Möbliert oder leer: Wohnungen

Filed under: Allgemein,Mein Leben — Thomaswanhoff at 9:01 am on Thursday, September 9, 2010

Als ich das erste Mal nach Amerika kam und dort deutsche Freunde besuchte, war ich überrascht, was alles schon in der Wohnung war: Betten, ein Esstisch, in jedem Zimmer Einbauschränke. Hier und da noch ein paar Wandregale angeschraubt, und schon war die Wohnung fertig.. Auch hier in Asien kommen diese quasi mit der Wohnung, und wenn man erstbezieht, dann kann man mit etwas Glück solche Wandregale, aber auch Betten und andere Möbel mit aussuchen. Hier haben wir alles aus Holz, was in den Tropen leider auch Termiten anzieht, bislang allerdings nur in ein Bambusschuhregal.

Ein weitere Grund für eine möblierte Wohnung ist, dass man schlicht Geld spart: Weniger Möbel beim Umzug, weniger Investitionen. Und wenn der Einbauschrank allzu hässlich ist, kann man ja versuchen die Türen zu verkleiden oder eine neue Front anbringen.

Pluralität: Wer sie fordert, darf sie im eigenen Haus nicht beklagen

Filed under: Asien,politik — Thomaswanhoff at 9:26 am on Monday, May 7, 2012

Schleswig-Holstein hat gewählt und die Tagesschau schreibt:

Nach dem knappen Ergebnis der Landtagswahl in Schleswig-Holstein wollen die Parteien heute in Kiel die Weichen für die künftige Landesregierung stellen.

Nun lebe ich in Ländern die zwar wie Laos das Wort Demokratie im Namen führen aber recht wenig davon halten. Dennoch glaube ich daran dass das die beste verfügbare Staatsform ist, und deshalb mache ich gerne auch dafür Werbung. Was Demokratie neben der Volksherrschaft vor allem bedeutet, ist Vielfalt. Das Volk entscheidet, und diese Entscheidung ist zu respektieren. Damit tun sich manche Medienvertreter schwer.

Was ist ein knappes Wahlergebnis? Wenn nicht alle Abgeordnetenplätze besetzt werden können? Wenn es ein Quorum gäbe für die Wahlbeteiligung? Nein, es geht um Machtverhältnisse. Es “muss” klar sein, wer die Macht hat. Die Volksentscheidung, eine bestimmte Anzahl Abgeordnete gewählt zu haben, verliert in der Parteiendemokratie Sekunden nach der ersten Hochrechnung ihre Bedeutung.

Allerdings kann da bald wieder interessant werden: Wenn nämlich wie gerade der CDU geschehen die großen Parteien nicht mehr genügend Überhangmandate haben. Dann werden Direktmandate (und damit der direkte Wählerwille) wieder wichtiger. Vielleicht ist das schon ein Verdienst der Piraten: Die Landeslistensicherheit gebrochen zu haben.

Es ist weder eine Schande noch eine Krise, wenn es mehrere Parteien im Parlament gibt. Vielmehr ist das Ausdruck einer heterogenen Gesellschaft. Es gibt eben kein Recht-Links mehr, sondern verschiedene politische Ausdrucksformen. Das bedeutet im übrigen auch, dass es Parteien gibt, die sich eben nicht als Volksparteien verstehen, sondern bestimmte Bevölkerungsgruppen repräsentieren. In den Ländern, von denen der Westen immer mehr Demokratie fordert, gibt es die durchaus, nur eben innerhalb einer Partei und ohne jegliche Transparenz (hier in Laos kann man lokal Kandidaten von der Liste streichen, zum Beispiel).

Was es nicht gibt, ist Pluralität. Wer die fordert, darf sie im eigenen Haus nicht beklagen.

