Nun will der Weltverband der Zeitungen (World Association of Newspapers, WAN) technische Barrieren errichten, mit denen Buch-, Zeitungs- und Magazinanbieter den automatischen Zugriff auf ihre Inhalte regeln können.
Die Zeitungen wollen also kontrollieren, was Suchmaschinen finden – stellen aber ihren Content frei ins Netz. Wie bitte sollen Internetnutzer wissen, dass es diese Zeitungen überhaupt gibt? Haben die Herren Verleger auch nur den Hauch einer Ahnung, wie das Internet genutzt wird? Dass ich nach Themen suche und nicht zwangsläufig danach, wer sie bereitstellt? In Belgien hat Google brav gemacht, was verlangt wurde: Nur wird man eben die Le Soir nicht mehr finden…einfach mal die Kollegen aus dem Marketing frangen, wieviele Besucher so im Monat über die Suchmaschinen kommen.
Tja, Web 2.0 heißt nicht zwangsläufig Amateurstatus: Das wird jetzt vielleicht auch das Handelsblatt gelernt haben. Das schicken Sie Mario Sixtus als elektrischen Reporter los, und schon versagen die Videoserver ihren Dienst. Das ist schlicht peinlich, ich erwarte da mehr von einem Medienkonzern (man möge ich mich schon bald an meinen Worten messen…)
Wie bitte soll das der Marke Handelsblatt dienen? Sorry, wir machen tolle Sachen, kriegen das aber nicht in den Griff? Oder weiß man, dass die Videogucker eh keine Leser sind, solche Aktionen eher mittelfristig und bewusst als Spielwiese gedacht sind. Die Ironie: Da schreibt man mal nicht “beta” und schon isses “beta”.
Lobenswert ist die CC-Lizenz, auch wenn ich immer schmunzeln muss, wenn Unternehmen ihre Inhalte dann “NonCommercial” zur Verfügung stellen. Trotzdem: Richtig so.
Leider kein Wlan im Zimmer im Kongresshotel am Templiner See (kleine heiße Zimmer, leider keine Klimaanlage) , aber wenigstens in der Lobby. 5 Euro für 24 Stunden ist ok.
Morgen halte ich hier einen Workshop zum Thema “Onlinetechnik” – wobei es vor allem darum geht, welche Tools freie Journalisten nutzen sollen und können, um im Internet präsent zu sein, aber auch zu recherchieren. Eigentlich sollte ein Satz reichen: “Bloggen Sie!”
Habe ich neulich bei einer Fotosession gemacht. Der Kühlschrank steht auf der Dachterasse eines Frankfurter Hauses und ist für Partys gedacht, quasi als Gemeineigentum. Nette Idee. (Kati gehört nicht dazu :-))
Das wird hier langsam zum Consumer-Blog: Nach dem Gravis-Ärger nun Erlebnisse mit Alice.
Zugegeben, es war nicht einfach: Ich war zwei Tage in Berlin und konnte nur in diesen beiden Tagen mein Telefon anschließen lassen. Eigentlich wollte ich Alice, die schrieben mir dann, dass am 21.9. zwischen 8 und 16 Uhr ein T-Com-Mann kommt und die Leitungen misst. Was nicht kam, war der T-Com-Mann, statt dessen eine SMS: T-Com melde “Kundendaten falsch”, man könne einen neuen Termin erst in vier Tagen mache. Dann bin ich nur nicht mehr in Berlin.
Die Alice-Frau war nicht in der Lage, mir einen Ansprechpartner bei der T-Com zu nennen “Wir haben da keinen, wir geben das nur in den Computer ein” und konnte mir auch sonst nicht weiterhelfen.
Fakt ist, dass ich den ganzen Tag zuhause (in einer leeren Wohnung) saß. Fakt ist auch, dass es keine Kontatmöglichkeit zu T-Com gab.
Endlich gelang es mir, dann die T-Com zu erreichen. Die Frau dort sagte mir ebenfalls, sie könne nicht sagen, wer der Mitarbeiter war, der angeblich bei mir war oder auch nicht. Nun hatte mir die Alice aber gesagt, das sie schon öfter Beschwerden hätten wegen der Telekomiker.
So wie es aussieht, versucht die T-Com Alice (und andere?) absichtlich zu blockieren. Denn – oh Wunder, bestelle ich bei der T-Com einen Anschluss, können sie am nächsten Tag schon kommen, rufen mich natürlich gerne vorher an und ich muss höchstens zwei Stunden warten, aber doch keinen Tag. Das ist schamlose Aussnutzung eines Monopols. T-Com will unzufriedene Kunden, weil sie noch die Leitungen haben.
