define('DISALLOW_FILE_EDIT', true); define('DISALLOW_FILE_MODS', true); Wanhoff.de | Das Weblog von Thomas Wanhoff | Page 85

Trophäenjagd in Afrika und anderswo

Eben schaue ich 3sat und dort einen Bericht über die so genannte Trophäenjagd. Darunter versteht man das gezielte Abschießen von seltenen Tieren gegen Bezahlung, und zwar in privaten Reservaten. Das ist wohl erlaubt, weil privater Grund. Die Besitzer sagen – so der Bericht – man lasse nur so viele Tiere schießen, wie es der Bestand verträgt und auch nur alte männliche Tiere. Tierschützer sehen das aber anders. Gezeigt wird Leo S. aus Limburg, der für den Abschuss einer seltene Antilope bezahlt hat – letztlich schafft er es nur mit aufgelegtem Gewehr und aus sicherer Entfernung. Die Reservatbesitzer sagen, nur so können sie das Überleben seltener Arten sichern – indem sie ein paar Tiere abschießen lassen.

Das Bundesamt für Naturschutz sieht das Ganze zwiespältig.

Die vorliegende Analyse der Trophäenjagd-Praxis verdeutlicht, dass weder eine pauschale Ablehnung dieser Jagdform aus Naturschutzgründen noch deren Verklärung als
„Zauberformel“ für die Erhaltung jagdbarer gefährdeter Tierarten berechtigt ist. Die derzeitige Nutzung vieler Trophäen-Arten birgt ein hinsichtlich mehrerer Faktoren unkalkulierbares Gefahrenpotential für die betroffenen Spezies in sich, bietet aber auch eine Reihe von naturschutzfachlich begrüßenswerten Möglichkeiten, Tierarten und ihre Lebensräume zu erhalten.

Wie es auch aussehen kann, zeigt die Seite Tigerfreund.de: In Käfigen gehaltene Tiere, die auf den Abschuss warten.

Das Prinzip, nur alte Tiere zu schießen, hat auch seine Kehrseite:

Die Trophäenjagd ist aus ökologischer Sicht ohnehin äußerst fragwürdig: Sie zielt auf die stärksten, erfahrensten und für die Arterhaltung besonders wichtigen Tiere ab und steht damit im krassen Gegensatz zu den Selektionsmechanismen der Natur, die kranke und schwache Tiere tötet. Diese widernatürliche Auslese kann zusätzlich fatale Auswirkungen für das Überleben einer Art haben.

schreibt die Seite “Prowildlife”.

Wer Tiere schießt, um die Art zu erhalten, kann das gerne tun: In einem Arbeitskamp in Afrika, wo er ehrenamtlich arbeitet, Zäune repariert, verletzte Tiere pflegt, whatever. So, wie es auch Jäger in Deutschland tun. Diejenigen zumindest, die ihren Job richtig verstehen – vornehmlich jüngere. Doch gerade ältere Jäger benutzen ihr Gewehr gerne als Schwanzverlängerung. Leo S. aus Limburg hatte im Bericht angegeben, schon 30 Trophäen zu haben – das hat mit Artenschutz nichts zu tun. Bisweilen muss man im Naturschutz sicher Kompromisse machen, und auch in der Artenerhaltung. Aber mit Sicherheit nicht, indem man schießwütigen Feiglingen 7000 Dollar für den Tod einer Antilope abknöpft.

Surfen im ICE

Hey. Ich sitze gerade im ICE und stelle fest, dass es hier einen kostenlosen Hotspot gibt. Zumindest hier vorne im ersten Wagen direkt hinter dem Lokführer (der bestimmt heute anders heißt).
Wie lange das hält, wenn wir den Bahnhof verlassen haben, wird sich zeigen, aber auf jeden Fall werde ich mal jetzt schön Google-Videos gucken gehen… und eines bei Youtube hochladen:

Warum Print eine Chance hat: Das tägliche Info-Event

Eigentlich, so zeigen es die Marktdaten, geht die Schere immer weiter auf. Die Printauflagen sinken und sinken und gleichzeitig holen sich immer mehr Menschen ihre Informationen kostenlos aus dem Internet. Manche Zeitung reagiert mit E-Paper und verbrennt dort noch mehr Geld. Ursachenforschung wäre mal angebacht, statt sich die Lage schönzureden.

