Wieder dieses Kochbuch

Nein, einen Link zu dem Kochbuch gibt es nicht, den Gefallen mag ich denen nicht tun. Die Geschichte ist so neu nicht, dass die Ersteller des digitalen Kochbuchs wohl am liebsten anderen den Spass am digitalen Kochen verderben, in dem sie einen Anwalt abmahnen lassen.

Rechtsanwalt Sascha Kremer aus Mönchengladbach vertritt einige Abgemahnte. Er hält es zwar für legitim, dass Knieper sich zur Wehr setzt, stellt aber die Wahl der Mittel in Frage: „Rechtsmissbräuchlich ist es, wenn Ziel der Abmahnungen nicht die Verhinderung von Urheberrechtsverletzungen ist, sondern die Durchsetzung überhöhter Lizenzgebühren, die sich im Markt nicht ansatzweise realisieren ließen.“

schrieb Heise dazu.

Nun hat es einen Blogger getroffen, der gar kein Bild aus dem Kochbuch verwendet hat, sondern einen Screenshot einer ARD-Sendung, in dem die Webseite zu sehen war. Das ist sowas von durch das Zitatrecht gedeckt, wie auch dieser Screenshot hier, der lediglich eine Bebilderung dessen ist, worum es hier geht.

Screenshot Marions Kochbuch Webseite(Nur mal hilfsweise, Herr Anwalt, dieses Blog ist von einem Journalisten gemacht und also ein journalistisches Erzeugnis, dass sich im uebrigen auch mit Themen rund um das Zitatrecht, Abmahnungen und aehnliches beschaeftigt. Sparen Sie sich also ihr Porto fuer irgendwelche Briefe an mich.)

3 thoughts

  1. In so einer Welt kriegt man richtig Angst zu leben, finde ich. Ich glaub ich schreib mal rasch ne Mail an alle Leute, die mir schon mal Bilder gegeben haben, um sicher zu gehen, dass ich diese auch wirklich verwenden darf. Und wenn ich schon dabei bin, schreibe ich auch allen Leuten, die auf meinen Bildern drauf sind, eine Mail, mit der Bitte, mir zu erlauben, sie zu verwenden (Datenschutz und so, vllt. mag jemand nicht mit mir zusammen gesehen werden!).
    Oder ich hab eine noch bessere idee: ich lösche einfach alle Bilder, die ich jemals online gestellt habe (sollte ich sie überhaupt alle jemals wiederfinden!)! 🙂
    Ist aber auch eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Rechtsanwälte, finde ich!…
    LG
    monica

  2. Man muss keine Angst vor dem Leben bekommen, weil der Tatbestand der Urheberrechtsverletzungen offensichtlich ein paar Präzisierungen benötigt, und ein paar Urteile auf der Höhe der Zeit. Das Recht ist bekanntlich – wie alles im Leben – nichts statisches. Das einzig Beständige ist der Wandel. Mehr als ärgerlich, nämlich finanziell (und nicht lebens-) bedrohend ist der Zustand für die Betroffenen.

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