Vang Vieng in Laos: Ein bißchen Darwinismus

Ich habe es mehrfach hier und auch in meinem englischen Blog geschrieben: Vang Vieng ist schön gelegener Ort, der durch Springbreaker und andere, meist 20somethings, systematisch zerstört wird. Die Basler Zeitung hat sich dem Thema jetzt angenommen. 27 Backpacker seien im vergangenen Jahr gestorben, nachdem sie versucht haben, besoffen in einem fremden Fluss auf einem Gummireifen zu schwimmen. Kein Ahnung wo die Zahl herkommt, aber sie deckt sich mit unseren Erfahrungen hier.

Kostprobe:

Zu den Hauptattraktionen gehört ein wenige Kilometer langer Abschnitt des Flusses Nam Song. Seit einigen Jahren hat sich dort das sogenannte «Tubing» etabliert. Dabei treibt man auf Lastwagenpneus auf dem Wasser. Ebenfalls beliebt sind Sprünge aus mehreren Metern Höhe in das trübe Wasser. Zusammen mit dem Alkohol- und Drogenkonsum ist das eine mitunter tödliche Kombination.

Schlechtes Karma im Fluss

Auch ausserhalb der Partymeile Vang Vieng haben die Eskapaden der Westler ihre Auswirkungen. Die traditionell orientierten Bewohner der umliegenden Dörfer können den Fluss nicht mehr nutzen, wie sie es gewohnt waren. Waschen, fischen, baden: all dies ist den Menschen vergangen, weil für sie die vielen Toten schlechtes Karma bedeuten. Ausserdem stossen sie sich an halbnackten, sturzbetrunkenen Westlern.
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Kann ich nur bestätigen.

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