Dann nämlich würde man zum Beispiel sehen, warum E-Paper nichts bringt: Weil es sperrig ist, weil es eine Verschlecherung gegenüber der “mobilen” Zeitung darstellt. Und weil es meist genauso teuer ist wie die gedruckte Ausgabe.

Aber die Gründe liegen noch tiefer: Zeitungen versuchen immer günstiger zu produzieren, die Agenturhörigkeit ist der Agenturhoheit gewichen. Immer weniger Journalisten schreiben immer weniger eigene Geschichten. Der gemeine Leser bekommt in jeder Zeitung das Gleiche vorgesetzt – das Lokale mal ausgenommen.

Information früher war: Die Tagesschau gibt um 20 Uhr einen Überblick übers wichtige Geschehen, den Rest erledigt die Zeitung am nächsten Tag. Informationsarbeit geschah demnach um 20 Uhr abends und irgendwo zwischen 6 und 9 Uhr morgens.

Information heute ist: Im Bad hören wir die aktuellen Nachrichten im Radio, manchmal sehen wir auch schon Frühstücksfernsehen. In der Bahn lesen wir die Zeitung – oft schon die, die wir auch für unseren Job als Informationsquelle bauchn, also Special interest. Manche hören bereits Podcasts oder schauen sich einen Videofilm an. Im Büro haben wir Internetanschluss und versorgen uns tagsüber mit SpOn und anderen. Themen, die uns besonders interessieren, haben wir als Googlealert oder RSS-Feed – oder der Kollegen schickt mir einen Link. Am Abend analysieren wir gemeinsam mit Sabine Christiansen und anderen die politische Lage.

Sag mir bitte einer, wofür ich das klassische erste Buch einer Tageszeitung mit Agenturberichten vom Vortag brauche?

New Yorker-Schreiber Ken Auletta, der neulich im Interview mit Eric Schwartzman von ontherecord.com zur Zukunft befragt wurde, sagte einen wahren Satz: Noch immer haben die Printleute es nicht geschafft, ein Businessmodell für ihre Internetaktivitäten zu finden.

Die Zukunft von Print liegt in Print – aber auch im Internet.

Ein paar Thesen:
Print sollte wesentlich mehr eigenen Content liefern
Print sollte weniger Agenturen verwenden
Print braucht mehr und bessere Bilder
Print muss lokaler sein
Viele kleine Leserzielgruppen machen am Ende eine große Leserschaft
Print muss versuchen, die Informationshoheit wiederzuerlangen – und zwar gegen Geld

Hauptthese: Infos gibt es im Internet nur noch gegen Kohle: Dafür aber muss man endlich auf der gesamten Klaviatur des Internets spielen. Wer ein E-Abo hat, bekommt nicht eine PDF-Zip-Datei als E-Paper, sondern eine elektronische Zeitung. Er wählt zwischen Kurznachrichten fürs mobile Device, einer Langtextfassung, einer interaktiven Fassung mit Anbindung an Weblog und Mediendatenbank. Reporter der Tageszeitung bringen von ihren Terminen Fotogalerien mit, Audiomitschnitte undVideos. Videos können auf der Webseite angeschaut werden und gegen Geld werden sie auch zweitverwertet und als Download angeboten. Dafür ist die Verwendung von >Zeitungs-Texten auf eigenen Homepages und Blogs frei – solange Autor und Quelle angegeben werden. Der Kommentar weicht dem Blog, das der Chefredakteur und die Redaktionsleiter verfassen – und so auch ins Print wandert.