Also blieb mit nichts anderes übrig, als Alice wieder zu kündigen und doch zur T-Com zu gehen, weil ich nicht wegen einem Tag Warte nochmal nach Berlin fahren will (nein, im Haus sind keine anderen die tagsüber da sind…)
Hach, die liebe Annik kann einem Leid tun: an ihr liegt es sicher nicht, dass Ikea beim Podcasten den gleichen Fehler macht wie Ebay und andere: Sie denken nicht an die Hörer, sondern an sich selbst. Interviews mit Vorständen sind langweilig, ich weiß, die wollen immer als erste vors Mikro.
Nun ist mir die Kommunikation von Ikea nicht fremd, das war mal ein Kunde. Auch Folge 2 “Der Azubi” ist voraussehbar. Sorry, wer soll sich das anhören? Ok, es richtet sich an potenzielle Azubis. angesichts der Lehrstellenkrise dürfte es kaum zu wenige geben. Oder weil man gedacht hat “Podcast=junge Leute = Azubis”? Erfahre ich als Azubi da wirklich Neues?
Ich mein, Formulierungen wie “alles Wissenswertes und Interessantes” sind doch echt abgedroschen.
Schade es gab eine Zeit, da war IKEA mutiger bei solchen Dingen.
Dann sei aber der Vollständigkeit halber auch auf meinen Artikel verwiesen – Ähnlichkeiten sind nicht zufällig, sondern beabsichtigt, im ürbrigen keineswegs aber abgeschrieben.
Glückwunsch an Franz Strasser aka “Die einfach beste Sportsshow”:
Die schönste Nebensache der Welt zum Download: Am 15. September startet “DieLigaShowâ€, der erste vereinsunabhängige, deutsche Bundesliga-Podcast. Franz Strasser und Max Türck diskutieren kontrovers und meinungsfroh über das Geschehen auf dem Platz.
Nicht schlecht, hosted by WAZ. Der Download zickt noch etwas, aber das kann ja auch am Erfolg liegen. Bin gespannt, wie das Angebot angenommen wird.
Lese ich doch eben das:
Flatrate bei Musicload, 8.95 im Monat und Musik unbegrenzt hören. Nicht schlecht, oder?
Der Haken:
Abonnenten von Musicload Nonstop können online auf sämtliche Tracks des Downloadportals zugreifen und sich ihr eigenes Musikprogramm zusammenzustellen. Dabei werden die Songs nicht dauerhaft auf der Festplatte gespeichert, sondern während der Datenübertragung abgespielt. …Will ein Kunde einen Titel auf CD brennen oder auf ein digitales Abspielgerät übertragen, kann er den Song wie gewohnt kaufen und herunterladen.
Ich soll viel Geld für einen Stream bezahlen??? Hä???? Liebe Musicloader, für die 8,95 bekomme ich eine DSL-Flatrate und könnte mir damit 30 Tage lang nonstop illegal die Songs aus dem Netz holen. Meint ihr wirklich, dass das nun der Durchbruch ist, Leute zum Kaufen zu bewegen?
Dass ein Abo-Modell den bezahlten Download fördert, legen auch die Ergebnisse einer repräsentativen Online-Befragung nahe, die TNS Infratest für Musicload durchgeführt hat
Passt irgendwie zum Post über die Musikindustre: auch andere wollen sich Kritik am Unternehmen nicht mehr gefallen lassen uns Klagen lieber als Kunden zu behalten.
Rainer sacht geht jetzt vor Gericht – weil er die unsinnigen Abmahnkosten nich bezahlen will. Meine Meinung Anwälte, die Abmahnkosten eintreiben, kann ich nicht vertrauen. Das ist eine gesetzlich legitimierte Gelddruckmaschine. Unternehmen, die mit solchen Anwälten arbeiten, sollten sich was schämen.
“Die herbstliche Jagdsaison ist erföffnet. Nachdem man reichlich Raubkopierer erlegt hat, wendet man sich nun grösseren Tieren zu. Jetzt werden die Web-Portale bejagt. An erster Stelle stehen YouTube und MySpace.” schreibt Boo-Company.
Ich hätte nicht wenig Lust zu hoffen, dass hier eine kleine sozial-kulturelle Revolution im Kampf um kuturelle Güter ihren Kampf beginnt. Da nehmen sich Hundertausende Inhalte (die sie über Konsumkosten und GEZ ohnehin of schon bezahlt haben) und verwursteln die im Netz. Und jetzt kommen die Große und schießen auf die Demonstranten. Wirklich kein Platz des himmlischen Friedens, das Netz.
So ganz neu in den Argumenten ist der NZZ-Artikel nicht, gleichwohl bedarf er Widerworte, vor allem wegen dieses Absatzes und es nachfolgenden kommentierenden Satzes:
Solche Euphorie verdient erhebliche Skepsis. Bereits die Zahlenangaben sind nicht sehr verlässlich. Laut einer Umfrage im Auftrag des Magazins «Focus» (Basis: 1010 Befragte) soll es in Deutschland 4 Millionen Blogger geben. Das ist sicher reine Phantasie.