Anschaubefehl: Buschka entdeckt Deutschland – der Film

Filed under: Allgemein — Thomaswanhoff at 11:15 am on Friday, April 20, 2012

ZDFlogin: Wie kann man Gebühren eigentlich noch besser verschwenden

Filed under: politik — Thomaswanhoff at 10:43 am on Thursday, April 19, 2012

Ich habe gestern 5 Minuten ZDF login geschaut und dann angewidert abgeschaltet. Das ist Hitradio im Fernsehen. Aalglatte Moderatoren, die schrecklich künstliche Texte ablesen,. die irgendwie cool sein sollen. Es fröstelte mich und ich habe mich gefragt, ob nur ich das Gefühl habe, hier mit politisch korrekten Parametern erzeugte Hologramme zu sehen. Aber ich bin nicht allein, wie ein hervorragend geschriebener Beitrag von synthie und roma auf Sueddeutsche.de zeigt.

Ich denke Lauer hat einen Fehler gemacht in so eine Retortensendung zu gehen. Da ist keiner den er überzeugen kann oder muss. Er kann nur verlieren, weil die Retortenbabys aka Moderatoren einen Ablauf haben, der nicht gestört werden darf.

Fernsehen heute muss berechenbar sein, darf nicht auffallen, nicht anecken. Wie man einen Beitrag baut hat neulich ein Volontär auf Youtube gezeigt, und es war nicht lustig, sondern nackte Wahrheit. Fernsehen heute wird aus Bausteinen gemacht, aus Stereotypen. Man versucht sich in Effekthascherei, wie der selten dämliche Beitrag über die “Piraten in der FDP und CSU” zeigt. Das ist Kinderkacke, sowas. Und es ist gefährlich, weil dadurch der Eindruck entsteht, das Fernsehen mache sich mit den etablierten Parteien gemein, indem es Argumente liefert, warum man die Piraten nicht braucht.

Es ist schon faszinierend. dass Jahrzehnte nach dem Aufkommen der Grünen sich Geschichte wiederholt. Erst macht man die neue Partei lächerlich, dann versucht man einige der Inhalte stümperhaft selbst einzubinden und bald wird es Abwerbeversuche geben. Die Grünen hatten damals ein sehr gutes Wirtschaftsprogramm, und man hat ihnen dennoch vorgeworfen, nur in Umwelt zu machen.

ZDFinfo macht sich zum Propagandakanal einer etablierten Elite, die versucht ihre Pfründe zu verteidigen (nicht auszudenken wenn die Piraten irgendwann mal im Verwaltungsrat sitzen). Und man sendet an den Menschen “da draußen” vorbei, so wie man das damals bei den Grünen gemacht hat.

Nochmal Login: so sehen da Texte aus: “Die Piraten klicken, die Liberalen kämpfen, doch wem gehört die Zukunft?” Soll das witzig sei, oder originell? Wer hat den beiden, die aussehen als ob sie gerade vom Abschlussball der Tanzschule kommen, denn beigebracht, das Stereotype, Klischees und Vorurteile die notwendigen Zutaten für eine “tolle” Moderation sind?

Es geht weiter: “… mit tollen Gästen”.. Soll das Umgangssprache sein” Wenn ja, dann bitte in der ganzen Sendung, und zwar so wie die Menschen wirklich sprechen. Ansonsten bitte mal nachschauen, woher das Wort “toll” kommt.

“…wissen alle, die Piraten sind nicht nur urbane Digitalnerds, nein, sie sind auch in Ottonormaldeutschland vermittelbar. Manche meinen, sie wären sogar die besseren Liberalen.. Findet Ihr das auch?” “…jeder darf mitquatschen… aber immer schön Wiki-Wiki..eben noch chatten im Netz und plötzlich labern in Parlament.. voll cool diese Nerds…Transparenz statt Wahlprogramme”

Verkrampfter geht es ja wohl kaum?

Leben als Hausmann

Filed under: Asien,Mein Leben — Thomaswanhoff at 9:32 am on Tuesday, April 17, 2012

Ich hatte heute wieder so ein Erlebnis. Ich saß in einem Cafe und suchte nach Rezeptideen was ich heute Abend kochen soll. Pinterest ist mir da ein guter Helfer geworden. Ich fand eine lecker Linsensuppe, und während ich mir das Bild aufm iPad anschaue, kommt die Besitzerin des Cafes und fragt, ob ich das kochen will. Ich sage ja, ich möchte was frisches heute abend. Sie weiß, dass ich zu Hause koche für mich und meine Frau, weil letztere eben das Einkommen bestreitet als Chef einer Firma. Ich kümmere mich um das private.