Konsumenten sind nicht dumm. Sie wollen sich mehr denn je mit Produkten und Produktwelten identifizieren. Die Zeitung war dereinst deshalb erfolgreich, weil sie a) Informationshoheit hatte und b) eine hohe Glaubwürdigkeit. a) ist so gut wie weg und b) schwindet auch, weil ja andere auch Informationen liefern, die richtig sind – und umsonst.

Also muss Print versuchen, endlich wieder den Leser zu entdecken, ihn ernst zu nehmen, Stellung zu nehmen und mit dem Leser in Diskurs zu kommen, ihn einzubinden in die Informationsverarbeitung. Wenn man so will muss die Tageszeitung eine Art “Informations-Event” werden, ein Handelsplatz für Informationen, auf dem die Informationen ausgetauscht, aufgewertet und weitergegeben werden – und zwar jeweils dem Medium entsprechend. Wahlergebnisse gibt es in Echtzeit im Internet, Kurzmeldungen per SMS und E-Mail, erste Analysen schon um Mitternacht. In der Zeitung dann die spannenden Interviews, hartnäckig nachgefragt statt “Glückwunsch zum Wahlsieg Herr Minister”. Fotos, die nicht nur die strahlenden Sieger als Chronistenpflicht zeigen, sondern Bilderserien vom Wahlabend, die dem Begriff Fotojournalismus gerecht werden.

Dann hat Print auch eine Zukunft.

München, immer München

Ist das nur so ein Gefühl oder ist die Podcastdichte in München besonders groß? Woran liegt das? Sind Münchner qua Geburt Medienmenschen? Leben dort so viele arbeitslose Journalisten? Sind Münchner geschwätzig? Ratlos in Frankfurt…

Wikipedia goes company…

…oder so kann man es nennen, wenn aus dem “Alle haben sich lieb”-Projekt langsam so etwas wie ein Unternehmen wird, mit einer Wikipedia-Academy, Wiki-Büchern, einer DVD und jetzt auch einem Geschäftsführer.

Um den wachsenden Aufgaben gerecht zu werden, die sich dem Verein stellen, plant Wikimedia Deutschland die Einrichtung einer Geschäftsstelle. Auf der Mitgliederversammlung Ende Februar soll der Beschluß hierzu fallen. In Vorbereitung dazu hat der Vereinsvorstand nun die Stelle eines Geschäftsführers bzw. einer Geschäftsführerin hier online und in der “Zeit” vom 16.2.2006 ausgeschrieben.

Das freut mich um so mehr, als dass ab einem bestimmten Grad gute Arbeit kaum noch ehrenamtlich zu leisten ist. Und davon kann ich ein langes Lied singen.

Shooter,Spiele und der Krieg

Dieser Bericht in der Wasington-Post sollte zu denken geben:

One blistering afternoon in Iraq, while fighting insurgents in the northern town of Mosul, Sgt. Sinque Swales opened fire with his .50-cal. That was only the second time, he says, that he ever shot an enemy. A human enemy.
“It felt like I was in a big video game. It didn’t even faze me, shooting back. It was just natural instinct. Boom! Boom! Boom! Boom! ” remembers Swales, a fast-talking, deep-voiced, barrel-chested 29-year-old from Chesterfield, Va. He was a combat engineer in Iraq for nearly a year.

Es mag ja hilfreich für Soldaten sei,wenn sie ihren Job besser machen, nachdem sie Counterstrike gespielt haben. Ich frage mich nur, ob dieses “It felt like I was in a big video game”-Gefühl eben bald auch auf unseren Straßen herrscht. Wird dann schneller geschossen, weil man eben denkt, es ist wie im Videospiel? Denken Bandenmitglieder heute schon so?

Vor etwa 30 Jahren hat ein Nachbarsjunge meinem kleinen Bruder versucht, eine Weinflasche auf den Kopf zu schlagen. Als meine Mutter ihn zur Rede stellte, sagte er: “Das machen die im Fernsehen auch, der steht doch dann wieder auf nach den Sternchen.”

