Medienmittwoch in Frankfurt

….made bei Handelsblatt und Horizont

Starring: Don Alphonso, Julius Endert (Handelsblatt), Dr. Marcel Reichart (Burda) , Volker Glaeser (Yahoo), Stefan Keuchel (Google), Christoph Schultheis (Bildblog). Moderator: Christoph Salzig (BVDW)

Thema: Weblogs – Revolution des Journalismus oder überschätztes Phänomen?
 
Tobias Kirchhofer fängt gut an: Weblogs gehören zum Social Web. In den USA ist das Thema schon durch, dort gibt es Millionen Weblogs, die keiner liest außer dem Autor. In Deutschland sprechen wir von Kleinbloggersdorf und<ironie>nehmen das Thema auch ernst</ironie>.

Julius Endert: Martin Luther war mit seinen Thesen der erste Weblogger – und man sieht heute noch in der katholischen Kirche, was das ausrichten kann. Weblogger initieren Austausch, publizieren frei und öffentlich. Neu ist nicht das Bloggen an sich, sondern die Technologie, die es möglich macht. Zeitungen haben das Medium Internet immer noch als Lesemedium im Kopf. Weblogs funktionieren durch Nehmen und Geben und sind ein kulturelles Phänomen. Die Nutzer sind jetzt reif für die neue Kommunikation im Internet. Die neue Währung im Internet ist die Aufmerksamkeit, die man bekommt. “Wenn Luther heute leben würde, hätte er auch ein Weblog.”

<comment>Das mit Luther gefällt mir, und die Wichtigkeit für Zeitungen ebenso. Wer hier lächelt – und das machen einige – der wird in einigen Monaten vor dem Kundenauftrag schwitzen, der ein Weblog haben will. </comment>

Don Alphonso: Awreness bringt nicht alleine was. Blogger wollen sich äußern, ihren Spaß haben. Nicht jeder will einen neuen Spiegel aufmachen. Medien können die Zehn-Leute-Blogger nicht mehr erreichen. die Medien werden als Verlieren rausgehen.

Christoph Schultheis: Es gibt ein Interesse daran, alternative Inhalte im Web zu lesen. Das zeigen unsere Zahlen.

Medienmittwoch

Marcel Reichart: Vielleicht ist 2005 ein Wendejahr gewesen, wenn man sich anschaut, was usergenerated Content angeht. Was heißt das für ein Medienhaus wie Burda? Ignoriert man so einen Trend oder realisiert man einen Einstieg. Beispiele: Blogs um die Marken wie Focus herum. Es ist sehr früh für neue Märkte.

<comment> Also Herr Reichart, ein bissi Butter bei die Fische… selber das letzte Mal am 29.12. gebloggt… da hätte ich mir mehr Vision erwartet. </comment>

Yahoo: UK ist ein typischer Markt was die Kennziffern bestimmter Medien angeht, schnell abbildet was in USA passiert. In D ist die Situation “schaun mer mal”, und wenn es uns gefällt, geben wir Gas. Die Wichtigkeit der Onlinemedien in USA ist anders, ist selbstverständlicher.

Wenn Sie in China Business machen wollen, halten sie sich an Rehct und Gesetze des Landes. Wir machen erfolgreich Business mit guten Gewissen.

<comment>Danke Don, dass Du dem Yahoomenschen in die Parade fährst. Business heißt für Yahoo in China, Emailadressen von Bloggern an die Regierung weiterzugeben.</comment>

Google: nutzt Blogs als Kommunikationsinstrument, um Meldungen an die richtige Zielgruppe zu bringen. Wir setzen PMs auch ins Blog.

<comment>Der Googlemensch sagt doch tatsächlich, er habe noch gar kein eigenes Blog. Oh my god</comment>

Endert: So was wie Jamba lesen sie bei uns im Handelsblatt jeden Tag: gute Recherchen, exklusive Geschichten.

Don: Wenn ich blogge mache ich nicht wirklich Journalismus, sondern von einem subjektiven radikalen Standpunkt aus. Es ist eine Art Soap-Opera. Wenn ein Blog zumacht, ist es wie wenn man mir ein Buch wegnimmt, das ich noch nicht gelesen habe. Blogs ist wie Reden am Lagerfeuer.

<bashing>Don: Die grauenhaften Blogs der Süddeutschen, das liest sich wie wenn die gezwungen wurden zu bloggen</bashing>

Mr. Yahoo weiß auch, das man Bloggen vom Journalismus trennen muss. Man ist schnell im Bereich Entertainment. es sind in der Regel andere Themen als im Journalismus. Es geht um Relevanz von Qualitäten für User. es geht vom User aus und nicht vom Veröffentlichenden …

Don: Vorsicht bei der Euphorie, was Interaktivität angeht. Bei mir schreiben wenige Leute einen Kommentar.
Yahoo: Einspruch,  wir haben alleine im Musk ganz viele Downloads.

<comment> Was bitte ist an einem download interaktiv????</comment>

Der Medienmittwoch hat den einzigen Internetzugang verwendet, um selbst “live” zu bloggen…  Ich nehme mal an das das auch ordentlich getaggt und so gefunden wird.. 🙂

 

 

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One thought on “Medienmittwoch in Frankfurt

  1. Pingback: hormel.de::weblog » Mein (erster) “Medienmittwoch”…

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