Die Cafebesitzerin sagt dann, das es meine Frau echt gut hat, ich als Mann zu haben, der für sie kocht. Ich fühlte mich geehrt und geschmeichelt. Aber eines geht mir nicht aus dem Sinn: Wenn der Mann den Hauptjob hat und die Frau im Cafe sitzt und überlegt was sie kocht, wird dann irgendwer sie loben dafür und sagen “Was hat ihr Mann für ein Glück?”.

Wer das nächste Mal einer Hausfrau begegnet, kann sich ja an diese kleine Geschichte erinnern und sie loben.

Ach so: Die meisten Hausmänner hier die ich kenne kochen nicht, sie haben eine Nanny und eine Maid und einen Gärtner und so. Fast alle sagen, sie suchen noch einen Job, als ob es ein Makel wäre, Hausmann zu sein.

Ein kleiner Film aus Laos bei einem großen Wettbewerb

Filed under: Asien,Laos,bewegtbild — Thomaswanhoff at 1:06 am on Tuesday, April 10, 2012

Ein kleiner Film, den ich mit Freunden hier in Laos gemacht habe und der Teilnehmer ist beim Asef-Wettbewerb. Bitte mal alle den like Button druecken fuer den Film, das hilft uns hier sehr (auch wenn eine Jury den Sieger kührt). Danke.

Entwicklungshilfe: Wer kontrolliert Berater?

Filed under: Asien,Laos,entwicklungshilfe — Thomaswanhoff at 3:07 am on Friday, April 6, 2012

Mal wieder ein rant gegen Entwicklungshilfe. Hier in Laos kenne ich drei Berater deutscher Entwicklungshilfeorganisationen, deren Job es ist, der Regierung zu sagen, wie man dies oder jenes richtig macht. Was im Grund genommen gar nicht schlecht ist, denn in den meisten Bereichen haben die Verantwortlichen nicht wirklich eine Ahnung was sie tun, und deshalb wäre es gut, wenn sie die für sie kostenlose Hilfe annehmen würden. Das Problem ist nur: Sie tun es nicht. Was der Berater ihnen sagt, interessiert sie nicht. Interessanter ist der Briefumschlag, den der chinesische Gesandte unter dem Tisch durchschiebt. So öffnet man hier Türen und Ohren.

Nun will ich nicht sagen, dass deutsche Entwicklungsorganisationen (noch mehr) bestechen sollen. Aber es wird Zeit einzusehen, dass die ganze Beraterei nichts bringt. Es liest sich nur schön in Reports, dass man mit diesem oder jenen gesprochen hat und Workshops in 5-Sterne-Hotels durchgeführt hat. Man liest aber nicht, was das an tatsächlichen Änderungen gebracht hat.

Ein Beispiel ist die Situation für Investoren. Während Deutschland und die EU Laos massiv bei der WTO-Mitgliedschaft unterstützen , wird Investoren aus genau diesen Ländern das Leben schwer gemacht. Da werden Steuern erfunden, Lizenzen entzogen, das Arbeitsrecht ist eine Katastrophe (und wird auch nur bei westlichen Firmen genau angewendet) und gerade hat mal mal eben die Einkommenssteuer massiv erhöht – ein gutes Recht eines Staates, wenn es denn für alle wäre. Aber große chinesische und vietnamesische Firmen scheinen davon ausgenommen (mal abgesehen davon dass man damit gegen das eigene Investitionsgesetz verstößt, das ausländischen Firmen einen fixen Steuersatz versprach).

Wer sich anschaut wieviele chinesische und vietnamesische Banken hier eröffnen und wieviele Shoppingmalls gebaut werden, wird sich fragen, wer die Kunden sind. Die Antwort: Es gibt keine. Es ist Geldwäsche im großen Stil.
Die laotische Regierung versucht zwar (so sagt man zumindest), eine Balance zwischen Vietnam, Thailand und China zu halten (deren Investitionsvolumen ist derzeit fast gleich groß), zur gleichen Zeit macht man aber jedem anderen das Leben schwer. Im Tourismus schmeissen Hotelbetreiber das Handtuch, weil es unmöglich ist, mit den lokalen Besitzern und den Regierungsstellen zusammenzuarbeiten. Westliche Firmen wandern ab, weil sie weder Unterstützung noch manchmal überhaput eine Businesslicence erhalten.