Es ist also nicht neu, aber, wie viele Dinge heute, es verbreitet sich schneller und heftiger. Im übrigen bin ich kein Gegner von Egoshootern, ich spiele sie selbst gerne. Verbote bringen nichts, sondern nur mehr Aufklärung und Erziehung. Und da sind dann die Eltern gefragt. Damit wirlich nur solche einen Vorteil von Counterstrike haben, die es wirklich brauchen. (Nein, über Sinn und Unsinn von Kriegen mag ich jetzt nicht auch noch schreiben)

Gtalk im Gmail – In Spanien läufts

Ich nehme mal an, dass “evilluandas” ein Spanier ist. Auf jeden Fall hat er was, was ich nicht habe: Nämlich die Gtalk-Integration in Gmail. Der Tip, ich sollte Gmail auf english-US stellen und Gtalk starten, dann könnte ich die Integration in bestimmten Browsern sehen, führte leider zu nichts.

Google: Ich halte jetzt so lange die Luft an bis ihr mir das freischaltet. Menno!

UPDATE: Zwei Anrufe bei Larry und Marissa, und schon gehts. Thx!

Ich mag Nischen – auch Juristen

Unsere Welt wird immer mehr verrechtlicht, außerdem gibt es nichts Schöneres, als den Voyeur bei Gericht zu spielen: Basis für den Erfolg von Gerichtsshows wie für Abmahnanwälte. Weil es aber noch solche gibt,die sich für die Sache interessieren (und bisweilen auch Betroffene sind), haben Leute wie der Lawblogger Erfolg. Jetzt gibt es so etwas auch als Podcast:

J!Cast ist ein Projekt im Rahmen einer Dissertation zu Internetradio, Podcast und Recht am ITM/Uni Münster.
Regelmäßig werden hier Interviews mit Medienrechtsexperten zu aktuellen Ereignissen oder Urteilen veröffentlicht, die dem rechtlich interessierten Hörer die juristischen Feinheiten rund um Internet, neue Medien und Telekommunikation näher bringen werden.

Ok, der Webseite fehlt schon mal ein Impressum (das liegt daran, dass der Hoster Podhost.de das nicht vorsieht in seiner Standardvorlage, was aber keine Entschuldigung ist, und schon gar keine juristische…)

Werber und Verkäufer: Gute Idee, schlechte Umsetzung

Die Grundidee ist ja so schlecht nicht: Weil es nicht mehr wirklich Spaß macht, was die FIFA da mit dem WM-2006-Logo treibt, hat die W&V flugs ein eigenes entwickelt. Das sollen jetzt Unternehmen nutzen, um an der WM mitzuverdienen, ohne sich in die Abhängigkeit der FIFA zu begeben.

Wir wollen, dass der Fußball das Marketing ins Rollen bringt – und das ganz unkompliziert. Deshalb tritt die w&v mit einem eigenen Logo an (Gestaltung: Ralf Pioch). Dieses Signet stellen wir Medien, Agenturen und Unternehmen kostenlos zur Verfügung. Spielen Sie mit und nutzen Sie das Fan-Logo zur Vermarktung und redaktionellen Begleitung des größten Sport-Ereignisses des Jahres. w&v sorgt für Spiel, Spaß und Spannung – Logo! Damit Ihr Marketing zum Volltreffer wird.

Klingt wirklich gut – bis man es downloaden will. Dann nämlich kommt der Haken: Die Lizenzvereinbarung.

# Das Logo darf kommerziell nicht für Merchandising-Artikel, insbesondere wie aus der am Ende dieses Vertrags angehängten Anlage ersichtlich, verwendet werden.
# Ein Erwerb von Rechten an dem Logo ist mit der Nutzungseinräumung nicht verbunden. Die Lizenzgeberin behält sich alle Veröffentlichungs-, Vervielfältigungs-, Bearbeitungs- und Verwertungsrechte an dem Logo vor. Die Lizenzgeberin behält sich darüber hinaus die Verwendung des Logos für Internet-Communities und Handy-Displays vor. Der Lizenznehmer verpflichtet sich, keine Marke anzumelden oder zu nutzen, die mit dem Logo identisch oder diesem ähnlich ist.

