pixar, Touchstone Pictures & Miramax Films an, die gekauft und heruntergeladen werden können, um sie auf dem Computer und dem iPod wiederzugeben und demnächst mit dem iTV* Player von Apple auch auf dem Flachbild-Fernseher betrachten zu können.
TV-Serien und Spielfilme sind nur in den USA erhältlich, die Verfügbarkeit von Videos ist von Land zu Land unterschiedlich.

Den iTIv gibt es erst im nächsten Quartal, und dann wird er wohl auch nur in USA Sinn machen.

Sorry Apple Europa: Für ein paar bunte Ipods und Mahjong-Spiele braucht ihr keine Press-Releases und Events in London machen. Warum ist es eigentlich so schwer, die Videos auch in Europa anzubieten? will man die Kunden doch in die Tauschbörsen treiben? Mir ist klar, dass es hier wohl weniger an Apple liegt als an den Rechteinhabern. Und die sind ja bekannt dafür, dass sie eigentlich kein Geld verdienen, sondern Kunden gängeln wollen.

MacBook und der Gravis -(Un)-Service

Nun hat es mich gleich zweifach erwischt: Nicht nur, dass mein Mac Book schon in der Reparatur ist, weil ich Opfer der Verfärbungen bin und eine Taste defekt ist, ich habe mich auch noch in die Fänge von Gravis begeben. Wissend, dass der Service dort sagenumwoben ist, frage ich bei der Abgabe, wie lange die Reparatur dauert. “Zwei Wochen”, sagt der Mitarbeiter, der durch nur eine verschnörkelte Unterschrift zu identifizieren ist. “Liegt das an den Ersatzteilen, das die so lange brauchen?”, frage ich, “weil, wenn das hier ne Woche rumliegt, kann ich es auch einfach vorbeibringen, wenn die Teile da sind, das ist einfacher, ich brauch das Gerät ja auch…” “Nein”, sagt der Gravis-Mensch, “die Teile sind in zwei Tagen hier.”

Ich gebe das Gerät ab und warte zwei Wochen lang. Dann rufe ich an. “Die Teile sind noch nicht da”, sagt mir ein Mitarbeiter. WAS? Ich erzähle meine Geschichte, er sagt, er versuche das zu beschleunigen. Vier Tage später rufe ich wieder an. “Die Teile wurde erst am 18. bestellt” (also vor vier Tagen, nach meinem Anruf), sagt mir ein Mitarbeiter. Den Store in Frankfurt kann ich nicht erreichen, er (der in Berlin sitzt) auch nicht. Super Firma, die ihre Mitarbeiter nicht erreichen kann.

Der Kundenmensch sagt nur, er würde dem Techniker eine Mail schreiben, der meldet sich dann und gibt mich an Frau Schmitt, die wohl Beschwerden annimmt. Der erzähle ich ebenfalls die Story, sie sagt, das sei ärgerlich und sie wolle mit dem Frankfurt-Chef sprechen – und sich bei mir wieder melden.

Ich werde das Gefühl nicht los, dass man bei Gravis so arbeitet: Man nimmt etwas an, und wartet dann, wer sich beschwert. Die rutschen eine Position höhre. Gibt es eine neue Beschwerde, wird wieder gehandelt. Wer schweigt, muss warten.

Warum bitte ist es so schwer, dem Kunden zum einen zuzuhören, seine Wünsche zu erfüllen versuchen und vor allem keinen Unsinn zu erzählen, sondern einfach nur die Wahrheit? Oder geht es Gravis zu gut? Einem Bekannten vorn mir haben sie versucht, den iPod zu reparieren, haben den dann aber geschrottet. Das hat zwei Monate gedauert, bis er einen neuen bekam.

UPDATE 1: Eben kam ein Anruf, das Ersatzteil sei am 17. bestellt worden und werde heute oder morgen erwartet. Dann könne man das auch gleich reparieren und mich benachrichtigen, wenn es fertig ist. Wir werden sehen.

UPDATE 2: Der Kundenservice bemüht sich wirklich in Berlin, auch wenn die Nachrichten eher schlecht sind: Die Ersatzteile gehen heute (22.8.) bei Apple erst raus. Man wolle die aber tracken und den Frankfurter Store auf die Füße treten, dass nach Ankunft gleich mit der Reparatur begonnen wird.

Was ich nicht verstehe: Wie ist dieser Laden organisiert?

UPDATE hier

Macbook verfärbt sich – nun auch bei mir

Ich hatte ja gehofft dass dieser Kelch an mir vorrüber geht, aber nun verfärbt sich mein MacBook auch an den Handballenauflagen. Außerdem klemmt die Page-Down-Taste einwenig. Lüftergeräusche und Hitzeentwicklung habe ich ebenfalls heftigst.

Wir wissen ja dass Macs so gut sind wie der Support schlecht: Das sieht man auch an der Webseite. Hier der Screenshot. Liebe Firma Apple, ihr habt ein neue Produkt, dass heißt MacBook, wäre schön, wenn ihr das auch mal auf Eurer Webseite vermerkt.
Screen Apple
Überhaupt kann man da kaum von echtem Support reden, weil es kaum eine Möglichkeit gibt, mit jemandem in Kontat zu treten.

Wenigstens habe ich noch den 90-Tage-Schutz, aber eigentliche keine Lust, wochenlang mein Mac-Book wegzugeben.