Und während das alles passiert, sitzen hochbezahlte Berater in einem Büro einer Regierungsstelle und beschreiben Papier in einer Sprache, die die Beamten ohnehin nicht verstehen. Sie machen Vorschläge, die sofort ablegt (und damit abgelehnt) werden. Die Regierung hier (aber auch in anderen Ländern) lässt die Berater gerne arbeiten, in der Regel springt auch Geld für mindestens einen Übersetzer, eine Verwaltungskraft und oft auch ein Dienstauto fürs Projekt ab.

Länder wie Deutschland sollten die wenigen Druckmittel, die sie haben nutzen, um Entwicklungsländer auf den rechten Weg zu bringen. Zum Beispiel eben nicht auf Teufel komm raus solche Länder in die WTO zu bringen (wo sie ohnehin permanent gegen Regeln verstoßen). Gleichzeitig sollten in Myanmar schnellstens wirtschaftliche Sanktionen gelockert werden, oder man verliert auch dieses Land an die Chinesen und Vietnamesen.

Sven, komm mal wieder runter

Filed under: Allgemein — Thomaswanhoff at 4:45 am on Friday, March 23, 2012

Sven Regener hat recht, man soll nicht stehlen, weder Cola im Supermarkt noch im (virtuellen Plattenladen). Warum er aber nun behauptet, keiner wolle mehr für Musik bezahlen, ist mir schleierhaft. Mein iTunes-Account sagt was anderes. er hat als alter Rocker leider nicht das Internet begriffen. Weil eben die Plattenlabels nicht mehr so viel Geld haben für Promotion, braucht es eben soziale Netze, die das manchmal sogar besser machen. Wahrscheinlich kauft keiner mehr seine Platten, habe ich das Gefühl. Ich bin auch Urheber, und ich möchte gerne Änderungen im Urheberrecht, weil ich es für überholt halte. Das heisst nicht dass jedes Buch oder Werk Open Access werden soll. Es geht um Laufzeiten, aber auch um Fair Use. Und es geht darum, die Gema abzuschaffen und etwas anderes, besseres auf die Beine zu stellen.

Liebe Kinder, das Internet ist gefährlich!

Filed under: Blogger,Journalismus — Thomaswanhoff at 1:25 am on Friday, March 16, 2012

Eben lese ich in der Zeit online diesen Artikel und schon beim Einstieg wird mir schlecht:

In jeder Klasse ging es eine Stunde lang um Spiele und Filme, um das Urheberrecht und Abofallen, um Mobbing, die Datenschutzeinstellungen bei Facebook und um die Möglichkeit, sich mit Pseudonymen und gesunder Skepsis zu schützen. Mein Fazit: Warum um Gottes Willen passiert das nicht an jeder Schule dieses Landes mindestens einmal in der Woche?

Kinder lernen also wie gefährlich das Internet ist und dass man da Spiele und Filme hat. Ja, es geht um Grundschüler, aber dennoch: In Thailand bekommen gerade Grundschüler Tablet-PCs, und es läuft ein Wettrennen um die besten Apps dafür. In Deutschland stimmen jetzt sogar Zeit-Journalisten in den Regierungs-Kanon ein: “Wir müssen unsere Kinder vor dem Internet beschützen.”

Da beschwert sich der Autor, dass Lehrer staunend seinen Worten lauschen, muss aber trotzdem umständlich erklären was ein Whiteboard ist. Und das auch dieses mit diesem Internet verbunden ist. Als ober er es das erste Mal gesehen hat.

Früher hatten Zeitungen eine Haltung, die ein politisches Fundament hatte, eine Gesinnung. Heute reden Schreiber wie dieser dem Innenminister nach dem Mund.