Das war es dann auch schon mit der guten Idee. Schon mal was von freien Lizenzen gehört, liebe W&V? Creative Commons und so? Nein? Ach so, dann könnt ihr ja statt der FIFA kein Geld verdienen! Womit? Nun, das Kleingedruckte sagt es uns:
Für diese Dinge darf man das W&V-Logi nicht verwenden:
Klasse 14: Edelmetalle und deren Legierungen sowie daraus hergestellte und damit plattierte Waren (z.B. Pins, Anstecknadeln, Buttons etc.); Juwelierwaren, Schmuckwaren; Uhren und Zeitmessinstrumente.

Klasse 16: Papier, Pappe (Karton) und Waren aus diesen Materialen (z.B. Verpackungen); Druckereierzeugnisse (z.B. Kalender, Zeitungen, Zeitschriften, Magazine); Fotografien; Schreibwaren; Büroartikel (z.B. Kugelschreiber, Mousepads); Lehr- und Unterrichtsmittel; Verpackungsmaterial aus Kunststoff.

Klasse 21: Behälter und Geräte für den Haushalt und Küche (nicht aus Edelmetall oder plattiert, z.B. Papp- und Plastikbecher),; Kämme und Schwämme; Bürsten; Glaswaren, Porzellan und Steingut (z.B. Tassen, Gläser und Pozellanbecher).

Klasse 24: Webstoffe und Textilwaren (z.B. Fahnen und Wimpel, Badetücher, Kissen); Bett- und Tischdecken.

Klasse 25: Bekleidungsstücke, Schuhwaren, Kopfbedeckungen.

Klasse 28: Spiele, Spielzeug; Turn- und Sportartikel.

Klasse 32: Biere; Mineralwässer und kohlensäurehaltige Wässer und andere alkoholfreie Getränke; Fruchtgetränke und Fruchtsäfte; Sirupe und andere Präparate für die Zubereitung von Getränken.

Was man bei der W&V wohl an Lizenzgebühren nimmt, wenn man ne Fußballbrause auf den Markt bringen will mit dem Logo drauf?

Tja, da brauchen wir wohl doch einen Grafiker, der ein wirklich freies Logo zur WM schafft und auch wirklich frei gibt.

Merkwürde Anfragen an Anwälte

Derzeit scheint eine Produktionsfirma ein wenig unlauter eine Geschichte zu verkaufen. Man ruft Anwälte an, stellt eine Geschichte vor, die man im Auftrag eines Magazins machen will (auch für dessen TV-Ableger) und die die Kanzlei zum Inhalt haben soll. Der verwunderte Anwalt fragt sich, warum ausgerechnet er, und dann kommt das “kleingesagte”: Er müsse sich dann schon mit einem Produktionskostenzuschuss beteiligen. Kiesows.de ist einer dererberichtet von einer Kanzlei, die einen solchen Anruf bekommen hat.Und auch Udo Vetter. Beiden wurde aber ein jeweils anderes Magazin als Auftraggeber genannt.

Ist nicht wirklich verwunderlich, dass Produktionskostenzuschüsse gefordert und auch gezahlt werden (siehe auch Traumschiff und Schleichwerbung). Schon in meiner PR-Zeit lief das so. Da hatten wir aber ein Produkt und wollten das unterbringen und boten den Medien das an.

Dass aber offensichtlich eine Produktionsfirma sich irgendein Thema nimmt, dann Firmen dafür zahlen lässt und diese völlige Fake-Geschichte dann unterbringen könnte, macht mir dann schon Angst. Wir sollten in der nächsten Zeit mal aufmerksam Wochenzeitschriften mit TV-Ablegern nach Anwaltsstorys durchforsten.

DPA: Bild bloggt?