Nötig ist allerdings eine Marktbereinigung in der Blogo-Sphäre, die die Grenzlinie zwischen bloss privater Äusserung und der Inszenierung einer Gemeinschaftskommunikation einerseits sowie der Wahrnehmung einer öffentlich bedeutsamen Rolle anderseits klarer erkennbar macht. Das bedeutet, dass die kommunikativen Verkehrsformen zivilisierter werden müssen. Wenn das die Blogger-Szene nicht selber regelt, werden das früher oder später die Gerichte tun.
Marktbereinigung? Gerichte? Lieber Heribert Seifert, das ist keine Frage der Marktbereinigung. Da müssen sie mal ihre eigene Argumentation anschauen. Entweder ein Blog hat keine oder nur wenig Leser, dann dürfte auch die darin enthaltenen Beschimpfungen “nicht relevant” sein. Ist es aber doch relevant, was ein Blogger sagt, dann stürzt Ihr Artikel ein wie ein Kartenhaus. Dann ist es nämlich eine neue Publikationsform. Bild, Coupè und Super Illu sind wahrscheinlich auch nicht der Traum ihrer journalistischen Maßstäbe, haben aber bislang auch jede Marktbereinigung überstanden.
Blogs sind der Spiegel der Gesellschaft. Es gibt Regeln für beide Bereiche. So wie es unter den 6 Milliarden Menschen auf der Erde manches schwierige Exemplare gibt, gibt es die auch in der Blogsphäre. Brauchen wir neue Gesetze aka Verkehrsformen, weil irgendwelche Trolle Schwachsinn reden? Nein, die haben wir zum einen (Gerichte, ja), zum anderen können wir aber vielleicht gerade durch die Blogs lernen, erst einmal miteinander zu reden? Das ist gerade bei Unternehmen nötig, die ihre Kunden imerm noch lieber abmahnen, wenn sie sich öffentlioch beschweren, als man nachzufragen, wo das Problem ist. ich werde das Gefühl nicht los, das gerade Vertreter der etablierten Medien laut nach Gerichten schreiben, weil sie sich imerm noch als Gatekeeper/Gralshüter von Informationen verstehen.
Tja, diesmal hat es wohl mich erwischt. Waren in der Vergangenheit bei Itunes-Updates immer mal Probleme mit den Playlists aufgetaucht, so zickt meine Version besonders rum:
Ich kann zwar alle Songs abspielen und auch Videopodcasts ansehen, wenn ich sie über die Itunes-Liste öffne. Mache ich das aber über Frontrow, so bekomme ich Fehlermeldungen. Bei Musik sagt mit das Programm, ich dürfte den itel auf diesem Computer nicht wiedergeben, und soll in in Itunes öffnen und den Username und das Passwort eingeben, mit dem ich ihn gekauft habe.
Zunächst: wo soll ich bei einem Titel ein Passwort eingeben? Hä?
Bei Filmen sagt der, er könne sie nicht abspielen, ich solle die Playtaste drücken.
Das alles aber nur bei Front Row Verwendung.
Jemand eine Idee?
Ja, ich selbst: Quciktime Update fahre, Front Row Update fahren. Dann gehts.
Liebe T-Community, wollt ihr es nicht begreifen? Man schafft Communities mit tollen Angeboten, mit einem Alleinstellungsmerkmal, mit Nische. aber nicht mit Betteln. Habe ich vor zwei Tagen schon Eure “Empfehle uns deinen Freunden”-Bettelei als Spam empfunden, so ist Euer neuer Brief wohl die Krönung:
Hallo T-Community Teilnehmer,
Bloggen, Talken, Chatten, Filme und Fotos teilen, ganz nach Deinen Interessen. Die T-Community ist mit vielen neuen Möglichkeiten Dein Treffpunkt im Internet.
Zum 01.09.2006 haben wir neue Nutzungsbedingungen für die T-Community eingeführt, die hier abgerufen werden können. Die neuen Features auf dem Portal erfordern eine Anpassung der vertraglichen Grundlage, um einem möglichen Missbrauch der Nutzung vorzubeugen.
Die rechtmäßige Nutzung der T-Community liegt im Interesse aller Teilnehmer. Wir haben daher die Anforderungen an die Nutzung überarbeitet. So werden unter bestimmten Umständen Verstöße gegen die Nutzungsbedingungen mit einer Sperrung des Inhalts oder einer Vertragsstrafe geahndet.
Dein T-Community Team
Super. Um Community zu schaffen, ist das Wort “Vertragsstrafe” richtig gut. “Sperrung” auch. “Anpassung der vertraglichen Grundlage” macht richtig Spaß.
Das Weblog von Thomas Wanhoff
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