Das Internet ist da, das ist kein Schulstoff. Wir brauchen keine Lehrer, die mit erhobenem Zeigefinger erklären, wie gefährlich das ist (ist es nicht). Wir brauchen Lehrer die Kindern zeigen, wie sie mit dem Internet lernen können. Die die Khan-Academy übersetzen, oder ähnliches. Das letzte was es braucht, sind Journalisten, die wegen des Internets glauben die Meinungshohheit und Gatekeeperfunktion verloren zu haben und deshalb sich nun an Kindern vergehen (das ist eine Metapher, nur für den Fall, dass auch dies in Redaktionsstuben nicht mehr verstanden wird).

A Day in Vientiane Part 2

Filed under: Allgemein — Thomaswanhoff at 9:10 am on Tuesday, March 6, 2012

Was ist noch Deutsch in mir?

Filed under: Asien — Thomaswanhoff at 12:37 pm on Saturday, March 3, 2012

Es sind bald 5 Jahre, dass ich Deutschland verlassen habe und nach Asien gegangen bin. 5 Jahre, drei Länder und zumindest 2 Sprachen (wobei mein Lao wesentlich besser ist als mein Vietnamesisch war). Aber eigentlich ist meine Sprache Englisch. Deutsch spreche ich nur noch mit meiner Frau und der laotischen Besitzerin eines Cafes hier in Vientiane, die in Düsseldorf aufgewachsen ist (das Cafe heisst Benoni, und ist mein Tip falls ihr mal nach Vientiane kommt.)

Wir bewegen uns nicht in der deutschen Community und gehen schon gar nicht in deutsche Restaurants. Zum einen liegt das daran, dass wir schon in Deutschland keine deutsche Küche gekocht haben (meine erste Schweinshaxe hatte ich in Laos), zum anderen aber dass wir Deutschland nicht verlassen haben um die ganze Zeit ein Mini-Deutschland um uns zu haben.

Beautiful Laos - or how greedyness beats a garbage bin
xMeine Nachbarn: Deutsche Reinlichkeit wäre schon gut hier.

So was bleibt von Deutschland? Zum einen lese ich schon noch Nachrichten, vor allem wenn sie mir über Facebook und Twitter erzählt werden. Ab und an öffne ich mal meine n-tv app. Ich lese lieber deutsche Bücher als Englische, vor allem Belletristik, vielleicht auch weil mein Englisch dann doch nicht gut genug ist. TV-Serien schaue ich nur auf Englisch. Ich denke bisweilen in drei Sprachen, was sehr lustig ist.

Es sind nicht so sehr die Äusserlichkeiten, die das Deutsche in mir ausmachen. Es ist meine deutsche Erziehung, die ich nicht vergessen werde und schätze. Die Fähigkeit, kritisch zu denken und Dinge von mehrere Seiten zu betrachten. Meine demokratische Gesinnung und der Glaube an die Freiheit des Einzelnen und daran, dass der Staat den Menschen zu dienen hat und somit auch dessen Regierung. Das Recht auf freie Meinungsäusserung und das Unrecht der Diskriminierung. Dinge richtig zu machen, deutsche Perfektion eben. Das Wissen um die Wissenschaft und was Forschung bedeutet und erreichen kann. Die deutsche Geschichte, aus der man mehr lernen kann als die Lehren aus dem Dritten Reich. Zum Beispiel dass nicht nur Chinesen und Vietnamesesen Hunde essen, sondern Deutsche das nach dem Krieg auch getan haben und es erst in den 70ern verboten wurde. Oder wie sich die deutsche Gesellschaft von der Großfamilie zu den DINKS entwickelt hat – und wie sich das gerade in Asien wiederholt.

40 Jahre Deutschland will und kann ich nicht wegwerfen. Aber zurück? No way. Ich war zwei Mal wieder in Deutschland zu Besuch und habe nach drei Tagen Heimweh nach Asien bekommen. Es war die beste Entscheidung in unserem Leben. Wir haben viele tolle Menschen getroffen und kennengelernt und freuen uns noch auf viele neue. Laos ist nicht meine neue Heimat, sondern Südostasien. Und wird es noch für eine lange Zeit bleiben.

Sok dee der – Viel Glück Euch allen

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