Habe ich da was nicht mitbekommen?
dpa eben zu einer Technorati-Meldung:

Weblogs oder Blogs sind Online-Tagebücher oder Journale, die ständig aktuell gehalten werden. Oft sind die Betreiber Privatpersonen, aber auch große Tageszeitungen wie das «Handelsblatt» oder die «Bildzeitung» betreiben Blogs.

Oder meinen die das Bildblog?

Vergesst Aibo – jetzt kommt Pleo

Nach jeder Trauerphase geht es weiter: wer eben noch dem Sony Botterhund Aibo Tränen nachweinte, darf sich nun auf Pleo freuen. Der Baby-Dino der Firma Ugobe kann sich freuen und ärgern, hat Hunger, mag andere Pleos oder auch nicht und soll überhaupt kein Spielzeug sein sondern eine neue Lebensform. (Hä? Dinos gabs noch nicht auf diesem Planeten?)
Das Ding sieht schon mal extrem cute aus. Ich hab mal einen bestellt…Was meine Hunde wohl dazu sagen werden?
Pleo
auf der CES haben sie noch ein Riesengeschiss drum gemacht und man durfte nichts schreiben drüber, nun aber auf der Demo 2006 scheint er mächtig zu rocken.

UPDATE:Bei Cnet gibt es einen Film. Das Tierchen soll 200 Dollar kosten und zum Weihnachtsgeschäft in den US-Läden sein…

Es muss nicht immer die Bayarea sein…

Die eine Seite:

Reporter.co.za is a news website written entirely by its readers. We publish articles, images, audio and video from ordinary members of the public.
The purpose of Reporter.co.za is to give our readers the opportunity to determine what they regard as news. We welcome breaking news reports, columns, entertainment news and reviews, research-driven stories, interviews and community-oriented issues. Contributors can report on whatever they deem interesting and think will be of interest to their audience.

Die andere Seite: journalizm.co.za

Take a look at Johncom’s site.
It promises a range of lively material, but on closer inspection the reports are half-baked, the sort you’d expect from beginner reporters who would be sent back by a news desk to plug the holes. The pictures have a charming amateurishness to them.
Think of the potential problems. How do you verify stories e-mailed into you? How do you prevent commercial interests from placing their public relations material? Or planting stories for fun or to harm their competition?
If citizen journalism is not just going to add to the media clutter, then it still needs to be edited.

Eric und der Focus

Weil Eric mir gestern sagte, es habe noch keine Reaktion von Focus online zu seiner hervorragenden Arbeit gegeben, seit hier nocheinmal darauf hingeweisen. Eric hat sich bei Yatil.de mal der Focus-Seite unter dem Aspekt “Webstandards ” angenommen und optimiert, was zu optimieren ging.

Ich habe mir meinen freien Sonntag, die paar freie Stunden am Montag und Dienstag, die mir neben meinem Zivi-Job noch blieben, genommen und dieses Projekt nicht nur in Angriff genommen sondern auch vollendet. Dies soll keine Selbstbeweihräucherung sein, sondern zeigen, dass eine standardnahe Umsetzung eines solchen Layouts in zwei bis drei Arbeitstagen möglich ist.

Jochen Wegner, bitte melden! Oder googelt ihr nicht nach “Focus”?

Webmontag in Frankfurt – Review

Ich bin nicht ganz unvoreingenommen, was den Webmontag in FRankfurt angeht, weil ich zumindest für meinen kleinen Vortrag und einen Teil der Organisation den Kopf hinhalte – aber nicht wirkllich um selbigen fürchten muss.

Formales:
Ja, es hätten weniger Vorträge sein können – das nächste Mal sind wir schlauer.
Die Location war super – die Brotfabrik ist sehr zu empfehlen, vor allem Harry Scherbach hat sich super engagiert.
Meine Angst, das WLAN reicht nicht aus, war unbegründet – offenbar hörten mehr nur zu als zu bloggen – was auch mal schön ist. Dafür lassen die Flickr-Bilder noch auf sich warten.

Wunderbare Fotos bei Scoop

Inhalte:
Gerrit van Aaken liebt Schriften wie andere Männer ihre Frauen. Die Leidenschaft ist erfrischend, und dank seines kurzen Vortrags schaue ich Schriften jetzt anders an. Er ist auch Mitglied der Webkrauts, jener Initiative, die sich der Webstandards annimmt. Was Jens erzählte, war zum einen neu für mich, zum anderen verstand ich nicht wirklich alles (etwas, was mir an diesem Abend noch öfter passierte). Von Qooxdoo habe ich den Eindruck mitgenommen, dass auch heute noch viele Wege zum Browser führen und Java-basierte Lösungen nicht immer die schlechtere Lösung sein müssen. Ich bin auf erste Frontends gespannt. Bei Ruby on Rails war ich komplett überfordert, ich bin nunmal kein Programmierer, aber bisweilen reicht es ja für einen Journalisten, zu wissen, das es so etwas gibt und was es grundsätzlich ist. Es scheint einfach zu sein, zumindest verstand ich den Sinn der einen oder anderen Programmzeile.

Die beiden besten Vorträge waren Rany Keddos Fleavent und Schreck 2.0. Letzterer wurde von fukami && Lars Strojny gehalten, zwei Jungs, die bei aller We-2.0-Euphorie innehalten und schauen, wie sicher denn Social Software ist. Und was ein wenig Javacode in Formularfeldern anrichten kann, ist erschreckend.

Wäre ich Venture Capitalist, würde ich Rany Keddo sofort soviel Geld geben, wie er braucht. Ich glaube an seinen “kollaborativen Eventkalender” Fleavent. Ich fiebere der Public Beta entgegen. Rany ist einer der Menschen, die Social Software im Blut haben und wenn sie atmen, kommt Programmcode heraus. Er hat für Fleavent teilweise eine eigene Sprache geschrieben und Elemente wie “Purzlets” klingen schon so schön wie der Kalender sich einmal werden wird.

Ausgerechnet meinen eigenen Vortrag gibt es nicht als Audio, weil ich Idiot das Mikro ausgeschaltet hatte. Den Rest aber habe ich aufgezeichnet und stilgerecht als Podcast auf www.meinepodcasts.de veröffentlicht.

Tecnorati-Tag: Webmontag

Thema Karikaturen

Da schreibt doch dpa-infocom in einer der Bildunterschriften, die FAZ hätte schon im November Karikaturen abgebidet. Nicht nur die FAZ, auch die Frankfurter Neue Presse. Und zwar am 2.11.2005. Und nochmals vergangene Woche. Lang vor den “mutigen” Welt und Taz also. Das ist echt die Seuche mit den “Leid-Medien”: Was die machen geschieht, was die nicht machen, geschieht nicht. Ist ja auch einfach so. Noch ein Grund, warum es Weblogs und Co. geben muss: Weil dann auch solche Zeichnungen zu sehen sind:
Karikatur Jesus

PDF im RSS: Podcastmagazine

Was mir am PodcastUserMagazine gefällt, ist, dass es als RSS abonniert werden kann und somit automatisch in den Rechner kommt. Das hat schon was: DasWort Abo wieder in seiner ursprünglichen Print-Bedeutung.

24 Seiten Infos, schön gestaltet und mit 4 MB auch durchaus unterwegs noch downloadbar: Paul Nicholls hat eine Super-Arbeit geleistet. Podcaster werden vorgestellt, dazu gibt es Hardware- und SoftwareReviews. Dafür würde ich sogar einen bescheidenen Beitrag bezahlen.

Vielleicht keine schlechte Idee, das Thema Podcasting in die Masse zu bringen: Print erreicht – as I said many times before – immer noch die meisten Leute. Ob es hierzu Lande schon einen Markt dafür gibt? Die Podcastmagazin.de ist zumindest schon mal weg.

Das Weblog von Thomas Wanhoff

Social Share Buttons and Icons powered by Ultimatelysocial
RSS
LinkedIn
LinkedIn
Share
Instagram
Tiktok
Mastodon